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04.01.2012 | 10:50 Uhr
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Der Grand Prix von Indien sollte dem Motorsport in der einwohnerstarken Nation einen deutlichen Schub verleihen. So hatten es sich unter anderem Force-India-Teamchef Vijay Mallya und Vicky Chandhok, Chef des indischen Motorsport-Verbandes und Vater von Ex-Pilot Karun Chandhok vorgestellt. Was ist daraus geworden? Wenig. Zwar genießt die Formel 1 womöglich seither mehr Aufmerksamkeit in Indien, aber zur großen Racer-Nation ist man längst noch nicht geworden.
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"Es ist nicht so, dass wir nicht Interesse von heimischen Firmen erfahren würden", sagt Karun Chandhok, "aber die zögern alle noch. Uns Fahrern hat es bislang nicht allzu viel gebracht, der gesamten Nation allerdings schon. Ich denke, dass vor allem die zukünftige Fahrergeneration aus Indien davon profitieren wird." Der 27-Jährige durfte in Diensten von Lotus (jetzt Caterham) 2011 nur ein Rennen bestreiten. Am Nürburgring saß Chandhok im Trulli-Auto.
Ähnlich erging es Landsmann Narain Karthikeyan. Der frühere Jordan-Pilot war Anfang 2011 überraschend bei HRT im Renncockpit gelandet, doch zur Saisonmitte übernahm Red-Bull-Zögling Daniel Ricciardo den Platz des Inders. "Der Grand Prix von Indien war toll und hat auch Wirkung gezeigt", sagt Karthikeyan. "Man darf aber auch keine Wunder erwarten. Die ersten Reaktionen auf den Grand Prix waren gut. Man muss nun etwas Geduld haben."
Er selbst wird die möglichen Früchte dieser Bemühungen kaum noch selbst als aktiver Pilot ernten können. "Es gibt nur noch wenige freie Plätze für die Saison 2012", erklärt der 34-Jährige gegenüber der Agentur 'PTI'. "Über die Feiertage ist nicht viel passiert. Erst jetzt nehmen die Gespräche wieder Fahrt auf. Wir hoffen das Beste. In der Formel 1 geht es aber nicht um meine Wünsche, sondern es spielen bei solchen Entscheidungen sehr viele Faktoren eine Rolle."
Die indischen Piloten müssten bei HRT, Caterham oder Williams viel Geld mitbringen. Diese Mittel sind nicht vorhanden. "Es sind immer kommerzielle Gründe, die dort mit hineinspielen", sagt Karthikeyan. "Das ist für uns wirklich hart." Der erfahrene Inder wird sich 2012 wohl mit der neuen i1-Super-Series in Indien beschäftigen, sein Kollege Chandhok schielt auf ein gutes Cockpit in der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).
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