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05.01.2012 | 10:55 Uhr
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McLaren läuft seit 2008 einem WM-Titel nach. 2009 und 2011 hinderte ein schlechter Saisonstart die Truppe von Martin Whitmarsh an einem möglichen Triumph, 2010 schlug man aus den Fehlern von Red Bull zu wenig Kapital. McLaren-Testpilot Gary Paffett beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit der Entwicklung des MP4-27, der McLaren 2012 zurück an die Spitze bringen soll.
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Der Brite testet regelmäßig neue Elemente des neuen Hoffnungsträgers im Simulator in Woking. Noch traut er sich aber kein Urteil zu, wo McLaren steht. "Das ist immer schwer zu sagen, denn wir setzen uns Ziele. Manchmal erreicht man sie und ist beim ersten Test trotzdem nirgendwp", erklärt er gegenüber 'GPUpdate.net'. "Wir sind also ziemlich glücklich, wie es läuft, die Fortschritte sind gut und das Auto ist in unterschiedlichen Schritten seit Monaten im Simulator. Wir haben einen sehr guten Eindruck, wie es sein wird, und es fühlt sich gut an."
Laut Paffett ist das Paket für das erste Rennen bald fertig. Als man 2011 zum ersten Grand Prix der Saison in Melbourne reiste, lagen die Nerven blank. Bei den Testfahrten hatte man sich mit einem riskanten Auspuffsystem in eine Sackgasse verirrt, kam kaum auf Testkilometer und absolvierte keine einzige Renndistanz.
"Den ganzen Winter hindurch schien es eine gute Idee", bezieht sich Paffett auf die Auspufflösung. "Als wir es dann erstmals testeten, funktionierte es nicht. Das Problem war glaube ich einfach, dass die Ingenieure in einigen Bereichen etwas zu ambitioniert waren." McLaren rüstete also im letzten Moment auf eine konservative Lösung zurück.
"Nach dem Freitag-Training wussten wir, dass wir bei der Musik dabei waren, wir hatten aber immer noch große Zweifel, ob wir das Ziel erreichen würden", erinnert sich Paffett. "Das gesamte Auspuffsystem war ziemlich neu und ohne damit eine Renndistanz absolviert zu haben war es schwierig, die Lage einzuschätzen."
Im Nachhinein zieht Paffett positive Schlüsse aus dem harzigen Saisonbeginn des Vorjahres: "Das hat uns gezeigt, dass es uns die Ressourcen in diesem Team ermöglichen, das Ruder vor dem ersten Rennen sehr schnell komplett herumzureißen und mit einem Ergebnis davonzukommen."
Dass man auch 2012 zu Saisonbeginn ins Hintertreffen gerät, hält Paffett für unwahrscheinlich. Die Probleme in den Jahren 2009 und 2011 führt der DTM-Pilot auf die einschneidenden Reglementänderungen zurück. "Dieses Jahr bleiben die Regeln ziemlich gleich, daher wird es vielleicht und hoffentlich etwas glatter laufen."
So glatt, dass man gleich das Auftaktrennen in Melbourne gewinnt? "Ich wüsste nicht, warum wir das nicht schaffen sollten", gibt er sich zuversichtlich. "Red Bull war zwar über den Großteil der Saison schneller als wir, aber wir setzten sie bis zum Saisonende stark unter Druck. Daher ist es auf jeden Fall unser Plan, in Melbourne um den Sieg zu fahren."
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