Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

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Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Redaktion » 10.01.2017, 15:45

Die stellvertretende Teamchefin Claire Williams versteht nicht, warum Piloten mit zahlungskräftigen Sponsoren im Rücken im Fahrerlager noch immer verpönt sind
Claire Williams

Claire Williams sieht keinen Interessenskonflikt in der Paydriver-Frage

Talent gegen Geld: In der Formel 1 scheint das noch immer nicht zusammen zu gehen. Auch Williams-Rookie Lance Stroll muss sich gegen den Vorwurf wehren, mehr durch seinen zahlungskräftigen Vater als durch seine Erfolge auf sich aufmerksam gemacht zu haben. Unterstützung gibt es von seiner Chefin, Claire Williams. Sie möchte die Diskussionen um Piloten, die finanzielle Unterstützung mitbringen, lieber heute als morgen beendet wissen."Ich verstehen nicht, warum noch so ein großes Ding daraus gemacht wird", sagt sie gegenüber Autosport. "Die Teams müssen sich auf ein Budget von über einer Million Pfund verlassen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Warum gibt es da so einen negativen Beigeschmack bei Fahrern, die finanzielle Unterstützung mitbringen?""Man schafft es nicht in die vordersten Reihen, wenn man nicht ein ausreichendes Budget zusammenbekommt", erklärt Williams. "Ich verstehe nicht, warum Fahrer kritisiert werden, die finanzielle Unterstützung mitbringen. Wenn sie das nicht tun würden, dann würde sich viele Teams gar nicht halten können und das würde den Sport zerstören. Der Sport ist viel teurer geworden, da werden sich solche Situationen häufen."

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Ihre Mannschaft ist, trotz langer und erfolgreicher Vergangenheit in der Formel 1, eines dieser typischen Privatteams, die von Saison zu Saison mit wenig Budget gegen die großen Werkteams ankämpfen müssen. Daher war man auch schon auf Piloten wie Pastor Maldonado, der eine Menge venezolanisches Geld mitgebracht hat, angewiesen."Teamchefs müssen bei jedem Fahrer die kommerzielle Tragweite berücksichtigen", betont Williams. "Auch ein Fernando Alonso bringt finanzielle Unterstützung mit - vielleicht nicht persönlich, aber er zieht Sponsoren wie zum Beispiel Santander an. Mit Jenson Button oder Sergio Perez ist es das Gleiche."

Williams über Stroll: Mit Urteil zurückhalten

Lance Stroll, Claire Williams

Jüngling Lance Stroll genießt bei Williams vollstes Vertrauen

Stroll wird seine erste Saison 2017 aber nicht nur mit dem schlechten Ruf eines Bezahlfahrers, sondern auch mit der Skepsis antreten, die besonders junge Fahrer in der Königsklasse begleitet. Erst Ende Oktober hatte der Kanadier sein 18. Lebensjahr beendet. Seit Max Verstappen 2014 mit 17 Jahren als jüngster Formel-Pilot aller Zeiten in die Geschichtsbücher einging, ist das Voraussetzung für einen Platz in der Startaufstellung.

"Bei Lance sollten wir uns mit unserem Urteil noch zurückhalten", steht Claire Williams auch in Bezug auf das Alter hinter ihrem neuen Schützling. "Für sein Alter hat er schon eine Menge erreicht - er hat alle Meisterschaften gewonnen, an denen er teilgenommen hat. Ja, er wird ein Rookie sein und Fehler machen. Aber wir konnten schon sehen, dass er schnell dazulernen kann. Wir sollten ihm die Chance geben, sein Talent unter Beweis zu stellen. Wir sind ein ernstzunehmendes Team mit ernstzunehmenden Ambitionen - ich würde ihn nicht ins Auto setzen, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass er abliefern kann."


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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Sportsmann » 10.01.2017, 16:39

"Ich verstehen nicht, warum noch so ein großes Ding daraus gemacht wird", sagt sie gegenüber Autosport. "Die Teams müssen sich auf ein Budget von über einer Million Pfund verlassen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Warum gibt es da so einen negativen Beigeschmack bei Fahrern, die finanzielle Unterstützung mitbringen?"


Zur Komödie: Sind die neuen Kostendeckelungssysteme schon im Einsatz? Nun, wer es sehr genau nimmt wird jetzt sagen. 60-90 Mio Pfund sind auch über einer Mio.

Zum Inhalt:
Ich finde auch, dass Paydriverdiskussionen nicht nötig sind. Wer nicht fahren kann, der wird keine lange Karriere haben. Maldonado fand ich nicht schlecht, er war schnell, bis auf die Crashs, die im Spätherbst seiner F1Karriere auch ausblieben. Gutierrez,...ist nun sicher auch weg. Nasr, ist vielleicht auch weg. Und ansonsten sind die meisten Paydriver immerhin gut genug gewesen um GP2 Champion oder ähnliches zu werden. Wer Geld bringt, umso besser!

Und nun nicht auf Ericson schimpfen. Vielleicht gäbe es ohne ihn, Sauber gar nicht mehr - ist nur Spekulation, aber wenn sein Unterstützer nicht mitgespielt hätte, weil er Ericson beim Angeln, Tennis oder Segeln unterstützt hätte, wer weiß ob es dann so gut für die F1-Fans gelaufen wäre. 18 Autos wäre traurig. 20 finde ich schon schlimm genug.

"Auch ein Fernando Alonso bringt finanzielle Unterstützung mit - vielleicht nicht persönlich, aber er zieht Sponsoren wie zum Beispiel Santander an. Mit Jenson Button oder Sergio Perez ist es das Gleiche."

Die Aussage ist völliger Mumpitz. Das Ergebnis in der Kasse ist das gleiche, aber die Wertschätzung ist eine andere. Fernando bezahlt nicht für seinen Sitz, darum ist er auch kein Paydriver. Zustimmen kann ich jedoch, dass solche finanziellen Faktoren sicher mit bedacht werden, denn ggf. ist ein neuer Frontflügel der 1-2 Zehntel bringt wichtiger als der Unterschied zwischen 2 Fahrern.
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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon unclebernie » 10.01.2017, 18:01

Ayrton Senna brachte viele viele Millionen mit... dieser Paydriver! Wer Stroll als Paydriver bezeichnet, meint auch Ahnung von Motorsport zu haben, obwohl er lediglich Formel1 schaut. Man sollte sich Strolls Karriere mal anschauen und dann ab in die Ecke.

Niki Lauda bezahlte in seinen Anfängen sogar, um überhaupt einen Sitz zu bekommen..
"Es ist an manchen Stellen eng, an anderen breit - das hängt davon ab, wo man ist."

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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Scorp!on » 10.01.2017, 18:11

Die Diskussion im Paydriver ist absolut legitim und richtet sich mehr dahin das dieser Sport einfach nur noch kaputt ist.
Es ist ein Sport wo leider Gottes Talent allein einfach nicht reicht, man muss auch ein dickes Portemonnaie haben.

Es ist bezeichnend wie sie selbst sogar sagt das man durch die Fahrer das Budget erreichen muss. In welcher Branche sonst bezahlt man dafür um einen Beruf auszuüben?
Profifussballer zahlen auch nicht um beim Club XY spielen zu können.

Tatsache ist einfach das viele, SEHR viele grosse Talente verloren gehen weil einfach die Kohle fehlt um da mitzumischen.
Ich erlebe es selbst um mich herum wenn wieder mal ein offizielles Kartrennen in der Gegend ist. Der Junge der mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten konstant um P1-3 kämpft hat wesentlich weniger Möglichkeiten weiter zu kommen als der verwöhnte Bengel der im Mittelfeld rumkurvt, dessen Vater aber Geld ohne Ende hat.

Natürlich kommt man nicht soweit wenn man absolut Talentfrei ist, aber dieser Sport geht halt nur mit Geld. Und Sponsoren finden sich selten.....

Kurzum:
Kaputter Sport, aber eigentlich schon immer gewesen.
Nur war damals die F1 nicht so dermassen Teuer das man die Fahrer eher nach Talent als nach Finanziellen Aspekten eingestellt hat.
Und ja ich weiss, auch damals gabs die Paydriver schon...Aber nicht im Ausmass wie es Heute ist.

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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon daSilvaRC » 10.01.2017, 21:50

Scorp!on hat geschrieben:
Kurzum:
Kaputter Sport, aber eigentlich schon immer gewesen.
Nur war damals die F1 nicht so dermassen Teuer das man die Fahrer eher nach Talent als nach Finanziellen Aspekten eingestellt hat.
Und ja ich weiss, auch damals gabs die Paydriver schon...Aber nicht im Ausmass wie es Heute ist.



ich würde aber sagen das wir derzeit (2016) weniger "echte" paydriver hatten als zu früheren Jahren- sprich solche die nur wegen geld im Cockpit saßen, das war 2016 schon ganz andere Kaliber die Paydriver- spriht sehr stark dafür das das heutige feld deutlich besser bestückt ist als vor 10, 20 oder gar 30jahren.
Das grösste Problem der F1 ist, das sie es versuchen den Fans recht zu machen.
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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon almaenwr » 10.01.2017, 21:54

Paydriver? So wie Michael Schuhmacher und Niki Lauda? Blöde Diskussion.
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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Dopp.Ex » 11.01.2017, 09:31

Scorpion! hat geschrieben:Die Diskussion im Paydriver ist absolut legitim und richtet sich mehr dahin das dieser Sport einfach nur noch kaputt ist.
Es ist ein Sport wo leider Gottes Talent allein einfach nicht reicht, man muss auch ein dickes Portemonnaie haben.

Es ist bezeichnend wie sie selbst sogar sagt das man durch die Fahrer das Budget erreichen muss. In welcher Branche sonst bezahlt man dafür um einen Beruf auszuüben?
Profifussballer zahlen auch nicht um beim Club XY spielen zu können.

Tatsache ist einfach das viele, SEHR viele grosse Talente verloren gehen weil einfach die Kohle fehlt um da mitzumischen.
Ich erlebe es selbst um mich herum wenn wieder mal ein offizielles Kartrennen in der Gegend ist. Der Junge der mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten konstant um P1-3 kämpft hat wesentlich weniger Möglichkeiten weiter zu kommen als der verwöhnte Bengel der im Mittelfeld rumkurvt, dessen Vater aber Geld ohne Ende hat.

Natürlich kommt man nicht soweit wenn man absolut Talentfrei ist, aber dieser Sport geht halt nur mit Geld. Und Sponsoren finden sich selten......

Ich sehe es nicht so, dass die Paydriver den F1-Sport kaputt gemacht haben. Vielmehr haben die wenigen, grossen Werksteams, die den Aufwand und das Budget so massiv in die Höhe trieben, dem Sport geschadet.
Viele heute grosse Namen mussten schon in den Siebzigern ihr erstes Cockpit kaufen - wahrscheinlich auch schon früher. Allgemein bekannt sind die Herren Lauda, Senna, M. Schumacher, die es ohne (fremde) finanzielle Unterstützung an das Team nie das erste F1-Cockpit erhalten hätten. Wo Alonso ohne den Manager Briatore gelandet wäre? Talent alleine reichte noch nie aus - Geld, die richtigen Leute kennen und das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein waren, sind und bleiben mitentscheidende Faktoren.

In den meisten Sportarten, wo es am Ende um's grosse Geld geht, schafft man es leider ohne das nötige Startkapital schon bei den Junioren nicht sonderlich weit. Im Tennis, muss ebenso alles selber finanziert werden, respektive Sponsoren gesucht werden. Gleiches gilt beim Eishockey, Skifahren, Radsport - auch hier bleiben viele Talente hängen, weil die Eltern es finanzielle nicht schaffen.
Das Beispiel Fussball kannst du im Bezug auf die grossen Teams vergessen. Viele internationale Top-Klubs sind massiv verschuldet .. in jeder anderen Branche oder Sport, wären diese längst insolvent.

daSilvaRC hat geschrieben:ich würde aber sagen das wir derzeit (2016) weniger "echte" paydriver hatten als zu früheren Jahren- sprich solche die nur wegen geld im Cockpit saßen, das war 2016 schon ganz andere Kaliber die Paydriver- spriht sehr stark dafür das das heutige feld deutlich besser bestückt ist als vor 10, 20 oder gar 30jahren.

Ich denke nicht, dass das es heute prozentual weniger Paydriver gibt,als vor 30 Jahren. Das Feld ist massiv kleiner geworden, sodass die reale Anzahl an Paydrivern geringer ist.

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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Prestige » 11.01.2017, 10:34

Paydriver sind für mich VES/WEH/STROLL/SAINZ/MAGNUSSEN/PALMER

meiner Meinung nach alles Paydriver... Verstappen und Wehrlein haben ihren F1 Einstieg richtig forciert....was einfach unterste Schiene ist ...nur weil man weiß ein Konzern steht hinter mir....
Es kann mir keiner sagen das ein Talentscout ,Sainz,Stroll,Wehrlein,Magnussen gefunden hat....
Ihre Papis hatten vermutlich zu viel Geld am Konto oder eine Rennfahrerkarriere hinter sich.
Für mich sitzen schon seit geraumer zeit wenn überhaupt nur 5 Fahrer am Grid die es wirklich verdient haben durch ihr können.

Der Rest hatte Connections....Freundalwirtschaft halt :/
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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Scorp!on » 11.01.2017, 10:45

Dopp.Ex hat geschrieben:Ich sehe es nicht so, dass die Paydriver den F1-Sport kaputt gemacht haben. Vielmehr haben die wenigen, grossen Werksteams, die den Aufwand und das Budget so massiv in die Höhe trieben, dem Sport geschadet.
Viele heute grosse Namen mussten schon in den Siebzigern ihr erstes Cockpit kaufen - wahrscheinlich auch schon früher. Allgemein bekannt sind die Herren Lauda, Senna, M. Schumacher, die es ohne (fremde) finanzielle Unterstützung an das Team nie das erste F1-Cockpit erhalten hätten. Wo Alonso ohne den Manager Briatore gelandet wäre? Talent alleine reichte noch nie aus - Geld, die richtigen Leute kennen und das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein waren, sind und bleiben mitentscheidende Faktoren.

In den meisten Sportarten, wo es am Ende um's grosse Geld geht, schafft man es leider ohne das nötige Startkapital schon bei den Junioren nicht sonderlich weit. Im Tennis, muss ebenso alles selber finanziert werden, respektive Sponsoren gesucht werden. Gleiches gilt beim Eishockey, Skifahren, Radsport - auch hier bleiben viele Talente hängen, weil die Eltern es finanzielle nicht schaffen.
Das Beispiel Fussball kannst du im Bezug auf die grossen Teams vergessen. Viele internationale Top-Klubs sind massiv verschuldet .. in jeder anderen Branche oder Sport, wären diese längst insolvent.



Oh du Moment, verstehe mich bitte nicht falsch.
Ich sage nicht das die Paydriver den Sport kaputt gemacht haben, sondern das der Sport an sich kaputt ist weil man ohne enormes Kapital überhaupt nicht so weit kommt.

Ich finde die Ansätze sind falsch in diesem Sport, schon in der Jugendzeit. Will die FIA grossartige Junge Fahrer müssen sie, meiner Meinung nach, auch in die Jugend investieren.
In Form einer Subvention z.B.
Man könnte hier ja in verschiedenen Länder jährliche Talent Veranstaltungen machen z.B.
Die kleinen Knirpse die besonders heraus stechen erhalten eine Subvention über mehrere Jahre, sofern die Ergebnisse stimmen. Es gibt hier viele Möglichkeiten...Dies könnte auch von den Teams praktiziert werden, weiss aber ehrlich gesagt nicht wie aktuelle Teams das handhaben.
Ein Fussballverein hat auch Scout's, Jungtalente werden angeheuert und Ausbildung etc. wird finanziert. Gleiches gilt übrigens im Eishockey, Talente werden durchaus gefördert. Zumindest hier in der Schweiz, auch wenn die Eltern nicht Geld ohne Ende haben. Vereine kommen hier entgegen mit Ausrüstungen etc. und Spieler erhalten Ausbildungsverträge.

Nochmal:
Der Sport an sich ist "krank", ja es ist ein extrem teurer Sport und ohne Einnahmen geht nichts (Sponsoren, Zuschauer, Merchandising etc.) aber es würde nicht X Teams in beliebigen Rennserien geben wenn das ein reines Verlustgeschäft wäre.
Ich rede hier vom Motorsport allgemein, nicht nur von der Formel 1. Die Formel 1 hat einfach ein Ausmass erreicht das exhorbitant ist mit den Kosten, die kann man nicht mehr Deckeln mit Sponsoren. Bernie sollte hier endlich mal das Portemonnaie öffnen damit mindestens eine Teilnahme, ein einigermassen fahrtüchtiges Auto und die Bezahlung der Infrastruktur und Mitarbeiter möglich ist.
Wie soll sich ein neues Team etabilieren wenn sie nicht von Anfang an gleich 300 Mio in die Hand nehmen?
Als Hinterbänkler bekommt man nichts und ist dann auch reiche Kids angewiesen dessen Vater mal gut und gerne 35 Millionen pro Jahr reinbuttert, das ist doch nicht normal.
Fahrer sollten REIN nach Talent eingestellt werden, denn so und nur so sehen wir die absolut Besten der Besten gegeneinander fahren.
Was nicht heissen soll das die "Paydriver" Talentfrei sind, aber ich bin überzogen davon das es bessere gibt die einfach das nötige Kleingeld nicht haben...

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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Wester » 11.01.2017, 13:05

Prestige hat geschrieben:Paydriver sind für mich VES/WEH/STROLL/SAINZ/MAGNUSSEN/PALMER

meiner Meinung nach alles Paydriver... Verstappen und Wehrlein haben ihren F1 Einstieg richtig forciert....was einfach unterste Schiene ist ...nur weil man weiß ein Konzern steht hinter mir....
Es kann mir keiner sagen das ein Talentscout ,Sainz,Stroll,Wehrlein,Magnussen gefunden hat....
Ihre Papis hatten vermutlich zu viel Geld am Konto oder eine Rennfahrerkarriere hinter sich.
Für mich sitzen schon seit geraumer zeit wenn überhaupt nur 5 Fahrer am Grid die es wirklich verdient haben durch ihr können.

Der Rest hatte Connections....Freundalwirtschaft halt :/


Auch wenn ich irgendwie das Gefühl habe, dass es nur Sarkasmus ist....

Vielleicht mal mit der Vergangenheit der Fahrer beschäftigen, bevor man sowas sagt. Natürlich haben Verstappen, Sainz, Magnussen und Palmer prominente Väter mit F1 Vergangenheit, mussten sich aber ihren F1 Platz mit Leistung verdienen. Da braucht man kein Talentscout zu sein, um zB ein Sainz oder Magnussen zu entdecken, wenn sie ihre Serie dominierten. Dass der Name vom Papa nicht reicht, hat man ja zB bei Piquet Jr gesehen und ganz besonders beim Sohn von Prost, der einfach nie das Talent zeigte um in die F1 zu kommen.

Man kann ja gerne diskutieren, dass solche jungen Fahrer Vorteile haben, bei Palmer oder Stroll würde ich auch sagen, dass Geld am Ende mit den Ausschlag gab, aber dann zu behaupten nur 5 Fahrer hätten ihren Platz verdient. :roll: Ich weiß auch ganz genau wer damit gemeint ist, natürlich wieder die Standardpiloten Hamilton, Vettel, Alonso, Räikkönen und wahrscheinlich noch Ricciardo. Denk lieber nochmal nach wen du aus dem aktuellen Fahrerfeld wirklich mit Leichtigkeit ersetzen würdest und wer da bitte sonst sitzen sollte. Würde mich echt mal interessieren, mit welchen Namen du dann ankommen würdest, die es in den letzten Jahren mehr verdient gehabt haben.
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Pipo92
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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Pipo92 » 11.01.2017, 13:27

Ich denke, jedes Team sollte für sich selbst entscheiden, was die beste Lösung ist.

Rein persönlich sind mir reine Paydriver sehr unsympatisch, die ihren Sitz wirklich nur durch die Finanzkraft eines Gönners erhalten, und vorher z.B. in 3 Jahren in der GP2 nichts gerissen haben.

Aus Sicht der Teams verstehe ich die Attraktivität von Paydrivern vollkommen.
Manche Teams benötigen diese ganz klar um überhaupt antreten zu können.
Wenn du für eine Saison 80 mio € benötigst, ohne Weiterentwicklung sondern nur für Wagen- und Ersatzteilbau, Motoren, Logistik und Personal und du mit einem Paydriver 15-30 mio davon abdecken kannst, ist das ein enormer Faktor.


Bei Williams haben wir ein Team mit einem recht robusten Budget durch Sponsoren und Williams selbst sowie die F1-Prämien + Ecclestones Sonderbonbon. Warum also das Risiko eingehen, einen so jungen Fahrer zu holen?

Man sieht an Verstappen, dass sowas gut gehen kann und evtl. ist Williams auch sehr von ihm überzeugt (seine bisherigen Leistungen deuten ja auf ein vorhandenes Talent hin), das wird aber auch noch nicht der Grund sein, sondern die ca. 35 mio die er mitbringt, sonst hätte er sicherlich noch 1-2 Jahre Erfahrung in der GP2 gesammelt.

Aufgrund der finanziellen Situation von Williams kann man davon ausgehen, dass diese 35 mio direkt in die Fahrzeugentwicklung fließen können. Mit zusätzlichen 35 mio € sollten sich sicherlich 3 Zehntel pro Runde finden lassen.
Selbst wenn der Paydriver 4 Zehntel langsamer sein sollte als ein "normaler" Fahrer, wäre dies höchstwahrscheinlich ein Gewinn für das Team, denn beide Fahrer profitieren entsprechend von einem besseren Wagen.

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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon scott 90 » 11.01.2017, 16:13

Scorp!on hat geschrieben:Man könnte hier ja in verschiedenen Länder jährliche Talent Veranstaltungen machen z.B.
Die kleinen Knirpse die besonders heraus stechen erhalten eine Subvention über mehrere Jahre, sofern die Ergebnisse stimmen. Es gibt hier viele Möglichkeiten...Dies könnte auch von den Teams praktiziert werden, weiss aber ehrlich gesagt nicht wie aktuelle Teams das handhaben.
Ein Fussballverein hat auch Scout's, Jungtalente werden angeheuert und Ausbildung etc. wird finanziert. Gleiches gilt übrigens im Eishockey, Talente werden durchaus gefördert. Zumindest hier in der Schweiz, auch wenn die Eltern nicht Geld ohne Ende haben. Vereine kommen hier entgegen mit Ausrüstungen etc. und Spieler erhalten Ausbildungsverträge.


Die FIA hat meines Wissens zwar wohl kein großes Förderprogramm am Start, doch es gab zumindest sowas wie eine FIA Academy.
http://www.fiainstitute.com/academy/
Das hält sich aber ziemlich in Grenzen. Da fördern andere wie die Speedacademy
oder die Racing Steps Foundation mehr.

Es gibt also durchaus solche Programme, die nationalen Automobilverbände/clubs haben zudem auch ihre Programme. Der ADAC unterstützt wohl auch die Speedacademy, der belgische Automobilclub RACB hat Fahrer wie Stoffel Vandoorne und Bertrand Baguette stark unterstützt usw..
Zudem setzen die dann meistens auch schon im Kartsport an, wo die meistens Juniorprogramme der F1 Teams und Automobilkonzerne noch nicht so wirklich vertreten sind. Aber so wie Helmut Marko die Aktivitäten von Red Bull beschreibt, scouten sie wohl auch schon im Kartsport.

So gesehen ist die Kritik nicht gegenstandslos, denn eines ist klar, Motorsport zu betreiben ist wensentlich teuerer als Fußball zu spielen. Gleichzeitig gibt es keine so große Unterstützung, allein weil der Bedarf der Konzerne und Motorsportteams nicht so groß ist. Allerdings ist der Handel mit Fahrern auch absolut nicht so vergleichen mit dem, was im Nachwuchsspielerbreich geschieht. Das ist teilweise fast schon der Handel mit Kindern, bei dem auch viele dubiose Berater unterwegs sind, die nur eines im Sinn haben, nämlich möglichst viel Geld zu verdienen. Das spielt teilweise auch bei den Clubs eine größere Rolle. Kein Wunder bei den Ablösesumme die heute bezahlt werden.

So gesehen ist da der Fußball nicht weniger krank, auch wenn er andere Symptome zeigt. Zumal es ja oft auch nicht wirklich transparent ist, wer im Fußball am Ende die Chance bekommt auf dem Feld zu stehen bzw. bei einem größeren Club zu spielen. Da kann man auch zweifeln ob es am Ende immer der talentierteste schafft oder eher der, der die besten Kontakte hat. Zumal es ja sowas wie PR Deals auch gibt, als der VFL Wolfsburg einen Chinesen verpflichtet hat, war dies eine größere Meldung wert. Ohne das der Spieler dann am Ende in der Startelf aufgetaucht wäre.
Klar natürlich trotzdem eine andere Dimension.

Wester hat geschrieben:
Prestige hat geschrieben:[..]


Auch wenn ich irgendwie das Gefühl habe, dass es nur Sarkasmus ist....

Vielleicht mal mit der Vergangenheit der Fahrer beschäftigen, bevor man sowas sagt. Natürlich haben Verstappen, Sainz, Magnussen und Palmer prominente Väter mit F1 Vergangenheit, mussten sich aber ihren F1 Platz mit Leistung verdienen. Da braucht man kein Talentscout zu sein, um zB ein Sainz oder Magnussen zu entdecken, wenn sie ihre Serie dominierten. Dass der Name vom Papa nicht reicht, hat man ja zB bei Piquet Jr gesehen und ganz besonders beim Sohn von Prost, der einfach nie das Talent zeigte um in die F1 zu kommen.

Man kann ja gerne diskutieren, dass solche jungen Fahrer Vorteile haben, bei Palmer oder Stroll würde ich auch sagen, dass Geld am Ende mit den Ausschlag gab, aber dann zu behaupten nur 5 Fahrer hätten ihren Platz verdient. :roll: Ich weiß auch ganz genau wer damit gemeint ist, natürlich wieder die Standardpiloten Hamilton, Vettel, Alonso, Räikkönen und wahrscheinlich noch Ricciardo. Denk lieber nochmal nach wen du aus dem aktuellen Fahrerfeld wirklich mit Leichtigkeit ersetzen würdest und wer da bitte sonst sitzen sollte. Würde mich echt mal interessieren, mit welchen Namen du dann ankommen würdest, die es in den letzten Jahren mehr verdient gehabt haben.


Ich hatte ja gedacht er sei zumindest konsequent, in dem er sich auf die Rennfahrerdynastien und Multimillionärssöhne einschießt. Die Frage ist nur warum er dann einen Rosberg weggelassen hat und einen Wehrlein erwähnt.

Mit seiner Begründung bezüglich der Connections müssten zudem Alonso (Briatore), Vettel, Ricciardo, Kvyat (alle Red Bull), Hamilton (McLaren/Dennis), Hülkenberg (Willi Weber), Räikkönen (Robertson), Bottas (Toto Wolff, Kemppi), Perez (Telmex/Slim), Grosjean (Renault), Ocon (erst GENI/Lotus dann Mercedes), Ericsson (schwedische Gönner) usw.. auch alle genannt werden. Ist halt schon ein Unterschied wenn man solche Fürsprecher/Unterstützer hat.

Ohne Beziehungen und Leuten die ihren Formel 1 Aufstieg "forciert" haben, hätten es diese Piloten (und damit eigentlich das gesamte Starterfeld der F1) wohl alle nicht geschafft.
Aber bei den meisten hat sich die Unterstützung eben auch gelohnt, weil sie ihre ganze Karriere hinweg Leistung gebracht haben.

Andere Namen hingegen wird er hingegen sicherlich genug finden, bei an die 20 F1 Cockpits gibt es genug die auf der Strecke bleiben, ob sie es dann aber auch wirklich mehr verdient hätten eine Chance zu bekommen ist sicherlich die Frage. Ein Robin Frijns vermutlich schon, aber sonst wird es schon schwieriger.
Letztendlich hilft das meiner Meinung alles sowie so nicht, mit gewissen Dingen muss man eben klarkommen. Und solange derjenige dann in der F1 auch überzeugt, interessiert es die meistens sowieso nicht mehr, wie er nun in die F1 kam.
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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon daSilvaRC » 11.01.2017, 18:37

Prestige hat geschrieben:Paydriver sind für mich VES/WEH/STROLL/SAINZ/MAGNUSSEN/PALMER




schwachsinn, grade VES hat sich in der F1 ja durchaus auch durch leistungen bestätigt, STROLL hat alles gewonnen was er gefahren ist, Wehrlein hat ebenso erfolge zu verbuchen- die Konzerne stehen zwar dahinter, das ist aber grade bei den RB Fahrern sehr sehr stark an erfolge geknüpft.
Das grösste Problem der F1 ist, das sie es versuchen den Fans recht zu machen.
Der Fan weiss aber nicht was er will.

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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Prestige » 11.01.2017, 19:46

daSilvaRC hat geschrieben:
Prestige hat geschrieben:Paydriver sind für mich VES/WEH/STROLL/SAINZ/MAGNUSSEN/PALMER




schwachsinn, grade VES hat sich in der F1 ja durchaus auch durch leistungen bestätigt, STROLL hat alles gewonnen was er gefahren ist, Wehrlein hat ebenso erfolge zu verbuchen- die Konzerne stehen zwar dahinter, das ist aber grade bei den RB Fahrern sehr sehr stark an erfolge geknüpft.


Aso ? und ein Wehrlein wäre schlechter gewesen ? Mir MEHR Erfahrung...Er kann halt nichts dafür das die deutschen Kläuse bei Benz ihrem eigenen Programm nicht trauen. Verstappen kann natürlich nichts dafür

An den Rest....Königsklasse,das heißt hier fahren 1er und 2er un keine 8.Platz bei Renault Cup etc.
Man kann ja durchaus mal was gewinnen(zur abwechslung) damit man in die Formel 1 kommt...aber dem ist nicht so da reichen 10 Jahre lang 6. Plätze einfahren usw.
was ich nicht Verstehe,denn genau die die diese jetzigen "F1 fahrer" besiegt haben,haben es verdient,deren Namen wir vermeintlich garnicht wissen und nie wissen werden...ausser man hat 3 Std zeit sowas zu googeln....weil googlen kann jeder.

Über Rosberg habe ich nicht nachgedacht aber danke ,ja du hast recht....Bei Rosberg denke ich mir meinen Teil , Großes Glück gehabt ,aber dann zu Feige den Titel zu verteidigen...ich weiß feige klingt harsch ...aber es ist so..ein Jahr mehr oder weniger hätte den Speck nicht fett gemacht ... dann würde es 2:2 stehen (vielleicht) und ich wäre zufrieden.
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Re: Claire Williams: Kein Verständnis für Paydriver-Diskussionen

Beitragvon Calvin » 11.01.2017, 21:24

daSilvaRC hat geschrieben:STROLL hat alles gewonnen was er gefahren ist


Papa Stroll hat auch das beste F3 Team gekauft und dazu die besten Ingenieure und Techniker eingestellt. Lance Stroll ist nicht nur der ultimative Payfahrer, sondern auch Sohn von Beruf.

Papa hat ja anscheinend schon über 80 Mio $ in die Karriere seines Sohnes gesteckt.
Honda - The dream of power


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