Nicht mehr erwünscht: Ecclestone übersiedelt in die Schweiz

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Nicht mehr erwünscht: Ecclestone übersiedelt in die Schweiz

Beitragvon Redaktion » 19.10.2017, 17:10

Bernie Ecclestone erinnert sich an den Tag, an dem er von Chase Carey mit den Worten gefeuert wurde: "Du musst zurücktreten - den Job will ich!"
Bernie Ecclestone, Ehefrau, Fabiana

Bernie und Fabiana Ecclestone kehren London den Rücken, ziehen nach Gstaad

Der entmachtete Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist auch aus der Rente heraus immer für einen flotten Spruch gut. "Sie haben mir eine so hohe Position innerhalb der Firma gegeben, dass ich gar nicht mehr sehen kann, was da unten alles passiert", meint er voller Sarkasmus in einem Interview mit der 'Daily Mail', bezugnehmend auf seinen Titel als Ehrenpräsident.

Titel hin oder her: De facto wurde der 86-Jährige vom neuen Eigentümer Liberty Media entmachtet und komplett aus dem Tagesgeschäft entfernt. Dass er nur noch vereinzelt bei Grands Prix auftaucht, ist so gewünscht. Man möchte nicht mehr mit Ecclestone und seinen früheren Machenschaften assoziiert werden.

Das geht so weit, dass man ihm an den Rennwochenenden nicht einmal mehr ein Büro anbietet: "Chase (Carey; Anm. d. Red.) hat den Mädels im Büro eine Nachricht geschickt, sie sollen mir bitte ausrichten, dass sie an den Rennstrecken nicht genug Büros haben. Nur die, die sie vom jeweiligen Veranstalter bekommen." Und die seien reserviert für Carey sowie seine Kollegen Ross Brawn und Sean Bratches.

Diese Ausgrenzung führt dazu, dass Ecclestone nach acht Jahrzehnten sein Büro in London räumt und mit Ehefrau Fabiana in die Schweiz übersiedelt. Dort möchte er in Gstaad sesshaft werden. "Der Plan war vor Jahren, dass ich dort ein Haus baue und mit den Formel-1-Büros hinziehe. Ich konnte aber die ganzen Leute nicht überreden, aus England wegzugehen." Daher wurde der Plan auf Eis gelegt.


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1969 trafen sich Bernie Ecclestone und Max Mosley zum ersten Mal, im Rahmen eines Formel-2-Rennens. Erst bei einem Meeting der damaligen Formula One Constructors Association (FOCA) im Jahr 1971 kam es aber zum ersten Gespräch der beiden Männer, die die Kontrolle über die Königsklasse des Motorsports schon bald an sich reißen sollten.

1969 trafen sich Bernie Ecclestone und Max Mosley zum ersten Mal, im Rahmen eines Formel-2-Rennens. Erst bei einem Meeting der damaligen Formula One Constructors Association (FOCA) im Jahr 1971 kam es aber zum ersten Gespräch der beiden Männer, die die Kontrolle über die Königsklasse des Motorsports schon bald an sich reißen sollten.

Ecclestone, der ohnehin schon einen Schweizer Wohnsitz hat, wird ein paar seiner engsten Mitarbeiter mitnehmen. London kehrt er weitgehend den Rücken; stattdessen möchte er mehr Zeit in der Heimat seiner Ehefrau, Brasilien, verbringen. Dort betreiben die Ecclestones unter anderem ihre eigene Kaffeefarm. "Aber die Schweiz wird mein Hauptwohnsitz sein", sagt er.Ecclestone hat sein Londoner Büro einst von einem saudi-arabischen Waffenhändler gekauft, berichtet die 'Daily Mail'. Dass er es jetzt räumen muss, löst sogar bei dem hartgesottenen Geschäftsmann ein Gefühl von Wehmut aus: "Ich tut schon ein bisschen weh, nicht mehr in die Formel 1 involviert zu sein. Aber man gewöhnt sich dran.""Ich habe ja nicht gekündigt, sondern ich wurde gefeuert", betont er - und erinnert sich, wie er an einem Sonntag von Carey angerufen und gebeten wurde, ins Büro zu kommen. Dort habe Carey dann tags darauf zu ihm gesagt: "Du musst als Geschäftsführer zurücktreten. Den Job will ich!"

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Was Ecclestone akzeptierte: "Ich sagte zu ihm: 'Wenn du ein Auto kaufst, sollst du es selbst fahren!' Also trat ich zurück. Sie hatten schon alle Unterlagen vorbereitet. Ich war überrascht, denn davor hatten sie mir gesagt, dass ich noch im Rahmen eines Dreijahresvertrags bleiben sollte. Ich hätte da einen Aufstand machen können. Aber das wollte ich nicht."Ecclestones Macht in der Formel 1 entstand in den 1970er-Jahren, als er die FOCA (Formula One Contructors Association) gründete und innerhalb dieser Vereinigung das Ruder an sich riss. Mit der Vermarktung von TV-Rechten scheffelte er für sich selbst und die Teams ein Vermögen.Seine Regentschaft endete am 23. Januar 2017, kurz nach der Übernahme der Formel 1 durch Liberty Media.

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Re: Nicht mehr erwünscht: Ecclestone übersiedelt in die Schweiz

Beitragvon ..::Borni::.. » 19.10.2017, 19:41

Ach Bernie

Natürlich tut es weh wenn einem das Lebenswerk entrissen wird. Aber es war doch keine Überraschung. Du hast es doch selbst so eingefädelt. Hast über 40 Jahre da den Macker gemacht und dir zig Milliarden in die Taschen gesteckt. Stehst über dem Gesetz und kannst dich immer frei kaufen wenn es mal eng wird. Du hast gelogen, du hast betrogen, du hast integriert! Das hast du alles ganz toll gemacht. Aber jetzt bist du ein alter Tattergreis der nicht mehr so ganz mitkommt wie schnell die Welt sich dreht. Darum musstest du endlich abdanken. Es war höchste Zeit. Und es konnte nur besser werden ohne dich! Und bisher machen Chase Carey und Co die Sache schonmal nicht schlechter als du! Und über Ross Brawn müssen wir nicht reden. Du selbst weißt genau das dieser Mann dir intellektuell haushoch überlegen ist und er dazu auch noch richtig Ahnung von der Fornel 1 hat. Nicht umsonst hattest du solche Angst vor ihm.

Also lieber Bernie, nimm deine Milliarden und mach dir in der Schweiz noch ein paar schöne Jahre. Für dein alter scheinst du noch fit. Also genieß deinen Lebensabend und sei nicht mehr traurig.

Onkel Gustav
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Re: Nicht mehr erwünscht: Ecclestone übersiedelt in die Schweiz

Beitragvon Onkel Gustav » 20.10.2017, 15:57

Alles was Bernie gemacht hat war mit Sicherheit nicht schlecht. Mit den technischen Änderungen die durchgeführt wurden war auch er nicht immer einverstanden, und hat diese heftig kritisiert. Ob es am Ende für uns Fans die Rennen auch vor Ort besuchen besser wird muss sich erst zeigen. Auch ob es für die Fans, die diesen Sport am Fernsehgerät verfolgen besser wird bezweifle ich, lass mich aber gerne überraschen. Auch der neue Besitzer ist in der Pflicht Gewinne zu machen und Erfolge vorzuweisen. Ich denke mal die nächsten Monate werden zielführend sein.
Zu sagen Bernie hätte von der Formel 1 keine Ahnung gehabt - na ja. Ich bin da etwas anderer Meinung.


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