Gene Haas: Fünf Millionen für Leclerc sind zu wenig

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Gene Haas: Fünf Millionen für Leclerc sind zu wenig

Beitragvon Redaktion » 05.09.2017, 17:04

Warum Teamboss Gene Haas ein Talent wie Charles Leclerc trotz Millionen-Mitgift nicht für sein Team fahren lassen würde und wie sein Business-Modell aussieht
Gene Haas

Haas würde Leclerc trotz Fünf-Millionen-Mitgift nicht für sein Team fahren lassen

Ferrari will in der kommenden Saison seine Junioren Antonio Giovinazzi und Charles Leclerc, der die Formel 2 souverän für sich entschied, in der Formel 1 unterbringen, damit sie für höhere Aufgaben empfehlenn können. Da die Scuderia mit Haas und Sauber zwei Kundenteams hat, sollte das möglich sein. Doch nun stellt Teamboss Gene Haas klar, dass sein Team nicht so einfach zur Verfügung stehe. "Als Business-Modell ergibt das nicht wirklich Sinn", meint der US-Amerikaner.

Was er damit genau meint? "Es ist ja kein Geheimnis, dass es 60 Millionen US-Dollar kostet, ein Auto für eine Saison auf die Strecke zu bringen. Wenn dir dann jemand einen Fahrer gibt - und da spreche ich nicht nur über Ferrari - und fünf oder sechs Millionen US-Dollar zahlt, dann fehlen immer noch 55 Millionen", erklärt Haas. "Daher ergibt es nicht wirklich Sinn, wenn man einen Partner oder einen Paydriver fahren lässt."

Stattdessen wolle man über sportliche Erfolge Geld verdienen: "Es war immer unser Standpunkt, dass wir Punkte holen müssen. Und so sorgen wir dafür, dass wir uns verbessern und Geld verdienen. Das ist unser Business-Modell." Was Steiner dabei verschweigt: Noch im Vorjahr saß statt Kevin Magnussen der Mexikaner Esteban Gutierrez im zweiten Haas-Boliden, der als Ferrari-Testpilot vom italienischen Traditionsteam unterstützt wurde.

Der Erfolg hielt sich allerdings in Grenzen: Gutierrez holte in 21 Grands Prix keinen einzigen WM-Punkt und wurde mit Saisonende ausgemustert. Durch die Aussagen Steiner wird immer klarer, dass die beiden Ferrari-Talente in der kommenden Saison um einen Platz bei Sauber kämpfen. Pech für Pascal Wehrlein, der somit woanders unterkommen muss.


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Re: Gene Haas: Fünf Millionen für Leclerc sind zu wenig

Beitragvon Simon667 » 05.09.2017, 17:15

Ich denke auch eher, dass er im Sauber platziert wird. Auch wenn Haas vielleicht die bessere Alternative wäre.

Daher wird vermutlich auch für Wehrlein die Luft dünn. Aber wer weiß, ob er nicht nächstes Jahr bei Force India einen Chance bekommt. Rechne nicht damit, dass die Fahrerpaarung da bestehen bleibt.

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Re: Gene Haas: Fünf Millionen für Leclerc sind zu wenig

Beitragvon Osmium » 05.09.2017, 17:57

Jeder Rang in der Konstrukteurs-WM machte im Mittelfeld letztes Jahr etwa 3,2 Millionen Unterschied im Preisgeld aus. Nur zwischen Rang 6 und 7 gab es den doppelten Sprung. Quelle: https://de.motorsport.com/f1/news/f1-fe ... ld-903318/

Ob man mit einem vielversprechenden Rookie mit 5 Millionen Mitgift wirklich zwei Ränge schlechter abschneiden würde als mit einem Magnussen, den man bezahlen muss, ist zumindest offen.

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Re: Gene Haas: Fünf Millionen für Leclerc sind zu wenig

Beitragvon scott 90 » 05.09.2017, 22:11

Osmium hat geschrieben:Jeder Rang in der Konstrukteurs-WM machte im Mittelfeld letztes Jahr etwa 3,2 Millionen Unterschied im Preisgeld aus. Nur zwischen Rang 6 und 7 gab es den doppelten Sprung. Quelle: https://de.motorsport.com/f1/news/f1-fe ... ld-903318/

Ob man mit einem vielversprechenden Rookie mit 5 Millionen Mitgift wirklich zwei Ränge schlechter abschneiden würde als mit einem Magnussen, den man bezahlen muss, ist zumindest offen.

Da hast du recht, wobei möglicher Carbonschrott den ein Rookie gerne mal produziert, ist da noch nicht einberechnet.

Haas hat in der Beziehung auch eine ziemliche Rookie Phobie, die will man offenbar generell nicht beschäftigen. Teilweise lässt sich das auch nachvollziehen, denn im Mittelfeld geht es ziemlich eng zu, ein "Lowperformer" a la Gutierrez neben Grosjean, würde Haas momentan gefährlich nah an McLaren heranbringen und den Anschluss zu Toro Rosso bzw. Williams total verlieren lassen. Im letzten Jahr war der Abstand zum nächsten so groß, da war es womöglich noch zu verschmerzen.
Je nach Sichtweise und mit deiner Quelle müsste dann ein Paydriver schon ca. 20 Mio mitbringen, damit man gegen alle Eventualitäten (KWM Platz 4, alles andere ist mehr als utopisch) abgesichert wäre und sich die Sache womöglich lohnt. (Eine Rechnung selbstverständlich ohne Schäden an Material oder am Werbewert ^^)

Mir kommt das auch ziemlich mutlos daher, aber ok wenn sich Leclerc bei Sauber beweisen sollte, dann könnten sie ja immer noch auf den Zug aufspringen. Außer Ferrari will ihn nicht gleich selbst haben.
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Re: Gene Haas: Fünf Millionen für Leclerc sind zu wenig

Beitragvon Osmium » 06.09.2017, 00:10

scott 90 hat geschrieben:Je nach Sichtweise und mit deiner Quelle müsste dann ein Paydriver schon ca. 20 Mio mitbringen, damit man gegen alle Eventualitäten (KWM Platz 4, alles andere ist mehr als utopisch) abgesichert wäre und sich die Sache womöglich lohnt


Die Eventualitäten kann man eben auch andersherum sehen. Falls man beim Auto danebengreift, hätte man zumindest die 5 Millionen Mitgift sicher. Bei McLaren kann auch der teure Alonso das Team höchstens von Platz 10 auf 9 bringen.

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Re: Gene Haas: Fünf Millionen für Leclerc sind zu wenig

Beitragvon Onkel Gustav » 06.09.2017, 16:47

Auch wenn die Dänen das nicht gerne hören werden: Magnussen raus - Leclerc rein. Ferrari sollte Haas dann eben 8 Millionen geben, was sicherlich nicht weh tut. Bei Sauber wird mir Angst und Bang. Ich glaube auch nicht das da in 2018 viel vorwärts geht. Wehrlein kann auch durch Giovianzzi oder gar Rowland ersetzt werden.


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