Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

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Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

Beitragvon Redaktion » 06.12.2017, 15:24

Christian Horner erklärt, warum er die geplante Budgetobergrenze in der Formel 1 skeptisch betrachtet - Er fordert außerdem eine "attraktivere Show" für Sponsoren
Christian Horner, Chase Carey

Chase Carey (rechts) will die Obergrenze, Christian Horner (links) ist skeptisch

Kommt die Budgetobergrenze in der Formel 1 oder kommt sie nicht? Nach dem jüngsten Treffen der Strategiegruppe erklärte Formel-1-Boss Chase Carey, dass es "eine breite Übereinkunft" gebe und man "alles in die Startlöcher" gebracht habe. Ab sofort wolle man an den Details arbeiten. Allerdings gibt es im Paddock der Königsklasse weiterhin einige Leute, die von dem Plan einer Obergrenze nicht überzeugt sind - so wie Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

"Ich persönlich bin kein großer Fans von Budgetobergrenzen, denn ich bin mir nicht sicher, wie genau man das überwachen will", erklärt er seine Skepsis und erinnert: "In jedem Unternehmen ist die Struktur anders." Außerdem ist Horner der Meinung, dass es ohnehin wichtiger sei, das "Problem an der Wurzel zu packen". Was genau der Red-Bull-Teamchef damit meint?

"Die Kosten entstehen durch die Regeln. Sie bestimmen, wie viel wir ausgeben", erklärt er und meint damit das technische Reglement der Königsklasse. Eine Kostentreiber der vergangenen Jahre waren zum Beispiel die teuren Hybridmotoren, weshalb sich Horner und Red Bull bereits seit einiger Zeit für einfachere und günstigere Antriebe einsetzen. Davon abgesehen gibt es noch zahlreiche weitere Bereiche mit Sparpotenzial.


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#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.

#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.

Gleichzeitig erklärt Horner, dass die Teams auch wieder mehr Einnahmen generieren müssen. Doch die Sponsorensituation sei deutlich schwieriger als noch vor 20 Jahren. "Man muss nur einmal die Abschlussfotos der Fahrer aus den Jahren 1997 und 2017 vergleichen", erklärt er. Bei diesem Anblick würde man direkt sehen, dass heutzutage viel weniger Sponsoren in der Königsklasse unterwegs sind.

Doch warum ist das so? "Es gibt mehr Plattformen (neben der Formel 1; Anm. d. Red.), und unser Produkt ist momentan nicht fantastisch", gesteht Horner und erklärt, dass ein Rennen wie das langweilige Finale in Abu Dhabi "nicht die beste Werbung" für die Königsklasse gewesen sei. Insgesamt müsse man eine "attraktivere Show" bieten, um in Zukunft auch wieder neue Sponsoren anzulocken.


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Re: Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

Beitragvon theCraptain » 06.12.2017, 16:03

Eine Budgetobergrenze müsste für RBR wie folgt definiert sein: "Kein Team darf mehr Geld ausgeben als RBR." :mrgreen:

So wie ich es immer begrüsse wenn Horner oder Marko die "Gralshüter der echten Racer" raushängen und LM loben, so darf auch die selektive Zustimmung der LM-Pläne kritisiert werden. Entweder ist RBR von LM überzeugt und vertraut sich in deren Hände incl. Budgetdeckelung oder sie sollten klar stellen, dass sie nur ihre eigenen Interessen vertreten wollen, egal ob das gegenüber LM oder BEcclestone oder wem auch immer sein soll.
Rass Brawn zur aktuellen PU: "Der Motor ist in vielerlei Hinsicht kein guter Rennmotor. Er mag eine unglaubliche Demonstration von Ingenieursfähigkeiten sein, aber er ist kein großartiger Rennmotor."

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Re: Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

Beitragvon FW22 » 06.12.2017, 17:22

Red Bull geht es nur darum, dass sie vorne mitfahren, am besten immer gewinnen. Dafür steht ihnen beinahe endlos viel Geld zur Verfügung. Eine Budgetdeckelung bringt nur die Gefahr für sie, dass sie eventuell doch wieder weiter hinten landen, was sehr am Image der Marke Red Bull kratzt. Für Red Bull ist die Formel 1 eine laute, spektakuläre Werbe-Show.

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Re: Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

Beitragvon Dr_Witzlos » 06.12.2017, 18:28

FW22 hat geschrieben:Red Bull geht es nur darum, dass sie vorne mitfahren, am besten immer gewinnen. Dafür steht ihnen beinahe endlos viel Geld zur Verfügung. Eine Budgetdeckelung bringt nur die Gefahr für sie, dass sie eventuell doch wieder weiter hinten landen, was sehr am Image der Marke Red Bull kratzt. Für Red Bull ist die Formel 1 eine laute, spektakuläre Werbe-Show.



DIe können auch mit wenig Geld umgehen, wie man es auch im Fussball in Leipzig sieht. Die sind mit einen billigeren Kader als Schalke, Leverkusen, Dortmund, HSV, Wolfsburg und Bayern Vizemeister geworden. Dat kann nicht jeder von sich behaupten

Mercedes und Ferrari würde es eher ankotzen als RB

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Re: Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

Beitragvon evosenator » 06.12.2017, 21:36

FW22 hat geschrieben:Red Bull geht es nur darum, dass sie vorne mitfahren, am besten immer gewinnen. Dafür steht ihnen beinahe endlos viel Geld zur Verfügung. Eine Budgetdeckelung bringt nur die Gefahr für sie, dass sie eventuell doch wieder weiter hinten landen, was sehr am Image der Marke Red Bull kratzt. Für Red Bull ist die Formel 1 eine laute, spektakuläre Werbe-Show.



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Re: Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

Beitragvon Sportsmann » 07.12.2017, 00:24

Dr_Witzlos hat geschrieben:
FW22 hat geschrieben:Red Bull geht es nur darum, dass sie vorne mitfahren, am besten immer gewinnen. Dafür steht ihnen beinahe endlos viel Geld zur Verfügung. Eine Budgetdeckelung bringt nur die Gefahr für sie, dass sie eventuell doch wieder weiter hinten landen, was sehr am Image der Marke Red Bull kratzt. Für Red Bull ist die Formel 1 eine laute, spektakuläre Werbe-Show.



DIe können auch mit wenig Geld umgehen, wie man es auch im Fussball in Leipzig sieht. Die sind mit einen billigeren Kader als Schalke, Leverkusen, Dortmund, HSV, Wolfsburg und Bayern Vizemeister geworden. Dat kann nicht jeder von sich behaupten

Mercedes und Ferrari würde es eher ankotzen als RB


Wenig Geld? So würde ich das nicht nennen ;)
Der Kader wird schon noch wertvoller mit der Zeit. In Leipzig wurde viel Geld investiert. Die Trainingsstätten sind - gefühlt - aus purem Gold. Im Ernst, die haben eine Mega-Ausstattung. Kombiniert mit einer Flächendeckenden Jugendarbeit wird da das Potential umgesetzt was vorhanden ist. Ein Vergleich dazu. RB F1 hat einen Mega-Windkanal-Zauber-Simulator gebaut und über die Saison mit dieser Investition aufgeholt. Das ist ein vergleichbarer Stil, meine ich. Die Fahrer verdienen auch etwas weniger als Hamilton oder Vettel/Raikönnen, um den Vergleich zum Kaderwert anzustellen - Natürlich müssen auch die Ingenieure eingerechnet werden.
Rettet das freie Internet - Ladet euch Firefox Quantum herunter. Endlich wieder ein schneller Firefox.

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Re: Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

Beitragvon Dr_Witzlos » 07.12.2017, 00:57

Sportsmann hat geschrieben:
Dr_Witzlos hat geschrieben:
FW22 hat geschrieben:Red Bull geht es nur darum, dass sie vorne mitfahren, am besten immer gewinnen. Dafür steht ihnen beinahe endlos viel Geld zur Verfügung. Eine Budgetdeckelung bringt nur die Gefahr für sie, dass sie eventuell doch wieder weiter hinten landen, was sehr am Image der Marke Red Bull kratzt. Für Red Bull ist die Formel 1 eine laute, spektakuläre Werbe-Show.



DIe können auch mit wenig Geld umgehen, wie man es auch im Fussball in Leipzig sieht. Die sind mit einen billigeren Kader als Schalke, Leverkusen, Dortmund, HSV, Wolfsburg und Bayern Vizemeister geworden. Dat kann nicht jeder von sich behaupten

Mercedes und Ferrari würde es eher ankotzen als RB


Wenig Geld? So würde ich das nicht nennen ;)
Der Kader wird schon noch wertvoller mit der Zeit. In Leipzig wurde viel Geld investiert. Die Trainingsstätten sind - gefühlt - aus purem Gold. Im Ernst, die haben eine Mega-Ausstattung. Kombiniert mit einer Flächendeckenden Jugendarbeit wird da das Potential umgesetzt was vorhanden ist. Ein Vergleich dazu. RB F1 hat einen Mega-Windkanal-Zauber-Simulator gebaut und über die Saison mit dieser Investition aufgeholt. Das ist ein vergleichbarer Stil, meine ich. Die Fahrer verdienen auch etwas weniger als Hamilton oder Vettel/Raikönnen, um den Vergleich zum Kaderwert anzustellen - Natürlich müssen auch die Ingenieure eingerechnet werden.


Klar kostet das geld, der unterschied ist doch eher, dass es RB clever anstellt und sich an die unterschiedlichen gegebenheiten anpassen können, was bei Ferrari und Mercedes nicht wirklich zu sehen ist. Gut Ferrari hat mittlerweile die Zeichen der Zeit erkannt, aber dennoch reagieren sie sagen wir es mal so, etwas anders drauf.


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