Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

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Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Redaktion » 30.06.2018, 18:19

Windschattenfahrten für eine schnelle Qualifyingrunde am Grand-Prix-Wochenende 2018 in Spielberg: Verstappen (5.) lässt sich von Ricciardo (7.) ziehen - Australier genervt
Max Verstappen, Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo und Max Verstappen haben feste Regeln im Team

Red Bull hinkt beim Formel-1-Heimspiel 2018 in Österreich weiter hinterher. Im Qualifying realisierten Max Verstappen und Daniel Ricciardo die Startplätze fünf und sieben. Bei den "Bullen" brennt die Hütte - nicht wegen des mäßigen Ergebnisses, sondern wegen eines Vorfalls in Q3 der Zeitenjagd. Daniel Ricciardo hatte seinen Teamkollegen auf der Einrollrunde vor dem letzten Versuch am Heck und wurde plötzlich langsam. Verstappen solle ihn bitteschön überholen, so die Ansicht des Australiers.

"Was geht denn da ab?", funkt der Niederländer an seine Box. "Überhol ihn einfach, geh einfach vorbei", so die Antwort. Daraufhin entgegnete Verstappen mit etwas zickigem Unterton: "Nein. Am vergangenen Wochenende war ich vorn, jetzt ist er dran." Der Hintergrund: Auf dem Red-Bull-Ring können die Piloten auf der Zufahrt zum gezeiteten Umlauf mehr Schwung aufnehmen, sobald ein Vordermann entsprechenden Windschatten spendet. Verstappen profitierte davon insgesamt dreimal - und war schneller als Ricciardo.

"Ich bin nicht so begeistert, um ehrlich zu sein. Wir sind drei Versuche gefahren. Ich habe immer für alle ein Loch in die Luft gerissen. Wenn jeder einen Versuch bekommt, dann ist es okay. Ich bin einfach nicht so glücklich", sagt der Australier nach dem Qualifying genervt. Ricciardo fügt an: "Wir hätten fairer agieren können." Ist der am Samstag unterlegene Red-Bull-Pilot im Recht? Nein! Das findet nicht nur Verstappen, sondern auch die Chefetage des Teams.

Klare Regeln im Team: Wer vorne fährt, wer reden darf

"Es gibt bei uns eine ganz klare und einfache Regel, die seit sieben Jahren gilt: Wir wechseln von Rennen zu Rennen ab, wer als erster mit seinem Auto aus der Garage fährt. Nur auf diesem Weg kann es fair sein. Diesmal war eben Daniel dran, vor Max aus der Box zu fahren. Er war dann der Ansicht, dass Max sehr und zu oft davon profitiert. Deswegen hat er plötzlich wohl langsam gemacht", schildert Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Bei den "Bullen" ist sogar geregelt, wer in den Meetings zuerst seinen Senf abgeben darf. Auch diesbezüglich gilt die klare Regel, dass dies von Rennen zu Rennen abgewechselt wird.

"Wir machen uns immer schon vor dem Wochenende aus, wer vorne fahren wird. Ich bin in Paul Ricard vorne gewesen und er war's beim Rennen vorher. Das haben wir einfach diskutiert. Dieses Wochenende sollte er vorne sein. So ist das eben. Es ist sehr einfach", zuckt Verstappen mit den Schultern. Dass sich aufgrund der kurzen Umläufe in Spielberg sogar ein dreimaliger Vorteil zugunsten eines Fahrer ergibt, ist dem Niederländer herzlich egal. "Ich war in Paul Ricard in jedem Versuch vor ihm. Wir müssen das Gleiche auch hier machen."


Fotos: Grand Prix von Österreich

Kimi Räikkönen (Ferrari)

Während Ricciardo etwas schmollt, sieht Verstappen die Situation aus dem Qualifying gelassen. Das Verhältnis der beiden Red-Bull-Fahrer leide darunter keinesfalls. "Wir wollen natürlich das beste Quali abliefern, und man will sich natürlich auch gegenseitig schlagen. Man möchte natürlich einen Vorteil daraus ziehen. Aber wenn sie sagen, du musst das gesamte Quali vorne fahren, dann mache ich das - wie in Le Castellet. Hier war es eben Daniel. Wir sind aber total okay."

Der Frust seines Teamkollegen ist natürlich erhöht, denn Ricciardo wurde nicht nur von Verstappen geschlagen, sondern er musste sich auch noch hinter dem bestens aufgelegten Haas-Piloten Romain Grosjean (6.) anstellen. "Das ist eine kurze Runde hier, daher können andere aufzeigen. Alles ist etwas komprimierter durch die kurze Rundenzeit. Grosjean ist Sechster, er hat also einen guten Job gemacht", lobt Ricciardo seinen Widersacher, der ihm einen Platz in der dritten Startreihe verweigerte.

Auch "Partymodus" bringt kaum Vorteile im Wettbewerb

"Unser Hauptproblem war, dass wir nicht die richtige Balance von Auto und Reifen gefunden haben", bilanziert Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko die Schwächephase seiner Mannschaft ausgerechnet vor heimischer Kulisse. Auf dem kurzen Kurs in der Steiermark ist Motorenpower gefragt. Red Bull sollte vom "Partymodus" des Renault-Aggregats profitieren. 15 PS mehr hatte man versprochen. Dies entspricht in Spielberg einem Zeitvorteil von rund 0,25 Sekunden pro Runde.

Max Verstappen

Steht im Fokus: Max Verstappen und seine niederländischen Fans in Spielberg

"Das war vielleicht etwas trügerisch, aber das allein war es nicht. Nochmals: Wir haben nicht die Abstimmung und Balance gefunden, die wir normalerweise haben. Jetzt kann man nur hoffen, dass es im Rennen besser geht", sagt Helmut Marko. "Wir starten mit dem härteren Reifen (auf Supersoft; Anm. d. Red.). Vielleicht können wir etwas länger damit fahren." Den Haas von Grosjean könnte man mit einem längeren ersten Stint womöglich packen, aber viel mehr? Eher unwahrscheinlich.

"Die Plätze fünf und sieben waren das, was für uns im Qualifying drin war. Hoffentlich werden wir morgen ein besseres Tempo haben", meint Teamchef Horner. Red Bull hatte vor dem Qualifying gepokert und nach den mäßigen Rundenzeiten aus den Freien Trainings die Abstimmung noch einmal grundlegend verändert. Aber auch die neuesten Anpassungen brachten keinen sichtbaren Fortschritt.

Für den morgigen Renntag kann Red Bull am Set-up der Fahrzeuge nicht mehr viel verändern. Man muss auf gute Strategie, einen Wetterwechsel, Safety-Car-Phasen hoffen - oder das Allerbeste aus den nun drei DRS-Zonen machen. "Ich bin glücklich mit der extra DRS-Zone. Das könnte alles etwas spannender machen. Ich habe das GP3-Rennen gesehen und das war gute Unterhaltung. Es ging hin und her. Hoffentlich ist das morgen im Rennen bei uns auch so", sagt Ricciardo.


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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon RacingForEver » 30.06.2018, 18:29

Da hatte jemand offensichtlich Angst, wieder mal gebügelt zu werden. Peinliche Aktion jedenfalls, und natürlich ist Verstappen im Recht in diesem Fall.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon ItachiU » 30.06.2018, 19:00

Gerade die Situation auf C4 gesehen und Verstappen ist 100% im Recht

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Manisch » 30.06.2018, 19:16

Ich finds insofern ablern, da es a) Nicht um den riesen Unterschied gemacht hätte und b) sollte ein Fahrer auch ohne Windschattenspielchen des Teamkollegen gut abschneiden.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Simon667 » 30.06.2018, 19:43

Also da verstehe ich Ricciardo jetzt auch nicht so ganz. Wenn es diese Regel eben gibt, dann gibt es sie eben. Und so riesig wird der Vorteil nun auch nicht gewesen sein. Untypisch für Ricciardo sich auf sowas zu versteifen und rumzumeckern ... :eh2:

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon DeLaGeezy » 30.06.2018, 19:57

ach wer weiß schon, was da hinter der bühne abgeht. ich glaube der frust ist echt, der grund ist ein anderer.
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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Rattenmann » 30.06.2018, 21:03

DeLaGeezy hat geschrieben:ach wer weiß schon, was da hinter der bühne abgeht. ich glaube der frust ist echt, der grund ist ein anderer.


Sehe ich genauso.

Ric ist nicht gerade der Typ für Regelverstöße. Und, zumindest wie hier dargestellt, wirkt das doch relativ deutlich nach einem Regelverstoß.

WENN alles so ist wie es hier steht, hat da Ric ohne Frage Scheiße gebaut. Aber ich tue mir schwer das einfach so zu glauben was hier steht. Das passt einfach nicht zusammen.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon toddquinlan » 30.06.2018, 21:12

Ricciardo ist gefrustet; hat nicht den Wunschjob bekommen bei Ferrari, auch bei Mercedes klappt es nicht, blieb als Option nur noch der Sitz neben dem Wunderkind. Da kommt man schon mal ins jammern...wird unter Insidern auch Vettelitis Alonsii genannt, in schweren Fällen auch mit LewiGrosjen Episoden.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Rostocker » 30.06.2018, 21:18

Sie fahren brav ihre Windschatten-Runden und kommen doch nicht weiter nach vorn...naja!
Am Ende wird hinter den Kulissen was gespielt, jede Wette. Ich erinnere mich noch an die Paarung Schumacher/Rossberg. Also Schumi irgendwann in Rente war, hat Nico ja auch erzählt was da alles abging. Da war das Blockieren der Toiletten kurz vor Start noch eine harmlose Sache. Und nach Außen hat man auch nichts gemerkt. Und gerade bei Daniel kann man sich nicht vorstellen, dass er jetzt auf einmal das Qualifying-Prozedere in Frage stellt. Wer weiß woher der wahre Frust kommt.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon don michele » 30.06.2018, 22:13

Unter normalen Umstanden wenn Verstappen sein Talent auf die Straße bekommt, dann hat Ricciardo nicht mal den Hauch einer Chance.
Vollgas ist die Sprache die ich kenne. Michael Schumacher

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Rostocker » 30.06.2018, 23:16

don michele hat geschrieben:Unter normalen Umstanden wenn Verstappen sein Talent auf die Straße bekommt, dann hat Ricciardo nicht mal den Hauch einer Chance.


Darum steht auch Ricciardo vor Verstappen in der WM...sowohl dieses Jahr als auch letztes Jahr. Okay, die Quali´s stehen mit 2017: 13:7 und dieses Jahr 5:3 für Verstappen, aber nach "nicht mal den Hauch einer Chance" sieht dann doch anders aus. Ricciardo hat dieses Jahr schon eine Pole gefahren, Max noch nie in der F1. (Ric übrigens schon 2).

Also sollte das "Talent" nicht überbewertet werden und endlich mal anfangen zu liefern und zu bestätigen.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Killking44 » 30.06.2018, 23:23

Das war Schwachsinn, Ricciardo sollte sich mal lieber aufs Fahren konzentrieren, seit Monaco ging es ja irgendwie bergab. Man weiß ja aber nicht, was intern so läuft, so ein wenig wundert mich sein Verhalten jedoch schon.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon racer1 » 30.06.2018, 23:28

Rostocker hat geschrieben:
don michele hat geschrieben:Unter normalen Umstanden wenn Verstappen sein Talent auf die Straße bekommt, dann hat Ricciardo nicht mal den Hauch einer Chance.


Darum steht auch Ricciardo vor Verstappen in der WM...sowohl dieses Jahr als auch letztes Jahr. Okay, die Quali´s stehen mit 2017: 13:7 und dieses Jahr 5:3 für Verstappen, aber nach "nicht mal den Hauch einer Chance" sieht dann doch anders aus. Ricciardo hat dieses Jahr schon eine Pole gefahren, Max noch nie in der F1. (Ric übrigens schon 2).

Also sollte das "Talent" nicht überbewertet werden und endlich mal anfangen zu liefern und zu bestätigen.

Ich fürchte, morgen wird er wieder mal sein Crash-Talent bestätigen..... :confused:

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon toddquinlan » 30.06.2018, 23:35

Killking44 hat geschrieben:Das war Schwachsinn, Ricciardo sollte sich mal lieber aufs Fahren konzentrieren, seit Monaco ging es ja irgendwie bergab. Man weiß ja aber nicht, was intern so läuft, so ein wenig wundert mich sein Verhalten jedoch schon.


das war jetzt kein Witz von mir; Ricciardo hat einen psychischen Knacks bekommen wegen seines Marktwertes; Mercedes beschäftigt den nicht gerade überzeugenden Bottas weiter, Ferrari entsorgt endlich Räikkönen nur um dann einen Jungspund in das Cockpit zu setzen was sehr ungewöhnlich ist, und der einzige Rennstall der angeblich viel Geld zahlen würde ist auf dem absteigenden Ast und wahrlich keine Verbesserung zur jetzigen Situation.

Ricciardo, der ewige Grinsemann, ist frustriert.

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Re: Stunk bei Red Bull: Ricciardo meckert, Verstappen ist im Recht

Beitragvon Killking44 » 01.07.2018, 00:47

toddquinlan hat geschrieben:
Killking44 hat geschrieben: :chat:


das war jetzt kein Witz von mir; Ricciardo hat einen psychischen Knacks bekommen wegen seines Marktwertes; Mercedes beschäftigt den nicht gerade überzeugenden Bottas weiter, Ferrari entsorgt endlich Räikkönen nur um dann einen Jungspund in das Cockpit zu setzen was sehr ungewöhnlich ist, und der einzige Rennstall der angeblich viel Geld zahlen würde ist auf dem absteigenden Ast und wahrlich keine Verbesserung zur jetzigen Situation.

Ricciardo, der ewige Grinsemann, ist frustriert.


Genau, stimmt. Er hat sich ganz einfach klassisch verpokert und jetzt ist sauer, bei Red Bull die (vermeintlich) zweite Geige spielen zu müssen (als ob man bei RB nicht Verstappen bevorzugt). Er soll mMn froh sein, dass Red Bull ihm nicht einfach die Tür zugemacht hat. Nichtsdestotrotz schrieb ich bereits, dass er sich besser aufs Fahren konzentrieren sollte, zumal Verstappen sich seit Montréal gefangen zu haben scheint.

Ich hatte außerdem nie behauptet, dass du einen Witz gemacht hattest. :wink:


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