Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

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theCraptain
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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von theCraptain » 22.10.2018, 11:03

Zum Topic: Diese Regel ist von beginn an pures Anti-Racing, sowas in der "Königsklasse" ist lächerlich und ein Ergebnis der Macht der Hersteller/Werksteam, das sind die eigentlichen Herren die die Regeln diltieren, nicht die FIA
reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
toddquinlan hat geschrieben:ich schwanke zwischen lächerlich und peinlich...ach, ich protze heute mal, dieses Verbrauchstrara ist einfach nur peinlichst lächerlich :puke: durch diese Regeln wird die Rennerei keinen Deut besser, im Gegenteil, sie wird schlechter, warum ist LM zu feige da mal eine Änderung vorzunehmen?
Es wird Dich vielleicht überraschen, aber ich stimme dem prinzipiell zu.

Weniger, weil mich das "Verbrauchstrara" nervt, sondern weil mich interessieren würde, was man aus diesen Büchsen ohne Durchfluss- und Verbrauchslimits herauskitzeln könnte. Da das ein komplettes Redesign aller aktuellen PUs erfordern würde, wird es das natürlich nicht geben. Und "LM" kann das schon gar nicht durchsetzen, Bernies Erbe, die "strategy group", verhindert das. Alleine schon die Anhebung auf 105 kg insgesamt war ein Politikum, weil die, die es können (Merc+Ferrari) es nicht wollten.

Sparen wird man nach Aufheben der limits trotzdem noch, denn man will das Gewicht ja immer möglichst niedrig halten. Das schont die Pirelli-Bröselreifen, die mit einer Last von 180 kg Sprit überhaupt nicht mehr zurecht kämen.

So hängt halt alles zusammen. Wenn man das ändern wollte, dann geht das nur für 2021. Glaube ich aber nicht dran.
Ebenfalls peinlich ist, dass das Problem seit 2014 bekannt ist und Brawn versprochen hat uns Fans wieder richtiges Racing zurückzugeben, man könne aber die Regeln erst ab 2021 ändern. Nun haben sie sie geändert. Nicht wie angedacht die Durchflussgrenze zu streichen sondern nur um 10% anzuheben. Ab 2021 gibt es also 110 kg Durchflussgrenze statt wie bisher 100 kg. Soviel zu Brawn und seinen Big Versprechungen, der Typ ist bei mir durch, auch weil die MGU-H bleiben wird.
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reiskocher_gtr_specv
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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 22.10.2018, 11:24

theCraptain hat geschrieben:Ebenfalls peinlich ist, dass das Problem seit 2014 bekannt ist und Brawn versprochen hat uns Fans wieder richtiges Racing zurückzugeben, man könne aber die Regeln erst ab 2021 ändern. Nun haben sie sie geändert. Nicht wie angedacht die Durchflussgrenze zu streichen sondern nur um 10% anzuheben. Ab 2021 gibt es also 110 kg Durchflussgrenze statt wie bisher 100 kg. Soviel zu Brawn und seinen Big Versprechungen, der Typ ist bei mir durch, auch weil die MGU-H bleiben wird.
Nun, erstaunlich ist ja eher, dass sich weder Durchflusslimit noch Spritlimit bisher signifikant ausgewirkt haben.
Es gab ein paar Spirenzchen wegen dem FFM bei RBR (Du erinnerst Dich sicher), aber die Vermutung, dass die Piloten reihenweise liegenbleiben oder disqualifiziert werden, hat sich nie bewahrheitet.
Man betreibt lieber "lift & coast", um einen Gewichtsvorteil zu haben.

Was bzgl. 2021 und Reglement bisher bekannt ist, würde ich nicht als bare Münze nehmen.
Gegen die MGU-H habe ich nichts, weil sie als einzige Komponente dem üblichen "no limit" Ansatz in der F1 folgt.
Von mir aus kann man auch alle anderen Komponenten ohne limits betreiben. Nur zu leicht sollten sie nicht werden, sonst baut die F1 Lithium-Akku-Bomben.
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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von LoK-hellscream » 22.10.2018, 11:26

pustohler hat geschrieben:Das sind u.a. Dinge, die die F1 unattraktiv machen. Sicher kann man nicht endlos Sprit verbrauchen, schon allein, weil es ein Tankverbot gibt. Aber am Ende ist es doch ganz einfach und kommt völlig ohne Sensoren, Messungen und Strafen aus:

Man sollte die Tankgröße festschreiben, und zwar möglichst auf ein Maß, mit der man mit der aktuellen Motorenspezifikation auch sinnvoll ein aktives Rennen fahren, will heißen, zumindest über weite Teile auch richtig pushen kann. Fertig, mehr braucht man nicht. Wer dann mit dem Tankinhalt nicht auskommt, bleibt eben liegen und bestraft sich von ganz allein.

Diese Formel-Spar geht mir gehörig auf die Eieieiei....
Das ist auf alle Fälle ein guter Ansatz.

Jedoch gibt's dann das Problem, dass wir wieder das gleiche Thema haben, wenn jemandem in der Auslaufrunde der Sprit ausgeht (für die Spritprobe muss ja noch was im Tank sein). :wink:

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von valnar77 » 22.10.2018, 11:51

Auch wenn das Durchflusslimit aufgehoben wird (wo ich übrigens für bin) wird irgendwann Sprit gespart, da man immer einen Gewichtsvorteil hat, wenn man mit 10kg weniger los fährt, dafür aber 10 Runden lift&coast macht ist man im Endeffekt trotzdem schneller.

Ich wünsche mir auch Nachtanken sowie Reifen mit einem großzügigem Temperaturfenster, sodass das ganze Rennen voll gepushed werden kann. Dazu noch DRS weg und ähnliche Aerodynamik-Änderungen wie in der Indycar-Serie.

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 22.10.2018, 11:58

valnar77 hat geschrieben:Auch wenn das Durchflusslimit aufgehoben wird (wo ich übrigens für bin) wird irgendwann Sprit gespart, da man immer einen Gewichtsvorteil hat, wenn man mit 10kg weniger los fährt, dafür aber 10 Runden lift&coast macht ist man im Endeffekt trotzdem schneller.

Ich wünsche mir auch Nachtanken sowie Reifen mit einem großzügigem Temperaturfenster, sodass das ganze Rennen voll gepushed werden kann. Dazu noch DRS weg und ähnliche Aerodynamik-Änderungen wie in der Indycar-Serie.
Tankstopps helfen nicht, dann überholt man noch mehr in der Box.
Man kann machen, was man will, solange eine derart große Diskrepanz zwischen Top Teams und Mittelfeld besteht.
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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von Zettel » 22.10.2018, 12:26

Ich kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. Es sind nun mal fest definierte Grenzen innerhalb derer das Racing der Königsklasse stattfinden soll. Das ist für alle gleich, also wird niemand benachteiligt. Sich darüber aufzuregen ist, als würde man sich auch über die Streckenbegrenzungen und Betonmauern aufregen oder über die Begrenzung der Flügelflächen oder der Reifenbreite. Ich verstehe nur nicht, warum die Durchflussmenge nicht technisch begrenzt wird, so dass es gar nicht möglich wäre, diese zu überschreiten.
Magnussen regt sich über 0,1 kg auf, aber wenn man das durchgehen lässt, sind es beim nächsten Mal 0,15 kg usw. Hier braucht es Konsequenz.
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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von Lichtrot » 22.10.2018, 13:19

Regeln sind Regeln. Viel mehr braucht man da auch nicht diskutieren. Wenn andere sich an diese halten und ich nicht, dann wird mir eben auf die Finger geklopft.

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von Stiffmaster » 22.10.2018, 13:34

Extrem lächerlich!

Und das ist nicht auf die Bestrafung bezogen, denn Regeln sind Regeln und da um sie einzuhalten. Lächerlich daran ist nur, dass die FIA unfähig ist, vernünftige Limits zu setzen. Wie mit der 3-Motorenregel. Wer schaut denn sowas noch gerne an wenn sie nicht racen sondern ständig liften und zusätzlich reifenschonen (wobei das besser geworden ist).

:thumbs_down: :thumbs_down: :thumbs_down: ich brauche diese Formel nicht

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von fighter0190 » 22.10.2018, 14:48

#FormelBullshit

Die Jungs sollen ihre Autos am Limit bewegen und zwar über die komplette Renndistanz und nicht auf ihren Spritverbrauch achten...Dann könnte man auch direkt Formel E fahren ...
Bitte mehr Regen in den Rennen.

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von SaintRaptor » 22.10.2018, 15:03

Regeln sind Regeln. So hart das dann auch ist, aber eine DSQ ist da einfach die logische Konsequenz. Die Rennteams sind kein keine Amateure, keine Seifenkistenbauende Privatpersonen. Das sind Profis, da ist viel Geld im Spiel und da kann man sich auch an die Regeln halten.

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von theCraptain » 22.10.2018, 15:28

SaintRaptor hat geschrieben:Regeln sind Regeln. So hart das dann auch ist, aber eine DSQ ist da einfach die logische Konsequenz. Die Rennteams sind kein keine Amateure, keine Seifenkistenbauende Privatpersonen. Das sind Profis, da ist viel Geld im Spiel und da kann man sich auch an die Regeln halten.
Stimme dir und den anderen zu die einen ähnlichen Inhalt dastellen.

Die Kritik von mir, und ähnlichen Inhalten, geht weniger in die Bestrafung von Ocon und MAG sondern gilt der Anti-racing Regel an sich. Solch eine Regel wirkt absurd in der sogenannten Königsklasse des Mptorsports. Benzimlimit revht ud gut, abert dazu noch die Vorschrift nur eine bestimmte Menge pro Sekunde davon verbrennen zu dürfen ist sowas wie eine Handbremse. Lass die Fahrer ihren begrenzten Sprit doch selbst einteilen, reicht der Sprit dann nicht ins Ziel sind sie selbst schuld.

Ideal wäre sowieso die Benzinmenge, Tankgrösse und Durchfluss freizugeben. Soll doch jedes Team machen was es will. Wenn einer mit Lift & Coast besser zurechtkommt kann er es ja dennoch praktizieren, ein anderer nimmt vielleicht lieber 2 kg mehr Sprit mit um ordentlich pushen zu können etc.
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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von Calvin » 22.10.2018, 15:35

theCraptain hat geschrieben:ein anderer nimmt vielleicht lieber 2 kg mehr Sprit mit um ordentlich pushen zu können etc.
Das kannst du mit den aktuellen Reifen vergessen.
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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von Woelli38 » 22.10.2018, 15:43

Sarkasmus ON

Nächstes Jahr gibt´s 5 Kilo mehr Sprit für "PURES Racing" über die gesamte Distanz...

Sarkasmus OFF

:mrgreen:
Man nannte Ihn den "Fisherman’s Friend" der Formel 1... :mrgreen:

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von F1Schlaumeier » 22.10.2018, 15:43

Wenn jemand die Regelungen mit der Benzindurchflussmenge kritisiert, hat er eigentlich immer gute Chancen meine Zustimmung zu erhalten. Aber nachdem man die Regel in kompletter Eigenverantwortung verletzt und sich somit einen unfairen Vorteil verschafft hat, sollte man zunächst ausschließlich sich selbst kritisieren. Dass jemand deswegen zurecht bestraft wird, kommt ja zum Glück nur sehr selten vor. Es bleiben also noch genug Tage im Jahr, um auf der Regel rumzuhacken. Aber jetzt gerade ist es wirklich der unpassenste Zeitpunkt der letzten 4,5 Jahre.

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Re: Benzin: Aufregung nach Disqualifikation von Ocon und Magnussen

Beitrag von Zettel » 22.10.2018, 15:44

theCraptain hat geschrieben: Die Kritik von mir, und ähnlichen Inhalten, geht weniger in die Bestrafung von Ocon und MAG sondern gilt der Anti-racing Regel an sich. Solch eine Regel wirkt absurd in der sogenannten Königsklasse des Mptorsports. Benzimlimit revht ud gut, abert dazu noch die Vorschrift nur eine bestimmte Menge pro Sekunde davon verbrennen zu dürfen ist sowas wie eine Handbremse. Lass die Fahrer ihren begrenzten Sprit doch selbst einteilen, reicht der Sprit dann nicht ins Ziel sind sie selbst schuld.

Ideal wäre sowieso die Benzinmenge, Tankgrösse und Durchfluss freizugeben. Soll doch jedes Team machen was es will. Wenn einer mit Lift & Coast besser zurechtkommt kann er es ja dennoch praktizieren, ein anderer nimmt vielleicht lieber 2 kg mehr Sprit mit um ordentlich pushen zu können etc.
Was ist daran Anti-Racing? Die Regeln sind für alle gleich und die F1 ist auch mit der Spritbegrenzung nicht gerade langsam. Und auch mit Spritbegrenzung kann man überholen und ein Rennen gewinnen.
Würdest du auch sagen, dass Track-limits eine Handbremse sind und abgeschafft gehören?
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