Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

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Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon Redaktion » 16.07.2017, 19:50

Carlos Sainz und Daniil Kwjat sind sich nach der Kollision in der ersten Runde nicht grün: Gegenseitige Schuldzuweisungen lassen das Team weiter auseinanderbröckeln
Daniil Kwjat

Daniil Kwjat ist nach dem Unfall mit Carlos Sainz nicht gut auf diesen zu sprechen

Bei Toro Rosso ist Feuer unter dem Dach! Nach der teaminternen Kollision in Runde 1 des Großen Preises von Großbritannien gehen die beiden Piloten Carlos Sainz und Daniil Kwjat gegenseitig aufeinander los. Während der Spanier zumindest nach außen noch mächtig gefasst wirkt, platzt Kwjat angesichts des erneuten Crashes der Kragen. Die Sicht auf den Vorfall geht dabei eindeutig weit auseinander.

Im schnellen Abschnitt von Maggotts und Becketts kämpften die beiden Toro-Rosso-Piloten nebeneinander um die Positionen. Im ersten schnellen Rechtsknick kam Kwjat jedoch etwas von der Strecke ab und knallte in der folgenden Linkskurve in seinen Teamkollegen. Dieser drehte sich, berührte dabei noch einmal den Haas von Kevin Magnussen und schied schließlich an Ort und Stelle aus. Kwjat konnte weiterfahren und wurde mit einer Runde Rückstand 15.

Nach dem Rennen beschuldigt der Russe seinen Teamkollegen, dass er die Kollision hätte vermeiden können, es aber nicht getan habe: "Wenn ein Rennfahrer sieht, was mit mir passiert ist, dann weiß er, dass er keine perfekte Linie in Kurve 12 fahren kann. Wenn man aber da fährt, dann weiß man, dass eine Kollision zu 90 Prozent unvermeidbar ist", schiebt er den Schwarzen Peter zu Sainz. Den Spanier nennt er dabei nicht beim Namen.

"Ich bin sicher: Hätte das andere Auto die Dinge mehr antizipiert, dann hätte er versuchen können, mich auf der nächsten Geraden wieder zu überholen. Aber das ist nicht passiert. Er hat sich einfach in die Position gebracht und zu seinem Teamkollegen gesagt: 'Okay, du kannst in mich reinfahren'", schimpft Kwjat auf seinen Stallgefährten. Und das sei nicht zum ersten Mal in dieser Saison passiert. Sein Rat für Sainz: "Er sollte sich in der ersten Runde - und generell - von mir fernhalten."

Kwjat: Verhältnis zu Sainz "war nie fantastisch"

Das sieht Sainz selbst komplett anders: "Die Bilder sprechen für sich. Wir haben gekämpft und uns gegenseitig viel Platz gelassen", betont der Red-Bull-Junior. Zwei Fahrzeuglängen habe er ihm Raum gegeben, um wieder auf die Strecke zu kommen. "Aber ein Auto hat die Kontrolle verloren und das andere getroffen." Mehr möchte Sainz zu dem Vorfall nicht sagen. "Das ist etwas, das innerhalb des Teams geklärt wird."


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Die Klärung innerhalb des Rennstalls könnte eher zu einer Standpauke von Teamchef Franz Tost und Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko werden, die wieder einmal eine unnötige Kollision ihrer Piloten mitansehen mussten. "Zwischen zwei Teamkollegen sollte so etwas nicht passieren", poltert Marko gegenüber 'Motorsport-Total.com' und dürfte seinen Fahrern die Leviten lesen - es wäre nicht das erste Mal.

Selbst miteinander sprechen möchten Sainz und Kwjat nicht. Der Spanier erwartet keine Erklärung seines Teamkollegen, "und mir ist es auch egal", winkt er ab. Auch Kwjat hat keine große Lust auf eine Aussprache: "Ich sehe keinen Sinn dahinter", schüttelt er den Kopf. "Wir sind beide smart und werden unsere Schlüsse ziehen." Dicke Luft bei Toro Rosso! Kwjat gibt zu: "Unser Verhältnis war nie fantastisch. Ich erwarte nicht, dass sich irgendetwas ändern wird."

Kwjat kann Strafmaß nicht nachvollziehen

Doch der Russe ist nicht nur auf seinen Teamkollegen sauer, sondern auch auf die Rennkommissare. Die sahen in ihm den Alleinschuldigen und brummten ihm eine Durchfahrtsstrafe sowie zwei Strafpunkte auf. Damit steht Kwjat mittlerweile bei neun - drei Punkte fehlen ihm damit nur noch bis zu einer Rennsperre. Für die Strafe findet der Toro-Rosso-Pilot jedoch wenig Verständnis. "Eine Durchfahrtsstrafe ist ziemlich hart", kritisiert er. "Dadurch sieht es viel schlimmer aus, als es war. Wir sind beim Rennsport, nicht beim Ballett."

"Ich habe schlimmere Vorfälle gesehen, die mit fünf oder zehn Sekunden beim Boxenstopp abgeglichen wurden", redet er sich weiter in Rage. Vor allem kann der Russe nicht nachvollziehen, dass er die Strafe dafür erhalten hat, dass er die Strecke verlassen und in unsicherer Weise wieder auf sie gefahren sein soll. "Ich habe die Strecke nicht verlassen, das haben das Team und ich schon übereinstimmend gesagt", unterstreicht er. "Ich war noch knapp drauf."

Am frustrierendsten findet der ehemalige GP3-Champion aber, dass die Kollision passierte, obwohl die beiden Piloten seiner Aussage nach überhaupt nicht hart gegeneinander kämpften. "Wenn man am Limit ist und kollidiert, dann sagt man: 'Okay, wir waren aggressiv zueinander', aber ich hatte keine Intention dafür", stellt er klar. "Ich habe ihm in Kurve 11 Platz gelassen, und habe erwartet, dass er in Kurve 12 mitspielt - das ist aber nicht passiert."

Sainz: Nicht mehr Wechsellust als früher

Überhaupt sei Sainz laut Kwjat in dieser Saison schon für viele Zwischenfälle mit ihm verantwortlich gewesen, doch darum habe niemand großes Aufheben gemacht: "Als er mich in den ersten vier Rennen von der Strecke geschoben hat, hat ihm niemand etwas gesagt. So etwas ist Teil des Spiels", sagt er und fordert ein Ende der Zwischenfälle: "Es ist schlecht für das Team. Ich fühle mich nicht schlecht für Carlos, aber für das Team", so Kwjat.

Sainz selbst möchte öffentlich keine weiteren Worte zu seinem Teamkollegen verlieren: "Ich möchte keine Polemik schaffen. Das Team hat genug damit zu tun, dass zwei Autos in der ersten Runde ineinandergefahren sind, als dass einer jetzt noch über den anderen reden muss", sagt er. Für ihn ist die Sache zumindest nach außen hin geklärt - alles andere will er mit dem Team diskutieren. Doch er betont: "Ich bin sehr ruhig."

"Ich bin nicht angespannt deswegen, weil es nicht in meiner Hand lag. Sowas passiert ein oder zweimal im Jahr. Ich möchte die ganzen Mechaniker aufmuntern, weil sie auch enttäuscht sein werden", so Sainz weiter. "Zumindest war es kein Rennen, in dem viele Punkte für uns möglich gewesen wären."

Kommt die Ruhe etwa daher, dass es ohnehin sein letztes Rennen für Toro Rosso war und er ab Ungarn schon nicht mehr Teamkollege von Kwjat sondern von Nico Hülkenberg bei Renault sein wird? Diese Gerüchte tauchten vor dem Rennen auf. "Im Moment denke ich nicht an etwas anderes. Ich versuche mich von den schlechten Rennen zu erholen", winkt er ab und verneint, dass er nun mehr Motivation habe, das Team zu verlassen. "Ich möchte pushen, um in Ungarn besser zurückzukommen", gibt er sich betont kämpferisch.


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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 16.07.2017, 19:56

Keiner gibt nach, dann passiert so etwas halt. Das Rennen ist lang, man muss nicht versuchen, es am Start zu gewinnen.

KVY wird sich IMO ganz sicher nach der Saison von der F1 verabschieden.
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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon M0815 » 16.07.2017, 19:58

Der Torpedo soll doch mal zu seinen Fehlern stehen. Bei RedBull bzw., Toro Rosso sollte man sich lieber über Kvyat Gedanken machen, als über Sainz. Langsam kann man echt denken, Kvyat ist der neue Maldonado, wobei zweiterer wenigstens einmal gewonnen hat.

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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon Calvin » 16.07.2017, 20:00

Aber die Begründung der Strafe war ziemlich lächerlich. Ist man von der FIA aber mittlerweile gewohnt.
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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 16.07.2017, 20:02

Calvin hat geschrieben:Aber die Begründung der Strafe war ziemlich lächerlich. Ist man von der FIA aber mittlerweile gewohnt.

KVY hat man eh auf dem Kieker, sogar im Startgetümmel. Allerdings selbst verschuldet.
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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon Black Box » 16.07.2017, 20:07

Null Beherrschung über die Situation, wiederholt wie ein Amateur.
Er bewegt sich in eine Situation und Position auf der Strecke ohne zu Wissen oder in Betracht zu ziehen, was das eigene Fahrzeug dort machen wird/könnte.
*Michael wir sind in Gedanken bei Dir*
Der größte Gegner für dich, bist du selbst.(i.Allg.)
Zugunsten der Freiheit müssen wir mit dem Dreck, welcher ungefiltert nach außen posaunt und unter dem Deckmantel unreflektierten "eigenen Meinung" steht, leben.

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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon mysamuel » 16.07.2017, 20:13

Kvy scheint echt jedes Jahr das selbe zu machen
Anfang Gut
Mitte schlecht bis oooops.
Danach wieder fangen.

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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon motorsportfan88 » 16.07.2017, 20:15

War Kvyats Fehler in meinen Augen, für was er da bestraft wurde habe ich nicht verstanden.

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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon Seth » 16.07.2017, 20:16

Was Kvyat da von sich gibt löst bei mir nur Kopfschütteln aus. Keine Einsicht, kein Teamgeist, kein Hirn.

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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon scott 90 » 16.07.2017, 20:18

Wenn ich Franz Tost wäre, dann würde ich mit den zwei Fahrern nochmal ein ernstes Wörtchen reden.

Da fragt man sich schon was die beiden sich da gedacht haben, in der ersten Runde nebeneinander durch Maggotts und Becketts fahren? Das geht mit Ansage schief und somit hätten auch beide die Kollision verhindern können, indem man eben nochmal zurücksteckt.

Kvyat trägt natürlich trotzdem die Hauptschuld, denn wenn er die Kurve unbedingt fahren will dann muss er schauen, dass ihm die Karre nicht ausbricht. So kann man wohl auch die Strafe der FIA sehen, die ja "re-joined unsafely" als Grund angaben, was dann auch zur Kollision geführt hat. Wäre er besser durch den Notausgang gefahren, wenn es ihn schon gibt.

Ansonsten sehe ich bei Kvyat eine ganz anderen Gefahr, Red Bull hatte ihn in Österreich auch noch nicht angezählt und es würde mich wundern, wenn sie das jetzt ändern würden.
Mit neun Strafpunkten ist er jetzt aber ganz nah an einer Sperre, da muss er jetzt aufpassen sonst verhilft er Gasly höchstselbst zum Debüt.

Wobei bei Toro Rosso auch aus einem ganz anderen Grund Frustration aufkommen sollte. Es wäre auch ohne Kvyats Einfall schwierig geworden mit Punkten und durch die technische Pannenserie fällt man extrem in der KWM zurück. Das kann man auch nur zu einem kleineren Teil auf Kvyat schieben, da trägt jeder sein Päckchen auch Sainz.
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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon toddquinlan » 16.07.2017, 20:22

ToroRosso sollte beide Fahrer für ein bis zwei Rennen beurlauben und dem Nachwuchs eine Chance geben. Sainz will weg, Reisende soll man nicht aufhalten, und Kvyat besitzt keine Rennübersicht und ist limitiert in seinen Fähigkeiten.

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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon NR6-KeepFightingMSC » 16.07.2017, 20:52

Für mich ganz klar Kwjats Fehler, konnte man bei den jeweiligen Onboards sehr schön sehen.
Sainz lässt viel Platz zum Kurvenscheitel, weil er weiß, dass Kwjat noch da ist.
Kwjat versucht erst innen zu bleiben, verliert dann das Heck und rauscht in Sainz.
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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon evosenator » 16.07.2017, 20:55

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Keiner gibt nach, dann passiert so etwas halt. Das Rennen ist lang, man muss nicht versuchen, es am Start zu gewinnen.

KVY wird sich IMO ganz sicher nach der Saison von der F1 verabschieden.

Trotzdem ist Kvyat auffällig viel dabei, wenn es ums Abräumen Anderer geht.

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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon schumi791 » 16.07.2017, 22:27

Kvyats Aussagen zeugen von einer großen Portion Uneinsichtigkeit und Dummheit. Er war derjenige der die Kurve nicht sauber gekriegt hat und durch zu hartes Überfahren der Randsteine das Auto verloren hat. Er ist in Sainz gekracht und nicht umgekehrt und demzufolge trägt er auch klar die Hauptschuld.

Was seine Wut über die FIA-Strafe angeht, so kann er doch froh sein das die Begründung offiziel "rejoining unsafely" lautet. Es hätte auch "causing a collision" lauten können. So kann er immerhin noch versuchen Sainz die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Mittlerweile muss ich auch sagen, dass Kvyat einfach ersetzt gehört. Ich war lange pro Kvyat, weil er meiner Ansicht nach von Red Bull unfair behandelt wurde und Marko nur darauf gewartet hat, bis Kvyat ihm einen Grund liefert ihn gegen Verstappen auszutauschen. Denn wenn wir mal ehrlich sind, hatte Kvyat von Anfang nie eine echte Chance bei Red Bull, da diese eigentlich Verstappen in dieses Cockpit stecken wollten und er dadurch von Beginn an unter strenger Beobachtung stand.

Jedoch lernt Kvyat einfach nichts aus seinen Fehlern. Ich meine, er hat wegen einer total übereifrigen Aktion, welche in einer Kollision resultierte, sein Cockpit bei einem Topteam verloren. Man sollte meinen, dass er durch diese knüppelharten Konsequenzen, die ersten Runden cleverer und bedachter angeht, aber dem ist nicht so.

So oder so, sollte bei Toro Rosso aufjedenfall ein Fahrerwechsel stattfinden. Aktuell leidet das Team am meisten unter den Scharmützeln zwischen Sainz und Kvyat.
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Re: Zoff nach Toro-Rosso-Crash: "Er soll sich von mir fernhalten!"

Beitragvon Urising » 17.07.2017, 00:56

schumi791 hat geschrieben:So oder so, sollte bei Toro Rosso aufjedenfall ein Fahrerwechsel stattfinden. Aktuell leidet das Team am meisten unter den Scharmützeln zwischen Sainz und Kvyat.


Ich glaube nicht, dass ein Fahrerwechsel diesbezüglich so viel bringt. Auch bei Toro Rosso scheint der Leistungsdruck seitens RedBull und den Herrn Dr. viel zu hoch. Auch das Verhältnis Verstappen/ Sainz war sehr angespannt. RedBull will Alphatiere und nicht unbedingt Teamplayer. Das kommt halt dabei raus.

Redaktion hat geschrieben:"Kwjat kann Strafmaß nicht nachvollziehenDoch der Russe ist nicht nur auf seinen Teamkollegen sauer, sondern auch auf die Rennkommissare. Die sahen in ihm den Alleinschuldigen und brummten ihm eine Durchfahrtsstrafe sowie zwei Strafpunkte auf.

:thumbs_up: Endlich sprechen die Kommisare wieder richtige Strafen aus. Gerade dieses Jahr, wo die Autos eh nicht so gut hintereinander fahren können, tut eine 5 oder 10 Sekundenstrafe meistens sowieso nicht so weh.


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