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27.05.  14:00

 

 04.08.2011 | 09:45 Uhr

Rennbericht

Heidfeld-Feuer geklärt - Chassis Totalschaden

Das Renault-Team muss Nick Heidfelds Chassis von Budapest entsorgen - Ursache für das Feuer und die Explosion endlich vollständig geklärt

Drei Tage nach dem spektakulären Boxenfeuer am Wagen von Nick Heidfeld in Budapest beendete das Renault-Team gestern Abend in der Fabrik in Enstone die technische Analyse des Zwischenfalls. Technikchef James Allison und seine Ingenieure kamen dabei der Ursache für den Defekt auf die Spur, mussten aber feststellen, dass das Chassis ein Totalschaden ist.

Renault hat die Ursache für das Feuer bei Nick Heidfeld vollständig geklärt
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"Der Zwischenfall war sehr unerwünscht, denn wir mussten ein weiteres Chassis abschreiben", berichtet Allison. "Wir werden vor dem nächsten Rennen Schritte einleiten, um die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Feuers zu reduzieren." Außerdem bestätigt er das Interesse der FIA am Feuer: "Wir stehen mit ihnen in Kontakt, um ihnen einen vollständigen Bericht des Zwischenfalls zu übermitteln und ihnen zu erklären, was wir unternehmen, um eine Wiederholung zu verhindern."

Grundsätzlich habe eine "Kombination verschiedener Faktoren" dazu geführt, dass Heidfelds Auto in Flammen aufgegangen ist: "Zunächst sind wir im Qualifying ein etwas anderes Motorenmapping gefahren, was zu etwas heißeren Auspuffgasen als normal geführt hat", erläutert der Brite. "Wir glauben, dass dadurch die Temperatur gestiegen ist und sich ein erster kleiner Riss im Auspuffrohr gebildet hat."

"Wir nehmen an, dass sich dieser Riss in den Runden vor dem Boxenstopp vergrößert hat. Das war uns zunächst nicht klar, denn wir glauben, dass der Schaden der Stelle vorgelagert war, wo sich unser Temperatursensor befindet. Wir glauben, dass Nick dann mit einem teilweise gebrochenen Auspuff hereingekommen ist", so Allison. An der Box wurde aus dem kleinen Riss dann plötzlich ein hell loderndes Feuer.

"Der Boxenstopp", schildert Allison, "hat länger gedauert als normal. Der Motor lief 6,3 Sekunden bei hoher Drehzahl, während der Reifenwechsel im Gange war. Unter diesen Bedingungen landet immer viel überschüssiges Benzin im Auspuff und die Temperatur dort steigt um ungefähr 100 Grad pro Sekunde an. Dieser Temperaturanstieg war genug, um das teilweise schon defekte Auspuffrohr zum Kollabieren zu bringen und unter der Karosserie ein moderates Feuer auszulösen."

Heidfeld konnte anschließend noch losfahren, musste aber schon wenige Meter weiter aufgeben und aussteigen. Beim Rausfahren aus der Boxengasse kam es offensichtlich zu einer Explosion. Auch diese ist inzwischen geklärt: "Sie wurde durch die Luftflasche verursacht, die die Ventile im Motor mit Luft versorgt. Die Flasche überhitzte im Feuer und explodierte", wischt Allison den Verdacht vom Tisch, es habe eine KERS-Explosion gegeben.


 


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