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 06.09.2010 | 12:42 Uhr

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Monza: Schicht im F-Schacht?

Viele Teams halten sich den Einsatz des F-Schachts in Monza noch offen - Williams-Technikchef Sam Michael versteht die Diskussionen nicht

Mit der ursprünglichen Ankündigung seitens McLaren, man werde den F-Schacht in Monza nicht einsetzen, sorgten die Briten für einige Verwirrung. Warum nimmt ausgerechnet jenes Team von diesem Element auf der Highspeedstrecke Abstand, obwohl es das wohl am besten entwickelte System zur Verfügung hat? Andere Teams gerieten ins Grübeln und halten sich eine Entscheidung über den Einsatz des F-Schachts bis zum Rennwochenende offen.

F-Schacht-Frage: Lassen die Teams die Luftschnorchel in Monza tatsächlich weg?
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McLaren hat die ursprünglichen Aussagen mittlerweile relativiert. Man will offenbar am kommenden Freitag in Monza zuerst einige Vergleichstests absolvieren und dann über den F-Schacht entscheiden. Ferrari und Toro Rosso absolvierten spezielle Probefahrten auf der Geraden der italienischen Rennstrecke Vairano, um Erkenntnisse zu gewinnen.

Viele Teams können derzeit offenbar nicht einschätzen, wie der F-Schacht mit der speziellen Monza-Aerodynamik für extrem wenig Anpressdruck funktioniert. An allen Fahrzeugen wird man in Italien spezielle Flügelvarianten einsetzen, um den Luftwderstand auf der schnellen Strecke möglichst gering zu halten. "Ich verstehe nicht, warum der F-Schacht für Monza solch ein Thema ist", sagt Williams-Technikchef Sam Michael.

"Beim Monza-Flügel, den wir haben, gibt es trotzdem einen erheblichen Unterschied im Luftwiderstand. Ich weiß überhaupt nicht, warum man den F-Schacht nicht nutzen sollte", zeigt sich Michael angesichts der anhaltenden Diskussionen überrascht. "Viele sagen, dass der Effekt mit einem Monza-Flügel nicht mehr vorhanden ist. Aber das stimmt nicht. Der Flügel wird in den Stall-Bereich gebracht. Wenn der Luftström abreißt, dann reißt er ab. Das ist für uns überhaupt keine Frage. Ich denke, jeder wird den F-Schacht nutzen."

Auch Renault und Red Bull haben noch nicht entschieden, welche aerodynamische Variante sie in Monza fahren werden. Fest steht: In Italien ist Topspeed auf den langen Geraden gefragt. Genau in dieser Disziplin hatte McLaren zuletzt mehrfach einen guten Stand. Gut möglich also, dass die von den Briten entfachte Debatte einfach nur ein taktischer Schach(t)zug war.


 

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