Renault will Kunden einholen: Red Bull als Messlatte

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Renault will Kunden einholen: Red Bull als Messlatte

Beitragvon Redaktion » 12.02.2018, 12:21

Im dritten Jahr nach dem Comeback als Werksteam sieht Renault seine Kundenteams als Richtwert für die eigene Entwicklung
Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg

Renault hat sich einen Kundestamm zum Nachstreben angeschafft

Für die Formel-1-Saison 2018 werden einige Veränderungen in der Hackordnung der Teams erwartet. Während weiterhin davon ausgegangen werden kann, dass Mercedes und Ferrari um die WM fahren, steht hinter Red Bull dabei das erste Fragezeichen. Im Mittelfeld wird mit Spannung die Performance von McLaren mit Renault-Motoren erwartet. Aber auch das Werksteam Renault hat seine Bestrebungen. Und die knüpfen sich dicht an ihre Kundenteams.

Denn auch in Enstone geht man davon aus, dass zukünftig nicht nur der mit Renault befeuerten Red Bull, sondern eben auch der McLaren weiter vorne ins Geschehen eingreifen zu kann. Und im dritten Jahr nach dem Comeback als Werksteam will man von diesem Windschatten profitieren - bis man endlich selbst in der Lage ist, nach den Sternen zu greifen.

"Wir sind uns im Klaren darüber, dass uns Red Bull in Sachen Chassis noch etwas voraus hat", sagt Renault-Boss Cyril Abiteboul gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir kennen Red Bull sehr gut und sie sind eine hervorragende Messlatte. Ich denke, sie hatten bisher eins der besten Chassis, wenn nicht sogar das Beste. Mal sehen, wie das bei ihnen weitergeht."


Fotostrecke: Renault-Meilensteine in der Formel 1

Grand Prix von Großbritannien 1977 in Silverstone: Mit Jean-Pierre Jabouille gibt der französische Automobilhersteller Renault sein Formel-1-Debüt. Es handelt sich um einen Werkseinsatz mit zunächst einem Boliden. Beim Debüt startet Jabouille von Position 21, fällt im Rennen aber aufgrund eines defekten Turboladers aus. Auch bei vier weiteren Starts in der Saison 1977 sieht der gelbe Renault RS01 die Zielflagge nicht.

Grand Prix von Großbritannien 1977 in Silverstone: Mit Jean-Pierre Jabouille gibt der französische Automobilhersteller Renault sein Formel-1-Debüt. Es handelt sich um einen Werkseinsatz mit zunächst einem Boliden. Beim Debüt startet Jabouille von Position 21, fällt im Rennen aber aufgrund eines defekten Turboladers aus. Auch bei vier weiteren Starts in der Saison 1977 sieht der gelbe Renault RS01 die Zielflagge nicht.

Denn während in Viry stets ambitioniert an der Verbesserung der französischen Antriebseinheit gearbeitet wird, musste man beim Chassis 2016 noch Kompromisse eingehen. 2015 hatte man erst spät die Überreste des Lotus-Teams übernommen - zu spät, für die Entwicklung eines konkurrenzfähigen Gehäuses. 2017 ging der Trend schon deutlich nach oben. Von Platz neun verbessert sie sich auf Platz sechs unter den Konstrukteuren.

Damit war man (noch) besser als McLaren. Aber auch der Mannschaft aus Woking haftet der Ruf an, gute Chassis bauen zu können. Ein Umstand, der lediglich wegen des schwachen Honda-Motors der vergangenen drei Jahre nicht zum Tragen gekommen sei. Kann sich das mit Renault-Power ändern?

"Bei McLaren kennen wir uns noch nicht so gut aus", räumt Abiteboul ein. "Sie hatten ein ganz anderes Chassis, einen anderen Motor und andere Fahrer. Es ist sehr schwierig, das zu vergleichen. Es wird daher ein interessanter Richtwert werden. Wir sollten in diesem Jahr in der Lage sein, aus eigenen Kräften mit ihnen gleichziehen zu können. Sie haben allerdings eine sehr stabile Organisation mit klaren Strukturen und gutem Kapital."

Deshalb backt man bei Renault lieber weiterhin nur kleine Brötchen. "Wir befinden uns noch immer im Aufbau", sagt Abiteboul. "Wir wachsen noch und unser eigenes Team entwickelt sich gerade. Ich würde es gerne sehen, dass wir in diesem Jahr nahe an sie herankommen. Aber es wird wohl bis 2019 dauern, bis wir mit beiden auf Augenhöhe sind."

Am 20. Februar enthüllt Renault seinen neuen Boliden für die kommende Saison, die am 25. März in Melbourne beginnt (Testbeginn: 26. Februar). Erst dann wollen die verantwortlichen auch ein Saisonziel formulieren. Dieses könnte sich mit der Konkurrenz von McLaren und Force India um Platz fünf herum ansiedeln.


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Re: Renault will Kunden einholen: Red Bull als Messlatte

Beitragvon eifelbauer » 12.02.2018, 13:08

Ja mit beiden Kunden auf Augenhöhe und wie er von RBR schwärmt.
Klingt jetzt nicht so als ob man ´19 nicht mehr an RBR Liefern will, mehr nach wir wollen mit den Kunden um Siege Kämpfen.

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Re: Renault will Kunden einholen: Red Bull als Messlatte

Beitragvon don michele » 12.02.2018, 14:03

Ja, sie werden sich verbessern, nein, sie werden dieses und die nächsten Jahre nicht um Titel mitfahren können.
Renault macht denselben Fehler wie Mercedes als sie eingestiegen sind, man denkt, dass man mit weniger Geld Weltmeister werden kann. Richtig bergauf ging es bei Mercedes erst, als Lauda bei Zetsche vorgesprochen hat, dass man mit so einem Budget nicht Weltmeister werden kann.

Ich sehe Renault deshalb maximal auf 4.
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Re: Renault will Kunden einholen: Red Bull als Messlatte

Beitragvon F60 » 14.02.2018, 18:35

don michele hat geschrieben:Ja, sie werden sich verbessern, nein, sie werden dieses und die nächsten Jahre nicht um Titel mitfahren können.
Renault macht denselben Fehler wie Mercedes als sie eingestiegen sind, man denkt, dass man mit weniger Geld Weltmeister werden kann. Richtig bergauf ging es bei Mercedes erst, als Lauda bei Zetsche vorgesprochen hat, dass man mit so einem Budget nicht Weltmeister werden kann.

Ich sehe Renault deshalb maximal auf 4.


:thumbs_up:
Sehe ich ganz genau so. Auf dem Papier schön und gut, da kann man die MÄr von "Wir arbeiten einfach besser als alle dann brauchen wir nicht so viel Geld" vllt noch rechtfertigen. Realistisch wird aber nichts konkretes in Top3 Regionen geschehen bis ein passendes Budget bereitgestellt wird


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