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27.05.  14:00

 

 30.01.2012 | 14:34 Uhr

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Pirelli: Weichere Reifen wegen Ferrari?

Pirelli will von einer Vorgabe der Entwicklungsrichtung aus Maranello nichts wissen - Konzernchef Provera gibt aber zu, dass sein Herz für die Scuderia schlägt

Eines der größten Handicaps des Ferrari 150° Italia aus der Saison 2011 war der Umgang mit den Pirelli-Reifen, insbesondere der Hard-Mischung. Fernando Alonso und Felipe Massa klagten wiederholt darüber, dass sie die härteste von Pirelli zur Verfügung gestellte Mischung nicht schnell genug auf Temperatur bekommen, was sich speziell bei niedrigen Außentemperaturen als eklatanter Nachteil gegenüber der direkten Konkurrenz von McLaren und Red Bull erwies.

Pirelli-Konzernchef Provera will von einer Bevorzugung Ferraris nichts wissen
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Für die zweite Saison nach dem Pirelli-Comeback in der Königsklasse hat der italienische Reifenhersteller bereits angekündigt, aggressivere Mischungen anzubieten. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Verdachtsmomente laut wurden, wonach dies ein gezieltes Entgegenkommen in Richtung Ferrari sei.

Davon will man bei Pirelli allerdings nichts wissen. "Das ist Unsinn", erklärt Pirelli-Konzernchef Marco Tronchetti Provera gegenüber 'La Repubblica'. "Wir haben diese Entscheidung in Übereinstimmung mit allen Teams und Fahrern getroffen." Zudem seien die Pneus der 2012er-Generation für die Autos des aktuellen Jahrgangs bestimmt, und "nicht für die Autos aus dem vergangenen Jahr", wie Provera betont.

Der Italiener lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass er es gern sehen würde, wenn das italienische Traditionsteam aus Maranello wieder auf die Siegerstraße zurückfindet. "Das ist doch ganz natürlich", insistiert Provera. "Als Italiener träumst du davon, dass Ferrari gewinnt. Als Engländer davon, dass McLaren siegt. Das Herz schlägt immer für die Heimat."

"Es gibt italienische Unternehmen, die im Hinblick auf Wettbewerb, Technologie und Qualität die richtige Herangehensweise an den Tag legen. Dies hat einen großen Anteil am Wiederaufbau des Selbstbewusstseins im unserem Land", so der Pirelli-Konzernchef vielsagend.


 


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