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01.07.2011 | 13:28 Uhr
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Nico Rosberg befindet sich inzwischen in seiner sechsten Formel-1-Saison und wartet auch nach 96 Grand-Prix-Starts immer noch auf seinen ersten Rennsieg. Der Mercedes-Pilot droht somit in die Liga der Fahrer aufzusteigen, die auch nach über 100 Grand-Prix-Teilnahmen ohne Siegerpokal dastehen.
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Rosberg, der momentan auf dem siebten Rang der Gesamtwertung liegt, wird langsam ungeduldig, denn mit dem Mercedes MGP W02 wird er wohl auch in den kommenden vier Rennen nicht in der Lage sein, die Fahrer von Red Bulll, McLaren und Ferrari überflügeln zu können. "Es ist ein genereller Mangel an Performance des Autos - und das in vielen Bereichen", wird Rosberg von 'Autosport' zitiert.
Der 26-Jährige verheimlicht nicht, dass ihn diese mangelhafte Konkurrenzfähigkeit massiv stört, doch an einen baldigen Wechsel zu einem anderen Topteam denkt er nicht - noch nicht. "Fakt ist, dass ich gerne Rennen gewinnen möchte. Gleichzeitig fühle ich mich in diesem Team sehr wohl. Ich muss für mich selbst beurteilen, wie wahrscheinlich es ist, mit diesem Team schon bald Rennen zu gewinnen", sagt Rosberg.
Doch als deutscher Pilot im Silberpfeil-Rennstall empfindet der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg auch eine besondere Verpflichtung. So nehme er im Aufbauprozess des vor anderthalb Jahren neu formierten Teams eine entscheidende Rolle ein. "Ich würde nie behaupten, das ich mich unwohl fühle, oder so etwas", stellt Rosberg klar.
Angesichts der Ressourcen des Teams und der Erfahrung der handelnden Personen sei Erfolg nur eine Frage der Zeit. "Da ist Mercedes-Benz, da sind Ross Brawn und haufenweise andere kompetente Leute, die zusammenarbeiten. Mercedes baut den Motor. Es ist eine Tatsache, dass das Team Erfolg haben wird, da wird jeder zustimmen. Es gibt keinen Grund, warum nicht. Aber die große Frage lautet: wann?", meint Rosberg, der zugibt, dass es derzeit so aussehe, als ob es mit den ersehnten Erfolgen noch eine Weile dauern könne.
Ewig wird die Geduld des GP2-Champions von 2005 allerdings nicht anhalten, das scheint allen Beteiligten klar zu sein. Während Teamchef Brawn Rosberg um mehr Geduld bittet, stellt der ambitionierte Pilot klar: "Der nächste Schritt wird sein, in einem Auto zu sitzen, mit dem ich in nicht allzu ferner Zukunft gewinnen kann - wie auch immer dieser Schritt aussehen mag."
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