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05.08.2011 | 08:26 Uhr
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Die erste Saisonhälfte wurde vom Red Bull RB7 und dem deutschen Fahrer Sebastian Vettel deutlich dominiert. Seit einigen Rennen aber hat die Konkurrenz von McLaren und Ferrari aufgeholt und den Rückstand verkürzt, wenn nicht gänzlich pulverisiert. Erstmals in dieser Saison tritt damit eine Schwäche des Red-Bull-Boliden zum Vorschein: der RB7 ist nicht zum Überholen geeignet.
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Nach einer Statistik der 'Auto Bild motorsport' bezüglich der durchgeführten Überholmanöver in den ersten elf Rennen führt McLaren mit 85 Überholvorgängen vor Mercedes. Red Bull kam in dieser Statistik lediglich auf 56 Manöver. Trotz dieser schlechten statistischen Werte führt Red Bull sowohl die Fahrer- wie auch die Konstrukteurs-WM mit großem Vorsprung an.
Daher sieht Vettel nicht alles schwarz: "So schlecht ist unser Auto nun wirklich nicht. Dass wir weniger überholen als andere, hat mit der Philosophie des RB7 zu tun", beschreibt der Deutsche einen anderen Denkansatz und argumentiert logisch: "Erstens fuhren wir oft von ganz vorne los. Gelingt der Start, ist da dann niemand mehr, den du überholen kannst."
"Und zweitens ist unser Auto auf viel Abtrieb ausgelegt, darauf, maximal schnell durch die Kurven zu fahren, um am Ende die beste Rundenzeit zu erzielen", sagt der Red-Bull-Pilot. "Das geht ein wenig auf Kosten der Höchstgeschwindigkeit und macht das Überholen schwieriger."
In einigen Rennen, in denen man nicht in Führung lag, machte sich dieser Nachteil aber bemerkbar: "Am Nürburgring war ich etwa neun km/h langsamer auf der Geraden als Felipe Massa im Ferrari. Da ist es nicht einfach, ohne große Risiken zu überholen. In Kanada musste ich viel riskieren, weil die Höchstgeschwindigkeit von Jenson Button auf der letzten langen Geraden so viel höher war. Trotzdem gehe ich diesen Kompromiss für eine gute Rundenzeit gerne ein. Denn in normalen Rennen sind wir damit vorne."
Bei Red Bull sieht man aber in einigen Bereichen Verbesserungspotenzial, um diesem Nachteil entgegenzuwirken: "McLaren hat den größten Sprung im Bereich des angeströmten Diffusors gemacht. Dort haben wir aber auch noch Potenzial nach oben", kündigt Teamchef Christian Horner künftige Entwicklungen an. Red Bull war zu Saisonbeginn auf diesem Gebiet führend und sieht nun selbst Nachholbedarf ein.
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