GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

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Tebitu
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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von Tebitu » 10.06.2019, 00:56

Was soll man dazu sagen? Heute wurde der verottete Kadaver der Formel 1 ausgegraben, mit dem Gesicht nach unten erneut bestattet und zum Schluß hat man noch draufgepinkelt.

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Kugelblitz
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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von Kugelblitz » 10.06.2019, 00:56

Stulle68 hat geschrieben:Zitat vom Liveticker
Ferrari legt Protest ein!

Das lässt Ferrari nicht einfach so auf sich sitzen: Das italienische Traditionsteam hat offiziell Protest gegen die Entscheidung der Sportkommissare eingelegt. Das hat eine Ferrari-Sprecherin auf Nachfrage bestätigt.
Holla! Das überrascht mich jetzt!
So wie Binotto nach dem Rennen von "nach vorn schauen" gesprochen hat, hätte ich das nicht gedacht.

Wird aber am Resultat nichts ändern. Während des Rennens ausgesprochene Strafen gelten als "Tatsachenentscheidungen"; die nicht revidiert werden dürfen/können.

Vielleicht will man die FIA so aber zum Nachdenken bewegen, und vielleicht werden die Strafpunkte erlassen.

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitrag von Lsadno » 10.06.2019, 00:57

F1Schlaumeier hat geschrieben:
Lsadno hat geschrieben: das darf natürlich auch nicht fehlen: leclerc wurde von ferrari ausgebremst. herrlich. normalerweise hätte der schnellste mann im feld ja gewinnen können, hätte man ihn nicht so spät heriengeholt. und wie darf man das verstehen? :eh:
Gewonnen hätte er nicht, denke ich. Schließlich konnte man ja nicht wirklich gut überholen. Aber dass Leclerc der schnellste Mann im Feld war und ohne den späten Stopp mindestens Zweiter geworden wäre, ist doch nicht abzustreiten, oder?

Ich kann Ferraris Taktik (warten auf das SC) mit Leclerc aber durchaus verstehen. Es nur wieder typisch, dass Leclerc trotz guter Pace vom Team um ein besseres Resultat gebracht wurde.
dir ist aber schon bewusst, dass er die schnellen zeiten am ende nur gefahren ist, weil er frischere reifen hatte? wenn er also früher auf hart wechselt, dann hätte er diesen vorteil am ende doch gar nicht gehabt? er war zu dieser zeit rund 3 sekunden hinter hamilton, der undercut brachte - wenn's gut gegangen ist - rund 1.5 sekunden. in welcher mathematik hier kommt am ende ein sicherer zweiter platz heraus?

oder ist das ein kaffeesudlesen, weil er dann an vettel und hamilton dran geblieben wäre und durch die 5-sekunden strafe profitiert hätte? dann halte ich dagegen: es war völlig richtig, mit dem stopp zu warten, da die 5-sek strafe ja nicht erahnt hätte werden können. so hat man halt auf ein SC gehofft, das ihn nach vorne gespült hätte. nach hinten war er abgesichert, nach vorne wäre mit einem undercut nichts zu holen gewesen.

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitrag von FU Racing Team » 10.06.2019, 00:57

mysamuel hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:

Wenn er das nicht kann, muss er zumindest verzögern anstatt in den anderen rein zu lenken, meine Meinung ;-)

:rofl: Sorry Meinst du das wirklich ernst er soll Bremsen dann wer dein Hamilton voll und ganz in seinem Ferrarieheck gesteckt und dann hätte es BUMM Gemacht.
Denken manche hier eigentlich wirklich mal nach was sie schreiben.

Ja, manche sollten erst denken und dann schreiben, dann würden andere, wie ich, auch verstehen, was sie meinen ;-)
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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von Scorp!on » 10.06.2019, 00:59

Während Bottas in Monaco mal schnell 10 Sekunden verlieren darf auf Hamilton wird hier die wohl lächerlichste Strafe der Formel 1 Geschichte ausgesprochen.
Bravo Stewards, ihr habt ja schon verdammt oft bescheuerte Entscheidungen getroffen aber ihr habt nochmal 3 Stufen drauf gesetzt.

Das ist kein Sport mehr, das ist eine Witzveranstaltung.
Nach nun mehr als 24 Jahren wars das für mich, dieses Kasperletheater schaue ich mir nicht mehr an.

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von evosenator » 10.06.2019, 01:02

Scorp!on hat geschrieben:Während Bottas in Monaco mal schnell 10 Sekunden verlieren darf auf Hamilton wird hier die wohl lächerlichste Strafe der Formel 1 Geschichte ausgesprochen.
Bravo Stewards, ihr habt ja schon verdammt oft bescheuerte Entscheidungen getroffen aber ihr habt nochmal 3 Stufen drauf gesetzt.

Das ist kein Sport mehr, das ist eine Witzveranstaltung.
Nach nun mehr als 24 Jahren wars das für mich, dieses Kasperletheater schaue ich mir nicht mehr an.

Kann Dich verstehen :thumbs_up:

Ich sage ja: heute hat der Sport zum xten Male und wieder einmal mehr verloren

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitrag von viva espania » 10.06.2019, 01:03

GenauDer hat geschrieben:
evosenator hat geschrieben:
F1Schlaumeier hat geschrieben: Du sagst ja selbst, dass er "langsam" Gas gab. Ich fordere selbstverständlich keine Bremsung, nur dass er eben weniger Gas gibt. Du hast Recht: Da war generell nicht mehr viel Platz. Aber doch genug, oder nicht? Aus den Luftaufnahmen erkennt man ungefähr 2 Wagenbreiten. Dieser Abstand hat sich auf weniger als 1 Wagenbreite reduziert, nachdem Vettel aufs Gas gegangen ist. Er überfuhr ja sogar die weiße Linie leicht.

Hamilton hätte eben links an Vettel vorbei gehen sollen. Immerhin hat er kommen sehn, was vor ihm passiert. Wenn er vom Gas gegangen wäre, als er Vettel im Gras sah, hätte er die Zeit gehabt so zu handeln. Suche natürlich den Fehler NICHT bei Hamilton. Wäre nur die bessere Variante gewesen
Hmm während ich hier jetzt mehrfach VET verteidigt hab, muss ich auch mal sagen, dass das im Nachhinein sicher richtig gewesen wäre, aber wenn man da mit hoher Geschwindigkeit an ein quer kommendes Auto heranfährt, weiß man sicher noch nicht ab wann es Grip bekommt und wo es am besten ist, vorbei zu kommen. Unter Umständen hätte genau das den Unfall verursachen können
Sehe ich auch so, links vorbei an Vettel wäre mMn niemals möglich gewesen. Der Versuch den strauchelnden Vettel etwas Abseits der Strecke auf der Ideallinie zu kassieren war schon richtig, zumindest der Versuch. Das Vettel diese Position unter allen Umständen verteidigen möchte, war klar und ist auch völlig verständlich. Ich denke mal jeder Racer würde aus Affekt ähnlich wie Vettel reagieren.

Was mir an Vettel heute gefiel ist, dass er nicht angepasst reagiert hat und Emotionen gezeigt hat. Sicherlich im Nachhinein etwas kindisch und umprofessionell manche Aktionen nach dem Rennen. Trotzdem, er ist auch nur ein Mensch und fühlte sich aus seiner Sicht um seine harte Arbeit betrogen.

Die Strafe war schon hart.
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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von icke » 10.06.2019, 01:05

GRO ist nach dem Start geradeaus gebrettert und beim Zurückkomen auf die.Strecke hätte er fast einen aöfa mitgenommen - interessiert hat das niemanden.
Solange wir es nicht schaffen, einen Apfel herzustellen, können wir noch viel von der Natur lernen.

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von mysamuel » 10.06.2019, 01:08

icke hat geschrieben:GRO ist nach dem Start geradeaus gebrettert und beim Zurückkomen auf die.Strecke hätte er fast einen aöfa mitgenommen - interessiert hat das niemanden.
:wave: Albon sein Frontflügel hat auch keinen Gejuckt.
Perez - Magnussen fast abschiessen wurde auch nicht geahndet oder

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von evosenator » 10.06.2019, 01:12

icke hat geschrieben:GRO ist nach dem Start geradeaus gebrettert und beim Zurückkomen auf die.Strecke hätte er fast einen aöfa mitgenommen - interessiert hat das niemanden.
Gleiches gedacht

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitrag von F1Schlaumeier » 10.06.2019, 01:13

Lsadno hat geschrieben:dir ist aber schon bewusst, dass er die schnellen zeiten am ende nur gefahren ist, weil er frischere reifen hatte? wenn er also früher auf hart wechselt, dann hätte er diesen vorteil am ende doch gar nicht gehabt? er war zu dieser zeit rund 3 sekunden hinter hamilton, der undercut brachte - wenn's gut gegangen ist - rund 1.5 sekunden. in welcher mathematik hier kommt am ende ein sicherer zweiter platz heraus?
Leclerc war auch vor den Stopps schon schneller. Zumindest gegen Ende des Stints.
Lsadno hat geschrieben:oder ist das ein kaffeesudlesen, weil er dann an vettel und hamilton dran geblieben wäre und durch die 5-sekunden strafe profitiert hätte? dann halte ich dagegen: es war völlig richtig, mit dem stopp zu warten, da die 5-sek strafe ja nicht erahnt hätte werden können. so hat man halt auf ein SC gehofft, das ihn nach vorne gespült hätte. nach hinten war er abgesichert, nach vorne wäre mit einem undercut nichts zu holen gewesen.
Kaffesudlesen? Ihm fehlte 1 Sekunde auf Vettel. Das ist wahrscheinlich sogar weniger als er bei diesem völlig unnötigen Zweikampf mit Verstappen verloren hat.

Wie gesagt: Ich kann Ferraris Strategie verstehen, aber sie hat Leclerc heute nunmal erneut geschadet.

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitrag von GenauDer » 10.06.2019, 01:31

viva espania hat geschrieben:
GenauDer hat geschrieben:
evosenator hat geschrieben:

Hamilton hätte eben links an Vettel vorbei gehen sollen. Immerhin hat er kommen sehn, was vor ihm passiert. Wenn er vom Gas gegangen wäre, als er Vettel im Gras sah, hätte er die Zeit gehabt so zu handeln. Suche natürlich den Fehler NICHT bei Hamilton. Wäre nur die bessere Variante gewesen
Hmm während ich hier jetzt mehrfach VET verteidigt hab, muss ich auch mal sagen, dass das im Nachhinein sicher richtig gewesen wäre, aber wenn man da mit hoher Geschwindigkeit an ein quer kommendes Auto heranfährt, weiß man sicher noch nicht ab wann es Grip bekommt und wo es am besten ist, vorbei zu kommen. Unter Umständen hätte genau das den Unfall verursachen können
Sehe ich auch so, links vorbei an Vettel wäre mMn niemals möglich gewesen. Der Versuch den strauchelnden Vettel etwas Abseits der Strecke auf der Ideallinie zu kassieren war schon richtig, zumindest der Versuch. Das Vettel diese Position unter allen Umständen verteidigen möchte, war klar und ist auch völlig verständlich. Ich denke mal jeder Racer würde aus Affekt ähnlich wie Vettel reagieren.

Was mir an Vettel heute gefiel ist, dass er nicht angepasst reagiert hat und Emotionen gezeigt hat. Sicherlich im Nachhinein etwas kindisch und umprofessionell manche Aktionen nach dem Rennen. Trotzdem, er ist auch nur ein Mensch und fühlte sich aus seiner Sicht um seine harte Arbeit betrogen.

Die Strafe war schon hart.
Für Vettel selbst ist die Strafe sowieso hundertfach besser, als wenn HAM nach dem Ausritt vorbei gekommen wäre.
Was glaubt ihr, was hier los wäre, wenn Vettel durch so einen Fehler SCHON WIEDER das Rennen weggeschmissen hätte - und noch dazu der so wichtige erste Sieg des Jahres?

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Re: Formel 1 Kanada 2019: Hamilton siegt dank umstrittener Vettel-Strafe

Beitrag von mysamuel » 10.06.2019, 01:35

F1Schlaumeier hat geschrieben: :zzz:
Seine Gegner im Rennen waren aber Dummerweise erst mal Bottas + Verstappen im Kampf um das Podium
und nicht Vettel und Hamilton.
das wir bleiben ewig drausen ist wieder so eine Komische Nummer aber sollte wohl auch dazu dienen mehr über die Reifen zu Lernen.

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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von RacingForEver » 10.06.2019, 01:36

icke hat geschrieben:GRO ist nach dem Start geradeaus gebrettert und beim Zurückkomen auf die.Strecke hätte er fast einen aöfa mitgenommen - interessiert hat das niemanden.
Wenn ich mich recht entsinne, kam er allerdings ganz rechts auf der Strecke zurück und drängte danach auch niemanden ab.


Sei es, wie es sei. Ich glaube, kaum jemand hier hätte im umgekehrten Falle wirklich etwas gegen die Strafe einzuwenden gehabt. Nicht, weil Hamilton gehasst wird, sondern weil wir gerade in dieser Saison in Eintönigkeit ertrinken. Als endlich ein Hoffnungsschimmer aufzutauchen schien, hat die FIA prompt das Rettungsboot versenkt - gut finde ich das auch nicht.

Aber wenn jemand auf die Strecke zurückkommt und jemand anders infolgedessen in die Eisen steigen muss, weil er sonst in der Wand landen würde, dann hat der Erste offensichtlich zumindest nicht ganz die erforderliche Übersicht gezeigt. Da ist eine Strafe vertretbar - umso mehr, da Verstappen letztes Jahr für eine tatsächlich fast identische Aktion auch dieselbe Strafe bekommen hat.

Ich bin dafür, seine Position verteidigen zu dürfen, wie es beispielsweise Ricciardo heute in hervorragender Manier gezeigt hat. So sollte Racing aussehen. Aber wenn man einen Fehler macht, dann sollte man sich dies meiner Ansicht nach ebenso eingestehen müssen. Stattdessen in der verzweifelten Hoffnung, irgendwie vorne zu bleiben, das Limit zu überschreiten und bis zum anderen Ende der Strecke zu rutschen, ist menschlich, ist verständlich, ist actionreicher. Aber fair ist es gegenüber demjenigen, der die Kurve sauber bekommen hat, der keinen Fehler gemacht hat, und der sich die Position neben dem anderen Auto redlich verdient hat, nicht, ihn in Richtung Wand zu drängen, bis er bremsen muss.

Die Stewards haben sich hier dagegen entschieden, tagespolitisch clever zu handeln. Sie haben sich dagegen entschieden, Siege auf der Strecke ausfahren zu lassen. Sie haben sich für den Dominator entschieden und den glücklosen Herausforderer weiter demoralisiert.

Aber meiner Ansicht nach haben sie sich im selben Atemzug für das faire Racing ausgesprochen. Man darf sich dem anderen ruhig in den Weg schieben - aber manchmal ist man eben in einer hundsmiserablen Position. Wenn man alle Mittel ohne Wenn und Aber anwenden darf, um sich aus dieser zu befreien, wenn der Hintermann in der Pflicht ist, dem Vordermann auszuweichen, was er auch tut, dann ist das kein Racing, was ich sehen möchte.

Selbst, wenn mir das Ergebnis in diesem Fall anders wesentlich besser geschmeckt hätte.

Cainium
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Re: GP Kanada 2019: Kontroverser Sieg für Hamilton - Vettel tobt!

Beitrag von Cainium » 10.06.2019, 01:37

vettel-fan2011 hat geschrieben: KEINEN FEHLER MACHEN ist natürlich immer besser.

Ist aber nunmal passiert und in diesem Fall konnte er nicht mehr mehr aus der Situation herausholen.
Und? Das ändert nichts daran dass er gegen eine geltende Regel verstoßen hat.

Das er nicht anders konnte als den Regelverstoß zu begehen wurde ausgelöst durch SEINEN Fehler.

Sollte ich jemals vor Gericht stehen für einen Gesetzesverstoß welcher mir aufgrund meiner Fehler angelastet werden kann sage ich dann auch "naja, ich konnte ja nicht mehr anders..." als Rechtfertigung. Wird sicher gut funktionieren.
Plauze hat geschrieben: Wenn man aber über eine Strafe nachdenkt, hat man nicht über die Entstehung dieses Fehlers zu entscheiden. Also erübrigt sich auch das Philosophieren darüber, ob Vettel den Ausritt ins Gras hätte vermeiden können und die Kurve noch gekriegt hätte, denn das kann nicht Gegenstand einer Untersuchung sein, ob der AUSGANG der Situation bestrafungswürdig war. Entscheidend dafür ist allein, wie er wieder auf die Strecke gekommen ist.
Und letzteres war eben regelwidrig.
Plauze hat geschrieben: Wenn er vor Hamilton wieder auf die Strecke kommt (und das ist er nun einmal, er hatte die Nase vorn und bestimmt von da an dann auch wieder die Linie), hat Hamilton keine Vorfahrt eingebaut, denn die Lücke, die er auf der rechten Seite zu sehen vermeinte, war nicht wirklich da. Vettels Linienwahl war deutlich zu erkennen, und nur weil der Vordermann aufpassen muss, keinen zu gefährden, kannst du ihm nicht volle Kanne in dessen Linie reinfahren. Hamilton musste vom Gas, und das hat er ja auch gemacht. Eine gefährliche Rückkehr auf die Strecke war das nicht, denn Hamilton konnte jederzeit einschätzen, wo Vettel sich befindet und dementsprechend reagieren.
Was ist denn dann eine "gefährliche Rückkehr"?
Wie soll Hamilton das Verhalten von Vettels Auto korrekt einschätzen wenn nicht mal Vettel des konnte (Quersteher beim Zurückfahren auf die Strecke)? Letzteres hat Vettel dazu gezwungen die Linie halten zu müssen und nicht nach links ausweichen zu können.
Wie hätte Hamilton das vorher sehen sollen?
Außerdem, seit wann ist es "fair" ein Auto welches schon vor dem eigenem Hinterrad ist in die Mauer zu drängen?

Wenn Hamilton nur etwas später reagiert hätte dann wär sein Frontflügel und Vettels Hinterreifen weg gewesen. Und das ist dann Hamiltons Schuld weil Vettel selbstverschuldet die Schikane auslässt?
Plauze hat geschrieben: Dieser Sinn wurde aber von den Kommissaren heute in Unsinn verkehrt, denn wenn man nicht mehr seine Position verteidigen darf, hat das ganze Hintereinanderher-im-Kreis-fahren seinen Sinn verloren. Schon seit Jahren ist diese Tendenz zu beobachten, dass dem Verteidiger einer Position immer weniger Spielräume zum Defensivfahren (sprich: Kampflinie) eingeräumt werden, dafür aber der Angreifer mit Hilfsmitteln en masse bedacht wird, zweifach DRS und so weiter. Alles, weil man Action und Überholmanöver sehen will - wahrhaftige Fahrkunst und Mut bleiben auf der Strecke.
Irgendwo muss halt eine Grenze gezogen werden. Ansonsten sehen wir nur noch Defensivmanöver a la Verstappen welcher dem Überholendem in der Bremszone vor die Karre fährt. Wahrhaftige Fahrkunst ist es Lücken geschickt zu nutzen und nicht mit der Brechstange nach dem Motto "entweder ich gewinne oder es gibt Kleinholz" zu fahren. Selbst Verstappen hat das mittlerweile begriffen.

Ich stimme insofern zu dass man, wenn man beide Augen zudrückt, die Strafe nicht hätte geben müssen. Sie wurde aber gegeben und das leider zu Recht.

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