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 29.12.2011 | 11:54 Uhr

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Todt: Vettel kann Schumacher übertreffen

FIA-Präsident Jean Todt hält es für möglich, dass Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel weitere Rekorde bricht und verteidigt Ferrari-Pilot Felipe Massa

Bislang 91 Grand-Prix-Siege und sieben Weltmeistertitel - Michael Schumachers überaus beeindruckende Erfolgsbilanz in der Formel 1 wird womöglich nie von einem anderen Fahrer übertroffen werden. Doch FIA-Präsident Jean Todt, zwischen 1996 und 2006 Schumachers Teamchef bei Ferrari, hält es durchaus für möglich, dass ein anderer deutscher Pilot diese Rekorde brechen kann: Sebastian Vettel.

FIA-Präsident Jean Todt (r.) traut Weltmeister Sebastian Vettel noch viel zu
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"Sebastian kann mehr gewinnen als es Michael getan hat", wird Todt von 'Corriere della Sera' zitiert. Der Red-Bull-Pilot hat mit 24 bereits zum zweiten Mal die Fahrer-Weltmeisterschaft gewonnen - also in einem Alter, in dem Schumacher noch auf seinen ersten WM-Titel warten musste. Mit seinen 21 Grand-Prix-Siegen rangiert Vettel allerdings noch deutlich hinter der Bestmarke des Rekordchampions, auch wenn der Heppenheimer 2011 bereits auf den zwölften Rang der ewigen Siegerliste vorrückte.

Sowohl Vettel als auch Schumacher seien beeindruckende Fahrer. "Sie haben die deutsche Kultur gemein, aber sie sind zwei verschiedene Persönlichkeiten und haben ihren eigenen Charakter", findet Todt, der seinem ehemaligen Schützling durchaus zutraut, dass dieser seine Erfolgsbilanz noch weiter ausbaut. Bei Ferrari habe Schumacher ebenfalls nicht von Anfang an dominiert, sondern erst nach Jahren harter Arbeit Erfolge gefeiert. Dies sei bei Mercedes ebenfalls noch möglich.

Unterdessen nimmt Todt seinen Nachfolger bei Ferrari in Schutz. Teamchef Stefano Domenicali war in der abgelaufenen Saison häufig das Ziel öffentlicher Kritik, da die traditionsreiche Scuderia lediglich ein Rennen gewann und zu keinem Zeitpunkt wie ein ernsthafter Titelkandidat wirkte. "Stefanos Rolle ist im Auge des Sturm", findet Todt, der froh ist, seine Führungsposition Ende 2007 an Domenicali abgetreten zu haben.

Der Ferrari 150° Italia sei zudem nicht so schlecht gewesen, wie es oft den Anschein hatte. "Er war nicht so gut wie der Red Bull, aber er war auf jeden Fall immer noch ein gutes Auto", meint Todt. Im gleichen Maße werde Felipe Massa oftmals schlechter bewertet, als er es verdiente. "Fernando Alonso ist der Maßstab - nicht nur für ihn, sondern für alle. Und Felipe war drei Zehntel von ihm entfernt, nicht drei Sekunden." Der Brasilianer habe schlichtweg Anpassungsprobleme an die neuen Pirelli-Reifen gehabt und werde seine alte Klasse in Zukunft wieder zeigen.


 


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