• 01. Januar 2016 · 17:36 Uhr

Ex-Weltmeister fordert: Die Formel 1 braucht mehr Autos

Nigel Mansell wünscht sich in der Formel 1 wieder ein größeres Startfeld - Mehr Autos wären für die Fans besser und würden jungen Piloten den Einstieg deutlich erleichtern

(Motorsport-Total.com) - Durch den Einstieg von Haas werden in der Formel 1 in der Saison 2016 wieder 22 Autos am Start sein. Das darf durchaus als Erleichterung bezeichnet werden, denn bis kurz vor dem Start der vergangenen Saison sah es noch danach aus, dass in der Königsklasse 2015 möglicherweise nur 18 Autos am Start sein würden. Trotzdem ist die Formel 1 noch immer weit von den großen Teilnehmerzahlen der vergangenen Epochen entfernt. Ex-Weltmeister Nigel Mansell sieht darin ein Problem.

Nigel Mansell, Jean Alesi

So voll wie in den 90ern ist es auf den Strecken heutzutage nicht mehr Zoom Download

"Ich möchte diese Frage als Fan des Sports beantworten. Als Sportfan möchte ich eine Startaufstellung voller Autos sehen", erklärt der Brite im Gespräch mit 'F1.com' und ergänzt: "Ich möchte 26 Autos sehen, damit Nachwuchsfahrer aus der GP2 eine Chance bekommen, hinten im Feld Erfahrung zu sammeln. Sie können dort zeigen, welches Potenzial sie haben, und dann zu einem Mittelfeldteam und dann zu einem Spitzenteam wechseln."

1995, in Mansells letztem Jahr in der Formel 1, gingen letztmalig 13 Teams beziehungsweise 26 Autos an den Start. 1992, als der Brite den Titel gewann, nahmen sogar teilweise mehr als 30 Fahrer an einem Rennwochenende teil, von denen sich letztendlich 26 für das Rennen qualifizierten. Von solchen Verhältnissen kann man aktuell nur träumen. Die Formel 1 ist schlicht und ergreifend zu teuer geworden.

"Ich denke, dass wir ein ausgeglicheneres Feld brauchen", erklärt Mansell und ergänzt: "Es sollte nicht so schwierig sein, vorne mitzukämpfen, wenn du eigentlich die Sponsoren hast, um es zu schaffen. Red Bull und natürlich McLaren-Honda haben in diesem Jahr bewiesen, dass man ganz offensichtlich etwas an den Regeln ändern muss, damit sie auf Mercedes aufholen können."


Fotostrecke: Die zehn denkwürdigsten F1-Regeländerungen

Zwar habe Ferrari als Mercedes-Jäger 2015 einen guten Job gemacht, die Scuderia alleine sei aber nicht ausreichend, um die Königsklasse wieder spannend zu machen. "Für die Fans brauchen wir mehr Autos in der Startaufstellung. Wir brauchen mehr Teams, die natürlich mehr Autos mitbringen. Wir brauchen Stabilität in den Regeln, damit die kleineren Teams trotz geringer Kosten aufholen können", fordert Mansell.

"Für die Fans brauchen wir mehr Autos in der Startaufstellung."Nigel Mansell
Als Negativbeispiel nennt "Il Leone" die aktuellen Hybridmotoren. Durch die explodierenden Kosten der Aggregate sei die Situation "völlig verrückt" geworden. Unter den enormen Kosten leiden vor allem die Mittelfeldteams. Sauber und Force India sind mit der aktuellen Konstellation bereits seit Jahren unzufrieden und Lotus konnte zuletzt nur dank der Übernahme durch Renault gerettet werden.

Um in der Formel 1 trotzdem überleben zu können setzen daher viele Teams auf Paydriver, die talentierteren Piloten so die Chance auf ein Formel-1-Cockpit nehmen. Gerade aus diesem Grund fordert Mansell in Zukunft wieder mehr Autos. Ein Blick in die Nachwuchskategorien gibt dem Briten Recht: Mit Ausnahme von Jolyon Palmer schaffte beispielsweise keiner der vergangenen vier GP2-Champions den Sprung in die Formel 1.

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