Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

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Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Redaktion » 06.12.2017, 21:55

Der Motorsport-Weltrat hat eine Änderung bei den Motorenstrafen ab der Formel-1-Saison 2018 beschlossen - Die Fahrer werden allerdings auch weiterhin bestraft
Stoffel Vandoorne

Stoffel Vandoorne und Co. bleiben absurde Gridstrafen in Zukunft erspart

Der Motorsport-Weltrat (WMSC) des Automobil-Weltverbandes (FIA) hat bei seinem Treffen am Mittwoch eine Änderung bei den ungeliebten Gridstrafen für die Formel-1-Saison 2018 beschlossen. Sobald ein Fahrer eine Motorenstrafe von mehr als 15 Plätzen erhält, muss er automatisch vom letzten Platz starten. Wenn mehr als ein Pilot die Grenze von 15 Strafplätzen überschreitet, wird in der Reihenfolge gestartet, in der die Strafen ausgesprochen wurden. Das soll die Strafen für die Fans nachvollziehbarer machen.

Damit gehören absurde Gridstrafen der Vergangenheit an. So wurde McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne in diesem Jahr bei seinem Heimrennen in Spa beispielsweise eine Rückversetzung in der Startaufstellung um 65 Plätze aufgebrummt, nachdem bei ihm mehrfach der Motor gewechselt werden musste. In diesem Jahr würde eine solche Strafe automatisch in eine Versetzung auf den letzten Startplatz umgewandelt.

Eine weitere Änderung im sportlichen Reglement betrifft den Zeitplan an einem Formel-1-Wochenende. So heißt es, dass man den Plan geändert habe, "um die Flexibilität zu erhöhen". Details werden allerdings nicht genannt. Weitere kleine Anpassungen betreffen Tests mit alten Autos, die mindestens zwei Jahre alt sind, und deren Verwendung bei Demofahrten.

Außerdem wurde im technischen Reglement eine Verschärfung der Regeln im Kampf gegen das Verbrennen von Öl beschlossen. Die Rede ist von "Änderungen, um sicherzustellen, dass Öl nicht als Benzin verwendet werden kann", und der "Einführung einer detaillierten Vorgabe für Öl". Dazu kommen kleinere Anpassungen wie Änderungen der Positionen der Kameras am Auto, die durch Halo nötig werden.

Des Weiteren erhalten die Batterien der Autos ab sofort ein eigenes Mindestgewicht. Bisher gab es lediglich ein Mindestgewicht für den gesamten Antrieb.


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Zuletzt geändert von Redaktion am 06.12.2017, 22:14, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon jkr » 06.12.2017, 22:02

Also kann ich an einem Wochenende drei neue Motoren reinpacken, starte einmal als letzter und bin dann für den Rest der Saison safe was Grid Strafen angeht? Ah ja.... :wall:
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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon don michele » 06.12.2017, 22:11

Nein, das ist nicht erlaubt!
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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon almaenwr » 06.12.2017, 22:54

jkr hat geschrieben:Also kann ich an einem Wochenende drei neue Motoren reinpacken, starte einmal als letzter und bin dann für den Rest der Saison safe was Grid Strafen angeht? Ah ja.... :wall:


Nein.
Es ist eigentlich nur Kosmetik: die Gridstrafen gibt es ja immer noch und der Grund dafür ist die alberne Komponentenbegrenzung. Es heißt einfach nicht mehr "plus 65", sondern halt "startet als letzter". Wird aber dadurch nicht seltener, sondern ab nächste Saison wahrscheinlich sogar mehr.
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Warlord
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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Warlord » 06.12.2017, 23:32

almaenwr hat geschrieben:
jkr hat geschrieben:Also kann ich an einem Wochenende drei neue Motoren reinpacken, starte einmal als letzter und bin dann für den Rest der Saison safe was Grid Strafen angeht? Ah ja.... :wall:


Nein.
Es ist eigentlich nur Kosmetik: die Gridstrafen gibt es ja immer noch und der Grund dafür ist die alberne Komponentenbegrenzung. Es heißt einfach nicht mehr "plus 65", sondern halt "startet als letzter". Wird aber dadurch nicht seltener, sondern ab nächste Saison wahrscheinlich sogar mehr.


Das wird nicht nur mehr, wie Du schon richtig angemerkt hast, das wird sogar 'ne Katastrophe. Selbst das Motorenwunder Mercedes in Sachen Haltbarkeit, wird nächstes Jahr 1-2 mal von hinten starten müssen nehme ich an.
Oder alle Boliden fahren mit 10% weniger Leistung mehr um mehr Rennen zu schaffen. Wird aber keine Freiwillig machen, zumindest nicht die Top Teams.

Das wird echt nen Späßchen nächstes Jahr.

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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon motorsportfan88 » 06.12.2017, 23:34

Also eigentlich ändert sich nichts...ob jetzt plus 15 oder plus 20 oder plus 60 oder ganz von hinten ab plus 15.

Ob Sch... nun dunkel oder hellbraun ist muss man nicht diskutieren, es bleibt Sch...!

Dafür treffen sich Anzugträger und fliegen alle irgendwo hin um nichts zu beschließen. Ich hasse Politik!

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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Dr_Witzlos » 06.12.2017, 23:40

Also wenn ein fahrer 5+ für ein Vergehen wie eine Kollission bekommt und dabei einen Motor wechsellt was ja nochmals +10 Drauf bekommt dann heißt dass er automatisch zuletzt startet?

Wie verhält sich das wenn ich am Freitag einen kompeltt neuen Motor einbaue und bekomme +15 und drei weitere Fahrer bekommen ebenfalls +15 dann reihen sich sich ja hinten ein. Aber was ist wenn der 2. Fahrer am Samstag nochmals der Motor komplett gewechselt werden muss und gleichzeitig weitere +15 Plätze bekommt? Dann muss er sich doch wieder hinten einreihen oder, weil ja die Strafe ja jünger ausgesoprochen wurde.

oder verstehe ich da was falsch? Wenn ja, dann ist es ja ein freibrief fürs motoren bauen, denn wenn jeder eine Gridstrafe in der höhe kassiert, dann kann man die Quali gleich auslosen.

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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Sportsmann » 06.12.2017, 23:52

almaenwr hat geschrieben:
jkr hat geschrieben:Also kann ich an einem Wochenende drei neue Motoren reinpacken, starte einmal als letzter und bin dann für den Rest der Saison safe was Grid Strafen angeht? Ah ja.... :wall:


Nein.
Es ist eigentlich nur Kosmetik: die Gridstrafen gibt es ja immer noch und der Grund dafür ist die alberne Komponentenbegrenzung. Es heißt einfach nicht mehr "plus 65", sondern halt "startet als letzter". Wird aber dadurch nicht seltener, sondern ab nächste Saison wahrscheinlich sogar mehr.


Im Grundegenommen ist das sogar noch bescheuerter als vorher. Jetzt entscheidet der Zeitpunkt der Strafe. Vorher war ein Sinn dahinter, der auf die Konstrukteure des Autos zielte. Anstatt die Mathematisch gut darstellbare Tabelle mit Startplatzstrafen anzuzeigen, heisst es nun: "Weil Sauber sich 10min vor Mercedes bei der FIA gemeldet hat und die Startplatzstrafe daher als früher ausgesprochen gilt, startet Leclerc vor Hamilton". Das ist zwar auch verständlich, aber seltsam. Schlimmer noch, es könnte der F1 noch mehr schaden, weil noch mehr Material gespart wird. Fahren ist ja dann sinnlos.

Beispiel: Ricciardo muss vor dem fünften Rennen im freien Training 3 am Samstag unplanmäßig den Motor wechseln. Er erhält 15 Plätze Strafe. Gasly hat am Freitag den Motor gewechselt und +25 Strafplätze erhalten.
Realistisch: Ricciardo fährt gar kein Qualifying. Ergebnis: Dämlich.
Unrealistisch: Ricciardo fährt das Qualifying und wird dritter (3+15=18). Aber Gasly, der schon am Freitag den Hondamotor (+25 Plätze) gewechselt hat und nur P. 18 im Qualifying erreicht startet vor Ricciardo.
Ergebnis: Kein bischen verwirrend mehr, eine tolle Vereinfachung. :wall:
Dr_Witzlos hat geschrieben:Also wenn ein fahrer 5+ für ein Vergehen wie eine Kollission bekommt und dabei einen Motor wechsellt was ja nochmals +10 Drauf bekommt dann heißt dass er automatisch zuletzt startet?

Wie verhält sich das wenn ich am Freitag einen kompeltt neuen Motor einbaue und bekomme +15 und drei weitere Fahrer bekommen ebenfalls +15 dann reihen sich sich ja hinten ein. Aber was ist wenn der 2. Fahrer am Samstag nochmals der Motor komplett gewechselt werden muss und gleichzeitig weitere +15 Plätze bekommt? Dann muss er sich doch wieder hinten einreihen oder, weil ja die Strafe ja jünger ausgesoprochen wurde.

oder verstehe ich da was falsch? Wenn ja, dann ist es ja ein freibrief fürs motoren bauen, denn wenn jeder eine Gridstrafe in der höhe kassiert, dann kann man die Quali gleich auslosen.


Exakt, die jüngste Strafe zählt und bringt den Fahrer doch wieder ans Ende. Aber, vermutlich wird das ganze in der nächsten Saison seltener zur Anwendung kommen als in dieser Saison.
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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon moslak » 07.12.2017, 00:24

Ende der Anfang der absurden Strafen? Vorher war es doch für jeden ersichtlich warum wer wo startet. Wenn ein Hamilton im Quali auf P1 fährt und ein Wehrlein auf den Letzten. Dann Hamitlon mehrere Strafen durch Wechsel bekommt(40) Plätze, Wehrlein aber nur nur 5 Strafplätze, ist doch klar warum Hamilton letzter wäre.
Mit dem neuen Beschluss muss der Zuschauer ja genau wissen zu welchem Zeitpunkt jemand Strafen bekommen hat. Das ist doch für den normalen Zuschauer noch undurchsichtiger. Die absurd hohen Strafplätze gibt es doch eh nur durch die Limitierung auf 4 Motoren, bzw. die daraus folgende fehlende Haltbarkeit vom Hersteller.

Und wenn der als Letztes startet, der als erstes die Strafe bekommen hat, kann man doch einfach warten als Team bis ein anderes als erstes wechselt und dann selber alles wechseln, aber trotzdem vor ihnen starten. Das kann doch nicht Sinn der Sache sein.

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Dr_Witzlos
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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Dr_Witzlos » 07.12.2017, 01:09

Ich dachte ja man kann dieses Regelwerk war schon ad absurdum.

aber hier beweist man dass man immer noch einen draufsetzen kann.

Frei nach dem Motto, die Zuschauer sind so dämlich wie das man gegen ein Toast bei Wer wird Millionär verliert.

Oder anders gesagt: Willkommen beim GP von Absurdistan, heute in der Hauptrolle, der FIA mt den Strafmaß aller Fahrer, alle Teams bekommen +15 weil sie alle den Motor gewechselt haben und die Quali sparen wir uns schalten sie doch morgen im Rennnen wieder ein.

Schmerz bei Seite

Sooo viel Doofheit habe ich in den letzen Jahren nicht gesehen, wie man es gerade wieder sieht.

Klar vereinfacht es auf einer seite aber, wenn man es richtig drauf ankommen lässt, dann baut jedes Team für jeden Rennen einen neuen Motor und alle Kassieren sie die Strafe und das Quali können sie als FP3 missbrauchen, ist doch dann irrrelevant

Sry :wall: :facepalm:

Schalten sie wieder ein wenn es heißt: "Motor wechsle dich"

und ich gehe jetzt erstmal ein frustbier trinken

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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Hyeson » 07.12.2017, 02:52

Ich hatte eigentlich nie ein Problem mit den 40+ (oder mehr) Strafplätzen. Es sah bescheuert aus, aber unverständlich fand ich das eigentlich nicht. Der Fahrer der mehr Strafplätze hatte als der Andere startete halt dahinter.

Da find ich das neue System unübersichtlicher.
Jetzt Stehen nur noch maximal +15, ist es höher startet man vom Letzten. Was jetzt ist wenn mehrere Fahrer über den +15 liegen seh ich bisher noch nicht. Greift man dann auf die Tatsächlichen Strafplätze zurück (also wieder, Fahrer A hat +20, Fahrer B hat +25.. dann könnte man sich das aber auch gleich Sparen)...oder wann wer welche Strafe bekommen hat (dann hat der nen Vorteil der zuerst den Motor wechseln musste)... oder nimmt man dann die Quali Zeit? Oder..oder oder.

Aber macht mal. Herr Danner (oder der Experte Ihrer Wahl) kann das dann vor jedem Rennen wieder aufdröseln. Nach 3 oder 4 Renen hab ich das System dann wieder verstanden (außer es ist wirklich simpler als es hier ausm Artikel hervorgeht). Dann kann man das für's Jahr drauf wieder ändern...

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Laundry
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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Laundry » 07.12.2017, 04:48

Reine Kosmetik, die es ehrlich gesagt noch unübersichtlicher macht. Wirklich ändern tut sich das Strafensystem nicht wirklich.

Ich habe keine bessere Lösung in der Hand, aber es muss eine wirkliche Lösung für das Problem her.

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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon marcel-85 » 07.12.2017, 08:06

als ich die Überschrift gelesen hab, hab ich mich gefreut. Als ich den ersten Absatz gelesen hab, hätte ich am liebste gekotzt.

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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Pipo92 » 07.12.2017, 08:38

Wie können denn mehrere zumindest halbwegs intelligente Menschen beschließen, dass dies eine gute Idee wäre?
Die Lösung für weniger Startplatzstrafen ist es also, dass man statt +15 auch +19 bekommen kann, falls man entsprechende Teile tauschen muss und die Pole holt, weil z.B. in der Quali ein Schaden festgestellt wurde.

Und die Logik, wer mehr tauscht muss auch weiter nach hinten, welche absolut fair ist, wird gestrichen zugunsten von wer zu erst kommt malt zuerst. Sehr sinnvoll.
Wenn man einmal am Limit der Komponenten ist, wir man zukünftig also immer den gesamten Motor tauschen statt nur die betroffenen Komponenten, weil es ja völlig egal ist ob es nur eigentlich +15 oder +60 wäre, die Strafe ist identisch.
Mit +15 hätte man sich ja sonst vor anderen Fahrern platzieren können, weil z.B. beide Honda-Fahrer +30 und +35 bekommen haben.

Ich dachte es kommt eine vernünftige Lösung, indem man die Strafen reduziert auf 2-5 Plätze je nach Komponente, oder man staffelt das Ganze:

4. ICE, TC, MGU-H -> 3 Plätze
5. ICE, TC, MGU-H -> 5 Plätze
6. ICE, TC, MGU-H -> 7 Plätze
ab 7. ICE, TC, MGU-H -> 10 Plätze

3. MGU-K, ES, CE -> 2 Plätze
4. MGU-K, ES, CE -> 3 Plätze
ab 5. MGU-K, ES, CE -> 5 Plätze

Dann ist das Rennen nicht gleich aussichtslos, weil man von ganz hinten starten muss, und man hat einen Anreiz nicht sofort alles doppelt und dreifach zu tauschen.

Zudem hätte man einen schönen Nebeneffekt, dass die Top-Teams nicht alles tauschen weil sie zumindest beim ersten Mal trotzdem eine gute Ausgangslage haben und die kleinen Teams aus kostengründen keinen Komplettausch vornehmen lassen.

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Re: Änderung beschlossen: Ende der absurden Gridstrafen ab 2018

Beitragvon Plauze » 07.12.2017, 08:44

Lustig. Es ändert sich nichts. Nach der Quali wird weiterhin gerechnet, wer wann wo startet. Der Murks heißt nur anders.

Die Reglementierung auf drei PUs sollte einfach wieder aufgeweicht werden, denn die Formel 1 muss auch ein bisschen, aber kann nicht ausschließlich aus Materialsparen bestehen bzw. aus einem Geschachere, wann und wo sich am besten von hinten starten lässt.

Ich bin zwar auch dafür, dass bestraft wird, wer sich in puncto Materialverschleiß nicht im Rahmen des geltenden Reglements bewegen kann. Die letzte Saisonhälfte aber war hinsichtlich der Rückversetzungen mitunter schon reichlich absurd und hat Rennen zum Teil auch kaputt gemacht. Zu gern hätte ich beispielsweise gesehen, wie die McLaren weiter vorn kämpfen können, denn auf langsameren Strecken wurden sie gegen Saisonende richtig konkurrenzfähig. Leider wurde das oft zunichte gemacht durch das, was den Fahrern nach einer starken Quali noch blühte.

Es stimmt, es fällt schwer, eine Alternativlösung zu ersinnen, die nicht für Verwirrung und Ernüchterung nach dem Qualifying sorgt.
Vielleicht wäre ein System mit Strafgewichten ein gangbarer Weg? Könnte man zumindest mal ausprobieren...
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.


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