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23.08.2010 | 17:41 Uhr
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Auch wenn es auf den ersten Blick etwas paradox klingen mag, will McLaren offenbar ausgerechnet auf dem Highspeedkurs von Monza auf das F-Schacht-System verzichten, das auf Geraden höhere Topgeschwindigkeiten bringt. McLaren hat den F-Schacht sozusagen erfunden, die meisten Rivalen haben im Saisonverlauf ähnliche Konzepte entwickelt. Jüngstes Mitglied im Kreis der F-Schacht-Fahrer ist das Renault-Team, das sein System am kommenden Wochenende in Spa-Francorchamps erstmals einsetzen will.
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McLaren will nun nach Informationen von 'Autosport' beim Italien-Grand-Prix in Monza erstmals in dieser Saison ohne das ausgeklügelte Aerodynamikkonzept fahren. Der F-Schacht ermöglicht es dem Fahrer, den Luftstrom auf den Heckflügel so zu steuern, dass auf den Geraden der Anpressdruck gestört und der Lufwiderstand verringert wird. In der Folge können auf den Geraden wesentlich höhere Spitzengeschwindigkeiten gefahren werden. Damit kann ein Setup gewählt werden, das in Kurven für höhere Downforce sorgt, ohne dass sich der entsprechende Luftwiderstand auf den Geraden nachteilig auswirkt.
Auf den ersten Blick erscheint es vor allem auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza als Vorteil, wenn man Dank F-Schacht auf den Geraden noch an Topspeed zulegen kann. Doch auf der italienischen Rennstrecke wählen die Teams aufgrund der vielen schnellen Kurven ohnehin ein Setup mit sehr geringer Downforce. Damit ist von Haus aus auch auf den Geraden kaum ein Luftwiderstand gegeben, der durch den F-Schacht vermindert werden müsste.
Das System bringt dort also keinen nennenswerten Vorteil. Laut 'Autosport' könnten alle Teams in Monza dem Beispiel von McLaren folgen, auf den F-Schacht verzichten und stattdessen mit Low-Downforce-Aerodynamikpaketen nach Italien reisen, die besser zum Layout von Monza passen.