Szafnauer: Hersteller haben kaum andere Wahl als Formel 1

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Szafnauer: Hersteller haben kaum andere Wahl als Formel 1

Beitragvon Redaktion » 17.10.2017, 17:48

Warum Force Indias Betriebsleiter Otmar Szafnauer keine große Gefahr darin sieht, sich von der Serientechnologie abzuwenden und die Hersteller den Sport brauchen
Otmar Szafnauer

Otmar Szafnauer glaubt, dass die Hersteller nicht so leicht zu vertreiben sind

Force-India-Betriebsleiter Otmar Szafnauer glaubt nicht, dass ein Abrücken von der Serietechnologie in der Formel 1 die Hersteller verschrecken würde. "Das ist doch ein Sport für Automobilhersteller", wundert sich der US-Amerikaner mit rumänischen Wurzeln. "Welche andere Sportarten gibt es denn für sie?" Selbst wenn der Grand-Prix-Sport der Serie nicht folgt und in Zukunft nicht auf Elektroantrieb setzt, sieht er weiterhin Parallelen.

"Man hat ein Lenkrad, vier Räder, Bremsen, ein Gaspedal. Es ist also relevant", argumentiert er. "Solange Autos nicht komplett autonom fahren, können sich die Menschen damit identifizieren. Es besteht eine Verbindung, und daher ist es besser, die Formel 1 zu sponsern als irgendein Golfturnier." Zudem wurden die Rennfahrer im Grand-Prix-Sport dem Superhelden-Status viel näher kommen als in anderen Sportarten, was die Formel 1 zusätzlich attraktiv mache.

Während FIA-Boss Jean Todt übrigens immer wieder davor warnt, die Relevanz für die Serie aufzugeben, weil damit der Motorsport seiner Ansicht nach in Zeiten des Klimawandels seine Existenzberechtigung verlieren könnte, hält Szafnauer das für überbewertet. "Wir werden uns von den Straßenautos loslösen müssen, wenn dort alle auf das Elektroauto setzen", argumentiert er. "Und wenn wir das tun, dann sollte die Show im Vordergrund stehen. Und außergewöhnliche Performance, die Straßenautos nicht erreichen können."

Eine Abkehr von der Serientechnologie würde der Formel 1 die Möglichkeit geben, dass die Triebwerke wieder billiger werden. "Man könnte mit relativ wenig Geld einen Antriebsstrang entwickeln, der eine starke Performance erreicht. Meiner Meinung nach sollten wir in diese Richtung gehen", bricht Szafnauer eine Lanze für eine Vereinfachung des Antriebskonzepts.

Ob das bereits 2021, wenn das neue Antriebsreglement vor der Tür steht, passieren wird, kann er laut eigenen Angaben nicht einschätzen. "Ich weiß nicht, wie der Motor der Zukunft aussehen wird, da ich an diesen Meetings nicht beteiligt war, aber es ist Potenzial vorhanden, eine sehr leistungsstarken Motor zu bauen - für weniger Geld, als es derzeit kostet", meint er.


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Re: Szafnauer: Hersteller haben kaum andere Wahl als Formel 1

Beitragvon theCraptain » 18.10.2017, 17:02

Sehr gut, Mr. Sznafauer, und nochmal der Hinweis auf Todt, der scheinbar nur allzugerne alles abnickt was die Werksteams wollen statt die Werksteam dazu zu bringen zuerst die Ansprüche des Racings zu bedienen.

Todt ist sozusagen die auf dem Knie der Werksteam-Bosse sitzende Bauchredner-Puppe.

Es ginge anders und viel besser wenn man denn wirklich wollte.

Eine F1 ohne Werksteams aber natürlich MIT Ferrari, wäre die denkbar beste F1. Warum? Weil es vor den Werksteams schon so war. Und genau dahin müsste LM und die FIA hinsteuern.
Rass Brawn zur aktuellen PU: "Der Motor ist in vielerlei Hinsicht kein guter Rennmotor. Er mag eine unglaubliche Demonstration von Ingenieursfähigkeiten sein, aber er ist kein großartiger Rennmotor."


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