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27.05.  14:00

 

 28.06.2011 | 09:38 Uhr

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Trulli: "Kein Zufall, dass Valencia langweilig war"

Lotus-Pilot Jarno Trulli glaubt, dass die Formel 1 durch die enorm hohe Zuverlässigkeit moderner Boliden an Reiz eingebüßt hat

Beim Grand Prix von Europa in Valencia am vergangenen Wochenende sahen alle 24 gestarteten Fahrzeuge die Zielflagge. Erst zum vierten Mal in der über 60-jährigen Formel-1-Geschichte gab es somit ein Rennen ohne einen einzigen Ausfall. HRT-Pilot Narain Karthikeyan ist damit der erste Fahrer der Geschichte, der ein Rennen auf Platz 24 beendet hat.

Der Grand Prix von Europa riss die Zuschauer nicht von den Sitzen...
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Jarno Trulli, einer der erfahrensten Fahrer im Feld, sieht in der enorm hohen Zuverlässigkeit der modernen Boliden eine Gefahr für die Königsklasse. "Wir haben in Valencia einen noch vor nicht allzu langer Zeit für unmöglich gehaltenen Rekord aufgestellt: Alle 24 gestarteten Autos kamen ins Ziel - es gab nicht einen Defekt, nicht einen Ausfall. Man kann darüber streiten ob das ein positiver oder negativer Rekord ist. Mir gefällt es nicht", schreibt der Italiener in seiner Kolumne für 'La Repubblica'.

Trulli vertritt die Ansicht, dass der Formel 1 durch die hohe Zuverlässigkeit ein weiterer menschlicher Faktor abhanden kommt. "Der Gewinner des Rennens in Valencia ist neben Vettel ganz klar die Technologie", so der Lotus-Pilot.

Der 242-fache Grand-Prix-Starter verweist darauf, dass "sich vor zehn oder 15 Jahren kein Fahrer sicher sein konnte, ob er überhaupt das Ziel erreicht". Heutzutage hingegen hätten die Arbeit der Konstrukteure und die Qualitätskontrolle einen "Level der Exzellenz" erreicht.

Die direkte Folge dieser Entwicklung sei zum einen die Tatsache, dass es für die kleinen Teams wesentlich schwieriger geworden ist, in die Punkteränge zu fahren. Zum zweiten leidet nach Ansicht des Italieners auch die Spannung. "Es ist kein Zufall, dass Valencia das langweiligste Rennen dieser Saison gewesen ist", hält Trulli fest.


 


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