• 20. Januar 2018 · 10:38 Uhr

Toto Wolff: Durch Bottas andere Sicht auf Stall-Rivalität

Eigentlich war Toto Wolff davon überzeugt, dass Rivalität wie zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg ein Team antreibt, doch dann kam Valtteri Bottas ...

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist überzeugt davon, dass die positive Arbeitsatmosphäre zwischen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas den Silberpfeilen dabei geholfen habe, Ferrari in dieser Saison zu besiegen. Bisher habe der Österreicher gedacht, dass eine knackige Rivalität zwischen Teamkollegen beide Fahrer antreibt, doch nach dem Rücktritt von Nico Rosberg habe er seine Meinung geändert.

Valtteri Bottas, Lewis Hamilton

Zwischen Valtteri Bottas und Lewis Hamilton klappt es reibungslos Zoom Download

"In der Vergangenheit habe ich immer geglaubt, dass eine harte Rivalität zwischen Teamkollegen gut für das Team sein würde, weil sie sich gegenseitig pushen. Aber ich habe gelernt, dass das wohl nicht wahr ist", sagt Wolff gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich denke, dass man zwei Teamkollegen braucht, die auf hohem Level performen und sich gegenseitig antreiben. Aber die Rivalität sollte nicht in Kontroversen außerhalb des Autos ausufern."

Das war in der Zusammenarbeit zwischen Hamilton und Rosberg irgendwann ins Negative umgekippt. Konnten sich die beiden am Anfang gut leiden, schien die Atmosphäre am Ende vergiftet zu sein. Keiner gönnte dem anderen auch nur irgendeinen Erfolg, und es wurde alles getan, um selbst den Vorteil zu haben - inklusive einiger Täuschungsmanöver beim Set-up oder strategischer Kniffe.


Fotostrecke: Die heißesten Teamduelle

Mehrfach fuhren sich Hamilton und Rosberg auch gegenseitig ins Auto, sodass sich Mercedes zu einigen Maßnahmen gezwungen sah: Man stellte Verhaltensregeln auf, drohte seinen Piloten mit Rausschmiss oder tauschte Personal auf beiden Seiten der Garage auf.

Die Arbeit mit Valtteri Bottas verlief 2017 reibungsloser. "Das hat uns stärker gemacht und uns ein offenes und ehrliches Umfeld beschert", sagt Wolff. "Und es hat unser grundlegend schnelles, aber schwieriges Auto in eine gute Position gebracht, weil die beiden so gut zusammengearbeitet haben", lobt er. "Durch die Dynamik zwischen Valtteri und Lewis konnten wir das Auto effizient entwickeln und zwei Meisterschaften einfahren. Von daher bereue ich keine Sekunde, wo wir heute stehen."

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