Haas mit Problemen: Millionen-Chance auf Rang 6 schwindet

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Haas mit Problemen: Millionen-Chance auf Rang 6 schwindet

Beitragvon Redaktion » 24.11.2017, 20:25

Haas und Toro Rosso bekommen im Kampf um WM-Rang sechs in Abu Dhabi große Probleme und müssen wohl hoffen, dass Renault nicht ausreichend punktet
Romain Grosjean

Romain Grosjean verbrachte Teile des zweiten Trainings in der Box

Den ersten Schlagabtausch im Kampf um WM-Rang sechs hat Renault am Freitag in Abu Dhabi für sich entschieden. Nico Hülkenberg landete im Freien Training auf Rang neun und war damit mit Abstand bestplatzierter Pilot der drei kämpfenden Teams Renault, Haas und Toro Rosso. Carlos Sainz konnte mit Rang 13 auch noch annähernd mithalten, doch bei den beiden anderen Teams war es schwierig.

Haas kämpfte mit zahlreichen Problemen am Auto und musste sich mit den Positionen 16 (Kevin Magnussen) und 20 (Romain Grosjean) begnügen, Toro Rosso war mit den Rängen 15 (Pierre Gasly) und 19 (Brendon Hartley) nur unwesentlich besser. Bleibt es im weiteren Wochenendverlauf so, wäre es ein wahres Schneckenrennen um den sechsten Platz der Konstrukteurs-WM - und Toro Rosso der Gewinner.

Die Jungbullen liegen vier Punkte vor Renault, doch der französische Hersteller hat die deutlich bessere Form und Erfolgschancen in Abu Dhabi. Dessen ist man sich im Team auch bewusst: "Wir haben in Enstone und Viry viele Anstrengungen für dieses letzte Rennen unternommen. Dadurch haben wir ein konkurrenzfähigeres Auto als in Brasilien", ist Sainz zuversichtlich. "Wir haben den Fortschritt gesehen und hoffen, dass es morgen auch so läuft."

Im Team will man volle Attacke gehen und gar nicht über irgendeinen Punktestand nachdenken. "Wir müssen es einfach so angehen, dass wir ein tolles letztes Rennen und das bestmögliche Ergebnis haben wollen", kündigt Hülkenberg an und weiß, dass man dann im Normalfall auch Toro Rosso noch Punkte abnehmen kann. Fünf Punkte braucht man dafür mindestens - also einen achten und einen zehnten Platz.

Haas und Toro Rosso sollten theoretisch nicht das große Problem darstellen, doch die anderen Mittelfeld-Teams könnten Renault die entscheidenden Punkte abnehmen. "Es stimmt, dass wir eine Menge Punkte brauchen, und die Force India machen unsere Dinge komplizierter", sagt Sainz. Teamkollege Hülkenberg rechnet mit einem engen Kampf gegen die Inder und auch gegen McLaren, und wird der erfolgreich gestaltet, winken einige Zusatzmillionen.

Haas kommt nicht ins richtige Fenster

Von solch einer Ausgangsposition träumt man bei Haas. Die Amerikaner haben noch zwei Zähler weniger und schielen insgeheim auf den Platz von Renault. Doch das Unterfangen wird nach den Trainingseindrücken schwierig. "Wir wissen, dass sie im Moment das bessere Auto haben", muss Teamchef Günther Steiner einräumen, hofft aber auf den Faktor Glück: "Irgendetwas ist bei ihnen immer."

Renault wurde zuletzt von Motorenproblemen gebeutelt, doch selbst wenn das in Abu Dhabi wieder auftauchen sollte, muss Haas erst einmal zuschlagen. "Erst einmal müssen wir unser Auto zum Funktionieren bringen, damit wir dort sind, wo wir sein sollten. Dann sehen wir weiter", will Steiner auf seine eigenen Ambitionen schauen. Die sahen heute nämlich nicht ganz so rosig aus. Grosjean und Magnussen bekamen die Reifen am Nachmittag nicht in das richtige Fenster und wurden eben nur 16. und 20.

"Wir müssen herausfinden, in welches Fenster wir kommen müssen", seufzt der Teamchef, will ansonsten aber keine fundamentalen Probleme im Auto erkannt haben. Doch ein solches Problem stoppte heute Grosjean, der Teile des zweiten Training mit einem elektrischen Defekt verpasst hat - laut Steiner lag das an einem Kabel. Zwar sollte das für den weiteren Wochenendverlauf kein Problem sein, "aber es hilft nie, wenn ein Auto in der Garage steht."

Motorenwechsel hindert Toro Rosso

Probleme anderer Art hat Toro Rosso. Zwar kam der Rennstall diesmal ausnahmsweise ohne Schwierigkeiten durch den Freitag, doch weil Brendon Hartley eine neunte MGU-H einbauen muss, wird der Neuseeländer um zehn Startplätze strafversetzt werden und damit aller Voraussicht nach wieder in der letzten Startreihe stehen. 300 Euro Geldstrafe für Speeding in der Boxengasse (82,7 km/h) musste er außerdem bezahlen.

Das Schicksal droht Pierre Gasly (noch) nicht. Der Franzose ist zuversichtlich, dass er in Abu Dhabi keine Strafe auffassen wird, trotzdem erwartet Toro Rosso ein schwieriges Wochenende. Die Pace stimmt sowohl auf eine Runde wie auch im Longrun nicht, sodass das Team eine Menge Arbeit zu tun hat. Die größte und realistischste Hoffnung bleibt wohl, dass die Konkurrenten das Punktepolster nicht aufholen werden.


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