Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Kommentiere hier die Berichte rund um die Grands Prix

Moderatoren: News&Rennen, News & Rennen Moderatoren, Mods, Redaktion

Redaktion
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 5945
Registriert: 12.09.2007, 17:33

Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon Redaktion » 17.07.2017, 11:04

Lewis Hamilton hat den Berichten um Mykonos-Urlaub und verblasste Fanliebe in Silverstone die passende Antwort gegeben: Crowdsurfing statt Buh-Konzert
Doch wieder Fanliebling: Lewis Hamilton lässt sich nach seinem Sieg feiern

Doch wieder Fanliebling: Lewis Hamilton lässt sich nach seinem Sieg feiern

Die Liebe der Fans verloren? Mitnichten! Schlechte Vorbereitung durch Party auf Mykonos? Ach hör doch auf! Lewis Hamilton hat am Wochenende in Silverstone bewiesen, dass er mit dem Fernbleiben des Showevents in London alles richtig gemacht hat - zumindest aus seiner Sicht. Denn weder scheint seine Leistung unter dem Griechenland-Trip gelitten zu haben, noch schienen ihn die Fans in Großbritannien fallen gelassen zu haben.

Von Buh-Rufen wie noch in London hörte man in Silverstone nichts. Die ganze Grafschaft Northamptonshire war der Hamilton-Manie verfallen. Als der Mercedes-Pilot nach seinem Sieg das Podium betrat, jubelte ihm die Menge zu, als sei in der Woche nichts Ungewöhnliches vorgefallen. "Die Unterstützung war wahnsinnig. Die Flaggen, die Energie - das war alles bemerkenswert", stammelt Hamilton nach dem Rennen überwältigt.

"Ich komme gleich zu euch rüber", hatte Hamilton seinen Fans auf dem Podium versprochen und damit die Fannähe gezeigt, die sich seine Anhänger schon in London gewünscht hatten. Doch in Silverstone holte er das nach und gab sich als Star zum Anfassen. Fast demonstrativ begab er sich schließlich in die Menge, um Crowdsurfing zu betreiben. "Sie haben mich einfach in die Menge gezogen", berichtet der Brite. "Die Reaktionen waren einfach Wahnsinn."

51 Runden lang standen die Fans

Es sei diese Euphorie gewesen, die ihn schon während des Rennens zur Ziellinie getragen habe. Schon vor dem Einsteigen ins Auto habe er den Jubel der Menschen auf den Tribünen hören können. Nach dem Start sah er im Augenwinkel, wie die Menschen von ihren Sitzen gerissen wurden, weil er vorne war. "Und 51 Runden lang konnte ich in jeder Runde sehen, dass die Leute in jeder einzelnen Kurve aufstehen. Es ist phänomenal", strahlt er. "Es gab keine Runde, in denen sie nicht aufgestanden sind. So etwas sieht man nirgendwo auf der Welt."

Nicht nur darum gehört Silverstone für ihn zu seinen absoluten Lieblingsstrecken. Als Kind sah er britische Helden wie Nigel Mansell, wie sie in Silverstone fuhren und von den Fans angefeuert wurden. Hamilton malte sich aus, wie es sich anfühlen würde, selbst einmal in dieser Situation zu sein. Seit vier Jahren hat er nun jedes Rennen hier gewonnen. "Und in jedem Jahr wird es immer besser", lacht er. "Kein anderer Fahrer bekommt irgendwo auf der Welt so viel Energie von den Fans wie ich hier."

Da macht es auch nichts aus, wenn er ein paar Tage zuvor nicht zu einem arrangierten Formel-1-Showevent nach London kommt. Über die Hintergründe seines Fernbleibens wurde ausführlich geschrieben. Laut Mercedes brauchte er ein paar Tage Urlaub, um sich intensiv auf das anstehende Rennen vorzubereiten. Zwar mag nicht jeder verstanden haben, dass Party in Griechenland die ideale Vorbereitung ist, doch der Erfolg gibt Hamilton Recht.

Vorbereitung bald in Disneyland? Hamilton kontert ...

"Ich habe das Glück und weiß, was für mich richtig ist. Ich weiß, wie ich mich richtig vorbereite", unterstreicht er. In Silverstone zeigte der Mercedes-Pilot eines seiner besten Wochenenden. Er fuhr am Samstag souverän zur Pole-Position und zeigte im Rennen keine Anzeichen von Schwäche. 51 Runden lang fuhr er wie ein Uhrwerk Kurve um Kurve und war für die Konkurrenten unantastbar.

Lewis Hamilton

Der Mercedes-Pilot hat gezeigt, dass er mit dem Druck umgehen kann

"Es geht nicht besser. Wir sind außer uns vor Freude nach so einer schwierigen Woche", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und spürt nach den jüngsten Schlagzeilen aus der britischen Presse so etwas wie Genugtuung. "Die englischen Medien haben richtig auf ihn draufgehauen - dann so zurückzukommen, vor all den Fans - das war unglaublich wichtig und gut", betont der Österreicher.

In der Pressekonferenz nach dem Rennen muss Hamilton noch einmal eine Stichelei abwehren. Ein Journalist der englischen Boulevard-Zeitung 'The Sun' will wissen, ob seine nächste Vorbereitung vielleicht in Disneyland stattfinden wird. Doch den Versuch unterwandert der Brite: "Es gibt keinen Grund, meine Vorbereitung zu hinterfragen", stellt er klar. "Meine Performance ist einzigartig. Und wenn du nicht verstehst, dass meine Vorbereitung meist genau stimmt, dann wirst du es vermutlich niemals tun."

Negativpresse macht Hamilton stärker

Er werde in den kommenden Wochen weiter hart trainieren - und zwar an verschiedenen Orten. "So wie ich es immer mache", betont Hamilton. Doch diese Frage war noch harmlos im Vergleich zu den Gerüchten, die vor dem Rennen gestreut wurden. Es habe ein Zerwürfnis mit Wolff gegeben, der auf der Geburtstagsparty von Sebastian Vettel gewesen war, hieß es in den britischen Medien, was Mercedes auf die Palme brachte.

"Ich kann nicht verstehen, wieso man den Lokalmatadoren vor seinem Heimrennen mit Schwachsinn, der nicht einmal wahr ist, diffamiert", tobt Wolff über die Berichte rund um das Heimspiel. Vor dem Rennen musste sich Hamilton fast ausschließlich negative Fragen gefallen lassen. Über sein Fehlen in London zum Beispiel. Doch das hat ihn scheinbar wenig gestört. "Die Konsequenz ist, dass er noch stärker zurückkommt - und das ist gut", sagt Wolff.

"Ich bin glücklich, dass ich trotz aller Negativität an diesem Wochenende so performen konnte", meint auch Hamilton selbst und redet sich in eine Spirale der Emotionen: wie schwierig es sei, Worte zu finden, wie sehr er seiner Familie für ihre Opfer dankt, wie sehr Billy Monger und ein krebskranker Freund aus Südafrika vor Ort ihm Kraft gegeben haben, wie toll die Strecke von Silverstone doch sei und dass der Grund für seine starke Performance auf dem Kurs er selbst sei - natürlich nur zum Spaß.

Wie Hamilton beim Vettel-Chaos mitfieberte

Und dann wäre da noch die Verbindung zu seinem Team, das ihm all die Möglichkeiten in den vergangenen Jahren gegeben hat. "Wir sind ein Siegerteam", betont er und wischt Gerüchte um eine Krise beiseite. "Ich spüre, dass wir wirklich zusammenwachsen. Valtteri (Bottas; Anm. d. Red.) hat ebenfalls viel Positivität in das Team gebracht und alle Negativität weggespült", so Hamilton, der glücklicher als neben Nico Rosberg wirkt.

Der Brite möchte mit den Silberpfeilen noch viel erreichen: "Jeden Tag nach dem Aufwachen spreche ich zu meinem Team und sage ihnen, dass wir die Weltherrschaft an uns reißen wollen", sagt er und lacht dabei. Die Weltherrschaft soll natürlich nur sein Engagement unterstreichen, doch für ihn geht es um nicht weniger als den Weltmeistertitel. Seit gestern ist Hamilton wieder auf einen einzigen Punkt an Sebastian Vettel dran.

Wie groß der Konkurrenzkampf mit dem Deutschen ist, hat sich für ihn gestern im Rennen gezeigt. Er beschreibt, was ihm während des Grand Prix im Kopf schwirrte: "Ich habe ständig geschaut, wo Vettel war, und konnte sehen, dass er auf dem dritten Platz lag. Ich hatte gehofft, dass Valtteri aufholen würde. Dann sah ich den Kampf und dachte: 'Jawoll!' Ich war superglücklich, als er vorbeikam."

"Ich dachte, das nehmen wir so, aber ich hätte mir nicht vorstellen oder erträumen können, dass er das Problem am Ende haben würde", sagt er über Vettels Reifenschaden, der ihn bis auf Rang sieben zurückspülte. "Beim Großbritannien-Grand-Prix so nah rangekommen zu sein, ist fantastisch", strahlt er. "Ich denke, die Fans haben Spaß." Der Ärger von London scheint wirklich schnell verflogen zu sein ...


Link zum Newseintrag
Zuletzt geändert von Redaktion am 17.07.2017, 11:16, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: EXT TRIGGER

Benutzeravatar
MSC2005
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 1171
Registriert: 05.12.2016, 16:35
Lieblingsfahrer: M. Schumacher

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon MSC2005 » 17.07.2017, 11:46

Der HAM spinnt schon ein bisschen, aber witzig ist es ja :lol: :thumbs_up:
Neutralität ist meine Spezialität :ninja:

Benutzeravatar
racingfan8
Mechaniker
Beiträge: 311
Registriert: 16.08.2012, 19:10
Lieblingsfahrer: Räi, Ham, Alo, Mas, Bot, Ric,
Lieblingsteam: Ferrari

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon racingfan8 » 17.07.2017, 12:05

Für mich besteht kein Zweifel, dass Lewis sind seine Fans von allen Fahrern am wichtigsten sind.
Dass die britische Presse was anderes behauptet ist doch klar. In London hatten sie die Möglichkeit, mit sehr wenig Aufwand Exklusivinterviews vom erfolgreichsten und beliebtesten britischen Fahrern aller Zeiten zu ergattern. Die Journalisten reagieren doch genauso wie bei der Verschwiegenheitsgeschichte von Ferrari nun beleidigt und sorgen nun für Negativpresse - wer dem ganzen Mist glaubt ist selbst Schuld.
Lewis hat sich dann dazu entschieden, nach schwierigen Rennen auf seine Art mal abzuschalten, um stärker zurückzukommen - da es sich beim London-Event um keine Pflichtveranstaltung handelte 100% legitim. Die Möglichkeit, seine wahren Fans zu sehen, hatte er ein paar Tage später in Silverstone. Und es gibt keinen Fahrer, der mehr Fan-Interaktionen im Jahr veranstaltet als Lewis (Special Events mit Meet&Greets, Helmdesign Challenges etc.)
Da das Event in London kostenlos war, wäre er in London sehr wahrscheinlich sowieso nur überwiegend Menschen begegnet, die ihn gar nicht unterstützen und ihm trotzdem ein Papier zum Unterschreiben hingedrückt hätten, da er prominent ist. Warum er sich sowas FREIWILLIG hingeben sollte, statt Urlaub zumachen, erschließt sich mir nicht.

guxxn
Gridgirl
Beiträge: 61
Registriert: 05.12.2016, 13:56

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon guxxn » 17.07.2017, 12:21

racingfan8 hat geschrieben:Für mich besteht kein Zweifel, dass Lewis sind seine Fans von allen Fahrern am wichtigsten sind.
Dass die britische Presse was anderes behauptet ist doch klar. In London hatten sie die Möglichkeit, mit sehr wenig Aufwand Exklusivinterviews vom erfolgreichsten und beliebtesten britischen Fahrern aller Zeiten zu ergattern. Die Journalisten reagieren doch genauso wie bei der Verschwiegenheitsgeschichte von Ferrari nun beleidigt und sorgen nun für Negativpresse - wer dem ganzen Mist glaubt ist selbst Schuld.
Lewis hat sich dann dazu entschieden, nach schwierigen Rennen auf seine Art mal abzuschalten, um stärker zurückzukommen - da es sich beim London-Event um keine Pflichtveranstaltung handelte 100% legitim. Die Möglichkeit, seine wahren Fans zu sehen, hatte er ein paar Tage später in Silverstone. Und es gibt keinen Fahrer, der mehr Fan-Interaktionen im Jahr veranstaltet als Lewis (Special Events mit Meet&Greets, Helmdesign Challenges etc.)
Da das Event in London kostenlos war, wäre er in London sehr wahrscheinlich sowieso nur überwiegend Menschen begegnet, die ihn gar nicht unterstützen und ihm trotzdem ein Papier zum Unterschreiben hingedrückt hätten, da er prominent ist. Warum er sich sowas FREIWILLIG hingeben sollte, statt Urlaub zumachen, erschließt sich mir nicht.


:thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:

Benutzeravatar
FU Racing Team
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 1457
Registriert: 04.05.2015, 13:06
Lieblingsfahrer: HAM, MSC, RIC, HULK
Lieblingsteam: BMW Sauber, Mercedes, McLaren

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon FU Racing Team » 17.07.2017, 12:54

racingfan8 hat geschrieben:Für mich besteht kein Zweifel, dass Lewis sind seine Fans von allen Fahrern am wichtigsten sind.
Dass die britische Presse was anderes behauptet ist doch klar. In London hatten sie die Möglichkeit, mit sehr wenig Aufwand Exklusivinterviews vom erfolgreichsten und beliebtesten britischen Fahrern aller Zeiten zu ergattern. Die Journalisten reagieren doch genauso wie bei der Verschwiegenheitsgeschichte von Ferrari nun beleidigt und sorgen nun für Negativpresse - wer dem ganzen Mist glaubt ist selbst Schuld.
Lewis hat sich dann dazu entschieden, nach schwierigen Rennen auf seine Art mal abzuschalten, um stärker zurückzukommen - da es sich beim London-Event um keine Pflichtveranstaltung handelte 100% legitim. Die Möglichkeit, seine wahren Fans zu sehen, hatte er ein paar Tage später in Silverstone. Und es gibt keinen Fahrer, der mehr Fan-Interaktionen im Jahr veranstaltet als Lewis (Special Events mit Meet&Greets, Helmdesign Challenges etc.)
Da das Event in London kostenlos war, wäre er in London sehr wahrscheinlich sowieso nur überwiegend Menschen begegnet, die ihn gar nicht unterstützen und ihm trotzdem ein Papier zum Unterschreiben hingedrückt hätten, da er prominent ist. Warum er sich sowas FREIWILLIG hingeben sollte, statt Urlaub zumachen, erschließt sich mir nicht.


:thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

Benutzeravatar
schumi791
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 1810
Registriert: 17.03.2009, 19:52
Lieblingsfahrer: Michael Schumacher
Lieblingsteam: Keine

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon schumi791 » 17.07.2017, 13:11

racingfan8 hat geschrieben:Die Möglichkeit, seine wahren Fans zu sehen, hatte er ein paar Tage später in Silverstone. Und es gibt keinen Fahrer, der mehr Fan-Interaktionen im Jahr veranstaltet als Lewis (Special Events mit Meet&Greets, Helmdesign Challenges etc.)
Da das Event in London kostenlos war, wäre er in London sehr wahrscheinlich sowieso nur überwiegend Menschen begegnet, die ihn gar nicht unterstützen und ihm trotzdem ein Papier zum Unterschreiben hingedrückt hätten, da er prominent ist. Warum er sich sowas FREIWILLIG hingeben sollte, statt Urlaub zumachen, erschließt sich mir nicht.

Puh, mit diesen Aussagen wäre ich echt vorsichtig in dem Zusammenhang. Nicht jeder Fan kann sich ein Ticket für das Rennen in Silverstone leisten. Speziell diejenigen nicht, welche nicht in Großbritannien ansässig sind. Denn diejenigen müssen immense Kosten hinnehmen, wenn sie Hamilton in Silverstone sehen wollen. Für die Fans um die es finanziell nicht so gut bestellt ist, wäre der Event in London eine im wahrsten Sinne, sehr günstige Gelegenheit gewesen ihrem Idol nahe zu sein und vielleicht ein Autogramm zu bekommen. Von daher ist es schon ein Stück weit anmaßend, die Fans vor Ort in Silverstone als die wahren Fans zu bezeichnen.

Das es bei kostenlosen Events immer Leute gibt, die ein Autogramm haben möchten nur um dann sagen zu können sie haben mal Person XY live gesehen liegt in der Natur der Sache. Jedoch würde ich nicht sagen, dass diese Art von Leuten einen Großteil der Teilnehmer dieses Events ausgemacht haben.
Michael Schumacher will always be the greatest!
http://www.youtube.com/watch?v=Ka5FCLy14Uw
1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004

Benutzeravatar
almaenwr
Streckenposten
Beiträge: 197
Registriert: 05.09.2016, 11:15
Lieblingsfahrer: Rosberg, Hülkenberg, Vettel
Lieblingsteam: Williams, Ferrari, Renault
Wohnort: Perugia

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon almaenwr » 17.07.2017, 18:22

Die Jubelperserei seitens der Redaktion hat hier ja schon beinahe Sascha Roos-Niveau. Was geht bei euch ab? Das ist doch kein Journalismus. :facepalm:
Bild

Benutzeravatar
racingfan8
Mechaniker
Beiträge: 311
Registriert: 16.08.2012, 19:10
Lieblingsfahrer: Räi, Ham, Alo, Mas, Bot, Ric,
Lieblingsteam: Ferrari

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon racingfan8 » 18.07.2017, 13:38

schumi791 hat geschrieben:
racingfan8 hat geschrieben:Die Möglichkeit, seine wahren Fans zu sehen, hatte er ein paar Tage später in Silverstone. Und es gibt keinen Fahrer, der mehr Fan-Interaktionen im Jahr veranstaltet als Lewis (Special Events mit Meet&Greets, Helmdesign Challenges etc.)
Da das Event in London kostenlos war, wäre er in London sehr wahrscheinlich sowieso nur überwiegend Menschen begegnet, die ihn gar nicht unterstützen und ihm trotzdem ein Papier zum Unterschreiben hingedrückt hätten, da er prominent ist. Warum er sich sowas FREIWILLIG hingeben sollte, statt Urlaub zumachen, erschließt sich mir nicht.

Puh, mit diesen Aussagen wäre ich echt vorsichtig in dem Zusammenhang. Nicht jeder Fan kann sich ein Ticket für das Rennen in Silverstone leisten. Speziell diejenigen nicht, welche nicht in Großbritannien ansässig sind. Denn diejenigen müssen immense Kosten hinnehmen, wenn sie Hamilton in Silverstone sehen wollen. Für die Fans um die es finanziell nicht so gut bestellt ist, wäre der Event in London eine im wahrsten Sinne, sehr günstige Gelegenheit gewesen ihrem Idol nahe zu sein und vielleicht ein Autogramm zu bekommen. Von daher ist es schon ein Stück weit anmaßend, die Fans vor Ort in Silverstone als die wahren Fans zu bezeichnen.

Das es bei kostenlosen Events immer Leute gibt, die ein Autogramm haben möchten nur um dann sagen zu können sie haben mal Person XY live gesehen liegt in der Natur der Sache. Jedoch würde ich nicht sagen, dass diese Art von Leuten einen Großteil der Teilnehmer dieses Events ausgemacht haben.


1. Jemand, der nicht in GB ansässig ist, muss so oder so immense Kosten auf sich nehmen, um alleine nach London zu fliegen. So jemand muss von Natur aus wohlhabender sein und könnte sich sicherlich auch das Rennen in Silverstone leisten.

2. Klar hätte er in London die Möglichkeit gehabt, EINIGE weniger wohlhabende Fans, die es sich nicht leisten können, das Rennen zu besuchen, treffen können. Das könnte er aber mit einer eigenem Fan-Club-Treffen eigenständig nach der Saison nachholen. Um finanziell schwächere Fans hat er aber auch so schon genug Gelegenheiten, z.B. bei Stars and Cars mit Mercedes oder Sponsorenterminen (da kommen in der Regel mehr LH-Fans, da dann ER und nicht gesamte F1 im Vordergrund steht).

Fakt ist, dass es sich bei der Veranstaltung um keine Pflichtveranstaltung handelt. Er ist im gesamten Fahrerfeld einer von drei Fahrern, die sich im WM-Kampf befinden und von denen der Einzige, der zuvor mehrere Tiefschläge zu verdauen hatte. Er hat sich daher wie gesagt dazu entschieden, in diesem MOMENT seine Batterien aufzuladen anstatt in London aufzukreuzen. Lewis ist halt jemand, dem das Fliegen gar nix ausmacht. Ich bin mir zu 100% sicher, dass Kimi z.B. nur deshalb beim Event dabei war, da er für das Rennen in Silverstone sowieso schon in England war. Ich denke, dass auch Vettel oder Bottas aus einem Kurzurlaub im Ausland keinen Mehrwert gegenüber einem Verbleib in England hätten ausschöpfen können. Jeder Fahrer ist in seiner Vorbereitung auf Rennen und in seinen Bedürfnissen anders. Das sollte man respektieren. Dass man aus Lewis´ Urlaub in Greichenland schließen soll, dass ihm seine Fans total egal sind ist totaler Schwachsinn. Das hat man nach dem Rennen in Silverstone mal wieder gesehen.

Benutzeravatar
schumi791
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 1810
Registriert: 17.03.2009, 19:52
Lieblingsfahrer: Michael Schumacher
Lieblingsteam: Keine

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon schumi791 » 18.07.2017, 17:37

racingfan8 hat geschrieben:1. Jemand, der nicht in GB ansässig ist, muss so oder so immense Kosten auf sich nehmen, um alleine nach London zu fliegen. So jemand muss von Natur aus wohlhabender sein und könnte sich sicherlich auch das Rennen in Silverstone leisten.

Nicht jeder, der sich Urlaub in London oder generell Großbritannien leistet, kann sich automatisch auch ein Rennen in Silverstone leisten. Das sind ja noch mal hunderte von Euros mehr, welche dazukommen. Und der Kurs steht mit 1€ = 0,85 Pfund nun auch nicht so günstig. Warum sonst werden Billigflüge so sehr beworben und auch häufig in Anspruch genommen? Für viele ist der Trip nach London ansich schon das Maximum was drinsitzt.

2. Klar hätte er in London die Möglichkeit gehabt, EINIGE weniger wohlhabende Fans, die es sich nicht leisten können, das Rennen zu besuchen, treffen können. Das könnte er aber mit einer eigenem Fan-Club-Treffen eigenständig nach der Saison nachholen. Um finanziell schwächere Fans hat er aber auch so schon genug Gelegenheiten, z.B. bei Stars and Cars mit Mercedes oder Sponsorenterminen (da kommen in der Regel mehr LH-Fans, da dann ER und nicht gesamte F1 im Vordergrund steht).

Defenier mir hier einige. Wir reden hier immerhin von Hamiltons Heimatland und einer Millionenstadt in welcher dieses Event stattfindet. Da sind einige schnell mal ein paar tausend Menschen und die Möglichkeit bietet sich ihm bei Stars and Cars z.B. nicht, denn diese Veranstaltung wird ja bekanntlich in Stuttgart abgehalten und ich glaube kaum, dass dort so viele Hamiltonfans ansässig sind.
Michael Schumacher will always be the greatest!
http://www.youtube.com/watch?v=Ka5FCLy14Uw
1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004

Benutzeravatar
Aliminium
Weltmeister
Weltmeister
Beiträge: 2524
Registriert: 23.06.2009, 20:59
Lieblingsfahrer: MAS/ALO/HAM
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Feiern und feiern lassen: Mykonos-Antwort im Hamilton-Style

Beitragvon Aliminium » 20.07.2017, 11:32

racingfan8 hat geschrieben:Für mich besteht kein Zweifel, dass Lewis sind seine Fans von allen Fahrern am wichtigsten sind.
Dass die britische Presse was anderes behauptet ist doch klar. In London hatten sie die Möglichkeit, mit sehr wenig Aufwand Exklusivinterviews vom erfolgreichsten und beliebtesten britischen Fahrern aller Zeiten zu ergattern. Die Journalisten reagieren doch genauso wie bei der Verschwiegenheitsgeschichte von Ferrari nun beleidigt und sorgen nun für Negativpresse - wer dem ganzen Mist glaubt ist selbst Schuld.
Lewis hat sich dann dazu entschieden, nach schwierigen Rennen auf seine Art mal abzuschalten, um stärker zurückzukommen - da es sich beim London-Event um keine Pflichtveranstaltung handelte 100% legitim. Die Möglichkeit, seine wahren Fans zu sehen, hatte er ein paar Tage später in Silverstone. Und es gibt keinen Fahrer, der mehr Fan-Interaktionen im Jahr veranstaltet als Lewis (Special Events mit Meet&Greets, Helmdesign Challenges etc.)
Da das Event in London kostenlos war, wäre er in London sehr wahrscheinlich sowieso nur überwiegend Menschen begegnet, die ihn gar nicht unterstützen und ihm trotzdem ein Papier zum Unterschreiben hingedrückt hätten, da er prominent ist. Warum er sich sowas FREIWILLIG hingeben sollte, statt Urlaub zumachen, erschließt sich mir nicht.

:thumbs_up:
BildBild


Zurück zu „Grand-Prix-Berichte-Kommentare“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: icke und 8 Gäste