Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

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Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon Redaktion » 01.08.2017, 18:07

Junior Charles Leclerc beschert Ferrari die erste Bestzeit beim Ungarn-Test - McLarens Stoffel Vandoorne Zweiter - Probleme bei Red Bull und Toro Rosso
Charles Leclerc

Ferraris Nachwuchspilot Charles Leclerc darf sich über die Bestzeit freuen

Ferrari-Junior Charles Leclerc hat sich die Bestzeit am ersten Tag des zweitägigen Tests auf dem Hungaroring gesichert. Der Ferrari-Junior umrundete den Kurs bei extrem heißen Bedingungen in 1:17.746 Minuten und war damit in Budapest der schnellste Mann des Tages des Tages . Damit schnappte er McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne (2./+0,088 Sekunden) die Bestzeit wenige Minuten vor Testende um 18:00 Uhr noch weg.

"Es war großartig", berichtet Leclerc, der unter anderem einen neuen Diffusor für den SF70H testen durfte. Er spulte am Dienstag 98 mehr oder weniger problemfreie Runden ab und zählte damit zu den fleißigeren Piloten des Tages. "Es ist etwas ganz Besonderes, das man mit Worten nicht beschreiben kann", strahlt der Monegasse, der sich für 2018 Chancen auf ein Formel-1-Cockpit ausrechnet.

Vandoorne war auf seiner persönlich schnellsten Runde minimal schneller als beim Qualifying am Wochenende, als er seinen McLaren mit einer Zeit von 1:17.894 Minuten auf Platz neun qualifiziert hatte. Problemfrei verlief der Tag für McLaren-Honda aber wieder einmal nicht. Kurz vor der Mittagspause um 13:00 Uhr rollte der MCL32 mit einem Leck am Antrieb einmal aus. Am Nachmittag konnte Vandoorne aber wieder fahren.

Bottas testet für Pirelli

Insgesamt wurden die Bestzeiten des Grand-Prix-Wochenendes übrigens recht deutlich verpasst. Am Samstag hatte sich Sebastian Vettel die Pole-Position noch mit einer Zeit von 1:16.276 Minuten gesichert. Bei Mercedes saß Nachwuchsfahrer George Russell zum ersten Mal im W08. Mit 1,485 Sekunden Rückstand belegte der aktuelle Spitzenreiter der GP3-Serie den vierten Platz. Russell wird auch am Mittwoch wieder in den Silberpfeil steigen.


Fotos: Testfahrten in Budapest

George Russell

Mercedes war das einzige Team, das am Dienstag zwei Autos einsetzte. Neben Russell ging auch Stammpilot Valtteri Bottas auf die Strecke. Mit einer Zeit von 1:18.732 Minuten sortierte er sich auf Platz drei ein. Der Finne lief aber im Prinzip außer Konkurrenz, weil er den gesamten Tag über Reifentests für Pirelli fuhr. Er testete bereits die Prototypen für die Saison 2018 und spulte als fleißigster Pilot des Tages insgesamt 155 Runden ab.

Bei Force India teilten sich Nikita Masepin (6./+2,164) und Lucas Auer (9./+2,817) die Arbeit. Der Formel-3-Pilot testete am Vormittag im VJM10, am Nachmittag saß der DTM-Fahrer aus Österreich erstmals am Steuer eines Formel-1-Autos. Auch am Mittwoch werden sich die beiden den Dienst wieder teilen, die Stammpiloten Sergio Perez und Esteban Ocon befinden sich bereits im Sommerurlaub.

Probleme bei Red Bull und Toro Rosso

Williams musste nach dem Ausfall von Felipe Massa umplanen. Anstelle des Brasilianers saß Lance Stroll (5./+2,120) am Dienstag im FW40. Am Mittwoch soll Formel-2-Pilot Luca Ghiotto das Steuer übernehmen. Laut Technikchef Paddy Lowe nutzt das Team den zweitägigen Test, um einige "signifikante" Änderungen auszuprobieren. Ungarn gilt als Williams-Angststrecke, das Rennen dort beendete man nach einem verkorksten Wochenende ohne Punkte.

Für Red Bull begann der Testtag um kurz nach 9:00 Uhr direkt mit einem Rückschlag. Wegen eines Problems mit der MGU-K verpasste Max Verstappen (11./+3,482) fast die komplette Vormittagssession und konnte erst kurz vor der einstündigen Mittagspause um 13:00 Uhr wieder auf die Strecke gehen. Am Ende des Tages brachte er es nur auf 58 Runden. Am Mittwoch wird Red-Bull-Junior Pierre Gasly den RB13 übernehmen.

Probleme gab es auch bei Schwesterteam Toro Rosso, wo Formel-2-Pilot Sean Gelael (8./+2,595) am Steuer saß. Nach 18 Runden rollte der STR12 am Vormittag ebenfalls mit einem Problem aus. Am Nachmittag konnte Gelael sein Programm aber wie geplant fortsetzen. Er testete unter anderem einen neuen T-Flügel. Am Mittwoch muss er das Auto an die beiden Stammpiloten Carlos Sainz und Daniil Kwjat abgeben.

Viele Nachwuchsfahrer am Start

Schwierigkeiten offenbar auch beim Renault-Werksteam: Formel-2-Pilot Nicholas Latifi (7./+2,556) brachte es lediglich auf 54 Runden und konnte am Nachmittag nur in der letzten Stunde fahren. Die Ursache ist nicht bekannt. Bei den Franzosen ruhten ohnehin alle Augen auf Robert Kubica. Der Pole wird zwar erst am Mittwoch selbst ins Auto steigen, sah sich allerdings aus nächster Nähe schon einmal an, was Latifi im R.S.17 anstellen konnte.

Bei Haas saß der US-Amerikaner Santino Ferrucci (10./+3,439) am Steuer und spulte insgesamt stolze 102 Runden ab. Außer einem Dreher am Nachmittag gab es keinen größeren Zwischenfall bei ihm. Er wird auch am Mittwoch wieder im VF-17 sitzen. Sauber schickte am Dienstag Formel-2-Pilot Gustav Malja (12./+3,757) auf die Strecke, am Mittwoch wird dort Honda-Nachwuchspilot Nobuharu Matsushita übernehmen.

Am Mittwoch werden die Teams noch einmal acht Stunden Zeit haben, um ein letztes Mal vor der Sommerpause zu testen. Gefahren wird erneut von 9:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 18:00 Uhr. Unter anderem sind dann auch Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen mit dabei. Die beiden werden sich die Testarbeit bei Ferrari teilen. Bei McLaren wird Formel-3-Pilot Lando Norris übernehmen.


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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon vettel-fan2011 » 01.08.2017, 18:35

Super. Er scheint sehr gut zu sein! :)

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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon Liannon665 » 01.08.2017, 18:38

Er testete bereits die Prototypen für die Saison 2018 und spulte als fleißigster Pilot des Tages insgesamt 155 Runden ab.


Wurde wie in der Vergangenheit dafür gesorgt, die Reifendaten für die Teams unbrauchbar zu machen? Denn sonst würde das doch ein enormer Vorteil für Mercedes im Hinblick auf die nächste Saison sein :?: :!:
Selbst wenn z.B. Ferrari die Reifen im September oder Oktober ebenfalls testen dürfte, würden wir hier von einem zeitlichen Vorsprung von 1-2 Monaten reden...
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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon Terence » 01.08.2017, 18:44

Liannon665 hat geschrieben:
Wurde wie in der Vergangenheit dafür gesorgt, die Reifendaten für die Teams unbrauchbar zu machen? Denn sonst würde das doch ein enormer Vorteil für Mercedes im Hinblick auf die nächste Saison sein :?: :!:
Selbst wenn z.B. Ferrari die Reifen im September oder Oktober ebenfalls testen dürfte, würden wir hier von einem zeitlichen Vorsprung von 1-2 Monaten reden...


Ferrari testete die 2018er Reifen in Bahrain.
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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon Liannon665 » 01.08.2017, 19:24

Terence hat geschrieben:
Liannon665 hat geschrieben:
Wurde wie in der Vergangenheit dafür gesorgt, die Reifendaten für die Teams unbrauchbar zu machen? Denn sonst würde das doch ein enormer Vorteil für Mercedes im Hinblick auf die nächste Saison sein :?: :!:
Selbst wenn z.B. Ferrari die Reifen im September oder Oktober ebenfalls testen dürfte, würden wir hier von einem zeitlichen Vorsprung von 1-2 Monaten reden...


Ferrari testete die 2018er Reifen in Bahrain.


Ah okay, das wusste ich nicht - aber als Fan der Fairness hoffe ich demnach, dass auch Ferrari damals keine allzu großen Erkenntnisse bekam - na ja, die werden da schon dran denken bei Pirelli :)
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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon jkr » 01.08.2017, 19:44

Leclerc macht in der F2 ja schon richtig Spaß, erinnert da an einen HAM oder VES. Fr mich, neben ERI ganz klar der Sauber Fahrer für nächstes Jahr. Wird schwierig für WEH.

Mercedes fährt fast doppelt so viele Runden wie alle anderen... die sind echt unzerstörbar.
Honda ist für ihre Verhältnisse, dass ganze Wochenende und jetzt im Test relativ zuverlässig. Es geht in die richtige Richtung. Jetzt müssen mehrere solcher Wochenenden kommen und mehr speed. Dann wird auch der Spanier glücklich werden.
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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon mysamuel » 01.08.2017, 20:19

jkr hat geschrieben:Leclerc macht in der F2 ja schon richtig Spaß, erinnert da an einen HAM oder VES. Fr mich, neben ERI ganz klar der Sauber Fahrer für nächstes Jahr. Wird schwierig für WEH.

Mercedes fährt fast doppelt so viele Runden wie alle anderen... die sind echt unzerstörbar.
Honda ist für ihre Verhältnisse, dass ganze Wochenende und jetzt im Test relativ zuverlässig. Es geht in die richtige Richtung. Jetzt müssen mehrere solcher Wochenenden kommen und mehr speed. Dann wird auch der Spanier glücklich werden.


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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon jkr » 01.08.2017, 21:12

mysamuel hat geschrieben:
jkr hat geschrieben:Leclerc macht in der F2 ja schon richtig Spaß, erinnert da an einen HAM oder VES. Fr mich, neben ERI ganz klar der Sauber Fahrer für nächstes Jahr. Wird schwierig für WEH.

Mercedes fährt fast doppelt so viele Runden wie alle anderen... die sind echt unzerstörbar.
Honda ist für ihre Verhältnisse, dass ganze Wochenende und jetzt im Test relativ zuverlässig. Es geht in die richtige Richtung. Jetzt müssen mehrere solcher Wochenenden kommen und mehr speed. Dann wird auch der Spanier glücklich werden.


:eh: 155 zu 102 sind Doppelt so Viel :O

BOT und RUS sind beide Mercedes gefahren
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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon jkr » 01.08.2017, 21:14

Bei dem roten Helm mit der Monster-Werbung von Russell kann man ja meinen, da sitzt wieder Schumacher drin....
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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon vettel-fan2011 » 01.08.2017, 22:14

jkr hat geschrieben:
mysamuel hat geschrieben:
jkr hat geschrieben:Leclerc macht in der F2 ja schon richtig Spaß, erinnert da an einen HAM oder VES. Fr mich, neben ERI ganz klar der Sauber Fahrer für nächstes Jahr. Wird schwierig für WEH.

Mercedes fährt fast doppelt so viele Runden wie alle anderen... die sind echt unzerstörbar.
Honda ist für ihre Verhältnisse, dass ganze Wochenende und jetzt im Test relativ zuverlässig. Es geht in die richtige Richtung. Jetzt müssen mehrere solcher Wochenenden kommen und mehr speed. Dann wird auch der Spanier glücklich werden.


:eh: 155 zu 102 sind Doppelt so Viel :O

BOT und RUS sind beide Mercedes gefahren

Eben, beide. Für einen alleine der mehr oder weniger zum ersten mal im Auto hockt, fast 100 Runden ist doch super! ;)

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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon Jerom∃ » 01.08.2017, 23:46

Ferrari sollte die Chance ergreifen und Leclerc das 2. Cockpit neben Vettel geben.
Der Junge hat mega Talent, ist jung und könnte unter Vettel mächtig was lernen.
Genuinely entertaining .

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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon icke » 02.08.2017, 00:37

Wird eigentlich ein Motor "außer Konkurrenz" verwendet - z.B. bei BOT? Oder fährt z.B. Ferrari mit der Aussie-Möhre?
Solange wir es nicht schaffen, einen Apfel herzustellen, können wir noch viel von der Natur lernen.

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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon Staind » 02.08.2017, 06:35

jkr hat geschrieben:Bei dem roten Helm mit der Monster-Werbung von Russell kann man ja meinen, da sitzt wieder Schumacher drin....


Genau das dachte ich auch "ob denen die Helme ausgegangen sind und sie welche aus dem Archiv geholt haben?" .
"Auf Michaels Kappe wäre noch Platz für zwei weitere Sterne." (Willi Weber / Sep. 2004)

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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 02.08.2017, 08:52

icke hat geschrieben:Wird eigentlich ein Motor "außer Konkurrenz" verwendet - z.B. bei BOT? Oder fährt z.B. Ferrari mit der Aussie-Möhre?

Die Antriebseinheiten bei den Tests haben generell nichts mit dem Kontingent der Renn-PUs zu tun.
Sie können so viele PUs verbraten, wie sie wollen, solange es in einem Auto pro Tag ist.
Die getesteten PUs müssen auch nicht der Spezifikation der Renn-PUs entsprechen, damit man zukünftige Updates testen kann.

Das Einzige, was zwingend gegeben sein muss ist, dass die Sicherheits-relevanten Vorgaben der aktuellen Regularien auch bei Tests eingehalten werden. Die Sicherheitszelle muss durch den Crashtest, der Tank muss korrekt platziert sein usw. usw.
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Re: Formel-1-Test Budapest: Ferrari-Junior Leclerc vor Vandoorne

Beitragvon theCraptain » 02.08.2017, 13:58

Gute Leistung von Stoffel mit der Honda-Luftpumpe im Heck :thumbs_up:
Rass Brawn zur aktuellen PU: "Der Motor ist in vielerlei Hinsicht kein guter Rennmotor. Er mag eine unglaubliche Demonstration von Ingenieursfähigkeiten sein, aber er ist kein großartiger Rennmotor."


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