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20.08.2010 | 09:15 Uhr
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Nach zwölf von 19 Rennen führt Mark Webber die Fahrer-WM an, vier Punkte vor Lewis Hamilton, zehn vor Sebastian Vettel, 14 vor Jenson Button und 20 vor Fernando Alonso. Einige Experten sind jedoch der Meinung, dass Webber nicht zwingend der schnellste Fahrer der Saison ist, sondern ganz einfach mehr Glück hatte als Teamkollege Vettel.
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Das sieht Niki Lauda anders: "Der Fahrer mit den meisten Siegen und das Team mit den besten Ergebnissen führen die beiden WM-Wertungen an. Das ist ganz einfach", erklärt er im Interview mit 'formula1.com'. "Mark hat vier Rennen gewonnen, Hamilton, Vettel, Button und Alonso nur je zwei. Siege beweisen, dass jemand auf jede Situation reagieren kann. Manchmal spielt Glück eine Rolle, ja, aber es gibt auch das Sprichwort, dass die Tüchtigen am meisten Glück haben."
Unbestritten ist, dass Vettel in den ersten zwölf Rennen schon mehrfach von der Red-Bull-Technik im Stich gelassen wurde, was den Deutschen eine Menge Punkte gekostet hat. Auch für Webber lief nicht alles glatt, aber der Australier leistete sich bisher nur eine einzige Nullnummer und nutzte zudem seine größten Chancen, Grands Prix zu gewinnen. Nun gehen er und Vettel mit dem schnellsten Auto als Favoriten ins letzten WM-Drittel.
Auch für Ex-Weltmeister Lauda führt der Weg zur WM-Krone 2010 nur über Red Bull: "Wir haben schon oft erlebt, dass ein außergewöhnlich schnelles Auto nicht immer die Ziellinie sieht. Bis Ungarn war das auch bei Red Bull der Fall", analysiert der Österreicher. "Sie haben das schnellste Auto, aber ich war schon immer der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor sie sich durchsetzen und die internen menschlichen und technischen Fehler beheben."
Doch obwohl Webber seiner Meinung nach ein würdiger WM-Leader ist, bleibt Vettel für Lauda immer noch Favorit Nummer eins: "Was er im Qualifying in Budapest an Speed demonstriert hat, war eine Klasse besser als alle anderen - auch besser als Teamkollege und Sieger Webber, der das gleiche Material hat. Hinter Vettel sehe ich dann Mark und die anderen 'üblichen Verdächtigen': Hamilton, Alonso und Button."
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