"Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

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Sprittner
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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Sprittner » 15.04.2019, 15:13

Formel-1-Fan hat geschrieben:
Sprittner hat geschrieben:
ALO ist fahrerisch höher einzuschätzen als VET. Zumal ALO dafür bekannt ist sich besser zu platzieren als es das Auto eigentlich herzugeben vermag. Von 2007 hat er denke ich gelernt und ist besser geworden.

Australien war auch nicht seine beste Leistung das ist auch klar, wenngleich der schlechte Ferrari nicht an VET festgemacht werden kann.

Klar darf VET auch mal ein Wochenende drin haben wo nichts läuft, aber letztes Jahr hat man drauf warten können wann er wieder patzt und diese Saison knüpft er nahtlos an. (Austin, Hockenheim, Frankreich) HAM patzt selten und behält auch im Duell die Nerven. Wenn Ferrari den No.1 Status belässt wird VET vor LEC bleiben. Wenn sie fahren dürfen, fürchte ich das VET das Nachsehen haben wird. Bei Ferrari konzentriert sich alles auf VET. Konnte man gestern sehen, dass sie versucht haben VET ins Rennen um P2 mit dem "Bremsklotz" LEC zu bringen.
Nur ist Alonsos fahrerischer auch zu einem nicht unwesentlichen Teil darauf zurückzuführen, dass er selbst am laufenden Band schlecht über seine Autos geredet hat, egal ob berechtigt oder nicht. Das haben ihm Fans und Medien stets blind geglaubt, in der Folge sind auch seine Fahrfehler, durch die auch er Punkte und WMs weggeworfen hat, nicht so in Erinnerung geblieben. Vettel hingegen sagt stets ehrlich, wenn das Auto gut war, und redet auch bei Siegen ganz selbstverständlich von "wir".

Und das mit dem Nervenbehalten war bei HAM eben auch nicht immer so, ich sage nur 2011.

Und dass Vettel an letztes Jahr nahtlos anknüpft, würde ich nur wegen Bahrrain auch noch nicht sagen. Und die Annahme vorausgesetzt, dass du es nicht zum Grundsatz machst, den Fahrern die Fehler der Strategieabteilung vorzuwerfen oder eine an diesem Auto offenschtlich nicht funktionierende Reifenmischung: Wo hat Vettel in Melbourne nicht das Maximum rausgeholt?

Alonso ist nicht oft damit aufgefallen dass er das Auto in den Sand gesetzt hat oder sich gedreht hat.
Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Der McLaren der letzten Jahre war schlecht, da gibst du mir Recht denke ich. Aber ich glaube mich zu entsinnen dass seine Teamkollegen kein Land sahen, außer gegen Button 1 Jahr - (diesbezüglich gabs aber keinen Groll von Alonso gegen dem Teamkollegen)
Alonso kann man mögen oder nicht, fahrerisch für mich ohne Frage der bessere Pilot..

Jeder macht Fehler, ist auch gut so. Aber bei VET ist das hald wesentlich öfter, ist nun mal so. Ende.

Ich rede auch von China, wieso kann er LEC nicht davon ziehen, wenn er denn schon schneller ist? Kommt trotz DRS nicht vorbei?! Nach mehreren Runden mit DRS lies man ihn schließlich vorbei. Ich hab aufgehört zu zählen wie oft sich VET nach dem Überholvorgang verbremst hat.
Bahrain werde ich ihm immer einen Vorwurf machen, sich so abkochen zu lassen mit dem selben Material ist für mich unverständlich.

Ich sehe lieber VET siegen als jemand anderen, aber so wie er zur Zeit fährt sollte das nicht sein Anspruch zu sein an LEC vorbeigewunken zu werden weil ers anders nicht gebacken bekommt.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 15:33

Sprittner hat geschrieben:
Formel-1-Fan hat geschrieben:
Sprittner hat geschrieben:
ALO ist fahrerisch höher einzuschätzen als VET. Zumal ALO dafür bekannt ist sich besser zu platzieren als es das Auto eigentlich herzugeben vermag. Von 2007 hat er denke ich gelernt und ist besser geworden.

Australien war auch nicht seine beste Leistung das ist auch klar, wenngleich der schlechte Ferrari nicht an VET festgemacht werden kann.

Klar darf VET auch mal ein Wochenende drin haben wo nichts läuft, aber letztes Jahr hat man drauf warten können wann er wieder patzt und diese Saison knüpft er nahtlos an. (Austin, Hockenheim, Frankreich) HAM patzt selten und behält auch im Duell die Nerven. Wenn Ferrari den No.1 Status belässt wird VET vor LEC bleiben. Wenn sie fahren dürfen, fürchte ich das VET das Nachsehen haben wird. Bei Ferrari konzentriert sich alles auf VET. Konnte man gestern sehen, dass sie versucht haben VET ins Rennen um P2 mit dem "Bremsklotz" LEC zu bringen.
Nur ist Alonsos fahrerischer auch zu einem nicht unwesentlichen Teil darauf zurückzuführen, dass er selbst am laufenden Band schlecht über seine Autos geredet hat, egal ob berechtigt oder nicht. Das haben ihm Fans und Medien stets blind geglaubt, in der Folge sind auch seine Fahrfehler, durch die auch er Punkte und WMs weggeworfen hat, nicht so in Erinnerung geblieben. Vettel hingegen sagt stets ehrlich, wenn das Auto gut war, und redet auch bei Siegen ganz selbstverständlich von "wir".

Und das mit dem Nervenbehalten war bei HAM eben auch nicht immer so, ich sage nur 2011.

Und dass Vettel an letztes Jahr nahtlos anknüpft, würde ich nur wegen Bahrrain auch noch nicht sagen. Und die Annahme vorausgesetzt, dass du es nicht zum Grundsatz machst, den Fahrern die Fehler der Strategieabteilung vorzuwerfen oder eine an diesem Auto offenschtlich nicht funktionierende Reifenmischung: Wo hat Vettel in Melbourne nicht das Maximum rausgeholt?

Alonso ist nicht oft damit aufgefallen dass er das Auto in den Sand gesetzt hat oder sich gedreht hat.
Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Der McLaren der letzten Jahre war schlecht, da gibst du mir Recht denke ich. Aber ich glaube mich zu entsinnen dass seine Teamkollegen kein Land sahen, außer gegen Button 1 Jahr - (diesbezüglich gabs aber keinen Groll von Alonso gegen dem Teamkollegen)
Alonso kann man mögen oder nicht, fahrerisch für mich ohne Frage der bessere Pilot..

Jeder macht Fehler, ist auch gut so. Aber bei VET ist das hald wesentlich öfter, ist nun mal so. Ende.

Ich rede auch von China, wieso kann er LEC nicht davon ziehen, wenn er denn schon schneller ist? Kommt trotz DRS nicht vorbei?! Nach mehreren Runden mit DRS lies man ihn schließlich vorbei. Ich hab aufgehört zu zählen wie oft sich VET nach dem Überholvorgang verbremst hat.
Bahrain werde ich ihm immer einen Vorwurf machen, sich so abkochen zu lassen mit dem selben Material ist für mich unverständlich.

Ich sehe lieber VET siegen als jemand anderen, aber so wie er zur Zeit fährt sollte das nicht sein Anspruch zu sein an LEC vorbeigewunken zu werden weil ers anders nicht gebacken bekommt.
Nur ist das mit den auffallend häufigen Drehern bei Vettel auch erst seit 2018 so krass. Sieh dir aber mal Alonsos Saison 2010 an, da hat er nicht weniger Böcke geschossen als Vettel. Nur dadurch, dass er am laufenden Band betont hat, wie schlecht der Ferrari soch sei, ist eben in Erinnerung geblieben, dass er mit vermeintlich schlechtem Auto fast Weltmeister wurde und in Vergessenheit geraten, dass er in Schanghai (Jmpstart), Monaco (Unfall P3, keine Teilnahme am Qualy), Silverstone (Überholen neben der Strecke) und Spa 8Unfall) auch eigenverschuldet Punkte weggeworfen hat.

Im Übrigen hast du meine Fragen nicht beantwortet: Dass Vettel in China nicht so viel schneller war, dass die TO in der Hinsicht gerechtfertigt war, habe ich bereits geschrieben, dennoch lautet meine Frage: Wo siehst du, dass mehr als P3 drin gewesen wäre? Und wo hätte er in Australien mit der verhauenen Strategie und offensichtlich am Ferrari nicht funktionierenden Reifen mehr reißen können? Wie gesagt: Wenn wir es zum Grundsatz machen, verhauene Strategien den Fahrern vorzuwerfen, dann war Abu Dhabi 2010 auch Alonsos Schuld.
Zuletzt geändert von Formel-1-Fan am 15.04.2019, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Hangglider » 15.04.2019, 15:35

Formel-1-Fan hat geschrieben:
Sprittner hat geschrieben:
McTom hat geschrieben:
Ich frage mal anders herum: Wieso wird auf Vettel immer so drauf gehauen? Also in China hat er doch alles gegeben. War etwas schneller, als Leclerc.
In Bahrain war er langsamer, als Leclerc und hatte einen Dreher hingelegt, dafür darf und muss man Vettel kritisieren.
In Australien war Vettel vom Speed auch schneller, der Medium Reifen war aber nichts für den Ferrari.

Also, dieses Jahr hat Vettel in 2 von drei Rennen vielleicht das Maximum aus seinem Auto herausgeholt?

Ach ja... der Rookie... naja, wie hat es (ich glaube) Plauze mal so schön geschrieben: Vielleicht zeigt das ja nicht unbedingt, dass der alte Hase schlecht, sondern der Rookie verdammt schnell ist. Alonso wurde ja auch nicht als Wurst abgestempelt, weil er Hamilton (und der saß ja wirklich seine erste Saison im F1 Wagen) nicht schlagen konnte, sondern Hamilton konnte sich einen Namen machen.

Bei Leclerc konnte man schon letztes Jahr erahnen, dass auch er ein sehr großes Talent ist. Und ich denke schon, dass Leclerc durchaus Vettel bei Ferrari ablösen wird. Zumindest sehe ich da eine große Chance, dass Charles noch etwas zulegen kann.

Ich finde Kritik an Vettel manchmal durchaus legitim, wie z.B. nach Bahrain. Aber für was sollte man ihn den in China kritisieren? Ich fand, er das was mit dem Auto möglich war auch umgesetzt.
Man kann ihn dafür kritisieren dass, als er an LEC vorbeigewunken worden ist, keine Lücke herstellen konnte. Klar er war wohl etwas schneller, aber seinen Vorsprung in jeder Runde wieder zu verbüßen weil er sich immer und immer wieder verbremst. Dafür kann man ihn sehr wohl kritisieren.

In Bahrain brauch ich noch zu sagen, selber Schuld. Das geht auf seine Kappe. Aber sowas von dermaßen keine Chance gegen einen "Rookie" sollte meiner Meinung nach VET nicht passieren. Klar er wird Duelle auch verlieren gegen LEC, aber Bahrain hat mich schwer enttäuscht, beide sind mit selbigen Auto unterwegs und LEC schafft es im Rennen auf eine Runde teilweise 0,8-1 Sekunde rauszufahren.

Australien, ja was soll man sagen. Ferrari hatte ein wirklich schlechtes Auto dort, was man nicht unbedingt an VET ausmachen kann.

Finde dass VET seinen Ruf zum bröckeln bringt, wenn er sich LEC nicht vom Hals halten kann und ich denke dass ihn LEC erheblich unter Druck setzt. Da ist VET dann wie ein beleidigtes Kind (siehe 2014). VET zeigt einfach nicht das was er draufhat, bzw wahrscheinlich auch von sich selbst erwartet.
Naja, wie das mit dem "beileidigten Kind" geht, hat auch Alonso 2007 vorgemacht.

Ja, in Bahrrain kann man Vettel kritisieren. Aber auch einem 4-fach Champion muss es zugestanden werden, mal ein Wochenende nicht so gut drauf zu sein. Hamilton hatte auch vereinzelt schwache Auftritte, während Bottas aufs Podium fuhr (Kanada 2018). Von daher: Ja, manche Kritik an Vettel ist berechtigt, aber vielfach wird auch übertrieben. Stand jetzt sehe ich zumindest 2019 nicht, dass LEC ihm den Rang abläuft. Da ist eher der Wunsch Vater des Gedanken. Langfristig ja, aber 2019 war stand jetzt (strategiebereinigt) Vettel in zwei von drei Rennen der Schnellere.
Warum kommt ihr immer wieder mit Alonso??? Was hat denn der mit der Sache zu tun? Das ganze Team hat damals gegen Alonso gearbeitet... Jetzt arbeiten sie nur für Vettel und trotzdem schafft er es nicht, sich den jungen Leclerc vom Hals zu halten!

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 15:39

Hangglider hat geschrieben:
Warum kommt ihr immer wieder mit Alonso??? Was hat denn der mit der Sache zu tun? Das ganze Team hat damals gegen Alonso gearbeitet... Jetzt arbeiten sie nur für Vettel und trotzdem schafft er es nicht, sich den jungen Leclerc vom Hals zu halten!
Vielleicht um zu verdeutlichen, dass man anderen Weltmeistern vieles verzeiht, was man bei Vettel als "Beweis" für seine vermeintliche Unfähigkeit heranzieht. Und gegen Alonso gearbeitet hat McLaren 2007 nicht von Anfang an, ich sage nur TO in Monaco. Und zu sagen, dass Alonso HAM in der ersten Saisonhälfte im Griff gehabt hätte, wäre nun auch gelogen. Dass das Team später dann gegen ihn gearbeitet hat, hatte er sich durch das Erzwingenwollen des Nr.1-1-Status durch Erpresssung dann auch selbst zuzuschreiben.
Zuletzt geändert von Formel-1-Fan am 15.04.2019, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Sprittner » 15.04.2019, 15:43

Formel-1-Fan hat geschrieben:
Sprittner hat geschrieben:
Formel-1-Fan hat geschrieben: Nur ist Alonsos fahrerischer auch zu einem nicht unwesentlichen Teil darauf zurückzuführen, dass er selbst am laufenden Band schlecht über seine Autos geredet hat, egal ob berechtigt oder nicht. Das haben ihm Fans und Medien stets blind geglaubt, in der Folge sind auch seine Fahrfehler, durch die auch er Punkte und WMs weggeworfen hat, nicht so in Erinnerung geblieben. Vettel hingegen sagt stets ehrlich, wenn das Auto gut war, und redet auch bei Siegen ganz selbstverständlich von "wir".

Und das mit dem Nervenbehalten war bei HAM eben auch nicht immer so, ich sage nur 2011.

Und dass Vettel an letztes Jahr nahtlos anknüpft, würde ich nur wegen Bahrrain auch noch nicht sagen. Und die Annahme vorausgesetzt, dass du es nicht zum Grundsatz machst, den Fahrern die Fehler der Strategieabteilung vorzuwerfen oder eine an diesem Auto offenschtlich nicht funktionierende Reifenmischung: Wo hat Vettel in Melbourne nicht das Maximum rausgeholt?

Alonso ist nicht oft damit aufgefallen dass er das Auto in den Sand gesetzt hat oder sich gedreht hat.
Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Der McLaren der letzten Jahre war schlecht, da gibst du mir Recht denke ich. Aber ich glaube mich zu entsinnen dass seine Teamkollegen kein Land sahen, außer gegen Button 1 Jahr - (diesbezüglich gabs aber keinen Groll von Alonso gegen dem Teamkollegen)
Alonso kann man mögen oder nicht, fahrerisch für mich ohne Frage der bessere Pilot..

Jeder macht Fehler, ist auch gut so. Aber bei VET ist das hald wesentlich öfter, ist nun mal so. Ende.

Ich rede auch von China, wieso kann er LEC nicht davon ziehen, wenn er denn schon schneller ist? Kommt trotz DRS nicht vorbei?! Nach mehreren Runden mit DRS lies man ihn schließlich vorbei. Ich hab aufgehört zu zählen wie oft sich VET nach dem Überholvorgang verbremst hat.
Bahrain werde ich ihm immer einen Vorwurf machen, sich so abkochen zu lassen mit dem selben Material ist für mich unverständlich.

Ich sehe lieber VET siegen als jemand anderen, aber so wie er zur Zeit fährt sollte das nicht sein Anspruch zu sein an LEC vorbeigewunken zu werden weil ers anders nicht gebacken bekommt.
Nur ist das mit den auffallend häufigen Drehern bei Vettel auch erst seit 2018 so krass. Sieh dir aber mal Alonsos Saison 2010 an, da hat er nicht weniger Böcke geschossen als Vettel. Nur dadurch, dass er am laufenden Band betont hat, wie schlecht der Ferrari soch sei, ist eben in Erinnerung geblieben, dass er mit vermeintlich schlechtem Auto fast Weltmeister wurde und in Vergessenheit geraten, dass er in Schanghai (Jmpstart), Monaco (Unfall P3, keine Teilnahme am Qualy), Silverstone (Überholen neben der Strecke) und Spa 8Unfall) auch eigenverschuldet Punkte weggeworfen hat.

Im Übrigen hast du meine Fragen nicht beantwortet: Dass Vettel in China nicht so viel schneller war, dass die TO in der Hinsicht gerechtfertigt war, habe ich bereits geschrieben, dennoch lautet meine Frage: Wo siehst du, dass mehr als P3 drin gewesen wäre? Und wo hätte er in Australien mit der verhauenen Strategie und offensichtlich am Ferrari nicht funktionierenden Reifen mehr reißen können? Wie gesagt: Wenn wir es zum Grundsatz machen, verhauene Strategien den Fahrern vorzuwerfen, dann war Abu Dhabi 2010 auch Alonsos Schuld.

VET ist eben auch nur Anhand der Teamorder vorbeigekommen ansonsten auch nicht. In China war für Ferrari nichts zu holen. P3 u. P4 sollten das Maximum gewesen sein was sie erreichen hätten können. Und ich habe nie gesagt dass in China P2 drin gewesen wäre, kanns mir nur so erklären dass man mit LEC eine Art "Wingman" hatte der BOT etwas einbremst damit VET evtl in den Kampf um P2 eingreifen kann. Mehr aber auch nicht. ;)

Ich habe nie gesagt dass er besser platziert hätte sein können, man kann aber trotzdem sagen dass mehr möglich gewesen wäre, damit meine ich persönlich einfach eine schnellere Fahrt ;)

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 15:48

Sprittner hat geschrieben:

VET ist eben auch nur Anhand der Teamorder vorbeigekommen ansonsten auch nicht. In China war für Ferrari nichts zu holen. P3 u. P4 sollten das Maximum gewesen sein was sie erreichen hätten können. Und ich habe nie gesagt dass in China P2 drin gewesen wäre, kanns mir nur so erklären dass man mit LEC eine Art "Wingman" hatte der BOT etwas einbremst damit VET evtl in den Kampf um P2 eingreifen kann. Mehr aber auch nicht. ;)

Ich habe nie gesagt dass er besser platziert hätte sein können, man kann aber trotzdem sagen dass mehr möglich gewesen wäre, damit meine ich persönlich einfach eine schnellere Fahrt ;)
Was die Fahrt nach der TO betrifft, habe ich ja schon geschrieben, dass er rückblickend betrachtet zumindest nicht so viel schneller war, dass diese berechtigt war. So gesehen kann man ihm vielleicht menschlich vorwerfen, diese TO gefordert zu haben. Fahrrerisch war aber sein einziger Fehler, wenn man denn so will, beim Start überholt worden zu sein. Was aber wie gesagt auch Pech durch den schwachen Bottas-Start war.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Dai Jin » 15.04.2019, 16:02

Sprittner hat geschrieben:[
Alonso ist nicht oft damit aufgefallen dass er das Auto in den Sand gesetzt hat oder sich gedreht hat.
Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Richtig. Von der Konstanz eines Alonso über die Jahre kann Vettel nur träumen. Die Fehler machte Vettel bereits in den RedBull Jahren ebenfalls, da kaschierte das Auto allerdings seine Schwäche. 2010 schmeißt er zweimal das Auto im Zweikampf weg, vergisst man gerne, während man beschäftigt ist bei Alonso irgendwas zu suchen. Selbst Button sagte damals dass er zuviele Fehler macht um für die WM zu fahren. Nur hatte er das Auto um sich so viele Fehler zu leisten. Jetzt wird er halt entblößt wo jeder Punkt zählt und er nicht so leicht davonfahren kann. :rotate:

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 16:06

Dai Jin hat geschrieben:
Sprittner hat geschrieben:[
Alonso ist nicht oft damit aufgefallen dass er das Auto in den Sand gesetzt hat oder sich gedreht hat.
Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Richtig. Von der Konstanz eines Alonso über die Jahre kann Vettel nur träumen. Die Fehler machte Vettel bereits in den RedBull Jahren ebenfalls, da kaschierte das Auto allerdings seine Schwäche. 2010 schmeißt er zweimal das Auto im Zweikampf weg, vergisst man gerne, während man beschäftigt ist bei Alonso irgendwas zu suchen. Selbst Button sagte damals dass er zuviele Fehler macht um für die WM zu fahren. Nur hatte er das Auto um sich so viele Fehler zu leisten. Jetzt wird er halt entblößt wo jeder Punkt zählt und er nicht so leicht davonfahren kann. :rotate:
Siehe mein Beitrag oben. 2010 hat Alonso nicht weniger Fehler gemacht, Fakt.
Aber die Renaults von 2005 und 2006 nicht als WM-Autos zu bezeichnen, zeigt ja schon, wie sachlich hier argumentiert wird. :roll:

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Lsadno » 15.04.2019, 16:19

Sprittner hat geschrieben:
McTom hat geschrieben:
Hangglider hat geschrieben: Weiß nicht wie man Vettel noch immer verteidigen kann.. Der hat einen Nr. Status wie einst Schumi (oder sogar mehr) und schafft es trotzdem nicht schneller zu sein.. GEGEN EINEN ROOCKIE :shrug:
Ich frage mal anders herum: Wieso wird auf Vettel immer so drauf gehauen? Also in China hat er doch alles gegeben. War etwas schneller, als Leclerc.
In Bahrain war er langsamer, als Leclerc und hatte einen Dreher hingelegt, dafür darf und muss man Vettel kritisieren.
In Australien war Vettel vom Speed auch schneller, der Medium Reifen war aber nichts für den Ferrari.

Also, dieses Jahr hat Vettel in 2 von drei Rennen vielleicht das Maximum aus seinem Auto herausgeholt?

Ach ja... der Rookie... naja, wie hat es (ich glaube) Plauze mal so schön geschrieben: Vielleicht zeigt das ja nicht unbedingt, dass der alte Hase schlecht, sondern der Rookie verdammt schnell ist. Alonso wurde ja auch nicht als Wurst abgestempelt, weil er Hamilton (und der saß ja wirklich seine erste Saison im F1 Wagen) nicht schlagen konnte, sondern Hamilton konnte sich einen Namen machen.

Bei Leclerc konnte man schon letztes Jahr erahnen, dass auch er ein sehr großes Talent ist. Und ich denke schon, dass Leclerc durchaus Vettel bei Ferrari ablösen wird. Zumindest sehe ich da eine große Chance, dass Charles noch etwas zulegen kann.

Ich finde Kritik an Vettel manchmal durchaus legitim, wie z.B. nach Bahrain. Aber für was sollte man ihn den in China kritisieren? Ich fand, er das was mit dem Auto möglich war auch umgesetzt.
Man kann ihn dafür kritisieren dass, als er an LEC vorbeigewunken worden ist, keine Lücke herstellen konnte. Klar er war wohl etwas schneller, aber seinen Vorsprung in jeder Runde wieder zu verbüßen weil er sich immer und immer wieder verbremst. Dafür kann man ihn sehr wohl kritisieren.

In Bahrain brauch ich noch zu sagen, selber Schuld. Das geht auf seine Kappe. Aber sowas von dermaßen keine Chance gegen einen "Rookie" sollte meiner Meinung nach VET nicht passieren. Klar er wird Duelle auch verlieren gegen LEC, aber Bahrain hat mich schwer enttäuscht, beide sind mit selbigen Auto unterwegs und LEC schafft es im Rennen auf eine Runde teilweise 0,8-1 Sekunde rauszufahren.

Australien, ja was soll man sagen. Ferrari hatte ein wirklich schlechtes Auto dort, was man nicht unbedingt an VET ausmachen kann.

Finde dass VET seinen Ruf zum bröckeln bringt, wenn er sich LEC nicht vom Hals halten kann und ich denke dass ihn LEC erheblich unter Druck setzt. Da ist VET dann wie ein beleidigtes Kind (siehe 2014). VET zeigt einfach nicht das was er draufhat, bzw wahrscheinlich auch von sich selbst erwartet.
und genau darum geht es ja auch - wenn ferrari schon eine stallorder ausgibt, wieso dann nicht gleich? niemand wird leugnen, dass vettel, der bis zu runde 11 im drs und damit in der dirty air gefahren ist, schneller war. sonst wäre das nicht möglich gewesen. weiters bedeutet das auch, dass die reifen vettels dadurch schneller abgebaut haben. auch das wird niemand leugnen.

jetzt kannst du 1+1 zusammenzählen und dann wirst du wissen, wieso sich vettel verbremst hat.

ps: leclerc hat sich genau an der gleichen stelle auch verbremst. das lässt darauf schließen, dass beide piloten am absoluten limit unterwegs waren. und dennoch konnte vettel - als er seinen rythmus nach 2 runden wieder gefunden hat - leclerc davon ziehen. in zwei runden von +1.0 auf +1.7 bis zum stop. und das mit kaputteren reifen wohlgemerkt.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Lsadno » 15.04.2019, 18:50

Dai Jin hat geschrieben:
Sprittner hat geschrieben:[
Alonso ist nicht oft damit aufgefallen dass er das Auto in den Sand gesetzt hat oder sich gedreht hat.
Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Richtig. Von der Konstanz eines Alonso über die Jahre kann Vettel nur träumen. Die Fehler machte Vettel bereits in den RedBull Jahren ebenfalls, da kaschierte das Auto allerdings seine Schwäche. 2010 schmeißt er zweimal das Auto im Zweikampf weg, vergisst man gerne, während man beschäftigt ist bei Alonso irgendwas zu suchen. Selbst Button sagte damals dass er zuviele Fehler macht um für die WM zu fahren. Nur hatte er das Auto um sich so viele Fehler zu leisten. Jetzt wird er halt entblößt wo jeder Punkt zählt und er nicht so leicht davonfahren kann. :rotate:
button, der zufallsweltmeister schlechthin und spezi vom alonso - darauf würd ich viel wert legen :thumbs_up:

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Dai Jin » 16.04.2019, 10:34

Lsadno hat geschrieben:
Dai Jin hat geschrieben:
Sprittner hat geschrieben:[
Alonso ist nicht oft damit aufgefallen dass er das Auto in den Sand gesetzt hat oder sich gedreht hat.
Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Richtig. Von der Konstanz eines Alonso über die Jahre kann Vettel nur träumen. Die Fehler machte Vettel bereits in den RedBull Jahren ebenfalls, da kaschierte das Auto allerdings seine Schwäche. 2010 schmeißt er zweimal das Auto im Zweikampf weg, vergisst man gerne, während man beschäftigt ist bei Alonso irgendwas zu suchen. Selbst Button sagte damals dass er zuviele Fehler macht um für die WM zu fahren. Nur hatte er das Auto um sich so viele Fehler zu leisten. Jetzt wird er halt entblößt wo jeder Punkt zählt und er nicht so leicht davonfahren kann. :rotate:
button, der zufallsweltmeister schlechthin und spezi vom alonso - darauf würd ich viel wert legen :thumbs_up:
Ja, stattdessen sollten wir mehr wert auf deine Aussagen legen.
Formel-1-Fan hat geschrieben:Siehe mein Beitrag oben. 2010 hat Alonso nicht weniger Fehler gemacht, Fakt
Siehe meinen Beitrag über dir. Vettel machte diese Fehler, vor seiner Ferrarizeit schon seit Jahren, Fakt.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 16.04.2019, 12:45

Dai Jin hat geschrieben:
Formel-1-Fan hat geschrieben:Siehe mein Beitrag oben. 2010 hat Alonso nicht weniger Fehler gemacht, Fakt
Siehe meinen Beitrag über dir. Vettel machte diese Fehler, vor seiner Ferrarizeit schon seit Jahren, Fakt.
Jo, aber da waren es eben noch nicht mehr als auch bei den anderen Spitzenpiloten, Hamilton hatte in dem Jahr ja auch zwei unnötige Kollisionen (von 2011 ganz zu schweigen). Auffallend mehr als auch bei anderen Spitzenpiloten ist es erst seit 2018. Fakt.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von McTom » 16.04.2019, 13:01

Sprittner hat geschrieben: Nur also Info am Rande, der Renault 2005 / 2006 war kein Weltmeister Auto, das haben alle Beteiligten gesagt. Aber Vergangenheit..
Uhh... das wäre ja ein Fall für die X-Akten :mrgreen:
Wenn man tot ist, ist es für einen selbst nicht so schlimm, weil man ja tot Ist. Für andere kann dein Tod aber schlimm sein.
Das ist übrigens genau so, wie wenn man doof ist.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Aldo » 16.04.2019, 18:01

Den Renault 2005/06 als kein Weltmeister Auto zu bezeichnen ist schon etwas lächerlich. 2005 war das Auto nun mal deutlich schneller als der Ferrari - nicht so schnell wie der McLaren dafür aber tausendmal zuverlässiger. 2006 war es ziemlich 50:50 mit Ferrari - aber beide Autos waren absolut WM fähig was ja auch die Positionen der Teamkollegen zeigen. Ich denke Alonso wäre da selbiger Meinung. ;)

Und ja, Alonso hat 2010 schon den ein oder anderen untypischen Fehler gemacht. Da gibts eigentlich kein anderes Jahr wo solche Fehler vorkamen. Fakt ist jedoch dass er davor und danach nie wieder solche Jahre hatte. Während bei Vettel sich das nun schon öfter bemerkbar gemacht hat.
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


- Fernando Alonso

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1x WEC Champion
2x Le Mans
1x Daytona

To be continued..

—-
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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 16.04.2019, 19:00

Aldo hat geschrieben:Den Renault 2005/06 als kein Weltmeister Auto zu bezeichnen ist schon etwas lächerlich. 2005 war das Auto nun mal deutlich schneller als der Ferrari - nicht so schnell wie der McLaren dafür aber tausendmal zuverlässiger. 2006 war es ziemlich 50:50 mit Ferrari - aber beide Autos waren absolut WM fähig was ja auch die Positionen der Teamkollegen zeigen. Ich denke Alonso wäre da selbiger Meinung. ;)

Und ja, Alonso hat 2010 schon den ein oder anderen untypischen Fehler gemacht. Da gibts eigentlich kein anderes Jahr wo solche Fehler vorkamen. Fakt ist jedoch dass er davor und danach nie wieder solche Jahre hatte. Während bei Vettel sich das nun schon öfter bemerkbar gemacht hat.
Naja, definiere "solche Jahre". 2010 waren es ja auch bei Vettel tatsächlcih "nur" zwei eigenverschuldete Kollisionen/Unfälle (einfach mal unterstellt, dass du ihm einen von Hamilton von hinten aufgeschlitzten Reifen in Silverstone nicht vorwirfst), wobei der einen davon auch noch ein Teamkommunikationsproblem zugrunde lag.

Sagen wir mal so: Zumindest eine solche Katastrophensaison wie Vettel 2018 und Hamilton 2011 hat Alonso tatsächlich nie gehabt. Und zumindest die Jahre bei Ferrari waren nach 2010 tatsächlich alle deutlich besser, so als hätte er aus den Fehlern 2010 gelernt. Die Zeit bei McLaren später lasse ich mal auißenvor, da die Wahrscheinlichkeit, mit dem unterlegenen Auto verschuldet oder unverschuldet in Scharmützel beim Start verwickelt zu werden, nunmal auch groß ist, sodass ich dem zweiten Fettmarkierten zustimmen kann.

Das erste Fettmarkierte so stehen zu lassen, da habe ich dann aber doch so meine Probleme. 2005 beispielsweise hatte Alonso genau zwei Nuller: Kanada und Ungarn. Und der Grund waren keine technischen Defekte :wink:
Oder auch 2007 mit zahlreichen Verbremsern in Kanada (sowieso eine der Strecken, die ihm mit am wenigsten schmeckten) uund eben dem Unfall in Japan, nicht zu vergessen der Boxenblockade in Ungarn.

Wieso führe ich diese Beispiele an? Nein, auch wenn manche es mir so auslegen, geht es mir nicht darum, Alonso oder mit der Anführung seiner Katastrophensaison 2011 und seinen beiden Kollisionen 2010 (Monza, Singapur) Hamilton zu diffamieren, auch ich hätte Alonso nach 2014 gerne noch einmal in einem WM-fähigen Auto gesehen. :wink:

Worum es mir geht ist die Verdeutlichung, wie das Image eines Fahrers unsere Wahrnehmung und die Erinnerung beeinflusst. Und Vettel hat das Image als Chrashkid in einer Saison bekommen, als er dies eben tatsächlich nicht mehr war als auch die anderen WM-Anwärter. Was sein Fehler war? Ganz einfach: Er fuhr für Red Bull, den "Brausehersteller", der ja ohnehin nur aus Marketinggründen (was für die Herstellerteams ja nicht gilt :roll: ) mitfährt und aus reinen Marketing-/Imagegründen auf den jüngsten Weltmeister aller Zeiten als Aushängeschild setzt. Und noch dazu zu dieser Zeit als Gewinnerteam noch neu war. Und was fehlt jetzt noch, um das perfekte Feindbild - insbesondere der Tifosi damals - auch noch abzurunden? Richtig, dass eben dieser jüngste Weltmeister aller Zeiten auch noch in Wahrheit gar nicht richtig Auto fahren kann. Und weil man es so wahrnehmen wollte , hat manauf Fehler von ihm nur so gewartet, die, oh Wunder, früher oder später (wie bei ALLEN Fahrern) auch kamen, um sie dann endlos breit zu treten, während die Fehler anderer Spitzenfahrer (HAM, ALO und 2010 insbesondere auch WEB mit Melbourne, Valencia, Korea, Abu Dhabi) großzügig übersehen wurden und bis heute werden. Ich meine, mal Hand aufs Herz: Hättest du dich an jeden einzelnen der von mir genannten Zwischenfälle anderer Piloten auf Anhieb erinnert?

Wirklich krass aus dem Rahmen im Sinne von mehr als 1, 2 nennenswerte (verlustbringende) Fehler fällt bei Vettel außer 2018 vielleicht noch 2016, wobei auch hier das oben Gesagte für allgemein schwache Autos gilt, mit denen man öfter von weiter hinten starten muss. Und auch 2018 waren die Zwischenfälle tatsächlich vergleichbar viele wie bei Hamilton 2011. In der Hinsicht ist dann aber bei Alonso tatsächlich sehr positiv hervorzuheben, ein solches Seuchenjahr nicht gehabt zu haben. :wink:

Schön zu sehen, dass es auch noch objektiv argumentierende User im Forum gibt! :wink:

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