• 12. September 2017 · 16:11 Uhr

Ricciardo will gegen Jugendwahn kämpfen wie Valentino Rossi

Daniel Ricciardo möchte sich der Herausforderung durch seinen jungen Teamkollegen Max Verstappen stellen und hat Valentino Rossi als Vorbild

(Motorsport-Total.com) - Valentino Rossis Fähigkeit, in der MotoGP sich gegen viele junge, aufstrebende Stars zu behaupten, ist eine Inspiration für Daniel Ricciardo in der Formel 1. Der Australier wird bei Red Bull durch seinen "Teenager-Teamkollegen" Max Verstappen unter Druck gesetzt - und das schon in der zweiten Saison. Für den 28-Jährigen war es eine steile Lernkurve, mit dieser Situation umzugehen.

Daniel Ricciardo

Für Daniel Ricciardo ist Valentino Rossi im Umgang mit der Jugend ein Vorbild Zoom Download

Auch mit 38 Jahren gewinnt Rossi in der MotoGP noch Rennen, und Ricciardo möchte dem Beispiel des Italieners folgen und sich der Herausforderung durch die Formel-1-Youngster auf ähnliche Weise stellen. "Ich war noch nie in einer vergleichbaren Situation und hatte einen viel jüngeren Teamkollegen", sagt Ricciardo gegenüber 'Motorsport-Total.com' am Rande einer Veranstaltung seines eigenen Kartteams.

"Davor war ich immer der Jüngere, oder im Hinblick auf Alter und Rummel um die Person zumindest gleichauf. Für Vettel war es wahrscheinlich ähnlich, als ich zu Red Bull kam", ergänzt der Red-Bull-Pilot. "Ich denke, dass der Hype um Max viel größer war, als bei mir damals. Valentino Rossi muss damit seit zehn Jahren klarkommen, schätze ich."

Vom jungen Teamkollegen lernen

Der Australier ergänzt: "Es gibt zwei Möglichkeiten, damit umzugehen. Entweder sagt man: 'Wow, er bekommt die ganze Aufmerksamkeit und so weiter' - oder es kann dich verunsichern und herunterziehen. Vor allem in diesem Jahr ist er besser geworden und ich habe das auch anerkannt, anstatt dauernd nach Entschuldigungen zu suchen."


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Ricciardo habe versucht, Wege zu finden, um besser zu werden und "der Zeit einen Schritt voraus zu sein". "Ich glaube, dass Rossi das in den vergangenen Jahren auch getan hat", so der Australier. "Diese Kids kommen an und werden besser und besser. Er hat einen Weg gefunden, um sich selbst noch weiterzuentwickeln. Deshalb bin ich so kritisch mit mir selbst, aber ich glaube, dass es mir gelungen ist, mitzuhalten."

Laut dem Red-Bull-Fahrer sei es wichtig, "auch aus schlechten Zeiten zu lernen" und nicht "dickköpfig" zu sein. Auch wenn Verstappen neun Jahre jünger ist, sagt Ricciardo, dass es Ansatzpunkte im Fahrstil des Niederländers gebe, wo er sich noch etwas abschauen kann.

"Ich bin zu sensibel"

"Ich bin ein paar Jahre länger in der Formel 1 und wahrscheinlich stehe ich mir manchmal selbst im Weg. Ich bin zu sensibel", erklärt der Vierte der WM-Tabelle. "Es soll keine Entschuldigung sein, aber manchmal sollte ich einfach sagen 'Scheiß drauf" und mich damit abfinden. Ich habe diese kleinen Sensoren in meinem Körper eingebaut und ich muss sie irgendwie loswerden."

Verstappen habe laut Ricciardo noch nicht so viele Sensoren in sich, "deshalb kommt er vermutlich besser mit einigen Szenarien klar, oder ich brauche vielleicht einfach länger, es mir auszureden", fügt er an.

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