Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

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Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon Redaktion » 19.06.2017, 08:20

Interesse an den Entwicklungen: Porsche beteiligt sich ab sofort an der Arbeitsgruppe Antriebe der Formel 1, die das Reglement für 2021 formulieren soll
Alain Prost, Niki Lauda

Porsche feierte in den 80ern als McLaren-Partner große Erfolge in der Formel 1

In der Formel 1 wird im Hintergrund über die Antriebsregeln für die Zeit ab 2021 diskutiert. In den intensiven Debatten haben sich in den vergangenen Monaten einige Hürden aufgetan. Man muss einen Kompromiss finden aus Fan-Nähe (besserer Sound), Kostenreduktion und Relevanz für Hersteller - ein schwieriges Unterfangen. Die Eckpunkte stehen fest: Günstiger, lauter und weniger kompliziert sollen die Hybridantriebe der Formel 1 sein.

Beim vergangenen Meeting Ende März in Paris saßen die bisherigen Antriebshersteller Mercedes, Renault, Ferrari und Honda gemeinsam mit Vertretern der FIA und der Formel-1-Mehrheitseigner Liberty Media am Tisch. Ebenfalls zugegen: Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. Der Italiener, der aktuell Chef der Marke Lamborghini ist, war im Auftrag des Volkswagen-Konzerns nach Paris geflogen. Beim nächsten Meeting der "Engine Working Group" (EWG) wird eine andere deutsche Marke vertreten sein: Porsche.

Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' nimmt Porsche-LMP1-Teamchef Andreas Seidl an der Sitzung teil, die in den kommenden Wochen stattfinden soll. Der Ex-BMW-Ingenieur kennt die Formel 1 bestens, zudem hat er nach Alexander Hitzingers Abschied aus dem Porsche LMP1-Team auch die Funktion als Technikchef inne. Porsche fährt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) seit Jahren mit großem Erfolg und hat gerade die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Basis ist unter anderem der effiziente Hybridantrieb mit einem V4-Turbo-Verbrennungsmotor.

Porsche bestätigt Teilnahme an Arbeitsgruppe

Das aktuelle Zweiliter-Aggregat von Porsche könnte dem, was sich die Formel 1 für die Zukunft vorstellt, schon recht nahe kommen. "Wir sind als Mitglied der Herstellerkommission wie jeder andere zu den Beratungen über das künftige Formel-1-Antriebsreglement eingeladen worden. Wir haben diese Einladung angenommen, um die aktuellen Tendenzen und Planungen zu beobachten beziehungsweise bei Bedarf Input zu geben", bestätigt Porsche-LMP1-Leiter Fritz Enzinger gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Das Interesse von Teams an einem möglichen Porsche-Antrieb in der Formel 1 ist offenbar groß. Kontakte zwischen dem Volkswagen-Konzern und Red Bull sind seit Jahren sehr eng, das Thema Königsklasse wurde mehrfach diskutiert. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat aber ein zweites Team in Weissach vorgefühlt. Es dürfte sich dabei um McLaren handeln, die mit den bislang schwachen und unzuverlässigen Honda-Antrieben chancenlos sind. McLaren und Porsche haben eine gemeinsame Vergangenheit.

Porsche als Alternative für Red Bull und McLaren?

In den 1980er-Jahren feierte die Kombination McLaren-TAG-Porsche zwei WM-Titel, 1986 und 1987 wurde man Zweiter in der Konstrukteurs-WM, bevor das britische Team - ausgerechnet - auf Honda-Motoren wechselte und vier WM-Kronen in Serie realisierte. Der bislang letzte Formel-1-Auftritt von Porsche war weniger von Erfolg gekrönt. Footwork/Arrows fuhr 1991 mit den Antrieben aus Zuffenhausen hoffnungslos hinterher. Ein neuer Porsche-Motor, der ursprünglich für Sauber gedacht war, kam nie zum Einsatz.

Andreas Seidl Porsche

Andreas Seidl soll bei der nächsten Sitzung der Motoren-AG dabei sein

Warum denken die Stuttgarter überhaupt über ein Formel-1-Engagement nach? Die Fahrten mit dem aktuellen 919 in der Le-Mans-Szene sind äußerst erfolgreich, werden aber trotz des Einsatzes von über 200 Millionen Euro pro Jahr in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen. Mit ähnlichem finanziellen Aufwand ließe sich in der Formel 1 erheblich mehr Publicity erzielen.

An den Einsatz eines komplett eigenen Werksteams denkt man nach Informationen aus dem Umfeld des Volkswagen-Konzernvorstandes derzeit nicht. Ein von den Teams unabhängiger Lieferant von Kundenmotoren ist ein Thema, das immer wieder diskutiert wird. Es könnte eine Variante sein, die man bei Porsche im Detail untersuchen will. Dies würde im besten Falle sogar noch ein attraktives Geschäftsmodell für die Stuttgarter sein.


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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon abloo » 19.06.2017, 08:32

Redaktion hat geschrieben: Der bislang letzte Formel-1-Auftritt von Porsche war weniger von Erfolg gekrönt. Footwork/Arrows fuhr 1991 mit den Antrieben aus Zuffenhausen hoffnungslos hinterher. Ein neuer Porsche-Motor, der ursprünglich für Sauber gedacht war, kam nie zum Einsatz.


Das war damals auch nicht wirklich verwunderlich, setzte man ja auf ein V12/3,5 Liter SaugerUngetüm. Viele hatten damals mit dem 12 Zylinder ein Problem weil er seeehr durstig war. Bei Footwork wars so schlimm das Sie mitten in der Saison umrüsteten auf einen 8 Zylinder. Weiss aber nicht mehr auf welches Fabrikat. Sowas wäre heutzutage undenkbar...

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon supertri » 19.06.2017, 08:52

Das Dementi von PORSCHE wird vermutlich gerade in der Presseabteilung formuliert......

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon phenO » 19.06.2017, 08:53

Das neue Reglement in der LMP1 ab 2020 ist bisher auf wenig Gegenliebe gestoßen. Es gab wohl schon lange keinen so guten Zeitpunkt um Porsche den Einstieg in die F1 schmackhaft zu machen.
Sie haben Erfahrung mit Hybridsystemen und absolute Top-Ingenieure in ihren Reihen, da sollte ein F1-Antrieb (der ja ab 2021 auch wieder einfacher werden soll) im Rahmen des möglichen liegen.

Für RB oder McLaren sicher eine Alternative, besonders RB wird da ordentlich Lobbyarbeit leisten.
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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon focuset » 19.06.2017, 09:10

Für mich ist eine Änderung des Reglements unumgänglich. Es kann nicht sein, dass in der Formel 1 nur ein Hersteller einen Vernünftigen Antrieb an den Start bringt. Ferrari brauchte 3 Jahre bis sie mit ihrem Antrieb nur in die Nähe von Mercedes gekommen sind. Renault hat es eigentlich bis heute noch nicht geschafft und Honda bringt ihren Antrieb nach 4 Jahren Entwicklung immer noch nicht zum laufen. Kommt hinzu, dass die komplizierten Antriebseinheiten viel zu teuer sind. Mit solchen Voraussetzungen ist für mich klar, dass die F1 für einen Hersteller nicht attraktiv sein kann. Es besteht dringender Handlungsbedarf.
Ob es richtig ist, die Hersteller mit ein zu beziehen bin ich mir nicht so sicher. Grundsätzlich ja, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass dabei Eigeninteressen oft in den Vordergrund gestellt wurden, was nicht zu einer Besserung beigetragen hat....

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon modellmotor » 19.06.2017, 09:45

Porsche hat bekanntlich langjährige Erfahrung in der Konstruktion von Hochleistungs - Wettbewerbsmotoren.Der aktuelle Hybrid-Antrieb des LMP 1 -Porsche 919 ist eine geniale Konstruktion.Auch hier benutzt man Abgase für die Ladung der Akkus für den Hybrid-Antrieb,allerdings funktioniert dieser deutlich weniger kompliziert als bei den aktuellen F1-Antrieben.
Wenn eine Firma aus dem VW-Konzern die Fähigkeiten hat den neuen Antrieb der F1 zu konzipieren, dann ist das einzig und allein Porsche.
Grüße vom
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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon Manisch » 19.06.2017, 09:48

Klingt alles sehr schön und logisch, aber...wird am Ende eh wieder nichts.

Btw. würde ich mich als McLaren nicht wieder trauen, den Motor eines "Neueinsteigers" zu nehmen :D

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon DC21 » 19.06.2017, 09:59

Porsche als reiner Motorenhersteller, der Kunden versorgt würde mir sehr gefallen. Das Porsche gerne und gut Kundendienst betreibt haben sie über die Jahre in diversen Rennserien bewiesen, und dabei sogar hingenommen, dass Kunden die Werksteams besiegen konnten. Mir missfällt es, dass Mercedes und Ferrari als Werksteams Vorteile gegenüber den Kundenteams haben. Da macht es Renault fairer und das wäre bei einem unabhängigen Motorenhersteller auch gegeben.

Manisch hat geschrieben:...

Btw. würde ich mich als McLaren nicht wieder trauen, den Motor eines "Neueinsteigers" zu nehmen :D

Unter dem neuen Motorenreglement würden ja alle wieder bei 0 anfangen. Da geht man mit jedem Hersteller ein gewisses Risiko.
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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon draine » 19.06.2017, 10:21

Mir würde ja ein 4 Zylinder Hochdrehzahlmotor gefallen. Der sollte aber nicht weniger als 2 Liter Hubraum haben. Die klingen super, wenn man sich z.B. mal Hillclimb Videos vom BMW M3 Baureihe E30 anschaut.

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon Simtek » 19.06.2017, 10:47

abloo hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben: Der bislang letzte Formel-1-Auftritt von Porsche war weniger von Erfolg gekrönt. Footwork/Arrows fuhr 1991 mit den Antrieben aus Zuffenhausen hoffnungslos hinterher. Ein neuer Porsche-Motor, der ursprünglich für Sauber gedacht war, kam nie zum Einsatz.


Das war damals auch nicht wirklich verwunderlich, setzte man ja auf ein V12/3,5 Liter SaugerUngetüm. Viele hatten damals mit dem 12 Zylinder ein Problem weil er seeehr durstig war. Bei Footwork wars so schlimm das Sie mitten in der Saison umrüsteten auf einen 8 Zylinder. Weiss aber nicht mehr auf welches Fabrikat. Sowas wäre heutzutage undenkbar...


Ich meine es war Cosworth.
Viel Glück in Deinen wichtigsten Rennen, Michael.

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon laruso » 19.06.2017, 14:20

ganz ehrlich entweder man bleibt bei den jetzigen Aggregaten oder man verbrennt noch mehr Geld
die Entwicklung eines neuen Motor (der ja wieder mit Hybrid sein wird) ist teuer und das nach 6 Jahren?

und

Die Fahrten mit dem aktuellen 919 in der Le-Mans-Szene sind äußerst erfolgreich, werden aber trotz des Einsatzes von über 200 Millionen Euro pro Jahr in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen. Mit ähnlichem finanziellen Aufwand ließe sich in der Formel 1 erheblich mehr Publicity erzielen.


bei den 200 Millionen hab ich aber auch das Team, hier bin ich dann nur der dumme Motorenhersteller der am Ende alles abbekommt "Motor langsam", "Motor geht hoch" und am Ende heißt es nicht Porsche hat die WM gewonnen sonder XY Porsche :)

und ich bleib dabei, das kann sich Volkswagen aktuell nicht erlauben. Dafür haben sie aktuell genug Baustellen ;)
es wäre natürlich gut für die F1, aber da braucht man auch wieder mehr Teams. Somit müßte der Motor einfacher und günstiger werden und solange man da mit Hybriden arbeitet, wird das schwer. Aber ich lass mich gerne überraschen und gestehe am Ende meine Fehleinschätzung ein :rotate:

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon modellmotor » 19.06.2017, 14:36

laruso hat geschrieben:ganz ehrlich entweder man bleibt bei den jetzigen Aggregaten oder man verbrennt noch mehr Geld
die Entwicklung eines neuen Motor (der ja wieder mit Hybrid sein wird) ist teuer und das nach 6 Jahren?

und

Die Fahrten mit dem aktuellen 919 in der Le-Mans-Szene sind äußerst erfolgreich, werden aber trotz des Einsatzes von über 200 Millionen Euro pro Jahr in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen. Mit ähnlichem finanziellen Aufwand ließe sich in der Formel 1 erheblich mehr Publicity erzielen.


bei den 200 Millionen hab ich aber auch das Team, hier bin ich dann nur der dumme Motorenhersteller der am Ende alles abbekommt "Motor langsam", "Motor geht hoch" und am Ende heißt es nicht Porsche hat die WM gewonnen sonder XY Porsche :)

und ich bleib dabei, das kann sich Volkswagen aktuell nicht erlauben. Dafür haben sie aktuell genug Baustellen ;)
es wäre natürlich gut für die F1, aber da braucht man auch wieder mehr Teams. Somit müßte der Motor einfacher und günstiger werden und solange man da mit Hybriden arbeitet, wird das schwer. Aber ich lass mich gerne überraschen und gestehe am Ende meine Fehleinschätzung ein :rotate:

Es geht hier nicht um die (Problem-) Mutter VW, sondern um eine Tochterfirma.Porsche unterhält in Weissach eine
"Denkfabrik", die international auch für Fremdfirmen arbeitet.Dort werden auch die Hochleistungs-Triebwerke entwickelt Porsche hat dort angeblich auch früher schon mal z.B.für Honda einen F1-Motor optimiert.
Grüße vom
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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon SaintRaptor » 19.06.2017, 17:23

phenO hat geschrieben:Das neue Reglement in der LMP1 ab 2020 ist bisher auf wenig Gegenliebe gestoßen. Es gab wohl schon lange keinen so guten Zeitpunkt um Porsche den Einstieg in die F1 schmackhaft zu machen.
Sie haben Erfahrung mit Hybridsystemen und absolute Top-Ingenieure in ihren Reihen, da sollte ein F1-Antrieb (der ja ab 2021 auch wieder einfacher werden soll) im Rahmen des möglichen liegen.

Für RB oder McLaren sicher eine Alternative, besonders RB wird da ordentlich Lobbyarbeit leisten.



Wo ist den das auf wenig Gegenliebe gestoßen. Toyota und Porsche waren in den Prozess mit eingebunden. Und eine Erweiterung des Hybridsystems ist für Porsche auch nicht verkehrt.

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon SaintRaptor » 19.06.2017, 17:29

Porsche in der Formel 1 hätte natürlich schon was. Aber ich glaube nicht das es dazu kommen wird.
Als reiner Motorenhersteller kannst du das eh vergessen. Red Bull und McLaren sind in keinem Sinne vertrauenswürdiger als der Drogenhändler um die Ecke.

Red Bull schimpft die ganze erste Saisonhälfte 2015 über Renault weil man so langsam ist, dabei fährt das kleine Schwesterteam mit dem gleichen Motor deutlich besser. Bei McLaren ist es nicht ganz so extrem, die haben ziemlich lange stillgehalten, aber auch da gab es 2015 die ersten Aussagen das eigene Autos sei so geil und an Hand der Daten wären wir mit dem gleichen Motor locker schneller als Mercedes. Da ist so unfassbar viel Bullshit in der Formel 1, das würde ich mir nicht an tun.

Für mich ist die WEC seit Jahren auch die deutlich bessere Rennserie. Selbst die 24h von Le Mans am Wochenende, die in der LMP1 Kategorie nicht viel Spannung bot aber Mitternacht ist dem durchschnittlichen Formel 1 Rennen deutlich überlegen.

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Re: Porsche vor Entwicklung eines Formel-1-Kundenmotors?

Beitragvon abloo » 19.06.2017, 17:36

phenO hat geschrieben:Sie haben Erfahrung mit Hybridsystemen und absolute Top-Ingenieure in ihren Reihen, da sollte ein F1-Antrieb (der ja ab 2021 auch wieder einfacher werden soll) im Rahmen des möglichen liegen.


ähm moment... sowas ähnliches hab ich schonmal gelesen, damals ging es aber um Honda :facepalm: - Warum sie ein Jahr später in die F1 einsteigen. Klar Porsche ist nochmal anderst aufgestellt als Honda und die Kommunikation läuft größtenteils in Europa ab und man muss nicht wegen jeder Kleinigkeit Japan kontaktieren. Aber wer hat die Glaskugel um jetzt schon zusagen was in 4 Jahren los ist in der Formel 1....


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