Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

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Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Redaktion » 15.04.2019, 06:19

Ferrari hat Charles Leclerc mit der Strategie in Schanghai nicht nur ein Bein gestellt, laut Mattia Binotto steckte aber keine verschwörerische Absicht dahinter
Charles Leclerc

Charles Leclerc hatte nach dem Rennen in Schanghai einige Fragen an sein Team

Der späte zweite Boxenstopp von Charles Leclerc war offenbar doch kein Zeichen dafür, dass Ferrari die vermeintliche Nummer 2 im Team nur noch als Taktik-Werkzeug für Nummer-1-Fahrer Sebastian Vettel einsetzt. Das hatte Leclerc unmittelbar nach dem Grand Prix von China in Schanghai angedeutet, korrigierte er aber wenig später bei der Ferrari-Pressekonferenz.

Im ersten TV-Interview hatte Leclerc noch eine mögliche Verschwörung in den Raum gestellt: "Wenn ich nur auf mein eigenes Rennen schaue, dann hätten wir früher Reifen wechseln sollen. Wenn ich es aus der Sicht des Teams sehe, dann war es wahrscheinlich richtig, zumindest den Versuch zu starten, den Mercedes einzubremsen, damit Seb nochmal rankommt. Ich glaube, das war das Ziel. Es hat nicht geklappt, aber das war das Ziel."

Leclerc kam in der 42. Runde zu seinem zweiten Boxenstopp und wechselte von Hard auf Medium. Wie seine unmittelbaren Konkurrenten auch. Die waren aber früher beim Service: Vettel in der 35., Hamilton und Bottas in der 36. Runde.

Die Logik, Leclerc nach seinem späten ersten Stopp in der 22. Runde überhaupt noch einmal zum Boxenstopp zu beordern, erschließt sich einigen Experten bis heute nicht. Nach dem Doppelstopp von Mercedes lag er an zweiter Stelle, 4,0 Sekunden vor Bottas, 8,6 vor Vettel und 17,8 vor Verstappen. Da waren noch 20 Runden zu fahren.

Duell mit Leclerc kostete Bottas in einer Runde 2,5 Sekunden

In Runde 39 verwickelte Leclerc Bottas in einen harten Zweikampf, der den Finnen zweieinhalb Sekunden kostete. Ferraris Topspeed war dabei trotz der unterlegenen Reifen hilfreich. Vettel schlüpfte in der 42. Runde ohne Gegenwehr durch. Es waren noch 14 Runden zu fahren. Vorsprung auf Verstappen: 11,0 Sekunden.

Trotz der älteren Reifen hätte Leclerc ohne zweiten Boxenstopp gute Chancen gehabt, vor Verstappen zu bleiben, weil auch die zu dem Zeitpunkt noch frischen Reifen am Red Bull früher oder später abgebaut hätten. Zumal hinter Verstappen über eine halbe Minute Luft zu Pierre Gasly war.

Sprich: Ferrari konnte mit einer Einstoppstrategie den vierten Platz gewinnen, den fünften aber kaum verlieren. Trotzdem wurde die Entscheidung getroffen, den vierten Platz freiwillig aufzugeben.


Fotostrecke: 1.000 Grands Prix: An diese Meilensteine erinnern sich die Formel-1-Piloten

Die Formel-1-Piloten blicken anlässlich des 1.000. Rennens auf die historischen Meilensteine der Königsklasse zurück. Vom Schockmoment 1994 in Imola, über eine Begegnung mit David Coulthard auf der Toilette in Monaco, bis zu Jenson Buttons Triumphfahrt 2011 in Kanada ...

Die Formel-1-Piloten blicken anlässlich des 1.000. Rennens auf die historischen Meilensteine der Königsklasse zurück. Vom Schockmoment 1994 in Imola, über eine Begegnung mit David Coulthard auf der Toilette in Monaco, bis zu Jenson Buttons Triumphfahrt 2011 in Kanada ...

Und das noch dazu besonders ungeschickt, denn anstatt mit dem Boxenstopp so lange wie möglich zu warten, im Finish noch einmal Soft aufzuziehen und damit auf den Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde loszugehen, wechselte man bereits in Runde 42 von Hard auf Medium. Gasly wechselte in Runde 53 von Medium auf Soft - und staubte den Bonuspunkt ab.

Wurde Leclerc wirklich nur als Taktik-Werkzeug eingesetzt, um Bottas aufzuhalten und Vettel näher an den Mercedes heranzubringen? Teamchef Mattia Binotto dementiert das: "Wir blieben draußen, weil wir sehen wollten, ob er das Rennen mit einem Stopp durchfahren kann. Ein Stopp hätte eine bessere Chance bedeutet, Positionen zu gewinnen. Aber je länger wir draußen blieben, desto deutlicher wurde uns bewusst, dass es sicherer wäre, nochmal an die Box zu kommen."

34 Runden auf dem Hard wären zu schaffen gewesen

Eine Argumentation, die einen Haken hat. Leclerc hätte mit dem Hard 34 Runden schaffen müssen, um damit ins Ziel durchzufahren. Sicher nicht unmöglich, denn: Daniel Ricciardo absolvierte mit dem gleichen Reifentyp 37, Alexander Albon 36, Sergio Perez und Carlos Sainz 35 Runden.

Die Entscheidung, in Runde 42 nicht gleich den Soft aufzuziehen, um im letzten Stint noch einmal richtig Tempo zu machen, kann Leclerc aber nachvollziehen: "Den Medium kannten wir aus dem ersten Run. Da funktionierte er sehr gut, wohingegen der Soft auf dieser Strecke ziemlich fragil ist."

"Beim Soft konnten wir schon während einer schnellen Quali-Runde spüren, wie er abbaute, also wollten wir da kein Risiko eingehen. Es gab ja nicht viel zu gewinnen", analysiert Leclerc. "Das war zumindest das Gefühl, das ich im Auto hatte. Was am Kommandostand überlegt wurde, weiß ich nicht. Aber ich fand es richtig, mich nochmal auf dem Medium rauszuschicken."

Und so sind es letztendlich doch versöhnliche Töne, die der 21-jährige Monegasse anschlägt. Ferrari hat die hauseigene Medienrunde am Sonntag in trauter Dreisamkeit abgehalten: Binotto, Vettel und Leclerc traten demonstrativ gemeinsam vor die Presse. Das soll wohl zeigen: Auch wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt - wir ziehen als Team an einem Strang!


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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon B-316 » 15.04.2019, 08:06

Ferrari versemmelt leider zu oft die Strategie, wodurch wertvolle Punkte verloren gehen. Man merkt, dass Ross Brawn fehlt.
Es gibt da jetzt 2 Möglichkeiten, entweder den Strategieheinz bzw. die Strategieheinze austauschen oder im zweifelsfall einfach die MAMG-Strategie fahren.
Zwar versucht Ferrari durch eine Risiko-Strategie Mercedes zu schlagen (Undercut-Versuch in Melbourne, BOT einbremsen in China), aber leider geht der Schuss nach hinten los und dadurch werden Punkte liegen gelassen. In Melbourne wäre safe mind. der 3. und 5.Platz plus Bonuspunkt drin gewesen und gestern in China der 3. und 4.Platz.
LEC hatte gestern von allen Fahrern die mit Abstand schlechteste Strategie, was in den letzten Jahren auch bei Kimi manchmal vorgekommen ist.
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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon KIMI-ICEMAN » 15.04.2019, 09:42

Wäre interessant geworden, ob Leclerc mit dem Hard Reifen tatsächlich vor Verstappen geblieben wäre. Bin mir da nicht so sicher. Vettel hatte mit den neuen Reifen 1,7 Sekunden pro Runde auf Leclerc aufgeholt. Bei Verstappen dürften es etwas weniger gewesen seien. So oder so hätte Leclerc P4 ziemlich sicher verloren.
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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Feanya » 15.04.2019, 10:08

Meine Meinung dazu:

Es ist ja nicht unüblich das man unter Teamkollegen die Strategie splitted, aber die Strategie von Leclerc.... als ich den Grand Prix mitverfolgt habe und wir an diesem Zeitpunkt der wichtigen Zeit für die Strategie angekommen waren habe ich mich einfach nur gefragt wieso? Nach jeder weiteren Runde hab ich mich gefragt okay vllt versuchen sie ja dann durchzufahren wäre ja logisch, leclerc so denke ich hätte sich bei freier Fahrt die er ja dann hatte die Reifen gut einteilen können und er selber hatte ja auch nicht über Probleme graining oder sonstiges geklagt gehabt. Wir alle haben schon so oft gesehen wie Fahrer die freie Fahrt hatten die Reifen gut geschont haben ein anderer Fahrer von hinten angebraust ist noch immer genug reserven in den Reifen hatten um sich zu verteidigen und den Konkurrenten aus der Drs zone zu halten, vor allem weil man ja auch bedenken muss das die Fahrer die aufholen ja pushen müssen um das zu schaffen und sich so die Reifen auch verschleißen und sobald der aufgeschlossen hat ca im gleichen Reifenverschleiß level wie der vor ihm fahrende ist da der wiederum die Reifen ein wenig schonen konnte... daher relativiert sich alles warum Ferrari dann Leclerc reingeholt hat weiß vermutlich keiner denn vom Logischen Aspekt her gab es überhaupt keine Vorteile dabei... Die strategie ist um von Pirelli ausgerechnet 3,6 sekunden langsamer und welchen Abstand hatte Leclerc am Ende zu Verstappen?

Ferrari muss sich einfach in Sachen Strategieabteilung verbessern es sind in der Vergangenheit schon zu oft Taktische Fehler passiert und das nicht nur bei Kimi auch bei Vettel. Mercedes hat da einfach einen Vorsprung und sind schon seit Jahren super (natürlich passieren Mercedes dort auch Fehler siehe Melbourne 2018 keiner ist Perfekt)

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon iceman2411 » 15.04.2019, 10:19

KIMI-ICEMAN hat geschrieben:Wäre interessant geworden, ob Leclerc mit dem Hard Reifen tatsächlich vor Verstappen geblieben wäre. Bin mir da nicht so sicher. Vettel hatte mit den neuen Reifen 1,7 Sekunden pro Runde auf Leclerc aufgeholt. Bei Verstappen dürften es etwas weniger gewesen seien. So oder so hätte Leclerc P4 ziemlich sicher verloren.


Genau so siehts aus.
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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Spocki » 15.04.2019, 10:29

iceman2411 hat geschrieben:
KIMI-ICEMAN hat geschrieben:Wäre interessant geworden, ob Leclerc mit dem Hard Reifen tatsächlich vor Verstappen geblieben wäre. Bin mir da nicht so sicher. Vettel hatte mit den neuen Reifen 1,7 Sekunden pro Runde auf Leclerc aufgeholt. Bei Verstappen dürften es etwas weniger gewesen seien. So oder so hätte Leclerc P4 ziemlich sicher verloren.


Genau so siehts aus.

Denke ich auch!
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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon fanaticchris » 15.04.2019, 10:51

Ich bin ziemlich sicher das Leclerc den Verstappen hinter sich gehalten hätte.
Aber ungeachtet dessen: Ein Angriff auf P4 mit identischen Reifen war utopisch, also hätten sie es liebe auf die fahrerischen Fähigkeiten ankommen lassen können.
Wunderschön wie Leclerc den Bottas da zumindest eine Runde lang in Schach gehalten hat.

Btw.: Das Problem bei Ferrari's Taktikabteilung hat einen Namen: Jock Clear. Der Typ ist maximal inkompetent. Das haben andere Teams wie Mercedes erkannt, als sie ihn vom Renningenieur (da hat er wohl klar seine Stärken) zum Tactical officer promoted haben und just einige sehr fragwürdige Taktikentscheidungen beim MAMG gab.
Ab zur Scuderia... und war es da auch vorher nicht viel besser, so hat sich doch alles andere als Genie ausgezeichnet dort.

Für mich ist der ne Null-Nummer in der Position.

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon JPM_F1 » 15.04.2019, 11:40

strategie hin oder her, in ursprünglicher position, die er sich am start erkämpft hatte, wäre für ihn p3 möglich.
so gings 2 plätze nach hinten. aus seiner sicht sicherlich unschön.
und ferrari hat es ja auch nix gebracht, eher punkte in der kwm liegen lassen.

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Ferrarista1985 » 15.04.2019, 11:50

fanaticchris hat geschrieben:Ich bin ziemlich sicher das Leclerc den Verstappen hinter sich gehalten hätte.
Aber ungeachtet dessen: Ein Angriff auf P4 mit identischen Reifen war utopisch, also hätten sie es liebe auf die fahrerischen Fähigkeiten ankommen lassen können.
Wunderschön wie Leclerc den Bottas da zumindest eine Runde lang in Schach gehalten hat.

Btw.: Das Problem bei Ferrari's Taktikabteilung hat einen Namen: Jock Clear. Der Typ ist maximal inkompetent. Das haben andere Teams wie Mercedes erkannt, als sie ihn vom Renningenieur (da hat er wohl klar seine Stärken) zum Tactical officer promoted haben und just einige sehr fragwürdige Taktikentscheidungen beim MAMG gab.
Ab zur Scuderia... und war es da auch vorher nicht viel besser, so hat sich doch alles andere als Genie ausgezeichnet dort.

Für mich ist der ne Null-Nummer in der Position.



So scheiße kann der Clear gar nicht sein. Immerhin hat er einige WM Titel mit Mercedes geholt... :wave:

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Daresco » 15.04.2019, 11:50

KIMI-ICEMAN hat geschrieben:Wäre interessant geworden, ob Leclerc mit dem Hard Reifen tatsächlich vor Verstappen geblieben wäre. Bin mir da nicht so sicher. Vettel hatte mit den neuen Reifen 1,7 Sekunden pro Runde auf Leclerc aufgeholt. Bei Verstappen dürften es etwas weniger gewesen seien. So oder so hätte Leclerc P4 ziemlich sicher verloren.

Klar, es könnte sein dass er auch ohne Stop von Verstappen geholt worden wäre. Aber es hätte auch sein können dass es klappt (Duell mit Verstappen, guter Topspeed, Verstappens Reifen bauen ebenfalls ab, ...). Mit dem Stop hat man den Platz gegen Verstappen komplett kampflos aufgegeben.
Und selbst wenn Verstappen ihn dann überholt hätte, hätte man noch stoppen können um die schnellste Runde zu bekommen, wie es dann Gasly gemacht hat.

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Spocki » 15.04.2019, 12:04

Ferrarista1985 hat geschrieben:
fanaticchris hat geschrieben:Ich bin ziemlich sicher das Leclerc den Verstappen hinter sich gehalten hätte.
Aber ungeachtet dessen: Ein Angriff auf P4 mit identischen Reifen war utopisch, also hätten sie es liebe auf die fahrerischen Fähigkeiten ankommen lassen können.
Wunderschön wie Leclerc den Bottas da zumindest eine Runde lang in Schach gehalten hat.

Btw.: Das Problem bei Ferrari's Taktikabteilung hat einen Namen: Jock Clear. Der Typ ist maximal inkompetent. Das haben andere Teams wie Mercedes erkannt, als sie ihn vom Renningenieur (da hat er wohl klar seine Stärken) zum Tactical officer promoted haben und just einige sehr fragwürdige Taktikentscheidungen beim MAMG gab.
Ab zur Scuderia... und war es da auch vorher nicht viel besser, so hat sich doch alles andere als Genie ausgezeichnet dort.

Für mich ist der ne Null-Nummer in der Position.



So scheiße kann der Clear gar nicht sein. Immerhin hat er einige WM Titel mit Mercedes geholt... :wave:

Einen. Und freiwillig geht man nach 2014 sicher nicht von Mercedes zu Ferrari.
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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Pentar » 15.04.2019, 14:26

Daresco hat geschrieben:Klar, es könnte sein dass er auch ohne Stop von Verstappen geholt worden wäre. Aber es hätte auch sein können dass es klappt (Duell mit Verstappen, guter Topspeed, Verstappens Reifen bauen ebenfalls ab, ...). Mit dem Stop hat man den Platz gegen Verstappen komplett kampflos aufgegeben.
Und selbst wenn Verstappen ihn dann überholt hätte, hätte man noch stoppen können um die schnellste Runde zu bekommen, wie es dann Gasly gemacht hat.

:thumbs_up:
Ziemlich genau so sehe ich es auch...

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon Sprittner » 15.04.2019, 14:41

Pentar hat geschrieben:
Daresco hat geschrieben:Klar, es könnte sein dass er auch ohne Stop von Verstappen geholt worden wäre. Aber es hätte auch sein können dass es klappt (Duell mit Verstappen, guter Topspeed, Verstappens Reifen bauen ebenfalls ab, ...). Mit dem Stop hat man den Platz gegen Verstappen komplett kampflos aufgegeben.
Und selbst wenn Verstappen ihn dann überholt hätte, hätte man noch stoppen können um die schnellste Runde zu bekommen, wie es dann Gasly gemacht hat.

:thumbs_up:
Ziemlich genau so sehe ich es auch...



Sehe ich auch so :thumbs_up:

Ich verstehe es auch nicht, schlimmsten Falls verliert er P4, aber der Stopp ist unnötig. Andere Autos schafften es auch 35 Runden mit dem Reifen. Zumal Perez auch 35 Runden schafften und der Racing Point ist nicht gerade ein Reifenflüsterer.
Selbst wenn sie unbedingt den Stopp wollten, warum nicht machen wie RB mit Gasly?! Sowas kann ich nicht verstehen..

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon meanmc » 15.04.2019, 15:40

"Verschwörung"...

Wo Interessen da sind, wo es um Macht, Geld, Einfluss etc. geht, gibt es auch Verschwörungen, ob man das nun wahrhaben will oder nicht. Es ist allzu menschlich und letztendlich auch logisch - ebenso, das Glauben an das, was einem erzählt wird.

Der Traum von der gerechten und ehrlichen Welt, in der "eine Seite nur Gutes tut, und die andere die böse ist", ist ein eben solcher, da sollte man auf alle Fälle seine Naivität mal schleunigst vergessen. Dann durchschaut man auch schnell solche Spielchen, wobei das Wort "Spielchen", ob der aktuellen Lage, eine Verniedlichung ist, die weder angemessen noch korrekt ist.

Auch die Formel 1 macht hier keine Ausnahme, und so manche angebliche "Verschwörungstheorie" wurde letztendlich aufgedeckt - dann kann man sich selbst ausrechnen, bei wievielen dies nicht passiert ist.

Analog ist das in der "richtigen" Welt...

Dass Ferrari Leclercs Rennen in China "versaut" hat, steht wohl ausser Frage. Zunächst durch den völlig sinnfreien Platzwechsel mit Vettel - der am Ende die beiden Piloten auf dem jeweiligen Platz des anderen ins Ziel kommen ließ - und zum anderen durch die überaus seltsame Strategieentscheidung.

Selbstverständlich ist Punkt 1 eine Art "Verschwörung", denn man benachteiligt, als Team, den Fahrer Leclerc bewusst. Dies wurde aber zuvor offen kommuniziert, soweit ich weiß, und sollte deshalb zwar als "unfair" gewertet werden, aber als hinzunehmen.

Dass Ferrari Leclerc auch noch bewusst die Strategie versaut hat, ist für mich dann aber tatsächlich mal eine "Verschwörung", die zunächst an den Haaren herbeigezogen klingt.

Jedoch hab ich bereits sooo viele "Verschwörungen" fallen sehen, an die leider immer noch die Großzahl der Menschen glauben, trotz ausreichend Gegenbeweisen, dass ich schon lange nichts mehr ausschließe.

Ich stell mich - in diesem Fall - aber mal, wie die Mehrzahl der Menschen sonst auch, naiv und glaub mal an "die Unfähigkeit der Ferrari Verantwortlichen".

Es bleibt auch immer die Frage "Unfähigkeit oder Absicht"... das mal als Denkanstoss für alles, was so um uns herum geschieht!
Kann ich Menschen keine Unfähigkeit unterstellen, wird es wohl Absicht gewesen sein :idea:
(auf die aktuelle Formel1-Situation bezogen)
Dave Mustaine : "If there's a new way, I'll be the first in line (But it better work this time)"

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Re: Taktik-Analyse Leclerc: War es doch keine Verschwörung?

Beitragvon rot » 15.04.2019, 17:12

meanmc hat geschrieben:"Verschwörung ... Verschwörungen ... Verschwörungstheorie ... Verschwörung ... Verschwörung ... Verschwörungen ... wird es wohl Absicht gewesen sein :idea:



Man könnte von Benachteiligung sprechen. Und wenn das Rennen anders gekommen wäre, von Glück. Aber Verschwörung... :lol: ich bitte dich...


Ist doch ziemlich lächerlich was derzeit abgeht. Man liest nur noch Teamorder und Verschwörung. Böser lahmer Vettel und Messias Leclerc, der doch eigentlich alles gewonnen hätte, wenn denn da Ferrari nicht wär.

Mittlerweile finde ich es einfach nur noch lächerlich, wieviel Blödsinn reininterpretiert wird. Wie alle wissen, ist man im NACHHINEIN IMMER schlauer. Ferrari hat was probiert und hat verkackt. Und? Ein 4. Platz hätte Leclerc nicht geholt. Und der dritte wäre bei freier Fahrt der beiden auch gefährdet gewesen. Somit hat man am Kommandostand alles richtig gemacht.


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