Budgetfrage stagniert: Robert Fernley "enttäuscht" von Liberty

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Budgetfrage stagniert: Robert Fernley "enttäuscht" von Liberty

Beitragvon Redaktion » 21.09.2017, 13:40

Seine Hoffnungen in Liberty Media und eine gerechtere Formel 1 waren groß, doch mittlerweile sitzt der Ärger bei Robert Fernley von Force India tief
Robert Fernley

Co-Teamchef Robert Fernley nimmt Liberty Media in die Pflicht

Seit Liberty Media die Formel-1-Geschäfte leitet, hat das amerikanische Medienunternehmen die Kostensenkung zu einer seiner wichtigsten Aufgaben erkoren. Wie schwierig sich bei Themen wie einer Budgetobergrenze oder einer gerechteren Verteilung der Gelder ein gemeinsamer Nenner finden lässt, zeigt die Tatsache, dass es bisher noch keine richtungsweisenden Entscheidungen gibt.

Seinem Ärger darüber macht Robert Fernley nun Luft. Der stellvertretende Teamchef von Force India spricht sich immer wieder dafür aus, die Kosten stärker zu kontrollieren und Einnahmen fairer zu verteilen. In Liberty Media setzte er diesbezüglich große Hoffnungen, doch diese wurden nicht erfüllt. "Ich bin in gewisser Hinsicht enttäuscht. Denn ich hatte die Hoffnung, dass es mittlerweile eine klarere Richtung gäbe", sagt Fernley.

"Es ist furchtbar viel geredet worden, es gab furchtbar viele Ideen. Aber nach neun Monaten könnte man meinen, dass wir einen Schritt weiter sein müssten. Wir sollten endlich etwas zu Papier bringen", findet er. "Das betrifft alles. Das Motorenprogramm muss finalisiert werden, weil es der Grundstein für die geplante Kostenkontrolle ist. Sie sollte direkt im Anschluss festgezurrt werden."


Fotostrecke: Die Budgets der Formel-1-Teams 2017

Kleines Feld, große Unterschiede: Bei ihrem Jahresetat 2017 und ihrer Mitarbeiterzahl trennen die Formel-1-Teams Welten. Interessant ist, dass in Sachen Kosteneffizienz die vermeintlichen Geldverbrenner die Sparfüchse sind. Wir haben nachgerechnet, was die Teams ein WM-Punkt bisher (Stand Sommerpause) gekostet hat.

Kleines Feld, große Unterschiede: Bei ihrem Jahresetat 2017 und ihrer Mitarbeiterzahl trennen die Formel-1-Teams Welten. Interessant ist, dass in Sachen Kosteneffizienz die vermeintlichen Geldverbrenner die Sparfüchse sind. Wir haben nachgerechnet, was die Teams ein WM-Punkt bisher (Stand Sommerpause) gekostet hat.

Der Co-Teamchef weiß, dass dabei viele, teils konträre Interessen aufeinander treffen. Dennoch verlangt er Ergebnisse: "Dabei müssen wir sowohl mit den größeren Teams als auch mit den Unabhängigen fair umgehen. Doch die Zeit rennt. Es dauert nicht mehr lang und das nächste Jahr ist da. Ich dachte, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt zumindest ein Grundgerüst haben, das den Weg vorzeichnet. Aber das ist nicht der Fall."

Fernley hofft, dass Liberty das Tempo anzieht und aus den zahlreichen Treffen, die hinter verschlossenen Türen stattfanden, Kapital schlägt. "Ross (Brawn; Anm. d. R.) ist sehr behutsam an das Thema herangegangen, er hat mit allen Teams gesprochen und sich Feedback geholt. Sie haben eine Richtung, in die sie gehen wollen", sagt der Brite. "Jetzt müssen sie konkret werden und etwas Verwertbares aus der Diskussion ziehen."


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Re: Budgetfrage stagniert: Robert Fernley "enttäuscht" von Liberty

Beitragvon LoK-hellscream » 21.09.2017, 14:32

Was erwartet der Mann? Bestehende Verträge laufen noch und ein Schnellschuss wäre einfach nur dämlich.

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theCraptain
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Re: Budgetfrage stagniert: Robert Fernley "enttäuscht" von Liberty

Beitragvon theCraptain » 21.09.2017, 17:14

Ich verstehe es so, dass Fernley nich an den aktuellen Verträgen kratzen will sondern er will mal die Strukturen jenseits von 2021 erkennen. Scheinbar gibt es von LM noch gar nix was ein Konzept erkennen lässt.

Vielleicht ist es Ende 2017 noch zu früh, nächstes Jahr sollte aber von LM irgendwas präsentiert werden damit die Teams in etwa wissen wie die F1 nach 2021 aussehen soll um sich darauf einzustellen.
Rass Brawn zur aktuellen PU: "Der Motor ist in vielerlei Hinsicht kein guter Rennmotor. Er mag eine unglaubliche Demonstration von Ingenieursfähigkeiten sein, aber er ist kein großartiger Rennmotor."


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