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18.03.  08:00

 

 09.03.2010 | 09:41 Uhr

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Vettel: Der große Pott soll es sein in Bahrain

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel will beim Rennauftakt in Bahrain zum Sieg fahren und freut sich auf eine überaus spannende Formel-1-Saison 2010

Vor wenigen Monaten hielt Sebastian Vettel mit seinem beherzten Auftreten im WM-Showdown die deutschen Formel-1-Fans in Atem, doch in der Winterpause ist es etwas stiller geworden um den 22-Jährigen: Spätestens seit dem 23. Dezember 2009 beherrscht nämlich ein Landsmann des Youngsters die Berichterstattung zur "Königsklasse". Doch dieser Umstand ist Vettel nicht unrecht.

Sebastian Vettel möchte den neuen RB6 schon in Bahrain zum Siegerauto machen
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"Eigentlich sollte man denken, dass mir in diesem Jahr mehr Aufmerksamkeit zuteil werden würde, aber tatsächlich liegt der Fokus nicht auf mir", sagt Vettel im 'Guardian'. "Das kommt daher, dass sich ein älterer deutscher Herr dazu entschlossen hat, sein Comeback zu geben. Er hält die deutschen Medien ziemlich auf Trab und das ist gut für mich. Hut ab vor diesem alten Burschen", so Vettel.

Die Rede ist freilich von Michael Schumacher, der 2010 beim neuen Mercedes-Werksteam einsteigt und zum ersten Mal seit 2006 wieder in der Formel 1 antritt. Die Rückkehr des Rekordchampions und das Nachtankverbot scheinen der Formel 1 eine spannende Saison zu bescheren: "In diesem Jahr könnten wir Glück haben und uns mehr über den Sport als über Politik und Business unterhalten."

Die Teamduelle stehen im Vordergrund

"Wir haben Ferrari, McLaren, Mercedes und Red Bull - das sind vier Teams und acht Fahrer", meint Vettel und fügt an: "Momentan ist es aber schwierig zu wissen, wer an der Spitze steht. Einer von uns wird auf Rang eins ins Ziel kommen, ein anderer auch Platz acht. Die anderen Sechs landen dazwischen", so der 22-jährige Rennfahrer. "Hinzu kommen einige interessante Teamduelle."

"Wir haben zwei britische Fahrer bei einem britischen Team - Lewis und Jenson bei McLaren. Ich denke nicht, dass das einfach wird für Jenson. Lewis ist sehr schnell und kennt dieses Team schon seit Jahren. Und man sollte sich an das erinnern, was er 2007 geleistet hat, als Fernando Alonso bei McLaren war", sagt Vettel im Hinblick auf den erbitterten Stallkrieg beim britischen Rennstall.

"In Deutschland interessieren sich die Leute vielmehr für Michael und Nico und die Rivalität zwischen zwei Deutschen. Bei all diesen Teams kann eine Menge passieren", gibt Vettel zu Protokoll, merkt aber an: "Die spektakulärste Kombination sind in meinen Augen Mark und ich, denn jeder weiß, dass wir keinerlei Probleme miteinander haben. Natürlich will ich ihn jedes Mal schlagen und er mich."

Vettel will in diesem Jahr viele Siege holen

"Wir kommen aber gut miteinander aus", erklärt Vettel, der nach wie vor als Champion der Zukunft gehandelt wird. "Viele nette Menschen sagen mir, dass ich eines Tages Weltmeister sein werde. Aber das macht mich nicht schneller. Du musst schon selbst daran glauben", hält der Red-Bull-Pilot fest. Der Druck durch die internationalen Medien macht diese Aufgabe für Vettel natürlich nicht einfacher.

Kaum hatte der Youngster sein Formel-1-Debüt gegeben, schon verglich man ihn mit dem siebenmaligen Weltmeister. "Man nannte mich 'Baby-Schumi'. Ich mochte das nicht, habe es aber verstanden", so Vettel. "In Großbritannien war es doch genau gleich. Sie hatten Nigel Mansell, einen Nationalhelden. Nach ihm stand stets die Frage im Raum: 'Wer ist der nächste Nigel Mansell?'"

Viel wichtiger ist Vettel nun allerdings die Frage, was sein RB6 2010 leisten kann. "Ich möchte in diesem Jahr einige Rennen gewinnen", sagt der Deutsche. Am liebsten schon beim Saisonauftakt in Bahrain, wo er zuletzt Zweiter war. "Dort gibt es zwar keinen Champagner, aber die Pokale sind toll. 2009 habe ich eine kleine Trophäe bekommen. In diesem Jahr hätte ich gerne die große", so Vettel.


 


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