Leclerc verteidigt Einstopp-Versuch: "Definitiv kein Fehler"

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Leclerc verteidigt Einstopp-Versuch: "Definitiv kein Fehler"

Beitragvon Redaktion » 12.05.2019, 23:38

Charles Leclerc wurde vom Safety-Car um die Früchte seiner Einstopp-Strategie gebracht: Als Fehler würde der Ferrari-Pilot diesen Versuch aber nicht bezeichnen
Charles Leclerc

Charles Leclerc musste unfeiwillig einen zweiten Boxenstopp einlegen

Dass Charles Leclerc im zweiten Stint den schnelleren Sebastian Vettel wieder passieren lassen musste und am Ende nur Fünfter wurde, hat er einer missglückten Strategie zu verdanken. Der Monegasse wurde in Barcelona auf eine Einstopp-Strategie geschickt, die dank des Safety-Cars am Ende in die Hose ging.Als Leclerc nach 25 Runden zum Boxenstopp kam, sollte dies eigentlich sein einziger bleiben. Ferrari setzte ihn auf die harten Reifen, was auch seine schlechtere Pace gegenüber Vettel erklärte. Zu dem Zeitpunkt sei es die richtige Entscheidung gewesen, meint der Youngster: "Es war richtig, es zumindest zu versuchen", sagt Leclerc.Am Freitag habe Ferrari auf dem harten Reifen eine "sehr konkurrenzfähige Rennsimulation" gehabt und sich daher dafür entschieden. Doch Pech für Leclerc: "Leider haben sie nicht wie erwartet funktioniert. Wir hatten auf der Hinterachse Probleme und ich habe eine Menge Zeit verloren." Doch als er einmal die harten Reifen aufgeschnallt hatte, gab es aus strategischer Sicht keinen Weg zurück.

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Die Arbeit nahm ihm letzten Endes das Safety-Car ab. "Das hat unsere Strategie zerstört", sagt Leclerc. Denn weil das Feld dadurch wieder zusammenrückte, hätte er auf harten Reifen keine Chance gegen die direkte Konkurrenz gehabt. Leclerc fuhr also ein zweites Mal an die Box, um sich erneut die Mediums abzuholen. Sebastian Vettel blieb dadurch natürlich vorne.Als falsch würde Leclerc die Strategie aber nicht bezeichnen: "Es war ein guter Versuch, und das war definitiv kein Fehler", sagt er. Ob es gereicht hätte, um etwa Max Verstappen zu besiegen und ihn mit den Reifen hinter sich zu halten, weiß er nicht. "In Barcelona kann man nur schwierig überholen, aber wir werden es nie wissen."

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Re: Leclerc verteidigt Einstopp-Versuch: "Definitiv kein Fehler"

Beitragvon Sportsmann » 12.05.2019, 23:52

Redaktion hat geschrieben:Ob es gereicht hätte, um etwa Max Verstappen zu besiegen und ihn mit den Reifen hinter sich zu halten, weiß er nicht. "In Barcelona kann man nur schwierig überholen, aber wir werden es nie wissen."

Der Gedankengang von Leclerc ist allerdings sehr optimistisch. Wenn Verstappen aufgeschlossen hätte, dann wäre er auch vorbeigekommen. Warum? Weil die Traktion des RB viel besser ist. Die Stärke des RB ist Sektor 3 und der Weg zur Geraden hin. Umgekehrt zu Vettel der Verstappen nicht überholen konnte weil der RB im entscheidenden Sektor besser ist, wäre Verstappen gegen Leclerc auf der Zielgeraden nah dran gewesen und hätte mit Windschatten und DRS überholen können. Zu den Stärken der Autos käme auch noch, dass die Traktion auf abgefahrenen harten Reifen voraussichtlich schlechter sein sollte, als auf den weicheren Reifen - sofern sie nicht auch schon abgefahren gewesen wären.
Aber leider hat uns das Safetycar um das Überholmanöver und die vermeintlich spannende Aufholjagd gebracht. Leclerc war vorher schon nicht in der Lage Verstappen zu folgen, ich schätze also dass jener den Zusatzstopp hätte herausfahren können - zumal die Einstoppstrategie von allen als sehr riskant betrachtet wurde, was für weniger Tempo und mehr Reifenstreicheln gesprochen hätte.
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Re: Leclerc verteidigt Einstopp-Versuch: "Definitiv kein Fehler"

Beitragvon vettel-fan2011 » 13.05.2019, 09:10

Der Einstopp-Versuch ist noch das kleinste übel. Wenn es geklappt hätte natürlich super!
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