Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Redaktion » 18.09.2017, 08:46

ooooops gelaufen: Warum sich Sebastian Vettel selbst an die Nase fassen muss, Singapur aber noch lange nicht das Ende seiner WM-Träume ist
Wie gewonnen, so zerronnen: Als Favorit ins Wochenende gestartet, platzt Sebastian Vettels Traum vom fünften Sieg in Singapur schon am Start. Jacques Villeneuve findet: "Daran ist nur er selbst schuld. So fahren die Jungs in der Formel 3." In der WM fehlen sechs Rennen vor Schluss plötzlich 28 Punkte auf Lewis Hamilton.

Wie gewonnen, so zerronnen: Als Favorit ins Wochenende gestartet, platzt Sebastian Vettels Traum vom fünften Sieg in Singapur schon am Start. Jacques Villeneuve findet: "Daran ist nur er selbst schuld. So fahren die Jungs in der Formel 3." In der WM fehlen sechs Rennen vor Schluss plötzlich 28 Punkte auf Lewis Hamilton.

Liebe Leser,

nach diesem Nachtrennen in Singapur kann es für unsere Montags-Kolumne nur einen geben: Sebastian Vettel. Auch wenn es mir zuwider ist, einen Fahrer gleich zweimal hintereinander "schlecht schlafen" zu lassen, lässt mir der Ausgang des gestrigen Grand Prix keine andere Wahl. Und der neue WM-Stand auch nicht.

28 Punkte sind es nun, die Vettel auf Lewis Hamilton fehlen. Klingt nach viel - ist es aber eigentlich nicht. Ich stimme nicht ein in den Chor derer, die von einer WM-Vorentscheidung sprechen.

Wie schnell 25 Punkte weg sein können, musste Hamilton vergangenes Jahr in Malaysia (Motorschaden, in Führung liegend) schmerzlich erfahren. Und dass Ferrari noch lange nicht abzuschreiben ist, liegt auch daran, dass die Scuderia für die letzten sechs Rennen noch eine neue Motoren-Spec einführen kann. Diesen Pfeil hat Mercedes schon vor Spa verschossen.

Trotzdem: Das berühmte "Momentum" ist nicht auf Vettels Seite. Mercedes kam mit neuer Stärke aus der Sommerpause zurück, Hamilton legte gleich einmal einen lupenreinen Hattrick hin. Der Brite fährt in der Form seines Lebens, und Valtteri Bottas ist kein Gegner mehr.

Wenn es in die entscheidende Phase einer WM geht, hat Hamilton einfach das kleine Fünkchen Talent (und Erfahrung) mehr. Das weiß auch Toto Wolff. Daher wird sich die Stallorder-Posse von Ungarn nicht wiederholen. Ein Vorteil weniger, den Ferrari bis vor kurzem noch hatte.

Was Vettel besonders wehtun muss: Er hat sich die missliche Lage selbst zuzuschreiben. Nach dem Qualifying lag der Sieg in Singapur auf dem Silbertablett. Hamilton hätte sich aus eigener Kraft schwer getan, aufs Podium zu fahren. Aber so hat Vettel die drei schnellsten Autos gleich in der ersten Kurve aus dem Rennen genommen. Und Daniel Ricciardo so weit blockiert, dass Hamilton sich mit dem Australier nach dem Start nie wieder auseinandersetzen musste.

Spannend zu beobachten war nach dem Chaos der ersten Runde, wie kleinlaut Vettel zu den TV-Interviews kam. Ganz anders als in Baku, als sein Verhalten an Realitätsverweigerung grenzte. Als er zu Fuß zur Box zurück trabte, hatte er genug Zeit, seinen Ärger unter dem Helm verrauchen zu lassen.

Als er sich ein paar Minuten später den TV-Reportern stellte (übrigens nicht mehr im Rennoverall, sondern schon in frischen Shorts), tat er sich schwer damit, einen Fehler einzugestehen. Ferrari beließ es übrigens bei dieser TV-Runde. Die normalerweise danach anstehenden Medienrunden für die schreibende Zunft wurden abgesagt. Teamchef Maurizio Arrivabene hatte seine Aktentasche schon Minuten nach der Zieldurchfahrt gepackt.

Dabei ging die Startkarambolage auf Vettels Kappe.

Streng genommen kann von Glück reden, dass er nicht von den Rennkommissaren eine zusätzliche Grid-Strafe für Sepang aufgebrummt bekam. Wahrscheinlich, weil sie fanden, dass er eh schon genug gestraft ist. Und dass der Dreher, der zum Ausfall führte, auch nicht ganz glücklich aussah, ging in der Fragerei nach dem Startunfall komplett unter. Vettel kann's nur recht sein.

Sicher war sein Kühler schon beschädigt, als er (noch als Führender) in die erste Kurve abbog. Doch beim Herausbeschleunigen aus Kurve 3 war auch nicht hilfreich, dass er sich im Gegensatz zu Hamilton ganz rechts hielt - und dort fuhr, wo die Strecke am nassesten war. Der unvermeidliche Wheelspin kostete Vettel auch noch die Nase, und damit das Rennen. Auch wenn das wahrscheinlich so oder so vorbei gewesen wäre.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es wäre zu einfach, Vettel als alleinigen Schuldigen abzustempeln. Ja, er hat Verstappen keine Chance gelassen. Aber nicht, weil er zu aggressiv gefahren wäre, sondern weil er seine Führung verteidigen wollte. Und dabei ausgerechnet den Raketenstart des eigenen Teamkollegen übersehen hat.

Das kann passieren. Weh tut's, wenn es in einem so wichtigen Rennen passiert.

Oder: ooooops gelaufen, wie Vettel selbst sagt.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ihr
Christian Nimmervoll

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Zuletzt geändert von Redaktion am 18.09.2017, 08:52, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Methusalix » 18.09.2017, 09:02

Dabei ging die Startkarambolage auf Vettels Kappe.

Streng genommen kann von Glück reden, dass er nicht von den Rennkommissaren eine zusätzliche Grid-Strafe für Sepang aufgebrummt bekam. Wahrscheinlich, weil sie fanden, dass er eh schon genug gestraft ist. Und dass der Dreher, der zum Ausfall führte, auch nicht ganz glücklich aussah, ging in der Fragerei nach dem Startunfall komplett unter. Vettel kann's nur recht sein.


Diese Aussage wird durch ständiges Wiederholen auch nicht richtiger !!
Es war ein ganz normaler Rennunfall.
Denn jeder der auf Pole steht versucht die nächste Kurve abzudecken und das angeblich "exorbitante" Einlenken nach links ist genauso ein Schwachsinn.
Wenn VET weiter rechts geblieben wäre,hätte er sich auf Platz 5 oder 6 wiedergefunden,da HAM und ALO auch noch vorbei gerauscht wären.
Aber man muß ja Klicks erzeugen.
Bei HAM wäre das wahrscheinlich das genialste Manöver gewesen.
Alles wäre einfach einfacher,wenn alles Einfache einfacher wäre.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ..::Borni::.. » 18.09.2017, 09:20

Was für Optimisten es doch gibt.
Ich habe schon vor dem Saisonstart gesagt man braucht etwa 380 Punkte um Weltmeister zu werden.
Und auch wenn manche es noch immer nicht glauben wollen, das wird auch dieses Jahr so sein.
Vettel müsste ab jetzt jedes Rennen gewinnen um den Titel noch zu holen. Das ist extrem unrealistisch. Zu 99.99 % wird Hamilton Weltmeister. Auch wenn er noch einen Ausfall hat. Er wird die 380 Punkte trotzdem knacken. Vettel schafft das niemals!!!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon daSilvaRC » 18.09.2017, 09:33

Methusalix hat geschrieben:
Dabei ging die Startkarambolage auf Vettels Kappe.

Streng genommen kann von Glück reden, dass er nicht von den Rennkommissaren eine zusätzliche Grid-Strafe für Sepang aufgebrummt bekam. Wahrscheinlich, weil sie fanden, dass er eh schon genug gestraft ist. Und dass der Dreher, der zum Ausfall führte, auch nicht ganz glücklich aussah, ging in der Fragerei nach dem Startunfall komplett unter. Vettel kann's nur recht sein.


Diese Aussage wird durch ständiges Wiederholen auch nicht richtiger !!
Es war ein ganz normaler Rennunfall.
Denn jeder der auf Pole steht versucht die nächste Kurve abzudecken und das angeblich "exorbitante" Einlenken nach


korrekt- normaler Rennunfall. Ein bestrafung wäre blösinn gewesen, von Absicht etc kann man hier nicht reden.

Dennoch: Vettel hat diesen Verursacht.Er hat VES "abgedrängt, dieser ist dann in Kimi gerauscht.
Das grösste Problem der F1 ist, das sie es versuchen den Fans recht zu machen.
Der Fan weiss aber nicht was er will.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon f1fun » 18.09.2017, 09:39

Redaktion hat geschrieben:Und dass der Dreher, der zum Ausfall führte, auch nicht ganz glücklich aussah, ging in der Fragerei nach dem Startunfall komplett unter.


:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Ist euch das nicht peinlich in der Redaktion?

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon F1_Corn » 18.09.2017, 09:45

Wieso denn überhaupt ne Schuldfrage? Ist Kimi nicht da dann drängt Vettel Verstappen ab und hat alles richtig gemacht, ich weiss gar nicht was das soll :shrug: Dem der vorne liegt gehört die Kurve bzw. die Linie, also wo ist das Problem? Es war einfach Pech und leider ist dadurch wohl die WM entschieden worden :cry2: :thumbs_down:
Zuletzt geändert von F1_Corn am 18.09.2017, 09:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon draine » 18.09.2017, 09:46

Ich dachte schon ich wäre der einzige der die Kühlwasserfontäne gesehen hat, dabei gucke ich noch oldskool PAL-TV und kein HD.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon marcel-85 » 18.09.2017, 09:51

draine hat geschrieben:Ich dachte schon ich wäre der einzige der die Kühlwasserfontäne gesehen hat, dabei gucke ich noch oldskool PAL-TV und kein HD.

Die Redaktion schaut bestimmt noch schwarz-weiß. :mrgreen:
Deshalb wohl die Frage ob Fahrfehler oder nicht im anderen Artikel

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon rot » 18.09.2017, 10:02

Tja, was will man zu so einem Artikel noch sagen/schreiben. Nimmervoll halt...

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon F1fan14 » 18.09.2017, 10:02

Einer Meiner Gedanken im Nachhinein ist das Ferrari bzw Vettel zu viel "Nerven" zeigen...
Ähnlich wie in Baku...

Egal wer die Schuld trägt so eine Ausgangslage darf man sich nicht nehmen lassen das ist Fakt !

Weiß einer wie es bezüglich Motor und Getriebe bei Vet aussieht ?
Denke muss beides getauscht werden oder ?
Getriebe sind ja nach so einem Crash quasi nicht mehr zu gebrauchen bzw als zuverlässig einzustufen?

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon phenO » 18.09.2017, 10:11

Tja diese Kolumne ist immer entweder Müll oder sehr gut. Leider haben wir heut mal wieder ersteres.
Keep fighting Michael ; RIP Jules!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Sinokle » 18.09.2017, 10:19

Ja, mit einem klaffenden Loch im Sidepod und in lustiger Fontäne sprudelnder Kühflüssigkeit wäre er nur "vermutlich" ausgeschieden. Natürlich.

Andere Frage, was sollte eigentlich diese Rückwärtsfahraktion von Vettel? Bremsen auch hinüber? Absicht? Tierisch gefährlich jedenfalls.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon RustyMcReary » 18.09.2017, 10:19

Sieht ein bisschen so aus als wenn VET und RAI auch noch zusammengefahren wären, selbst wenn sich VER in Luft aufgelöst hätte.

Kann mich aber auch täuschen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon FU Racing Team » 18.09.2017, 10:32

F1fan14 hat geschrieben:Einer Meiner Gedanken im Nachhinein ist das Ferrari bzw Vettel zu viel "Nerven" zeigen...
Ähnlich wie in Baku...

Egal wer die Schuld trägt so eine Ausgangslage darf man sich nicht nehmen lassen das ist Fakt !

Weiß einer wie es bezüglich Motor und Getriebe bei Vet aussieht ?
Denke muss beides getauscht werden oder ?
Getriebe sind ja nach so einem Crash quasi nicht mehr zu gebrauchen bzw als zuverlässig einzustufen?



Das habe ich mich auch gefragt. Nehmen Motor und Getriebe bei so einem Unfall Schaden oder nicht?

Ein Positives hatten ja die Unfälle der beiden Ferraris: man hat deutlich Laufleistung gespart (und das ist nicht sarkastisch gemeint!).
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 18.09.2017, 10:37

Getriebe ist kein Problem, da Rennen nicht beendet, kann man es straffrei bei allen Ausgefallenen tauschen und wird das auch tun.
Bei der Antriebseinheit sieht es schon anders aus.

BTT:
Rennunfall. Dass auf dem anschließenden Dreher nochmal herumgeritten wird, ist ein schlechter Witz.
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