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01.07.2011 | 11:25 Uhr
Rennbericht
Mercedes hat nach eigener Aussage in den kommenden Wochen zwei Heimrennen vor sich. Nicht nur beim Gastspiel am Nürburgring am 24. Juli, sondern auch beim Grand Prix in Silverstone am kommenden Wochenende sieht man sich als Lokalmatador - immerhin ist ein Großteil des Werksteams in Brackley und Brixworth stationiert. Vor den Augen der eigenen Mitarbeiter will man sich von der besten Seite zeigen.
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"Silverstone ist eines unserer Heimrennen, und alle Teammitglieder aus den Werken in Brackley und Brixworth drücken uns natürlich die Daumen - umso mehr möchten wir für sie gut abschneiden und ihnen auf diese Weise für ihre harte Arbeit danken", sagt Michael Schumacher. "Angesichts der vielen Veränderungen in dieser Saison ist es für mich schwierig, zu sagen, wie die Strecke unserem Auto liegen wird."
"Wie üblich werden wir wohl erst nach den Freien Trainings am Freitag mehr wissen", erklärt der Rekordweltmeister, der nach dem verkorksten Auftritt in Valencia nun wieder in die Punkte fahren möchte. "Wir entwickeln neue Upgrades und Lösungen, von denen ich überzeugt bin, dass sie uns helfen, weitere Fortschritte zu erzielen. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, bin ich mir sicher, dass wir mit dieser Einstellung unsere Ziele erreichen können."
"Silverstone ist eine sehr schöne Strecke. Ich freue mich auf die vielen schnellen Kurven, ganz besonders von Copse über Becketts bis Stowe", berichtet Nico Rosberg. "Nach meinem dritten Platz im letzten Jahr hoffe ich erneut auf ein gutes Ergebnis, gerade weil so viele Teammitglieder aus Brackley und Brixworth mit ihren Familien da sein werden. Es ist das erste unserer beiden Heimrennen im Juli, bei denen ich für unsere Kollegen gute Leistungen zeigen möchte. Wir haben einige neue Updates und ich bin gespannt, wie sie sich auswirken werden - hoffentlich können wir damit den Abstand zur Spitze etwas verringern."
"Der Große Preis von Großbritannien ist durch die Nähe zu unserer Fabrik in Brackley und zu Mercedes-Benz HighPerformanceEngines in Brixworth stets ein besonderes Wochenende für unser Team. So erhalten unsere Teammitglieder und deren Familien die Gelegenheit, die Autos live in Aktion zu erleben", so Teamchef Ross Brawn. "Ich habe die neue Boxenanlage und das neue Fahrerlager bereits besichtigt und gemeinsam mit den Streckenumbauten aus dem letzten Jahr ist Silverstone nun eine Strecke, auf die wir stolz sein können."
"Wir freuen uns sehr darauf, am nächsten Wochenende dort anzutreten", sagt der Brite vor dem Auftritt in seiner Heimat. "In letzter Zeit haben wir sehr hart an der Weiterentwicklung des Autos und unserer Wettbewerbsfähigkeit gearbeitet und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um allen im Team für ihren Einsatz zu danken. Jetzt wünschen wir uns ein positives Wochenende beim ersten unserer beiden Heimrennen."
"Der Große Preis von Großbritannien ist bereits seit dem ersten Formel 1-Jahr 1950 im WM-Kalender und damit ein echter Klassiker", meint Norbert Haug. "Nicht alle Rennen fanden in Silverstone statt. Diese Strecke hat sich im Lauf der Zeit verändert und zuletzt die erforderlichen Neuerungen vorgenommen. Nach einer veränderten Streckenführung im letzten Jahr gibt es in dieser Saison eine neue, spektakuläre Boxenanlage."
"Auch die Start-und-Zielgerade wurde verlegt, bereits zum dritten Mal in der Geschichte der Rennstrecke findet diese Gerade einen neuen Platz", erklärt der Mercedes-Motorsportchef. "Mit diesen Veränderungen hat der Kurs seinen Hochgeschwindigkeits-Charakter behalten und ich habe noch keinen Fahrer gehört, der die Herausforderung von Silverstone nicht liebt."
"Es gibt insgesamt elf Kurven, die im Trocknen in einem Formel-1-Auto mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h durchfahren werden und in der eindrucksvollen Passage zwischen Copse und Stowe sind die schnellsten Autos nie langsamer als rund 200 km/h. Um schnell zu sein, fordert die Streckenführung eine effiziente Aerodynamik. Guter Grip ist im langsameren neuen Streckenteil gefragt - eine umfangreiche Aufgabenstellung beim Festlegen der richtigen Fahrzeugabstimmung also", sagt Haug.
"Unser junges Team ist in seinem zweiten Jahr leistungsmäßig noch nicht dort, wo wir hinwollen. Zuletzt blieben wir deutlich hinter den Top-Drei-Teams zurück und das wird sich in Silverstone nicht grundsätzlich ändern", erklärt der Schwabe und dämpft somit die großen Erwartungen etwas. "Wir alle werden hart und konzentriert arbeiten, um dort ein respektables Ergebnis zu holen."
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Nur halb so viele Punkte wie 2010, aber Mercedes gibt sich kämpferisch: "Wer auf den Gipfel will, muss sich ein Basislager bauen", sagt Norbert Haug (30.06.11) |
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