Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Redaktion » 28.08.2017, 08:26

Warum Sergio Perez bei Force India rausfliegen könnte und welchen Plan B wir Pascal Wehrlein für die Motorsport-Saison 2018 ans Herz legen
Sergio Perez ist unser "Verlierer des Wochenendes". Klicken Sie sich jetzt durch die 15 besten Fotos des Spa-Rennwochenendes!

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Liebe Leser,

selten zuvor in der Geschichte dieser Kolumne gab es so viele Kandidaten, die letzte Nacht im metaphorischen Sinn schlecht geschlafen haben könnten. Selbst nach langem Hin und Her schaffte ich es nicht, einen Verlierer des Wochenendes herauszupicken, der über (oder unter, je nach Betrachtungsweise) allen anderen steht. Also wollen wir diesmal die brenzlige Situation von gleich zwei Fahrern etwas genauer (und wie immer rein subjektiv) unter die Lupe nehmen.

Da wäre einmal natürlich Sergio Perez. Der Shitstorm, den der Mexikaner nach seinem zweimaligen Abdrängen von Teamkollege Esteban Ocon ertragen muss, ist vielfältig. "So blöd" dürfe man einfach nicht fahren, findet Niki Lauda. Toto Wolff beschreibt Perez' Aktion als "dämlich". Und für Jacques Villeneuve, selbst nie ein Kind von Traurigkeit gewesen, war sie einfach nur "schmutzig und gefährlich". Da fällt es selbst Force Indias Otmar Szafnauer schwer, Perez noch zu verteidigen.

Dabei finde ich: So eindeutig, wie die Schuldfrage der Ocon-Karambolagen gestern in Spa von manchen beurteilt wird, ist sie nicht. Natürlich - und darüber gibt es keine Diskussion - ist Perez der, der die Aktion verbrochen hat. Aber man darf durchaus auch hinterfragen, ob Ocon unbedingt vor Eau Rouge auf Biegen und Brechen riskieren musste, oder ob es nicht klüger gewesen wäre, ausgerechnet den Teamkollegen ein paar Meter weiter locker-leicht mit Windschatten und DRS zu überholen. Die brutale Attacke vor Eau Rouge muss Perez überrascht haben.

Die Kontroverse kommt zu einem strategisch äußerst ungünstigen Zeitpunkt für den Mexikaner. Force India hat die Fahrer für 2018 noch nicht bestätigt, und (nicht erst) seit Spa zeichnet sich ab: Perez und Ocon in einem Team, das geht nicht. Wenn nicht ein Wunder geschieht und die beiden Streithähne unter Kontrolle gebracht werden können, muss einer gehen. Und wenn einer gehen muss, wird es Perez sein.

Perez hat sich um Force India sehr verdient gemacht, aber mit diesem Wissen verhandelt er auch selbstbewusst. Radio Fahrerlager meldet, dass er sich für 2018 eine Jahresgage in der Höhe zwischen sieben und neun Millionen US-Dollar vorstellt. Das ist ganz schön viel für einen, der noch nie einen Grand Prix gewonnen hat. Wobei er natürlich, zugegeben, auf der anderen Seite Sponsorengelder in größerer Höhe mitbringt.

Aber Ocon, da ist man sich bei Force India einig, ist ein Versprechen für die Zukunft. Er hat mehr Potenzial, mittelfristig noch besser zu werden, als sein Teamkollege. Ocon ist die Gage (fast) egal. Und Ocon ist Mercedes-Junior. Wenn es darum geht, mit Toto Wolff über einen etwaigen Rabatt bei den Motorenzahlungen zu sprechen, ist Perez kein Argument. Ocon schon.

Perez' Karriere ist dennoch nicht akut gefährdet. Er hat zwei Ausstiegsoptionen. Renault ist immer noch an mehreren Fahrern dran: Sainz, Ocon, Kubica kommen in Frage, hört man. Sollte es mit keinem davon klappen (und das ist nicht ausgeschlossen), wäre Perez der Nächste auf der Liste.

Die zweite Variante ist Williams. Das Erfolgsteam vergangener Jahre steckt bei der Fahrersuche an einem kritischen Punkt. Lance Stroll ist wegen der Millionen seines Vaters gesetzt. Fernando Alonso war nie ein ernstes Thema, auch wenn in Spa entsprechende Gerüchte gestreut wurden. Übrigens dem Hörensagen nach von Toto Wolff. Praktisch, dass sich danach kaum noch jemand für die Geschichte um die Ölverbrennung in der von Mercedes vorgezogenen Motorenspezifikation interessierte ...

Kandidaten wie Sainz oder Ocon könnte man sich auch bei Williams gut vorstellen. Aber weil sie zu jung sind, geht das nicht mit Hauptsponsor Martini zusammen. Der hat in seinem Vertrag stehen, dass mindestens ein Fahrer 25 Jahre alt sein muss, um als glaubwürdiger Werbeträger für globale Kampagnen aufzutreten. Perez wird in Melbourne 28 sein. Und dass er für Martini glaubwürdig werben könnte, hat er schon bei einigen Grand-Prix-Partys bewiesen.


Großer Preis von Belgien - Sonntag

Lewis Hamilton (Mercedes)

Lewis Hamilton (Mercedes)

Selbst wenn sich der eine oder andere Perez-Sponsor mit einem bestehenden Williams-Sponsor spießen würde: Er wäre eine gute Wahl für die Phase, in der sich das Team momentan befindet. Er würde Lawrence Stroll gefallen, der sich für seinen Sohn einen erfahrenen Teamkollegen wünscht, von dem Lance lernen kann, der ihn aber gleichzeitig nicht in Grund und Boden fährt.

Das hat immer gegen die Geschichte gesprochen, dass Stroll sen. den Alonso-Deal mitfinanzieren würde. Was für ein Interesse sollte er daran haben, sein Portemonnaie für einen Superstar zu öffnen, der um Welten besser ist als sein Sohn? Jeder vernünftige Mensch würde in Strolls Position lieber in die Weiterentwicklung der Technik investieren. Von einem schnelleren Auto kann Lances Karriere mehr profitieren.

Perez wäre mit seiner Mitgift aus Williams-Sicht trotz Gage immer noch ein Nettogewinn von rund fünf Millionen US-Dollar; er ist erfahren und ausgewiesen schnell - immerhin ist es keine Kleinigkeit, gegen Nico Hülkenberg zu bestehen. Und er wäre zwar ein guter Referenzpunkt und Lehrmeister für Stroll jun., aber nicht ganz so unerreichbar wie einer vom Kaliber Alonso.

Daniil Kwjat, Felipe Massa, Stoffel Vandoorne, Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein gehen in der Formel 1 nach und nach die Möglichkeiten aus

Zumal Felipe Massa nicht jünger wird und ziemlich teuer ist. Als er nach dem völlig überraschenden Bottas-Wechsel zu Mercedes plötzlich als Notnagel gebraucht wurde, ließ er sich das mutmaßlich mit einem goldenen Vertrag honorieren. Und Massa, das dämmert vor allem Paddy Lowe langsam, hat den Zenit seiner Karriere überschritten.

Der zweite Fahrer, der momentan keinen ruhigen Schlaf haben kann, ist Pascal Wehrlein. In Spa hat er erstmals ausgesprochen, was Beobachtern schon länger klar ist: Es wird eng für ihn in der Formel 1. Denn bei Sauber wird man ihm einen der beiden Ferrari-Junioren Leclerc oder Giovinazzi vorziehen, und sonst sind freie Cockpits rar gesät.

Als Mercedes-Junior wäre eigentlich Williams eine naheliegende Option, aber mit 22 Jahren ist Wehrlein als Martini-Werbeträger zu jung. Und dass Mercedes so viel drauflegt, damit Einbußen aus dem Martini-Budget zur Nullrechnung werden, ist unwahrscheinlich.

Und sonst? Gehen wir alle denkbaren Varianten der Reihe nach durch.

Das Mercedes-Werksteam ist keine Option. Wehrlein war zwar nahe dran, anstelle von Bottas zum Rosberg-Nachfolger ernannt zu werden; aber vom Silberpfeil ist er momentan viel weiter weg als im Dezember 2016. Bottas hat seine Aufgabe als untadelige Nummer 2 für Hamilton fast perfekt erfüllt und kaum Fehler gemacht, während Wehrlein zeitweise sogar gegen Marcus Ericsson schlecht aussieht, der nicht gerade als kommender Weltmeister gilt. Auch wenn das sicher in den meisten Fällen gute Gründe hatte.

Force India hat kein Interesse an Wehrlein. Aus Sicht von Mercedes wäre es mit Sicherheit spannend, die beiden Junioren Head to Head miteinander vergleichen zu können, auf gleichem Material. Aber bei Force India gibt es Aversionen gegen den jungen Deutschen, seit er bei diversen Tests bei Ingenieuren und Mechanikern einen überheblichen Eindruck hinterlassen hat. Wehrlein hat daraus seine Lehren gezogen und sich verändert. Vermutlich zu spät, um bei Mallya, Fernley und Szafnauer in Erwägung gezogen zu werden.

Renault sucht zwar nach einem Fahrer, aber zwei Deutsche wären aus Marketingsicht schlecht. Und McLaren wird Alonso wenn überhaupt, dann eher durch Eigenbau-Junior Lando Norris ersetzen. Zumal derzeit alles darauf hindeutet, dass der spanische Superstar ein weiteres Jahr dranhängt. Das soll bei einem Frühstück mit Zak Brown am Samstagmorgen in Spa geregelt worden sein, hören wir. Vor der Unterschrift geht es nur noch um Details.

Insofern wäre Wehrlein wohl gut beraten, bei Toto Wolff anzuklopfen, ob man ihn denn in der Formel E parken könnte, bis Mercedes werksseitig dort einsteigt. Wenn sich die Formel E weiterhin so positiv entwickelt wie jetzt, könnte er auf diese Weise doch noch zum großen Gewinner werden.

Das Thema Formel 1 scheint nämlich abgehakt zu sein. Zumindest vorerst.

Wer sonst noch schlecht geschlafen hat:

Max Verstappen: Ausgerechnet vor 40.000 "Oranjes" zum sechsten Mal einen solchen Ausfall ertragen zu müssen, treibt den Star der Zukunft an die Grenzen seiner Geduld. Auf die Frage, wie lange er das noch aushält, entgegnete er gegenüber niederländischen Medien: Gar nicht mehr! Red Bulls Glück ist, dass Mercedes und Ferrari keine Cockpits mehr haben. Es sei denn, Toto Wolff schmeißt Bottas doch raus. Aber dafür gibt es keinen plausiblen Grund.

Valtteri Bottas: Mit 41 Punkten Rückstand ist der Finne zwar noch nicht aus dem WM-Rennen, aber seine eher bescheidene Vorstellung in Spa kam genau zum falschen Zeitpunkt. Spätestens seit Ungarn denkt Mercedes akut darüber nach, Hamilton zur Nummer 1 zu deklarieren. Bottas' fünfter Platz gestern ist zumindest kein Argument, das dafür spricht, auf Hamiltons Seite im Zweifelsfall weitere Punkte leichtfertig zu riskieren.

Jolyon Palmer: Der Brite, immerhin GP2-Champion, kann einem leidtun. Das ganze Jahr kommt er nicht in die Gänge, diverse unglückliche Umstände verschwören sich gegen ihn - und wenn er Hülkenberg dann mal ein Wochenende lang im Griff hat, lässt ihn die Technik im Stich. Spa hätte sein Befreiungsschlag werden können. Und langsam läuft ihm die Zeit davon, genau wie 2016 auf den letzten Drücker zu beweisen, was potenziell in ihm steckt.

Ihr
Christian Nimmervoll

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ALO95
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ALO95 » 28.08.2017, 08:37

Denke dass Ocon ziemlich schlecht geschlafen hat. Wenn sich Force India zwischen ihm und Perez entscheiden muss nehmen sie Perez, da er enormes Sponsorgeld mitbringt. Da wird Ocon eher durch Auer ersetzt da BWT sicher lieber Auer als Ocon im Auto sehen würde.
Für mich nicht unwahrscheinlich, dass wir Ocon nächstes Jahr nicht in der F1 sehen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Methusalix » 28.08.2017, 08:39

KIMI wird leider auch eine unruhige Nacht hinter sich haben.
Er wird sich fragen müssen, ob es sinnvoll war sich auf seine Sicht der Dinge zu verlassen.
Shit happens.
Zu den Aktionen von PEREZ gibt es nichts mehr zu sagen.Absolut daneben.Und der Einwand,in Eau Rouge überholt keiner,ist Nonsens.
Ein Rennfahrer überholt da wo er meint das Platz ist-und Platz war da.
Alles wäre einfach einfacher,wenn alles Einfache einfacher wäre.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Derbe_klopp_te » 28.08.2017, 09:06

Ich muss sagen, dass ich echt überrascht bin, wie sich Perez hier selbst ins abseits schiebt.
Bis zu Beginn dieser Saison galt er als echt guter Fahrer, eine sichere Bank, Renault wollte ihn, aber er blieb lieber bei FI um dort der Leader zu sein, was auch verständlich ist.
Meiner meinung nach hat ers in Kanada verkackt. Ocon hatte einfach die Besseren reifen und somit auch chancen und er hätte ihn vorbeilassen müssen. Das hätte wahre Größe gezeigt und zudem bestätigt, dass er ein Teamfahrer ist. Zumal, wenn es mit Ocon nicht geklappt hätte Poyitionen zu gewinnen oder verteidigen, hätte man kurz vor Rennende wieder zurückswitchen können, wie die Mercedes es in Ungarn gemacht hätten.

Dass Ocon seither sauer auf Perez ist und es ihm und dem Team beweisen will. ist absoplut verständlich. Beide haben seitdem eine härtere Gangart, aber Perez übertreibt es meiner meinung nach damit etwas. Die kollision geht zu 100% zu Perez' Lasten. Oft genug hat er die Regel angeführt, dass wenn er neben einem Kontrahenten sitzt, dieser ihn nicht einfach wegfahren kann (Erinnerung, zwischenfall mit Kimi, als Checo noch im Mclaren saß). Jetzt muss er sich an seine eigene nase fassen. Natürlich war es mutig von Ocon reinzuhalten, aber wenn da eine Lücke ist und ein Rennfahrer sie nicht nutzen will, ist er kein Rennfahrer mehr. und das Argument einiger mit dem 'er hätte ja lupfen können und ihn nach der eau rouge schnappen können' da hat man ja auch gesehen, wie gut das bei Vettel geklappt hat, der war zwar vor eau rouge nicht neben Hamilton aber trozudem schon zu nahe dran, als das es geklappt hätte, seiner eigenen Aussage nach.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon F60 » 28.08.2017, 10:49

Ich hab es mir gestern schon gedacht, dass dieses Thema derart aufgebauscht wird. Ocon sowie Perez haben sich beide nicht mit Ruhm bekleckert ( wie auch in Baku), aber man sollte die Kirche mal im Dorf lassen.
Nur weil Lauda und Wolff gegen Perez schießen ("Auch wenn Ocon einer unserer Jungs ist") besteht da keine komplette Objektivität gegenüber Perez.

Ich schätze sowohl Perez als auch Ocon sehr und drücke beiden die Daumen, aber hier hat meiner Meinung nach Ocon ebenfalls schlecht gehandelt. Er wirft Perez vor es sei gefährlich dort zu blocken - das selbe kann man dazu sagen die Eau-rouge neben zwei anderen Fahrzeugen bzw an dieser Stelle im Zweikampf zu durchfahren, was in der Position Ocons gar nicht funktioniert hätte, der crash war eigentlich vorprogrammiert.

Bis zu Beginn dieser Saison galt er als echt guter Fahrer, eine sichere Bank.


Er gilt es immer noch, siehe Tabelle und seine sportliche Leistung sowie die dargebrachte Konstanz ( gerade diese finde ich an ihm beeidnruckend) in diesem sowie den letzten Jahren seit 2015. Nur weil Lauda/Wolff ihm Qualitäten absprechen wird das nicht wahr, sie verschwinden nicht plötzlich, noch wird die Meinung der Teamchefs durch solch eine "Lapalie" (was es im Endeffekt ist - ein irrelevanter Rennzwischenfall den man schon tausend Mal gesehen hat.) in derartiger Weise beeinflusst (wenn überhaupt)

Meiner meinung nach hat ers in Kanada verkackt [...] er hätte ihn vorbeilassen müssen.


"Der Verstappen (Vettel,... etc.) der ist noch ein richtiger Charakter, gut dass er Sainz (Webber, .. etc.) nicht vorbeigelassen hat." Das Stammtischgebrabbel liest man oft in den Kommentaren. Ich denke hier ist es wohl eher die persönliche Meinung. Er hätte ihn nicht vorbeilassen müssen, es gibt keine Regel dazu, keine Teamorder. Es war lediglich eine Bitte.

Die kollision geht zu 100% zu Perez' Lasten.


Nein. Kein Fahrer der in der Situation klar denkt käme auf die Idee dort reinzustechen, weil er ein paar Meter später verhungern würde. Man kann es machen wie Räikönnen gegen Schumacher 2012 oder Alonso gegen Webber. Gerade hier finde ich sind Lauda/Wollf sehr engstirnig. Wo hätte der Versuch von Ocon denn enden sollen ? Ich fand es eher gefährlich es gerade dort ohne Aussicht auf eine realistische Chance zu versuchen. Wie Perez sagte wurde er überrascht, was ich ihm in diesem Fall sogar glaube.

https://www.youtube.com/watch?v=CYwtwBmXArk
https://www.youtube.com/watch?v=PNUvBHKciYQ

das Argument einiger mit dem 'er hätte ja lupfen können und ihn nach der eau rouge schnappen können' da hat man ja auch gesehen, wie gut das bei Vettel geklappt hat


Man kann wohl keinen Zweikampf im gesamten Feld mit dem Zweikampf Vettel-Hamilton oder eher FahrzeugX gegen Mercedes vergleichen. Kein anderes Auto hätte dermaßen große Leistungsspitzen in diesem Moment erzielen können wie es der Mercedes tat, der Vergleich hinkt dann doch. Und er hätte sogar lupfen müssen, denn an seiner Stelle war wie gesagt kein Platz.

-------------------------------------------------------------

Perez wird auch nicht von Force India rausgeworfen werden, noch wird es Ocon. Beide liefern eine sehr sehr gute Saison ab, die lediglich von den aggressiven Scharmützeln, nicht jedoch von der Leistung her kritisiert werden kann. Ocon fährt in seinem ersten richtigen Jahr meiner Auffassung nach auf dem Niveau (wenn nicht gar etwas darüber), welches Hülkenberg in den letzten Jahren abgeliefert hat, so sieht Ocon gegen Perez doch fast besser aus als Nico.

Auer halte ich nicht wirklich für eine Alternative. Er hat bei dem Ungarn-Test nichts zerstört und akzeptable Leistungen gezeigt - nicht mehr. Rein davon ist nicht auszugehen dass er in Sachen Speed, noch in Sachen Konstanz, was in Hinblick auf die letzten Jahre sein größtes Manko war, leider auch dieses Jahr, entgegen aller Unkenrufe wie sehr er sich diesbezüglich doch gebessert habe. Außerdem denke ich nicht, dass BWT groß mitzureden hat, da lies sich Force India noch nie reinreden.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 28.08.2017, 11:02

Redax hat geschrieben:Fernando Alonso war nie ein ernstes Thema, auch wenn in Spa entsprechende Gerüchte gestreut wurden. Übrigens dem Hörensagen nach von Toto Wolff. Praktisch, dass sich danach kaum noch jemand für die Geschichte um die Ölverbrennung in der von Mercedes vorgezogenen Motorenspezifikation interessierte ...

Das hätte ich gerne mal erklärt. Ab Monza dürfen alle PUs, egal ob alt oder neu, nur noch 0.9 kg/100 km verbrauchen, ich sehe hier keinen "Trick".

Ansonsten fehlt mir Kimi in der Aufzählung. Es ist bekannt, wie die Rennleitung inzwischen (<---- das muss man immer wieder erwähnen, dass man es früher eher leger gehandhabt hat, jetzt aber eben nicht mehr!) auf Verstöße gegen Doppelgelb reagiert bzw. wie streng sie diese inzwischen bewertet.
Lt. FIA-Urteil (man sieht das auch in der Onboard) gab es lt. Telemetrie KEINEN Versuch von Kimi, Geschwindigkeit zu reduzieren. Was sollte das?
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon almaenwr » 28.08.2017, 11:10

ALO95 hat geschrieben:Denke dass Ocon ziemlich schlecht geschlafen hat. Wenn sich Force India zwischen ihm und Perez entscheiden muss nehmen sie Perez, da er enormes Sponsorgeld mitbringt. Da wird Ocon eher durch Auer ersetzt da BWT sicher lieber Auer als Ocon im Auto sehen würde.
Für mich nicht unwahrscheinlich, dass wir Ocon nächstes Jahr nicht in der F1 sehen.


Was für ein uninformierter Quatsch.
Perez bringt Sponsorengeld mit, bezieht dafür aber auch kolportiert ein um den Faktor 25 (!) höheres Gehalt! Ocon kann FI außerdem die Motoren verbilligen. Ocon ist ein absolutes Ausnahmetalent (das allerdings an seinen Social Media-Fähigkeiten etwas arbeiten muss) - Auer ist das schlicht und einfach nicht. Dem fehlt die Konstanz, während Ocon jetzt jedes einzelne Formel 1-Rennen (!) im Ziel beendet hat - das sind 21 in Folge und ungefähr zehn davon in einem Manor. Keine schlechte Leistung für einen 20-Jährigen. BWT hat außerdem keinen Einfluss auf die Fahrerpaarung.

Dazu kommt einfach, daß an den meisten Kollisionen in dieser Saison unter dem Strich ein Perez eher schuld war als ein Ocon. Zumal Perez als Mann mit der Erfahrung jeweils weniger hitzköpfig hätte sein müssen. Er ist jetzt bald 30 Jahre alt und, wie man leicht aus seinen Äußerungen erkennen kann, mittelfristig unzufrieden damit, im Force India zu fahren.
Ein Ocon ist ein junger Fahrer mit riesigem Potential, der für nen Appel und n Ei nicht nur bei FI fährt, sondern da auch noch gerne fahren will, der Junge hat einfach Zeit. In der Formel 3 ist er Verstappen um die Ohren gefahren und auf dessen Niveau bewegt er sich auch. Sollte Force India ihn rauswerfen, sammelt Renault ihn dankbar auf. Oder jedes andere Team.

Ich persönlich glaube, daß FI keinen von beiden rauswerfen wird, sofern sich sowas wie gestern nicht wiederholt. Ich glaube auch, daß PER und OCO, wenn sie sich mal zusammenrauften, eine der stärkeren Fahrerpaarungen der Formel 1 wären. Aber wenn man sie zwänge, ist es vollkommen klar, wer gehen müsste.
Zuletzt geändert von almaenwr am 28.08.2017, 11:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon icke » 28.08.2017, 11:18

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
Redax hat geschrieben:Fernando Alonso war nie ein ernstes Thema, auch wenn in Spa entsprechende Gerüchte gestreut wurden. Übrigens dem Hörensagen nach von Toto Wolff. Praktisch, dass sich danach kaum noch jemand für die Geschichte um die Ölverbrennung in der von Mercedes vorgezogenen Motorenspezifikation interessierte ...

Das hätte ich gerne mal erklärt. Ab Monza dürfen alle PUs, egal ob alt oder neu, nur noch 0.9 kg/100 km verbrauchen, ich sehe hier keinen "Trick".

Ansonsten fehlt mir Kimi in der Aufzählung. Es ist bekannt, wie die Rennleitung inzwischen (<---- das muss man immer wieder erwähnen, dass man es früher eher leger gehandhabt hat, jetzt aber eben nicht mehr!) auf Verstöße gegen Doppelgelb reagiert bzw. wie streng sie diese inzwischen bewertet.
Lt. FIA-Urteil (man sieht das auch in der Onboard) gab es lt. Telemetrie KEINEN Versuch von Kimi, Geschwindigkeit zu reduzieren. Was sollte das?

Kannst Du mir bitte die Motorenregelung ab Monza noch einmal nahebringen? Nach Ungarn hieß es, dass nur neue PUs ab Monza 0,9 L Öl maximal verbrauchen dürfen, nun sind es auf einmal alle. Woher kommt die Veränderung?
Solange wir es nicht schaffen, einen Apfel herzustellen, können wir noch viel von der Natur lernen.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 28.08.2017, 11:25

Du hast Recht, ich habe das etwas falsch verstanden, zumindest teilweise.
Erstens sind es 0.9 Liter, nicht kg pro 100 km.
Aber zweitens, darauf wollte ich hinaus, ist es egal, dass Mercedes bereits in Spa wechselte, weil die PU nun die neue ist und die neuen PUs in Monza nur noch 0.9 Liter verbrauchen dürfen.
Ich beziehe mich dabei auf folgenden AMS-Artikel:
http://www.auto-motor-und-sport.de/form ... 80383.html
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Giacomo » 28.08.2017, 12:06

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Du hast Recht, ich habe das etwas falsch verstanden, zumindest teilweise.
Erstens sind es 0.9 Liter, nicht kg pro 100 km.
Aber zweitens, darauf wollte ich hinaus, ist es egal, dass Mercedes bereits in Spa wechselte, weil die PU nun die neue ist und die neuen PUs in Monza nur noch 0.9 Liter verbrauchen dürfen.
Ich beziehe mich dabei auf folgenden AMS-Artikel:
http://www.auto-motor-und-sport.de/form ... 80383.html


Der Artikel wiederspiegelt mMn die Sachlage falsch, denn wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe, ist es ja völlig egal, ob die Kundenteams die gleiche Spezifikation erhalten. Diese müssen sich an der neuen Obergrenze halten, Mercedes hingegen fällt noch unter der alten Regelung. Mit anderen Worten, obwohl die PU neu und gleich sind, darf nur noch Mercedes den "Boost Button" drücken, die Kundenteam hingegen nur in einem geringeren Maße. Außerdem sind die Motoren auf jeden Fall für weniger Ölverbrauch ausgelegt, als die Obergrenze, es geht nur darum wahrscheinlich in einer Qualifyingrunde mehr Power freizusetzen indem höchstwahrscheinlich Öl verbrannt wird.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Laundry » 28.08.2017, 12:31

Wenn es so weitergeht, wird ein Force India Fahrer, dass Team verlassen müssen/wollen. Für wenn sich am Ende Force India entscheidet, mag ich nicht beurteilen. Rein von der Pace sind sie auf dem selben Level. Ocon kann sich evtl. steigern, da er noch jung ist. Aber welches Feedback die Jungs liefern. Wer die bessere Setup Arbeit macht, steht in den Sternen.

Renault könnte die Situation ausnutzen und Ocon für 2018 verpflichten (Palmer ist für mich raus und für Kubica reicht es evtl. nicht). Man hätte dann bei Renault zwei sehr schnelle Fahrer und einen möglichen zukünftigen Weltmeister (Ocon).

Bei Force India könnte (aus deutscher Sicht) vielleicht Wehrlein eingesetzt werden, der sehr wahrscheinlich Sauber verlassen werden muss.
Ich hab ein kleines Video über Kubica zusammen geschnitten. Wenn es gefällt, hinterlasst mir ein Gruß und ein Daumen. Dankeschön

https://www.youtube.com/watch?v=p9gAcBbCvyE

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon theCraptain » 28.08.2017, 12:34

Rein formell muss zur Kolumne natürlich noch McLaren, speziell Honda, erwähnt werden. Gab es nicht vor kurzem hier einen bericht mit sowas wie "Muss McLaren nun bei Honda um Vergebung bitten" (oder so ähnlich)?
Die Wahrheit findet auf der Rennstrecke statt und die Wahrheit über die Honda-Performance haben wir alle gestern gesehen.

Seit Melbourne gibt Honda immer bekannt, dass es demnächst besser wird, dass sie an was dran sind, mit dem nächsten Update/Upgrade bekommen wir Anschluss etc.. Und was war los in Spa, Hasegawa-San?

Zu FI: 2017 wird sich nix ändern und wenn einer für 2018 bei FI draussen bleiben muss wird es PER sein.
Rass Brawn zur aktuellen PU: "Der Motor ist in vielerlei Hinsicht kein guter Rennmotor. Er mag eine unglaubliche Demonstration von Ingenieursfähigkeiten sein, aber er ist kein großartiger Rennmotor."

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon almaenwr » 28.08.2017, 12:47

theCraptain hat geschrieben:Rein formell muss zur Kolumne natürlich noch McLaren, speziell Honda, erwähnt werden. Gab es nicht vor kurzem hier einen bericht mit sowas wie "Muss McLaren nun bei Honda um Vergebung bitten" (oder so ähnlich)?



"Vor Honda in die Knie gehen" hieß es sogar. :lol:
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon McTom » 28.08.2017, 12:49

theCraptain hat geschrieben:...Seit Melbourne gibt Honda immer bekannt, dass es demnächst besser wird, .......


Welches Jahr hast du gemeint? 2015?

:mrgreen:
Wenn man tot ist, ist es für einen selbst nicht so schlimm, weil man ja tot Ist. Für andere kann dein Tod aber schlimm sein.
Das ist übrigens genau so, wie wenn man doof ist.


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