"Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitragvon Rennsemmel » 17.04.2019, 09:23

Scheint ja eine super Stimmung bei der Scuderia zu herrschen...
Lieber ein Sportwagen im Schlamm als ein Fahrrad mit Platten

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Silberner Mercedes
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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitragvon Silberner Mercedes » 17.04.2019, 10:47

Rennsemmel hat geschrieben:Scheint ja eine super Stimmung bei der Scuderia zu herrschen...


Und ich glaube die wird in der nächsten Zeit noch besser.

Arrivabene war ein guter Teamchef. Das wird man noch begreifen.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitragvon Formel-1-Fan » 17.04.2019, 11:19

Silberner Mercedes hat geschrieben:
Rennsemmel hat geschrieben:Scheint ja eine super Stimmung bei der Scuderia zu herrschen...


Und ich glaube die wird in der nächsten Zeit noch besser.

Arrivabene war ein guter Teamchef. Das wird man noch begreifen.

Ich würde eher sagen, z.B. im Bezug auf Teamorder das andere Extrem. Lautete der Vorwurf bei Arrivabene noch, diese nicht angewendet zu haben,m als es mehr als angebracht gewesen wäre (räikkönen längst raus aus dem WM-Kampf), so lautet er jetzt bei Binotto (durchaus berechtigt), dass es dafür zu früh in der Saison ist.


Aber das Thema TO ist ja auch nur ein Teil der Geschichte. Die Stimmung bei Ferrari scheint allgemein sehr angeheizt zu sein. Das war sie aber auch unter Arrivabene schon.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitragvon iceman2411 » 17.04.2019, 13:32

Viele verwechseln hier auch eine klassische Teamorder mit Teamstrategie.

Zum anderen ist es ein erwiesener Fakt das Menschen nur nach Fakten suchen die ihre Meinung bestätigen und nicht anders wie es eigentlich sein sollte und somit die Wahrnehmung extrem selektiv und vorgefertigt ist.

Egal wieviel klare und eindeutige Aussagen und Beweise es gibt, passen Sie nicht zur eigenen Meinung werden sie ignoriert.
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Lsadno
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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitragvon Lsadno » 17.04.2019, 19:20

Formel-1-Fan hat geschrieben:
Aldo hat geschrieben:Den Renault 2005/06 als kein Weltmeister Auto zu bezeichnen ist schon etwas lächerlich. 2005 war das Auto nun mal deutlich schneller als der Ferrari - nicht so schnell wie der McLaren dafür aber tausendmal zuverlässiger. 2006 war es ziemlich 50:50 mit Ferrari - aber beide Autos waren absolut WM fähig was ja auch die Positionen der Teamkollegen zeigen. Ich denke Alonso wäre da selbiger Meinung. ;)

Und ja, Alonso hat 2010 schon den ein oder anderen untypischen Fehler gemacht. Da gibts eigentlich kein anderes Jahr wo solche Fehler vorkamen. Fakt ist jedoch dass er davor und danach nie wieder solche Jahre hatte. Während bei Vettel sich das nun schon öfter bemerkbar gemacht hat.

Naja, definiere "solche Jahre". 2010 waren es ja auch bei Vettel tatsächlcih "nur" zwei eigenverschuldete Kollisionen/Unfälle (einfach mal unterstellt, dass du ihm einen von Hamilton von hinten aufgeschlitzten Reifen in Silverstone nicht vorwirfst), wobei der einen davon auch noch ein Teamkommunikationsproblem zugrunde lag.

Sagen wir mal so: Zumindest eine solche Katastrophensaison wie Vettel 2018 und Hamilton 2011 hat Alonso tatsächlich nie gehabt. Und zumindest die Jahre bei Ferrari waren nach 2010 tatsächlich alle deutlich besser, so als hätte er aus den Fehlern 2010 gelernt. Die Zeit bei McLaren später lasse ich mal auißenvor, da die Wahrscheinlichkeit, mit dem unterlegenen Auto verschuldet oder unverschuldet in Scharmützel beim Start verwickelt zu werden, nunmal auch groß ist, sodass ich dem zweiten Fettmarkierten zustimmen kann.

Das erste Fettmarkierte so stehen zu lassen, da habe ich dann aber doch so meine Probleme. 2005 beispielsweise hatte Alonso genau zwei Nuller: Kanada und Ungarn. Und der Grund waren keine technischen Defekte :wink:
Oder auch 2007 mit zahlreichen Verbremsern in Kanada (sowieso eine der Strecken, die ihm mit am wenigsten schmeckten) uund eben dem Unfall in Japan, nicht zu vergessen der Boxenblockade in Ungarn.

Wieso führe ich diese Beispiele an? Nein, auch wenn manche es mir so auslegen, geht es mir nicht darum, Alonso oder mit der Anführung seiner Katastrophensaison 2011 und seinen beiden Kollisionen 2010 (Monza, Singapur) Hamilton zu diffamieren, auch ich hätte Alonso nach 2014 gerne noch einmal in einem WM-fähigen Auto gesehen. :wink:

Worum es mir geht ist die Verdeutlichung, wie das Image eines Fahrers unsere Wahrnehmung und die Erinnerung beeinflusst. Und Vettel hat das Image als Chrashkid in einer Saison bekommen, als er dies eben tatsächlich nicht mehr war als auch die anderen WM-Anwärter. Was sein Fehler war? Ganz einfach: Er fuhr für Red Bull, den "Brausehersteller", der ja ohnehin nur aus Marketinggründen (was für die Herstellerteams ja nicht gilt :roll: ) mitfährt und aus reinen Marketing-/Imagegründen auf den jüngsten Weltmeister aller Zeiten als Aushängeschild setzt. Und noch dazu zu dieser Zeit als Gewinnerteam noch neu war. Und was fehlt jetzt noch, um das perfekte Feindbild - insbesondere der Tifosi damals - auch noch abzurunden? Richtig, dass eben dieser jüngste Weltmeister aller Zeiten auch noch in Wahrheit gar nicht richtig Auto fahren kann. Und weil man es so wahrnehmen wollte , hat manauf Fehler von ihm nur so gewartet, die, oh Wunder, früher oder später (wie bei ALLEN Fahrern) auch kamen, um sie dann endlos breit zu treten, während die Fehler anderer Spitzenfahrer (HAM, ALO und 2010 insbesondere auch WEB mit Melbourne, Valencia, Korea, Abu Dhabi) großzügig übersehen wurden und bis heute werden. Ich meine, mal Hand aufs Herz: Hättest du dich an jeden einzelnen der von mir genannten Zwischenfälle anderer Piloten auf Anhieb erinnert?

Wirklich krass aus dem Rahmen im Sinne von mehr als 1, 2 nennenswerte (verlustbringende) Fehler fällt bei Vettel außer 2018 vielleicht noch 2016, wobei auch hier das oben Gesagte für allgemein schwache Autos gilt, mit denen man öfter von weiter hinten starten muss. Und auch 2018 waren die Zwischenfälle tatsächlich vergleichbar viele wie bei Hamilton 2011. In der Hinsicht ist dann aber bei Alonso tatsächlich sehr positiv hervorzuheben, ein solches Seuchenjahr nicht gehabt zu haben. :wink:

Schön zu sehen, dass es auch noch objektiv argumentierende User im Forum gibt! :wink:


ein sehr schöner beitrag, chapeau. :thumbs_up:


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