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27.05.  14:00

 

 22.08.2011 | 16:43 Uhr

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Lopez fordert stabile Regeln für die Formel-1-Zukunft

Renault-Teameigner Gerard Lopez wünscht sich für die Zukunft ein stabiles Reglement: "Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem es zu viel wird"

In den vergangenen Jahren wurden die Regeln in der Formel 1 recht oft und vor allem gravierend verändert. Vom neuen Punktesystem über Fahrhilfen bis hin zu den Pirelli-Einheitsreifen - nicht immer fanden das modifizierte Regelwerk uneingeschränkten Zuspruch im Fahrerlager. Laut Gerard Lopez ist es daher nun an der Zeit, in Bezug auf die Rahmenbedingungen etwas mehr Konstanz zu haben.

Gerard Lopez wünscht sich für die Zukunft der Formel 1 ein stabiles Regelwerk
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"Ich denke, man muss eine Balance zwischen dem Optimum für die Fans und dem finden, was die Teams bewerkstelligen können. Die Sicherheit der Fahrer sollte in jedem Fall im Vordergrund stehen", meint der aus Luxemburg stammende Geschäftsmann bei 'SpeedTV'. Man müsse sich überlegen, wie sehr man in das Geschehen auf der Strecke eingreifen wolle, um eine gute Show zu erzeugen.

Mit der Wiedereinführung von KERS sowie dem verstellbaren Heckflügel und den Pirelli-Reifen sei man möglicherweise einen Schritt zu weit gegangen - zumindest in der Hinsicht, dass die Neuerungen auf einen Schlag eingeführt wurden. "Vielleicht waren einige der bisherigen Rennen ein bisschen zu aufregend", sagt Lopez. "Die Fans verloren bei den vielen unterschiedlichen Strategien die Übersicht."

"Irgendwann ist meiner Meinung nach ein Punkt erreicht, an dem es für die Zuschauer schlichtweg zu viel wird und an dem es keinen Spaß mehr macht. Wirklich oft gelangten wir bisher aber nicht an diesen Punkt. Wir hatten eigentlich nur ein Rennen, das aus vielerlei Gründen außer Kontrolle geriet", hält der Renault-Teameigner fest, geht an dieser Stelle allerdings nicht näher ins Grand-Prix-Detail.

Lopez macht sich darüber hinaus dafür stark, den Piloten im Cockpit nicht noch mehr Aufgaben zuzumuten. Neben den "normalen Vorgängen" im Auto wie dem Lenken und Schalten müssen die Fahrer in diesem Jahr schließlich noch viele weitere Anforderungen bewältigen: KERS will bedient und der verstellbare Heckflügel möchte aktiviert werden, um nur zwei zusätzliche Aufgaben zu nennen.

Mehr darf es nicht geben, meint Lopez und erläutert: "Wir haben nun das Maximum erreicht, was ein Fahrer während einer Runde tun kann. Dies müssen wir vielleicht überdenken. Wir sollten darauf achten, es in diesem Zusammenhang nicht zu übertreiben." Vielmehr gehe es um eine gesunde Balance "zwischen einem Zuschauersport und einem aus Teamsicht zu bewältigenden Sport".

"Das Hinzufügen oder Entfernen des verstellbaren Heckflügels oder gewisser Reifen ist für die Fans, die sich an das jeweilige Szenario gewöhnen werden, keine große Sache", sagt Lopez. "Ein Team muss dagegen sämtliche Prozesse und Strategien überdenken, was eine große Aufgabe darstellt. Im Hinblick auf die sportlichen Regeln sollte die Formel 1 nun einen möglichst stabilen Weg einschlagen."


 


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