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27.05.  14:00

 

 10.08.2011 | 10:48 Uhr

Hintergrund

Kristensen über die Aufgaben als Rennkommissar

Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen hat auf dem Nürburgring mit seiner Erfahrung die Rennkommissare unterstützt - Der Däne über die Funktion der Rennfahrer

Über viele Jahre wurde gefordert, dass ein ehemaliger Fahrer die Rennkommissare bei der Arbeit unterstützen soll. Seit Jean Todt das Amt des FIA-Präsidenten übernommen hat, ist das auch der Fall. Bei jedem Rennen sitzt seit Anfang 2010 ein ehemaliger Rennfahrer, oder ein Pilot, der in einer anderen Serie aktiv ist, in der Rennkommission und hilft mit seiner Erfahrung. Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen übernahm diese Aufgabe im Vorjahr in Melbourne und in der laufenden Saison auf dem Nürburgring. "Es war gut, eine gute Erfahrung."

Tom Kristensen hat bereits bei zwei Rennen die Rennkommissare unterstützt
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"Ich finde, das ist wirklich eine gute Idee und es führt zu besserem, engerem und professionellerem Racing. Es gibt viel gegenseitigen Respekt", wird Kristensen von 'GPUpdate.net' zitiert. "Ich finde, dass es in Rennsituationen sehr wichtig ist, einen Fahrer da oben zu haben, der genau gleich denkt." Wie läuft das in der Rennkommission ab? "Es wird ständig gesprochen, aber man hört auch zu, denn es stehen sehr viele Informationen zur Verfügung."

"Es gibt verschiedene Monitore, die man beobachten kann. Ich würde sagen, es ist der beste Platz, um das Geschehen zu verfolgen - abgesehen von den Tribünen rund um die Strecke. Wir haben einen recht guten Einblick, was alles vor sich geht." In erster Linie entscheidet Renndirektor Charlie Whiting welche Situationen sich die Kommissare ansehen sollen.

"Prinzipiell kommt alles von Charlie. Er kümmert sich darum und manchmal ist es gut für uns, etwas zu sehen, dass wir gerne untersuchen wollen. Manchmal kommen Situationen gar nicht zu uns, weil wir die Dinge bewerten sollen, die untersuchenswert sind", so Kristensen. "Manchmal bekommen wir etwas von Charlie und finden sehr schnell zu einer Entscheidung. Es gibt aber auch Situationen, bei denen man auf mehr Material wartet und sich das nach dem Rennen ansieht."

"Für Charlie ist es wichtig, dass Entscheidungen bis zur Zielflagge getroffen werden. So sollte es sein und das hat immer Priorität." Einen Fahrer in der Rennkommission zu haben ist auf dem Papier eine gute Idee, doch wie viel Einfluss hat er wirklich in der Praxis? "Das kann ich im Detail nicht sagen. Es ist immer eine einstimmige Entscheidung, wir unterschreiben alle das Dokument."

"Es sind immer unterschiedliche Leute in der Rennkommission. Manche verfügen über mehr Erfahrung, andere über weniger. Ich würde sagen, dass es wirklich wichtig ist, eine Person mit Rennerfahrung zu haben. Gleichzeitig muss man alle Parameter kennen und wissen, wie man das Puzzle zusammenfügt, denn es soll eine faire Behandlung geben, aber nicht das Racing beeinflussen."

"Ich finde, wir hatten auf dem Nürburgring enge Zweikämpfe und die Fahrer haben sich respektiert. So sollte die Formel 1 und der Motorsport sein", findet Kristensen. "Konstanz ist wichtig, aber mit Charlie ist eine Konstante gegeben. Es geht um Bewusstsein, Fairness, Respekt und hartes Racing. So sollte es sein. Wenn es so ist, dann gibt es auch keine Probleme. Es gibt aber immer wieder Situationen, die man einfach nur gerne als Rennzwischenfälle behandeln möchte."


 


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