Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wiederholen

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Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wiederholen

Beitragvon Redaktion » 23.12.2012, 14:20

Bis zur Mitte 2012 hatten alle Formel-1-Teams mit stark abbauenden Pirelli-Reifen zu kämpfen - 2013 soll sich sowas trotz einer "aggressiven Strategie" nicht wiederholen
Pastor Maldonado

Die Pirelli-Reifen entschieden 2012 mehr denn je über Sieg oder Niederlage

(Motorsport-Total.com) - Es war das Reizthema der Saison 2012: Vor allem in der ersten Jahreshälfte stand die Reifensituation im Fokus der Formel-1-Teams, -Fahrer und nicht zuletzt der -Fans. Piloten wie Pastor Maldonado waren auf einmal in der Lage, eine Pole-Position einzufahren und anschließend einen überlegenen Start-Ziel-Sieg zu erzielen umd dann schließlich wieder in der Versenkung zu verschwinden. Grand-Prix-Veteranen wie Michael Schumacher bekamen aufgrund der schwierigen Charakteristik der Pirelli-Reifen enorme Handlingsprobleme, da die italienischen Gummis vor allem bei warmen Bedingungen unverhältnismäßig stark abbauten.

Die Reifen stellten das Starterfeld also regelrecht auf den Kopf, sodass die ersten sieben Saisonrennen sieben unterschiedliche Piloten gewannen. Während Fans über den abwechslungsreichsten Saisonstart seit 30 Jahren jubelten, standen die Teams kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Denn das Fenster, in dem die Reifen optimal funktionieren, war so klein, dass es kaum zu treffen war.

Diese Problematik war zweifelsfrei nicht neu in der Formel 1, denn auch in der Vergangenheit mussten die Teams die Pneus in ein Temperaturfenster bekommen, in dem sie optimale Bodenhaftung erzeugten. In diesem Jahr spielte allerdings noch ein weiterer Faktor eine wichtige Rolle: Das Feld lag deutlich dichter zusammen als in den Vorjahren.

"Wenn mehr als zehn Autos innerhalb einer Sekunde fahren und die Reifen zwei, drei Zehntelsekunden Unterschied machen können, dann sind zwei, drei Zehntelsekunden richtig viel", stellt Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer fest. "Wenn man an früher denkt, als die Zeitunterschiede zwischen den Autos größer waren, wäre das überhaupt nicht aufgefallen."

Teams lernten im Saisonverlauf dazu

Die komplexe Reifencharakteristik, gepaart mit den vollkommen unterschiedlichen Wetterbedingungen und Temperaturen bei den ersten Grands Prix des Jahres, ließen 2012 anfangs keine klares Kräfteverhältnis zu. Es gab quasi kein Team, das sich an der Spitze etablieren konnte. Erst in der zweiten Saisonhälfte kristallisierten sich Red Bull und McLaren als Top-Teams aus der Masse heraus. Ferrari hatte nach einem kurzen Zwischenhoch zur Saisonmitte anschließend wieder zu kämpfen.

Durchdrehende Hinterreifen waren 2012 das größte Problem

"Im Laufe der Saison verstanden es mehr und mehr Teams, richtig mit den Reifen umzugehen", sagt Maurizio Boicchi, Entwicklungschef bei Pirelli, rückblickend. Entscheidend sei dabei gewesen, dass die Rennställe das Problem mit den durchdrehenden Reifen in den Griff bekommen hätten: "Durchdrehende Reifen sind ein großes Problem, da sie dadurch sehr heiß werden und in der Folge sehr schnell abbauen."

Eine wichtige Komponente auf dem Weg zur Problemlösung sei laut Boicchi die Verwendung von Infrarot-Messungen während der Freien Trainings gewesen, wodurch permanent die Temperatur auf der Reifenoberfläche überwacht werden konnte: "Das waren die Informationen, die schließlich den Unterschied ausmachten, so Boicchi.

Pirelli plant für 2013 eine aggressivere Reifenstrategie

Bei aller Begeisterung über die abwechslungsreiche Saison 2012: Eine Wiederholung der beschriebenen Verhältnisse will Pirelli im neuen Jahr unbedingt vermeiden. Auch deshalb stellte der alleinige Reifenlieferant der Formel 1 den Teams beim Saisonfinale in Brasilien bereits 2013er-Mischungen zum Testen zur Verfügung, sodass Daten für die Saison 2013 gesammelt werden konnten.

"Wir wollen 2013 eine aggressivere Strategie bei der Wahl unserer Mischungen verfolgen."Pirelli-Entwicklungschef Maurizio Boicchi

Die neuen Mischungen sollen insgesamt deutlich weicher sein und die Rennställe zu mehr Boxenstopps pro Rennen zwingen als zuletzt: Pirelli versuchte zum Saisonende mit härteren Mischungen die Problematik der stark abbauenden Reifen in den Griff zu bekommen, wodurch die Fahrer je nach Streckenbedingungen allerdings nur noch einmal zum Reifenservice an die Box kommen mussten. Die Situation kehrte sich dadurch ins andere Extrem um: Viele Teams hatten Schwierigkeiten, Temperatur in die Reifen zu kriegen, alternative Boxenstoppstrategien waren praktisch sinnlos.

Boicchi: "Wir wollen 2013 eine aggressivere Strategie bei der Wahl unserer Mischungen verfolgen um für mehr Boxenstopps und Strategiemöglichkeiten zu sorgen." Die Reifentests in Brasilien seien für die Teams von großem Nutzen gewesen, denn: "Bei den Tests im Februar sind die Temperaturen in der Regel sehr niedrig, wodurch man kaum nützliche Daten sammeln kann", verrät Boicchi. Es sei zudem schwierig, brauchbares Feedback von den Rennställen zu bekommen, konzentrierten sie sich bei den Testfahrten doch vornehmlich auf Aerodynamik-Tests.


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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon F60 » 23.12.2012, 14:48

Ich hoffe doch,dass es sich wiederholt. Hat die rennen anfangs der Saison doch schön spannend gemacht !

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon modernf1bodyguard » 23.12.2012, 14:53

Die Idee klingt doch schonmal ganz gut. Und so ein künstliches Chaos brauch nun wirklich keiner mehr.

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon aufzack » 23.12.2012, 15:42

was ein quatsch da über den maldonado-sieg geschrieben wird!

1. war er nicht überlegen, sondern recht knapp gegen alonso und räikkönen
2. ist er danach auch nicht wirklich in der versenkung verschwunden, sondern hat auch bei anderen rennen klasse qualifyings und rennen gehabt (valencia, singapur, abu dhabi)

das lag sicher nicht nur an den reifen...

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon nruns » 23.12.2012, 16:14

Da hat man also in den letzten Rennen die härteren Mischungen ausgegeben, damit die Teams das "Temperaturfenster" besser treffen, bzw die weicheren Reifen nicht zu Klumpp fahren können.
Also hat man uns um mehr Spannung bei den letzten Rennen gebracht.

Wer da wohl Einfluss genommen hat?
Und warum soll das nächstes Jahr auf einmal anders werden?
Dann haben wir ja das gleiche Chaos wie letztes Jahr?
Viele Fragen, und keine Antworten, dabei wäre es so einfach, denn ...

Man sollte die Auswahl von Pirelli für die GP aufheben, und es den Teams überlassen, welche beiden Reifen sie für das Rennen wählen.
Dann kann Team A Soft/Supersoft fahren, und Team B Medium/Soft.
Damit könnte sich auch Pirelli der Ar.schkarte entledigen, da die Teams sich ihren zu schnell abbauenden Reifen selbst ausgesucht hätten.
Wenn Pirelli wollte, könnten sie im Vorfeld eine auf Messungen/Erhebungen gestützte Empfehlung abgeben.
Mit sportlichen Grüßen
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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon an-di » 23.12.2012, 18:00

chaotisch soll sie nicht wieder sein, aber ich wünsche mir trotzdem mal wieder die weicheren mischungen....,

bitte KEINE 1 STOPP Strategien!

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon an-di » 23.12.2012, 18:02

nruns hat geschrieben:Da hat man also in den letzten Rennen die härteren Mischungen ausgegeben, damit die Teams das "Temperaturfenster" besser treffen, bzw die weicheren Reifen nicht zu Klumpp fahren können.
Also hat man uns um mehr Spannung bei den letzten Rennen gebracht.

Wer da wohl Einfluss genommen hat?
Und warum soll das nächstes Jahr auf einmal anders werden?
Dann haben wir ja das gleiche Chaos wie letztes Jahr?
Viele Fragen, und keine Antworten, dabei wäre es so einfach, denn ...

Man sollte die Auswahl von Pirelli für die GP aufheben, und es den Teams überlassen, welche beiden Reifen sie für das Rennen wählen.
Dann kann Team A Soft/Supersoft fahren, und Team B Medium/Soft.
Damit könnte sich auch Pirelli der Ar.schkarte entledigen, da die Teams sich ihren zu schnell abbauenden Reifen selbst ausgesucht hätten.
Wenn Pirelli wollte, könnten sie im Vorfeld eine auf Messungen/Erhebungen gestützte Empfehlung abgeben.



hm , ich glaube die Spannung lag eher sogar an den Rennstrecken... Ich würd gern mal Rennen wie Spa oder Brasilien oder Austin mit weichen Reifen sehen...

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon FerrariFan 98 » 23.12.2012, 18:27

Na das ist gut!
Letzte Saison war das ja schlimm wie auf einmal ein Fahrer wegen Reifen 2sec lagsamer pro Runde wurde ---> Alonso in Kanada!
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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon Sinokle » 23.12.2012, 18:38

FerrariFan 98 hat geschrieben:Na das ist gut!
Letzte Saison war das ja schlimm wie auf einmal ein Fahrer wegen Reifen 2sec lagsamer pro Runde wurde ---> Alonso in Kanada!

Räikkönen in China fand ich viel krasser.

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon simm1111 » 23.12.2012, 19:27

nruns hat geschrieben:Man sollte die Auswahl von Pirelli für die GP aufheben, und es den Teams überlassen, welche beiden Reifen sie für das Rennen wählen.
Dann kann Team A Soft/Supersoft fahren, und Team B Medium/Soft.
Damit könnte sich auch Pirelli der Ar.schkarte entledigen, da die Teams sich ihren zu schnell abbauenden Reifen selbst ausgesucht hätten.
Wenn Pirelli wollte, könnten sie im Vorfeld eine auf Messungen/Erhebungen gestützte Empfehlung abgeben.


Das wäre auch meine Idee, das wäre wirklich nicht schlecht, dann muss der eine 4 Stopps machen der andere vielleicht nur 2 ist aber langsamer!!
Und wie oben geschrieben, Pirelli könnte ja eine Empfehlung abgeben!
Wäre aber sicherlich abwechslungsreicher!!

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon daSilvaRC » 23.12.2012, 19:39

simm1111 hat geschrieben:
nruns hat geschrieben:Man sollte die Auswahl von Pirelli für die GP aufheben, und es den Teams überlassen, welche beiden Reifen sie für das Rennen wählen.
Dann kann Team A Soft/Supersoft fahren, und Team B Medium/Soft.
Damit könnte sich auch Pirelli der Ar.schkarte entledigen, da die Teams sich ihren zu schnell abbauenden Reifen selbst ausgesucht hätten.
Wenn Pirelli wollte, könnten sie im Vorfeld eine auf Messungen/Erhebungen gestützte Empfehlung abgeben.


Das wäre auch meine Idee, das wäre wirklich nicht schlecht, dann muss der eine 4 Stopps machen der andere vielleicht nur 2 ist aber langsamer!!
Und wie oben geschrieben, Pirelli könnte ja eine Empfehlung abgeben!
Wäre aber sicherlich abwechslungsreicher!!



nein da vermutlich alle die harte mischung fahren werden um möglichst wenig zu stoppen
Das grösste Problem der F1 ist, das sie es versuchen den Fans recht zu machen.
Der Fan weiss aber nicht was er will.

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 23.12.2012, 19:52

modernf1bodyguard hat geschrieben:Die Idee klingt doch schonmal ganz gut. Und so ein künstliches Chaos brauch nun wirklich keiner mehr.

:thumbs_up:
Hoffe ich auch, in der ersten Saisonhälfte das war schon von Pirelli zuviel des guten, viel zu künstlich, auch meine Meinung, haben die aber ab der zweiten Saisonhälfte gut abgewendet
Wer braucht schon in der Formel 1 so ein Einbrechen der Reifen wie bei Kimi Räikkönen beim China GP!?
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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon Abokart » 24.12.2012, 08:55

Das Einbrechen der Reifen war schon krass, sah man an Kimi und Alonso. Bei Kimi sehe ich allerdings das er auch ein wenig Schuld war. Er fuhr zu früh rein und war am PONR, aber es war sein drittes Rennen und kannte die Pirelli Reofen nicht sehr gut und hatte auch in Montreal und Monaco Problrme mit den Reifen. Und Maldonados Sieg ist bei weitem nicht den Reifen zu verdanken. Williams hat einfach ein gutes Packet nach der Pause gebracht und Maldonado war nicht überlegen. Außerdem fuhr er auch auf Pole und profitierte nicht nur im Rennen.
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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon bright-side-of-life » 24.12.2012, 12:08

Ich kenn mich da mit den Materialien und den Möglichkeiten nicht so aus bei Reifen, aber ich fände es gut wenn man statt zwei Reifenmischungen drei bei jedem Rennen dabei hätte, zwei davon müssten gefahren werden. Dann sollten die weichen Reifen schnell abbauen, so dass wir wie 2011 viele Stopps haben aber die Teams die Reifen "verstehen".
Ich male mir da mehr Möglichkeiten in der Strategie aus z.B. in Monte Carlo: Super Soft, Soft und Medium Reifen und dann kann ein Fahrer, wenn jemand das Qualifying versaut, Risiko gehen und durch die andere Strategie, also z.B. mit Medium Reifen starten und dann 1 oder 2 boxenstopps weniger fahren aber dafür langsamer.
To be good is noble; but to show others how to be good is nobler and no trouble. Mark Twain

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Re: News: Chaotische Reifensituation soll sich 2013 nicht wi

Beitragvon Abokart » 24.12.2012, 13:57

bright-side-of-life hat geschrieben:Ich kenn mich da mit den Materialien und den Möglichkeiten nicht so aus bei Reifen, aber ich fände es gut wenn man statt zwei Reifenmischungen drei bei jedem Rennen dabei hätte, zwei davon müssten gefahren werden. Dann sollten die weichen Reifen schnell abbauen, so dass wir wie 2011 viele Stopps haben aber die Teams die Reifen "verstehen".
Ich male mir da mehr Möglichkeiten in der Strategie aus z.B. in Monte Carlo: Super Soft, Soft und Medium Reifen und dann kann ein Fahrer, wenn jemand das Qualifying versaut, Risiko gehen und durch die andere Strategie, also z.B. mit Medium Reifen starten und dann 1 oder 2 boxenstopps weniger fahren aber dafür langsamer.

Monaco hast du mit Super Soft schon wenig Stopps, da würden Medium Reifen nicht bringen mit dem Speed.
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