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 04.03.2010 | 13:53 Uhr

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Schumacher wollte einen dritten Ferrari

Hätte man Ferrari erlaubt, ein drittes Auto einzusetzen, dann würde Michael Schumacher jetzt nicht im Mercedes-Silberpfeil sitzen

Als sich Michael Schumacher die Chance bot, nach dem Unfall von Felipe Massa im Sommer 2009 ein Comeback in der Formel 1 zu geben, bekam er tatsächlich Lust auf eine Rückkehr, obwohl diese im ersten Versuch scheiterte. Doch wenige Monate später war er wieder topfit, sodass er einen Rennvertrag beim neuen Mercedes-Werksteam unterschreiben konnte.

Willi Weber und Michael Schumacher wollten eigentlich nicht von Ferrari weg
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Dabei war die erste Idee offenbar, auf einen dritten Ferrari zu hoffen. Wäre dieser je gekommen, dann wäre der 41-Jährige "auf jeden Fall" in Maranello geblieben, wie sein langjähriger Manager Willi Weber gegenüber 'Auto Bild motorsport' verrät: "Die Bindung war und ist extrem stark. Deshalb war es auch nicht einfach für ihn, sich von Ferrari zu trennen. Aber er hat eben die Möglichkeit genutzt, die man ihm bei Ferrari nicht bieten konnte."

Sofortigen Erfolg bei Mercedes erwartet Weber nicht: "In diesem Jahr braucht er Zeit, um die Mannschaft hinter sich zu bringen, jeden Einzelnen kennenzulernen und dieses starke Paket, das er bei Ferrari hatte, wieder aufzubauen. Deshalb ist dies ein Eingewöhnungsjahr. Nächstes Jahr wird der Titel geholt und im dritten kommt die Kür." Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, dann würde Schumacher als neunfacher Weltmeister abtreten.

Die ersten Gespräche über ein Comeback fanden übrigens wie von Eddie Jordan enthüllt beim Saisonfinale 2009 statt: "Beim Grand Prix in Abu Dhabi hat er mir erzählt, Ross Brawn habe laut gedacht, dass es vielleicht eine Möglichkeit gäbe, zu fahren", so Weber, der über die Comebackpläne anfangs nicht allzu begeistert war. Allerdings hatte er eigenen Angaben nie vor, seinen Schützling zu irgendetwas zu überreden.

"Ich überlasse solche Entscheidungen ihm", gibt Weber zu Protokoll und fügt optimistisch an: "Ich weiß, was er kann - und wenn er sich für ein Comeback entscheidet, weiß er genau, was er tut. Denn dann hat er sich das 100 Mal überlegt. Und als er mir seine endgültige Entscheidung zu Hause in Genf mitteilte, hatte die Sache schon so eine Eigendynamik entwickelt, da gab es eigentlich gar kein Zurück mehr."


 


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