Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon Connaisseur » 27.11.2017, 11:41

EffEll hat geschrieben:
Connaisseur hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:Was regen die sich eigentlich auf? Er bekam seine Strafe. Perez hätte einfach dran bleiben müssen.
Hülkenberg machte bis zum Stopp sieben Sekunden auf ihn gut.
So reichte es trotz schlechtem Stopp noch um trotz Penalty vor ihm zu bleiben und obwohl Perez danach direkt hinter ihm war, konnte er ihm nicht folgen.
Statt sich jetzt über die Stewards zu beschweren sollten sie lieber hinterfragen, warum sie klar langsamer waren.
Kindergarten. Sie konnten nicht mithalten. Selbst ohne das Manöver wäre Hülkenberg am Ende des Rennens vor Perez insZiel gekommen

Wäre ich mir nicht zu sicher gewesen, so lange wie Hülkenberg da an Grosjean, der mit alten Reifen unterwegs war, rumeierte.

Er hatte mit ihm gekämpft und kam relativ schnell vorbei. Aufgrund der der zweiten, direkt darauffolgenden DRS Zone, wurde er jedoch einmal direkt wieder von Grosjean zurücküberholt. Beim zweiten Versuch die Runde darauf machte Hülkenberg im zweiten DRS Bereich aber die Innenbahn zu und zog davon.
Perez hingegen brauchte wesentlich länger um an Grosjean vorbeizukommen. Da war Hülkenberg schon längst außer Reichweite.
Letzten Endes ist es sowieso wurscht, ob FI nun 2 Punkte mehr oder weniger auf dem Konto hat und Renault hätte auch mit dem 7. Platz Toro Rosso verdrängt.

Genau. Warum macht Force India dann so ein Theater?


Trotzdem sollte sowas keine Schule machen, denn sonst überholt man einfach mal in Ungarn neben der Strecke, fährt seine popligen 5s raus und freut sich, dass es praktisch keine Strafe gibt. Denn es macht schon einen Unterschied, wann im Rennen neben der Strecke überholt wird: In Austin war die 5s-Strafe ja ok, in Abu Dhabi ist sie praktisch verpufft.


Das ist doch Quatsch. Die Strafe ist nur deshalb verpufft, weil Hülkenberg im Renault schneller als Perez im Force India war.
Die 5-Sekunden-Strafe für ein solches Vergehen ist Standard und immer "ok".

Räikkönen hatte in Austin nach dem Abkürzen von Verstappen regelrecht gebummelt. Räikkönen hatte bei Zieldurchfahrt bereits knapp über 4 Sekunden Rückstand auf Verstappen.
Er hatte einfach nur Glück. Stell dir mal vor, das Rennen hätte noch zwei Runden gedauert. Wären die 5 Sekunden dann immer noch "ok", obwohl sie an dem Rennergebnis nichts geändert hätten?

Leaving the track and ganing an advantage = 5-second-penalty

Sollen die Stewards jetzt tatsächlich die Strafe dahingehend anpassen, ob der zu bestrafend Fahrer schneller, gleichschnell oder langsamer als der dadurch benachteiligte Fahrer ist?
Denn je nachdem wie der Bestrafte ggü dem Benachteiligten performt, desto mehr oder minder wirkt sich die Strafe auch auf das (End-) Ergebnis aus. Daher ist es nicht nur relevant, "wann" ein solches Vergehen passiert.

Die Strafen sollen logisch, nachvollziehbar und so simpel wie möglich aufgestellt sein.
Eine weiter Verkomplizierung ist da nicht wirklich erstrebenswert, aber nur dadurch ließe sich FI wohl beruhigen.

Ich finde diese Diskussion einfach nur absurd, aus den oben genannten Gründen.

In der DTM wurden früher häufig die Positionen eigenmächtig wieder hergeschenkt, da der Kommandostand befürchtete, es könne bestraft werden und auch in der F1 gab es bereits solche Vorkommnisse.

Ich bin der Meinung, der jetzige Strafenkatalog in solchen fällen ist ausreichend und sollte nicht verändert werden.
Es gab ja auch schon Fälle, wo eine 5-Sekunden-Strafe erteilt wurde, sich aber dieser gar nicht vor dem irregulär überholten Fahrzeug halten konnte. Dieser aber trotzdem nach Zieldurchfahrt zusätzlich noch einige Plätze verlor und dadurch im Endeffekt eine verhältnismäßig zu hohe Strafe bekam.
Sowas weiß man aber nicht vorher. Daher ist es Unsinn zu behaupten, ab jetzt würden alle neben der Strecke überholen, da sich derjenige ja nur ein 5-Sekundenpolster herausfahren muss und dann "straffrei" bleibt.
So etwas ist kaum vorher antizipier- oder planbar. Daher halte ich diese Aussage, wie gesagt, für Unsinn.

Lediglich eine Entscheidung zum sofortigen Platztausch wäre meiner Meinung nach noch denkbar. Aber häufig ist die Entscheidungskette und die dafür benötigte Zeitspanne zu lang.


Naja, mit einem wesentlich schnelleren Wagen ist das schon planbar. Mercedes hängt auf einer Strecke, auf der man quasi so gut wie gar nicht überholen kann, hinter einem Haas fest und überholt "versehentlich" neben der Strecke. Der fährt die 5s locker weg. Ich will jetzt auch gar nicht sagen, dass sowas Standard wird, aber auszuschließen wäre sowas nach Vorkommnissen wie Singapur 2008 auch nicht.

Ich geb dir recht, dass diese 5s-Strafe nie völlig gleichwertig wirken werden, Position zurück hatten wir in der Vergangenheit, häufig hat das funktioniert. Aber dafür müssten die Entscheidungen schneller kommen und nicht 5-10 Runden später.
Diese riesigen Auslaufzonen sind einfach Murks, hat man in Austin bereits gesehen. Da müssen sie sich was einfallen lassen, z.B. 2-3m Kiesbett vor der Auslaufzone etc.

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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon theCraptain » 27.11.2017, 12:22

Warum regt sich FI überhaupt auf? HUL hat denen doch 20.000 $ gespart, das Geld muss FI schon mal nicht für die 2 Punkte bezahlen und P4 der KWM war bereits sicher, ebenso Perez als #7 in der FWM. Viel Lärm um nix.

Letztendlich hat HUL/Renault alles richtig gemacht. Hätte HUL sofort den Platz wieder an PER gegeben, wer weiss ob er jemals noch an ihm vorbeigekommen wäre (siehe Petrov/ALO).

Hat nicht Danner vor 1-2 Jahren mal erklärt, dass die Fahrer von den Teams angehalten werden ganz bewusst die solche "ergaunerten" Positionen nicht freiwillig herzugeben da man erstmal nicht weiss wie die Stewards entscheiden werden, vielleicht kommt man ja ungestraft durch. Und die Position zurückgeben kann man dann immer noch und das 5 Sekunden-Delta kann man oft im Rennen einfahren. Taktisch gresehen also ein Lob an Renault.

krEdit: Ja, wie von einigen bereits dargestellt, das Thema "Track Limits" ist eine Farce, wurde uns jetzt am Sonntag von den meisten Fahrern erneut vorgeführt :roll:
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon terraPole » 27.11.2017, 12:47

theCraptain hat geschrieben:.... Taktisch gresehen also ein Lob an Renault.


Im Fussball nennt man sowas taktisches Foul.

Find die Situation jetzt auf Hulk bezogen nicht wirklich schlimm.
Er hat eine Strafe bekommen die für mich auch nicht zu mild war da er ja wirklich keine Möglichkeit hatte auf der Strecke zu bleiben da Perez die komplette breite der Strecke genutzt hat.
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon f1fan02 » 27.11.2017, 12:53

theCraptain hat geschrieben:Warum regt sich FI überhaupt auf?


theCraptain hat geschrieben:Viel Lärm um nix.


theCraptain hat geschrieben:Letztendlich hat HUL/Renault alles richtig gemacht.


theCraptain hat geschrieben:Taktisch gresehen also ein Lob an Renault.


Warst du eigentlich auch so gelassen, als Verstappen damals in Mexiko ggü. Vettel die Position nicht hergegeben hat?
Im Nachhinein hat nämlich auch Verstappen alles richtig gemacht (der Tenor hier im Forum war aber ganz ein anderer).
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon f1fan02 » 27.11.2017, 12:58

EffEll hat geschrieben:Was regen die sich eigentlich auf? Er bekam seine Strafe. Perez hätte einfach dran bleiben müssen.
Hülkenberg machte bis zum Stopp sieben Sekunden auf ihn gut.
So reichte es trotz schlechtem Stopp noch um trotz Penalty vor ihm zu bleiben und obwohl Perez danach direkt hinter ihm war, konnte er ihm nicht folgen.
Statt sich jetzt über die Stewards zu beschweren sollten sie lieber hinterfragen, warum sie klar langsamer waren.
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Ob Hülkenberg regulär an Perez vorbeigekommen WÄRE, spielt
1. Keine Rolle und ist
2. höchst fraglich, da man laut Aussagen von Hamilton 1,4 Sekunden schneller sein musste, um vorbeizukommen.

Ich wundere mich abermals über das seltsame Regelverständnis einiger Foristen.

Außerdem wundere ich mich, wieso alle pro Hülkenberg sind (wahrscheinlich weil es ein deutsches Forum ist). Als Verstappen damals in Mexiko in einer ähnlichen Situation Vettel nicht vorbeigelassen hat, wurde er (Verstappen) hier dafür gekreuzigt, obwohl er, objektiv gesehen, das gleiche getan hat wie Hülkenberg.
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon theCraptain » 27.11.2017, 13:23

f1fan02 hat geschrieben:
theCraptain hat geschrieben:Warum regt sich FI überhaupt auf?


theCraptain hat geschrieben:Viel Lärm um nix.


theCraptain hat geschrieben:Letztendlich hat HUL/Renault alles richtig gemacht.


theCraptain hat geschrieben:Taktisch gresehen also ein Lob an Renault.


Warst du eigentlich auch so gelassen, als Verstappen damals in Mexiko ggü. Vettel die Position nicht hergegeben hat?
Im Nachhinein hat nämlich auch Verstappen alles richtig gemacht (der Tenor hier im Forum war aber ganz ein anderer).

Der primäre Unterschied zu Mexiko ist doch, dass es gestern der letzte GP der Saison war und die Messe bereits gelesen war. Perez davor oder danach, egal was die KWM und FWM betrifft.

Wäre es um den Sieg, Titel oder sonstwas gegangen, da bin ich bei dir, hätte es sicher mehr "Unruhe" gegeben. :wink:
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon EffEll » 27.11.2017, 13:28

f1fan02 hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:Was regen die sich eigentlich auf? Er bekam seine Strafe. Perez hätte einfach dran bleiben müssen.
Hülkenberg machte bis zum Stopp sieben Sekunden auf ihn gut.
So reichte es trotz schlechtem Stopp noch um trotz Penalty vor ihm zu bleiben und obwohl Perez danach direkt hinter ihm war, konnte er ihm nicht folgen.
Statt sich jetzt über die Stewards zu beschweren sollten sie lieber hinterfragen, warum sie klar langsamer waren.
Kindergarten. Sie konnten nicht mithalten. Selbst ohne das Manöver wäre Hülkenberg am Ende des Rennens vor Perez insZiel gekommen


Ob Hülkenberg regulär an Perez vorbeigekommen WÄRE, spielt
1. Keine Rolle und ist
2. höchst fraglich, da man laut Aussagen von Hamilton 1,4 Sekunden schneller sein musste, um vorbeizukommen.

Ich wundere mich abermals über das seltsame Regelverständnis einiger Foristen.

Außerdem wundere ich mich, wieso alle pro Hülkenberg sind (wahrscheinlich weil es ein deutsches Forum ist). Als Verstappen damals in Mexiko in einer ähnlichen Situation Vettel nicht vorbeigelassen hat, wurde er (Verstappen) hier dafür gekreuzigt, obwohl er, objektiv gesehen, das gleiche getan hat wie Hülkenberg.

Na klar. Die Aussage Hamiltons, der im Mercedes genau einen Gegner vor der Nase hatte, ist selbstverständlich allgemeingültig! Wenn also Hamilton sagt, man muss mindestens 1,4 Sekunden schneller als der Vordermann sein, dann gilt das für alle?
Sorry, so ein Blödsinn!
Wehrlein im Sauber war also 1,4 Sekunden schneller als der Torro Rosso?
8 Foristen haben das kommentiert. 3 waren gegen Hülkenberg und 2 kommentierten eher in Richtung Kiesbetten und du kommst jetzt wieder mit der Nationalkeule? Von "alle pro Hülkenberg" kann doch gar keine Rede sein?

Hülkenberg setzte sich noch vor dem Wechsel 7 Sekunden von Perez ab, obwohl dieser freie Fahrt hatte und auch nach dem Wechsel war er klar schneller.
Es war anfangs des Rennens. Sowohl ein Under- als auch ein Overcut hätte bei diesem Perormance-Unterschied locker für einen Platztausch gereicht, selbst wenn es nicht auf der Strecke geklappt hätte.

Statt zum Thema zu kommentieren wunderst du dich nur um das Regelverständnis der Foristen und schiebst es auf dessen Nationalität, nur weil du da offensichtlich nicht mit einverstanden bist und wärmst als Antwort an mich irgendwelche alten Kamellen auf, obwohl ich damals gar nicht zu denen gehörte, die du hier anprangerst.

Manche sehen halt immer nur das, was sie sehen wollen. Obwohl hier gar nicht alle pro Hülkenberg sind, behauptest du das und behauptest zusätzlich, dass jeder deutsche Forist auch gleichzeitig grundsätzlich für den deutschen Fahrer argumentiert, was dein Verstappen/Vettel-Beispiel zusätzlich untermauern soll.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es ebenfalls solche User gibt, die dann grundsätzlich immer gegen den deutschen Fahrer sind. Über dessen komisches Regelverständnis wundere ich mich jetzt mal.

Zum Verständnis der Regel:
Leaving the track and gaining an Advantage = 5-second-penalty

Hülkenberg würde für dieses Vergehen regelkonform bestraft.
Was bitte wundert dich an diesem Regelverständnis. Die Regel ist ganz einfach zu verstehen
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon f1fan02 » 27.11.2017, 13:51

EffEll hat geschrieben:Was bitte wundert dich an diesem Regelverständnis. Die Regel ist ganz einfach zu verstehen


Mich wundert dein seltsamer Argumentationsversuch "Hülkenberg hätte Perez ohnehin locker überholt" (was ich im übrigen nicht glaube, zumal Renault immer noch einen Leistungsnachteil ggü Mercedes hat). Das ist ja kein Argument. Ich kann auch niemandem umbringen und danach rechtfertigen: "Er wäre ohnehin bald gestorben".

Sorry, aber wenn Hülkenberg nicht Hülkenberg wäre, sondern ein Anti-Liebling a la Verstappen, dann wäre die Stimmung hier ganz eine andere. Das hat nichts mit der Nationalkeule zu tun. Ich hab absolut nichts gegen Hülkenberg, den er hat ja tatsächlich alles richtig gemacht. Ich kritisiere hier nur die Regel und jene Foristen welche mit Scheinargumenten diese Regel verteidigen.

EffEll hat geschrieben:Leaving the track and gaining an Advantage = 5-second-penalty


Ja, was einfach eine unsinnige Handhabe ist. Ansosten überholen jetzt einfach alle durch abkürzen, fahren sich den Vorsprung heraus, sitzen die Strafe ab und gut ist. Ich freu mich - wie schon gesagt - wirklich schon auf Monaco, wenn die Fahrer der Reihe nach die Schikane auslassen.

Diese Regel fördert irregläre Überholmanöver a la Hülkenberg. Wollen wir nicht alle "echte" Überholmanöver auf der Strecke sehen?
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon Sportsmann » 27.11.2017, 14:05

valnar77 hat geschrieben:Einfach in den asphaltierten Auslaufzonen Barrieren aufstellen, die ein Abkürzen unmöglich machen und es in jedem Fall bestraft wird, wenn man die Strecke verlässt. Desweiteren sollte der Asphalt weniger Grip haben, als der auf der Strecke. Dann erledigt sich das Problem von alleine.


Das mit dem weniger Grip passt nicht bei der Stelle die Hülkenberg gewählt hatte. Aber Poller, auf deen das Auto so lustig herumhoppelt wenn man zu schnell ist - die wären da möglich. So dass man aussen lang fahren muss und Zeit verliert.

Das Manöver Hülkenbergs war in meinen Augen auch durchdacht, nicht unbedingt das neben der Strecke fahren, sondern dass Position behalten. Womöglich sind die vorher auch Szenarien durchgegangen und haben soein Überholen als Option eingeplant. Wer Abu Dhabi kennt weiß, die Position auf der Strecke ist extrem viel wert. Anders wäre Hülkenberg wohl auch nie an den ForceIndia mit Topspeed vs. Abtrieb-Setup vorbeigekommen. Ich finde es klug, aber aus sportlicher Sicht traurig. Da gibt es nichts zu deuteln. Er ist komplett Geradeausgefahren und auf dem Gas geblieben. Wenn das jetzt jeder so macht, dann ist das Verteidigen auf der Strecke irrelevant und es gewinnt meist der Schnellere, auch wenn er vorher Fehler gemacht hat. Rosberg, in Hockenheim gegen Verstappen (2015?), meine ich, hat es auch mal so gemacht. Strafe kassiert und ab die Post, weil er anders nicht vorbeikam. Sobald es Mode wird, kommt dann wieder die Suche nach einer Lösung - die von Valnar77 mit den Tracklimits und Hilfsmitteln ist sicher die beste.

Erst meinte ich, dass da eine schnelle Entscheidung von Sportkommissaren wichtig wäre, aber....das können die nicht leisten. Eine Lass-dich-Überholen-Strafe wäre aber meiner Ansicht nach völlig in Ordnung, auch 7Runden später. Irgendwann lernen es die Fahrer dann. 10s 20s ist alles Unsinn. Es wurde ja auch von meinen Vorrednern bemerkt, dass der Zeitpunkt der Strafe enorm wichtig ist. Am Rennende fährt man das nicht mehr raus, am Anfang für das gleiche Vergehen schon.

Wenn ich jetzt höre, der hat eine Strafe bekommen, also ist das richtig so - fertig aus, frag ich mich warum diverse Forennutzer hier sonst trotz Entscheidungen der FIA so gesprächig sind. Ist doch alles klar, so sind die Regeln. :rotate:
Ich denke über den Punkt von FI, sollten die Verantworlichen nachdenken, gut dass sie es ansprechen.

Fazit: Gut gemacht Hülkenberg, aber das verdient nen Daumen nach unten. :thumbs_down:
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon Simtek » 27.11.2017, 15:06

f1fan02 hat geschrieben:Was bitte wundert dich an diesem Regelverständnis. Die Regel ist ganz einfach zu verstehen


Mich wundert dein seltsamer Argumentationsversuch "Hülkenberg hätte Perez ohnehin locker überholt" (was ich im übrigen nicht glaube, zumal Renault immer noch einen Leistungsnachteil ggü Mercedes hat). Das ist ja kein Argument. Ich kann auch niemandem umbringen und danach rechtfertigen: "Er wäre ohnehin bald gestorben". [/quote]

Davon abgesehen das Hülkenberg niemand umgebracht hat und diesen Vergleich lächerlich macht.
Du kannst auch keinen 80 jährigen umbringen und wirst geringer Bestraft als dein Mittäter der einen 20 jährigen umgelegt hat. Trotz Argument --> dein Opfer hatte weniger Lebenserwartung als das deines Mittäters.
Für ein Vergehen muss es eine angemessene Strafe geben, völlig egal wer sie wann und wo begangen hat. Sonst muss man in Zukunft bei einem Frühstart um 0,2 Sekunden eine härtere Strafe geben als wenn es nur 0,1 Sekunde war. Penalties für zu hohes Tempo in der Boxengasse müssen davon abhängig gemacht werden, wie hoch der Zeitgewinn durch das überschrittene Tempo war.usw. usw. usw.


f1fan02 hat geschrieben:Sorry, aber wenn Hülkenberg nicht Hülkenberg wäre, sondern ein Anti-Liebling a la Verstappen, dann wäre die Stimmung hier ganz eine andere. Das hat nichts mit der Nationalkeule zu tun. Ich hab absolut nichts gegen Hülkenberg, den er hat ja tatsächlich alles richtig gemacht. Ich kritisiere hier nur die Regel und jene Foristen welche mit Scheinargumenten diese Regel verteidigen.


Tja, Hülkenberg polarisiert auch nicht so stark wie Verstappen oder auch Hamilton. Logisch, das da die Diskussionen deutlich heisser wären und zwar in beide Richtungen:
Seite 1 fände die Strafe zu hart oder sogar unangemessen - Seite 2 für viel zu gering.

f1fan02 hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:Leaving the track and gaining an Advantage = 5-second-penalty


Ja, was einfach eine unsinnige Handhabe ist. Ansosten überholen jetzt einfach alle durch abkürzen, fahren sich den Vorsprung heraus, sitzen die Strafe ab und gut ist. Ich freu mich - wie schon gesagt - wirklich schon auf Monaco, wenn die Fahrer der Reihe nach die Schikane auslassen.
Diese Regel fördert irregläre Überholmanöver a la Hülkenberg. Wollen wir nicht alle "echte" Überholmanöver auf der Strecke sehen?

Wie schon gesagt. Von was willst Du es abhänging machen welche Strafe ausgesprochen wird? Im aktuellen Fall 20 sek. für Hulk aber 5 sek. wenn Perez dran geblieben wäre und 30 sek. wenn Hülkenberg Perez noch deutlicher abgehängt hätte.
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon evosenator » 27.11.2017, 15:36

Wenn man mal am Gegner nicht vorbeikommt, einfach ne Abkürzung nehmen und 5 Sekunden Vorsprung rausfahren. Es lohnt sich !!!!!!
Zuletzt geändert von evosenator am 27.11.2017, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon f1fan02 » 27.11.2017, 17:30

Simtek hat geschrieben:Wie schon gesagt. Von was willst Du es abhänging machen welche Strafe ausgesprochen wird? Im aktuellen Fall 20 sek. für Hulk aber 5 sek. wenn Perez dran geblieben wäre und 30 sek. wenn Hülkenberg Perez noch deutlicher abgehängt hätte.


Ich weiß nicht, wo du von meinen Kommentaren herausliest, ich wolle die Strafe von irgendetwas abhängig machen. Wer meine Postings kennt, der weiß, dass ich mich seit Jahren dafür einsetze, dass gleiche Vergehen, gleich bestraft werden.
5 Sekunden sind für solche Vergehen eindeutig zu wenig. Das hat man eindrucksvoll jetzt in Abu Dhabi gesehen, und man sah es beinahe in Austin, als Verstappen fast diese 5 Sekunden herausfuhr. Wenn man neben der Strecke überholt, und diese Position nicht wieder zurückgibt, muss es eine Strafe geben, die den Fahrer hinter den Überholten zurückwirft (=Durchfahrtsstrafe).

Und nochmal: Ich habe nichts gegen Hülkenberg oder Renault. Eigentlich muss man sie sogar dafür loben, dass sie diese "Regellücke" ausgenutzt haben. Da fragt man sich, warum nicht mehr Fahrer auf diese Idee gekommen sind.
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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon Garten » 27.11.2017, 17:51

Hülkenberg und Renault kann man eigentlich keinen Vorwurf machen. Es war nicht gerade die tolle und faire Art, aber sie war schlau und absolut regelkonform.

Trotz allem muss die FIA gegen solche Manöver zukünftig vorgehen. Entweder sie gar nicht mehr ermöglichen oder eben härter bestrafen. Denn durch einen Regelverstoß sich einen Vorteil erarbeiten zu können, das ist schon seeehr merkwürdig.

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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon Red Baron » 27.11.2017, 17:59

Einige Regeln sind doch einfach nur noch Lachnummern und die Regelmacher sind entweder nicht in der Lage oder nicht gewillt klare Regeln zu erstellen.

Beispiel Rückversetzung bei PU Komponenten.
Diese Regel hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse und die Bissigkeit eines Regenwurms.
Man qualifiziert sich als letzter, bringt ein halbes Dutzend neue Komponenten und startet als Letzter.
Das ist wie lebenslänglich und man wird nach einem Tag entlassen.
Das einzige Positive an der Regel ist, dass es keine Stewards und somit keinen Entscheidungsspielraum gibt.

Beispiel Tracklimits.
Bei fast jedem Rennen gibt es Diskussionen über die Auslegung der Regeln.
Die Definition sollte sein:
Das Tracklimit ist eine harte Begrenzung des befahrbaren Teils des Tracks.
Wer sie überschreitet hat entweder seine eigenen oder die Fähigkeiten seines Fahrzeugs überschätzt und muss die Konsequenzen akzeptieren.

Wie oft fährt man als Privatmensch, obwohl man es eilig hat, über den Bordstein?
In meinem Falle äußerst selten, möchte fast sagen, niemals.
Und warum ist das so?
Weil die Strafe unmittelbar. ohne das Eingreifen von Richtern/Stewards, in Kraft tritt, und zwar in Form von mehr oder weniger kostspieligen Schäden.
Wenn dazu die Stewards noch Entscheidungen treffen, die für einen Außenstehenden unverständlich sind, dann verkommt das ganze Regelspiel zur Lachnummer.
Ich beziehe mich auf Mexiko, wo 2 Fahrzeuge die exakt gleiche Abkürzung (ich habe Bilder) zwischen Kurve 1 & 3 genommen haben und das Urteil der Stewards vollkommen gegensätzlich ausfiel.
Natürlich sehen es die Beteiligten auch vollkommen gegensätzlich, wie man dem Artikel entnehmen kann.

Warum gibt es bei Stadtkursen keine Diskussionen wegen Überschreiten der Tracklimits.
Da ist die Lösung doch ganz klar sichtbar.
Sowohl die Tracklimits als auch die Auslaufzonen sind hart und stehen vertikal und sie fällen das Urteil genau so umgehend wie ein Bordstein es in unserem Leben tut.
Die Lösung ist zwar schmerzhaft aber sehr einfach und es gibt nichts zu messen oder zu erwägen.

Es ist doch einfach lächerlich wenn gesagt wird dass "die Stewards die Kurve "X" besonders beobachten werden."

Heisst das, dass der Rest des Kurses keine Limits hat und man einfach über den Acker fahren darf, oder aber vielleicht nur bei Vollmond während der Ebbe und wenn in einem Schaltjahr der 30. Februar mit Ostern zusammenfällt.

Einfach erbärmlich was die so an Regeln raushauen.
Hoffenlich kann Ross Brawn da etwas ändern.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Pfuuuu, das war's und das musste raus aus meinem System!

P.S.:
Habe gerade gelesen dass mit einem neuen Logo der F1 neuer Glanz gegeben werden soll.
Naja, damit sind dann ja die Hauptprobleme für die nächsten 10 Jahre gelöst und selbst ein Schlafmittel wie Abu Dhabi 2017 wird damit zum Thriller! :puke:
Zuletzt geändert von Red Baron am 27.11.2017, 18:08, insgesamt 1-mal geändert.
:silent: :shh: :silent: :shh:

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Re: Renault verteidigt Hülkenberg gegen scharfe Force-India-Kritik

Beitragvon scott 90 » 27.11.2017, 18:04

valnar77 hat geschrieben:Einfach in den asphaltierten Auslaufzonen Barrieren aufstellen, die ein Abkürzen unmöglich machen und es in jedem Fall bestraft wird, wenn man die Strecke verlässt. Desweiteren sollte der Asphalt weniger Grip haben, als der auf der Strecke. Dann erledigt sich das Problem von alleine.

So wie in Monza? Da gibt es in der Rettifilio ja diese Styropor Balken im vorgesehenen Notausgang. Nur fahren viele auch einfach auf dem Gras dran vorbei, in der della Roggia ist es nicht besser. Da gibt es diese hohen Sausage Curbs plus vorgesehenem Notausgang. Palmer hat den aber auch nicht benutzt und so Alonso überholt.
In Kanada (letzte Kurve) und Mexiko (erste Kurve) besteht dasselbe Problem ebenfalls trotz Maßnahmen, Sotchi Kurve eins auch usw...

Im Endeffekt bliebe ja nur eines, man müsste den Notausgang komplett schließen, nur dann muss gewendet werden und gegen die Fahrtrichtung einfädeln ist dann so eine Sache. Das gibt es zwar bei Stadtkursen, passiert dort im Rennen allerdings relativ selten. (Womöglich ein Anpassungseffekt)
Kann mir allerdings vorstellen warum man bspw. in die Rettifilio keine quer zur Gerade verlaufende Mauer einziehen will, da wäre vermutlich Kies eine bessere Lösung oder Gras mit Schlaglöchern :P
Dies hat aber auch Nachteile.

Ansonsten wäre es sicherlich auch möglich den Platztausch zu erzwingen und zwar durch härtere Strafen. Sicher Hülkenberg hat hier clever nicht einfach voll auf den Pinsel gedrückt, sondern tatsächlich geschaut ob er die Kurve noch bekommen könnte. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, dann hätten sie sicher härtere Bandagen auspacken müssen.
Trotzdem kann das meiner Meinung eigentlich nicht sein und das Problem ist auch schon lange bekannt, von dem her würde ich diesbezüglich auch endlich von den fünf bzw. zehn Sekunden absehen. Wer neben der Strecke überholt und den Platz nicht zurückgibt bzw. zurückgeben kann muss eine Durchfahrtsstrafe bekommen. (Da wird es schon sehr schwer, diese rauszufahren, gerade weil man sich bei einer schnellen Entscheidung innerhalb von drei Runden absitzen muss)

Dennoch glaube ich, dass diese Situation am Ende das Rennen nicht entschieden hat. Hülkenberg war wesentlich schneller als Perez und hätte ihn wenn nicht auf der Strecke, über einen Undercut bzw. Overcut gepackt. War sicherlich auch bemerkenswert, dass er ihn trotz Strafe, schlechtem Stopp und Perez Undercut dennoch noch vor ihm rauskam.

Das verändert aber nichts daran, dass es einen solchen Verlauf nicht geben sollte. Wobei sich Perez ja damit auch auskennt, er hat Bottas in Singapur neben der Strecke überholt und gab den Platz nicht zurück. Im Gegensatz zu Hülkenberg bekam er aber keine Strafe, die Stewards hatten Zwischenfall übersehen. Tja, damit ist das auch viel Aufregung um nichts. Selbst wenn das Problem durchaus wichtig ist, aber die Teams selbst sind da ja ganz schlechte "Kritiker", da nicht konsequent. Sonst hätte Perez den Platz an Bottas von selbst zurückgeben müssen.
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RIP #77DW #17JB #25JW


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