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27.05.  14:00

 

 10.12.2011 | 17:47 Uhr

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Red Bull für Kostenkontrolle

Red Bull ist trotz FOTA-Ausstieg weiterhin für die Kostenkontrolle in der Formel 1 - Es soll aber nicht nur das Chassis, sondern das Auto im Gesamten betrachtet werden

Ferrari und Red Bull waren die ersten Teams, Sauber ist nachgezogen. Diese drei Rennställe sind aus der Teamvereinigung FOTA ausgetreten. Bislang haben sie formell die übrigen Teams informiert. Der offizielle Austritt findet erst Anfang Februar statt, da es eine Ausstiegsfrist von zwei Monaten gibt. Toro Rosso soll ebenfalls den Bescheid abgegeben haben. Der Knackpunkt war das Ressourcen-Restriktions-Abkommen (RRA), über das seit Monaten heftig diskutiert wird, aber keine Einigung gefunden wurde.

Red Bull fordert Transparenz bei der Kostenkontrolle in der Formel 1
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Ferrari und Red Bull haben mit dem Ausstieg aber bekräftigt, dass sie weiterhin für eine Kostenkontrolle sind. "Wir haben die Entscheidung getroffen aus der FOTA auszusteigen, aber wir werden uns genau ansehen, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden. Im Moment sind wir zufrieden, dass wir unser Schicksal nun selbst bestimmen können", wird Teamchef Christian Horner von 'Autosport' zitiert. Prinzipiell findet der Brite das RRA gut und wichtig, aber es müssen neue Wege beschritten werden.

Red Bull wurde von der Konkurrenz oft beschuldigt, dass RRA gebrochen oder bis an die Limits ausgereizt zu haben. Im Gegensatz dazu hatte die britisch-österreichische Mannschaft Bedenken geäußert, dass Werksteams Schlüpflöcher über den Automobilhersteller nutzen könnten. Die Teams sind von den Strukturen her unterschiedlich.

Mercedes ist beispielsweise ein reinrassiges Werksteam, im Gegensatz zu Red Bull, das in privater Hand ist, aber Werksunterstützung von Renault erhält. Renault wiederum ist nur noch als Motorenhersteller in der Formel 1 vertreten und beiliefert mehrere Teams mit Triebwerken. Das RRA muss laut Horner "alle Aspekte des Autos umfassen. Äquivalenz zu schaffen ist immer schwierig. Jedes Team ist anders aufgestellt, hat andere Besitzverhältnisse."

"Dinge wie die Testfahrten, die Windkanalstunden und die Personalbegrenzung funktionieren sehr gut. Sobald man aber versucht Stunden gegen externe Ausgaben einzutauschen, wird es schwierig", meint der Brite über die komplexe Gegenrechnung von Ressourcen. "Alle Teams wollen und versuchen die Kosten unter Kontrolle zu halten. Es geht darum, wie man das macht. Man darf den Motor nicht ausschließen. Es ist wichtig, dass man das Team als Einheit betrachtet und nicht das Chassis herauspickt."

Auf Chassis-Seite sind in erster Linie die Designer betroffen, die nicht mehr in mehreren Schichten rund um die Uhr im Windkanal arbeiten. Red-Bull-Genie Adrian Newey unterstützt Horners Meinung. "Wir sind alle für eine Budgetkontrolle, weil wir nicht soviel Geld vernichten wollen, wie es vor einigen Jahren bei den Herstellern der Fall war. Red Bull könnte das nicht machen."

Auch Newey sieht das Problem beim RRA in den Herstellern, weil man Windkanalstunden ganz einfach miteinander vergleichen und einschränken kann. "Da einige Teams involviert sind, die Teile großer Automobilkonzerne sind, ist es schwierig genau zu wissen, wie ihre Ressourcen aufgeteilt sind. Es geht um Transparenz und Dinge, die man genau messen kann. Wenn man das nicht hat, dann fangen die Schuldzuweisungen an."

Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Red Bull wieder der FOTA beitritt. In der kommenden Woche gehen die Gespräche über das RRA weiter. "Am Montag haben wir mit anderen FOTA-Mitgliedern ein Gespräch über die Kostenkontrolle", sagt Horner. "Wir werden es sehen. Nichts ist in Stein gemeißelt, aber im Moment finden wir, dass der FOTA-Ausstieg die richtige Entscheidung war."


 


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