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27.05.  14:00

 

 06.07.2011 | 10:49 Uhr

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Mansell sieht schwarz für McLaren & Co

Ex-Weltmeister Nigel Mansell sieht bei normalem Verlauf der Dinge keinen, der Sebastian Vettel vom zweiten WM-Titel abhalten kann - Erinnerung an 1991

Am kommenden Wochenende steht der Formel 1 mit dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone der neunte von 19 WM-Läufen in dieser Saison bevor. An der Spitze der Fahrertabelle verfügt der amtierende Weltmeister Sebastian Vettel nach sechs Siegen und zwei zweiten Plätzen aus den bisherigen acht Rennen über ein komfortables Punktepolster.

Ex-Weltmeister Nigel Mansell tritt in Silverstone als dritter Rennkommissar auf
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McLaren-Pilot Jenson Button, der dem Red-Bull-Piloten vor dem Silverstone-Wochenende am dichtesten auf den Fersen sitzt, weist genau wie Mark Webber im zweiten Red Bull bereits 77 Zähler Rückstand auf.

Anders als Jacques Villeneuve, stellt Ex-Weltmeister Nigel Mansell die gegenwärtige Vormachtstellung Vettels nicht in Frage. Der Brite, der in Silverstone als dritter FIA-Rennkommissar fungieren wird, verweist darauf, dass der Red-Bull-Pilot in dieser Saison weniger Fehler als alle anderen Piloten gemacht und im Vergleich zur Vorsaison an Reife zugelegt habe.

"Sebastian ist auf dem besten Weg, die Weltmeisterschaft in diesem Jahr in einer überlegeneren Manier zu gewinnen als seinen ersten Titel im Vorjahr", wird Mansell von 'Autosport' zitiert. "Er macht einen fantastischen Job und reitet momentan eine Welle des Erfolgs. Zudem hat er sich enorm entwickelt."

Nach Ansicht Mansells liege es nun an der Konkurrenz, einen besseren Job als das Weltmeisterteam zu erledigen, um den Rückstand wettmachen zu können. "Red Bull setzt gerade neue Maßstäbe in Bezug darauf, wie man in eine Saison starten kann, wenn alles perfekt läuft", so Mansell. Darüber hinaus glaubt der 57-Jährige einen der Gründe dafür zu kennen, dass Vettel seinen Gegnern anno 2011 scheinbar mühelos um die Ohren fahren kann.

Vettel nutzt die Pirelli-Reifen am besten

"Sebastian kommt von allen Fahren am besten mit den Pirelli-Reifen zurecht", hält der Weltmeister des Jahres 1992 fest und verweist darauf, dass der Heppenheimer "im Unterschied zu vielen seiner Kollegen kaum Erfahrungswerte mit früheren Reifentypen mit sich herumträgt". Dies komme dem amtierenden Weltmeister in dieser Saison zu Gute.

Als Ratschlag für die direkte Konkurrenz - allen voran McLaren-Mercedes - hat Mansell dann auch nicht sonderlich viel auf Lager, außer "Fehler zu vermeiden". Die gegenwärtige Situation erinnere den Briten an seine eigene im Jahr 1991, als er nach drei Siegen in Folge in den Sommermonaten auf Tabellenführer Ayrton Senna im McLaren-Honda aufholen konnte, nur um wenig später seine Hoffnungen jäh gebremst zu sehen.

"Ich werde nie vergessen, wie Ayrton zu mir kam und sagte: 'Mach dir keine Sorgen. Ich bekomme zum nächsten Rennen einen neuen Motor, der 60 PS mehr hat.'". Mansell sah den Brasilianer eigener Aussage zufolge ungläubig an und entgegnete: "Natürlich". "Dann trat er zum folgenden Grand Prix tatsächlich mit einem neuen Motor an und fuhr alle anderen in Grund und Boden."

Eine realistische Chance für seine Landsleute Jenson Button und Lewis Hamilton sieht Mansell derzeit nur für den Fall, dass "Sebastian plötzlich Zuverlässigkeitsprobleme an seinem Boliden bekommt". Grundsätzlich könne ein Team wie McLaren jederzeit zurückschlagen, aber "Red Bull dominiert die Sache derzeit klar", so Mansell.


 


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