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27.05.  14:00

 

 25.01.2012 | 13:34 Uhr

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Symonds: McLaren als Katalysator

Marussia-Technikchef Pat Symonds über die Vorteile der Kooperation mit McLaren und die Gefahren bei Kundenautos im Motorsport

Nach dem missglückten CFD-Experiment mit Nick Wirth lenkt Marussia nun in eine ganz andere Richtung. Pat Symonds (Ex-Renault) hat das technische Ruder im Team um Timo Glock übernommen. Der Brite gilt als erfahrener Ingenieur, der die traditionellen Wege bei der Entwicklung eines Formel-1-Boliden zu schätzen weiß. Das 2012er-Auto wird demnach nicht nur am Computer entworfen, sondern auch ausgiebig in den Windkanal gestellt.

Pat Symonds kehrt 2012 in offizieller Funktion ins Formel-1-Fahrerlager zurück
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Marussia will geichzeitig von der neuen Kooperation mit McLaren profitieren. "Man spricht über Abläufe und Techniken. McLaren hat uns beispielsweise in diesem Bereich sehr geholfen", schildert Symonds gegenüber 'Autosport'. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch gehe sehr weit. "Wenn es beispielsweise um Zulieferer geht, oder um gewisse Prozesse beim Bau des Autos", nennt der britische Techniker einige Beispiele. "Solche Dinge sind für Marussia wichtig."

Mit der intensiven Zusammenarbeit verfolgt man beim Team ein klares Ziel. "Wir wollen die Entwicklungsprozesse beschleunigen", sagt Symonds. "Red Bull hat einen tollen Job gemacht, aber so etwas dauert sehr, sehr lange. Wir wollen versuchen, etwas schneller voran zu kommen. Ein Weg, dieses Ziel zu erreichen, ist die Kooperation mit jemandem, der genau weiß, wie man so etwas macht." Der Marussia-Technikchef betont jedoch, dass man die technische Entwicklung selbst leisten möchte.

Kundenautos - wie sie beispielsweise Toro Rosso in der Vergangenheit einsetzte - sind Symonds ein Graus. "Als Ingenieur besteht für mich der Reiz darin, dass die Teams unterschiedliche Autos bauen. Wenn man sieht, wie viele Einheitsserien es gibt, dann muss ich aus Ingenieurssicht sagen, dass das der Tod den Motorsports ist. Das ist furchtbar. Als junger Ingenieur konnte ich mich nur dadurch verbessern, weil ich mit meiner Arbeit gegen andere Ingenieure antreten musste."

"Wenn man Kundenautos wieder zulassen würde, dann gingen diese Reize und Möglichkeiten verloren", sagt der Brite. Ein Szenario mit Kundenautos habe noch einen weiteren Nachteil. "Es kann passieren, dass die Kunden dann bei wichtigen Entscheidungen im Sinne des großen Partners abstimmen. Ein interessanter Nebeneffekt. Aber: Niemand erwartet, dass ein Team einen eigenen Motor baut oder eigene Reifen entwickelt. Auch Kunden-Getriebe sind heutzutage normal. Die Frage ist, wo zieht man bei solchen Dinge die Grenze?"


 


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