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03.03.2010 | 12:04 Uhr
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Mit großer Zuversicht geht das Red-Bull-Team in die am 14. März beginnende Formel-1-Saison 2010. Denn während die starken Konkurrenten aus dem Vorjahr fast allesamt mit veränderten Fahrerpaarungen antreten, setzt Red Bull auf Kontinuität - und zwar in Person von Sebastian Vettel und Mark Webber.
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Aber auch technisch hat sich Designer Adrian Newey auf keine Experimente eingelassen: "Der RB6 ist eine gute Weiterentwicklung des RB5", erklärt Teamchef Christian Horner bei 'Servus TV'. "Es wird schwierig, an die Leistungen von 2009 anzuknüpfen, aber wir sind das einzige Team, das immer noch die gleichen Fahrer hat. Kontinuität spielt eine wichtige Rolle. Wir spüren, dass wir diese Saison besser vorbereitet sind als jemals in der Vergangenheit."
"Im vergangenen Jahr haben wir Siege geholt, Pole-Positions, schnellste Runden. Was uns jetzt noch fehlt, sind die beiden WM-Titel. Dafür werden wir alles geben, dafür strengen wir uns an. Ich glaube, wir haben es dieses Jahr selbst in der Hand, das zu schaffen", zeigt sich Horner selbstbewusst. Allerdings gilt es starke Gegner zu schlagen, etwa Ferrari, McLaren oder auch Mercedes mit Comeback-Superstar Michael Schumacher.
Positiv: Neben Vettel, der ohnehin als Überflieger gilt, ist dieses Jahr auch Webber wieder hundertprozentig fit. Der Australier war 2009 nach einem Mountainbikeunfall gehandicapt in die Saison gegangen, kämpfte aber trotz schwerer Verletzungen inklusive eines Schlüsselbeinbruchs tapfer. Angesichts der diesmal problemlosen Vorbereitung rechnet sich Webber Chancen aus, dieses Jahr im Stallduell besser aussehen zu können.
"Die vergangene Saison war eine sehr schwierige Zeit für mich", gibt der 33-Jährige zu Protokoll. "Ich möchte mich auch bei Red Bull bedanken, die sehr viel Geduld mit mir hatten - speziell das Personal an der Rennstrecke. Wir haben trotzdem gute Ergebnisse erzielt. Jetzt liegt die Latte noch ein bisschen höher. Es wird eine harte Saison, aber wir freuen uns auf diese Herausforderung. Das ist die Formel 1, da ist es nie einfach."
Vor allem angesichts der vier Topteams mit acht Topfahrern: "Acht Fahrer können Rennen gewinnen - vielleicht sogar mehr, wenn Williams mal einen guten Tag hat oder Force India", vermutet Webber. "Natürlich werden nicht acht Fahrer um den Titel kämpfen, denn das wird sich gegen Saisonende ausdifferenzieren, aber am Anfang könnte es viele verschiedene Sieger geben." Für Bahrain wäre ihm "ein Red-Bull-Doppelsieg mit Virgin auf Platz drei und vier" am liebsten.
Dass er bei einer in Österreich durchgeführten Umfrage nach dem WM-Favoriten 2010 nur auf ungefähr fünf Prozent kam, während Vettel mit über 30 Prozent die Nummer eins ist, nimmt Webber gelassen: "Die haben die falschen Informationen!" Doch tatsächlich glauben Experten wie etwa Marc Surer, dass sich Webber in Acht nehmen muss, um nicht Gefahr zu laufen, als Nummer zwei abgestempelt zu werden.
Teamchef Horner sieht diese Gefahr weniger: "Wir hatten eine tolle Saison 2009, vor allem in der zweiten Saisonhälfte. Mark beginnt diesmal ohne gebrochene Schulter und mit gesunden Beinen, er konnte sich also gut vorbereiten", so der Brite. "Das gilt auch für das gesamte Team. Wir sind für Bahrain gut in Form. Wir unterschätzen unsere Gegner nicht, aber Red Bull ist in der besten Form, in der wir jemals waren."
Nach der Erfahrung von 2009, als Red Bull wahrscheinlich das schnellste Auto hatte, weiß Horner, wo seine Truppe noch am meisten zulegen muss: "Der Schlüssel wird die Konstanz sein", hält er fest. "Wir haben im Vorjahr gesehen, dass verschiedene Teams in verschiedenen Phasen der Saison verschieden stark waren. Es gibt natürlich manche Rennen, die man einfach nicht gewinnen kann, aber da muss man dann zumindest Punkte holen."
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