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27.05.  14:00

 

 22.08.2011 | 14:57 Uhr

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Heidfeld: "Manchmal ist das Überholen zu einfach"

Renault-Fahrer Nick Heidfeld über positive und negative Auswirkungen der aktuellen Formel-1-Regeln: Ist das Überholen derzeit viel zu einfach?

Pünktlich zum Saisonstart 2011 wurden wieder einmal neue Regeln eingeführt. Seither ist die Formel 1 - wie schon 2009 - mit KERS unterwegs und die Piloten können auf einen verstellbaren Heckflügel zurückgreifen. Diese Neuerungen und die nicht allzu langlebigen Pirelli-Pneus veränderten das Gesicht der Formel 1 nachhaltig, was bei den Beteiligten für positive und negative Reaktionen sorgt.

Nick Heidfeld kann sich gut mit den neuen technischen Hilfsmitteln arrangieren
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Renault-Fahrer Nick Heidfeld tut sich allerdings schwer damit, ein klares Urteil zu fällen uns sagt bei 'GPWeek': "Manchmal ist das Überholen zu einfach, doch andererseits ist es halt das, was die Fans sehen wollen. Die Zuschauer möchten mehr Überholmanöver erleben. Ich selbst mag es aber nicht, wenn die Dinge zu künstlich werden." Der Sport könne jedoch von solchen Hilfsmitteln profitieren.

"In Barcelona war es aber zum Beispiel eine großartige Sache", findet Heidfeld im Hinblick auf KERS und den verstellbaren Heckflügel. "Ich fuhr von ganz hinten los und wurde letztendlich noch Achter. In der Vergangenheit hatten wir in Barcelona überhaupt keine Show. Ein Auto fuhr hinter dem anderen her - über die komplette Distanz. Das war doch furchtbar langweilig, oder nicht?", fragt der Routinier.

Jetzt hätten die Fahrer eben mehr technische Möglichkeiten, um einen Überholversuch zu wagen. Die Neuerungen seien eine klare Hilfe, meint Heidfeld. "KERS kann einen Unterschied ausmachen", erläutert der Deutsche. "Natürlich kann man auch sagen: Wenn es jeder an Bord hat, bringt es keinen Vorteil mit sich. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn du kannst ja wählen, wo du es einsetzt."

Insgesamt sei die Regelsituation in der Formel 1 "nicht schlecht", wie Heidfeld abschließend zu Protokoll gibt. Spontan sehe er derzeit keinen Veränderungsbedarf und merkt an: "Was ich nicht mochte, war die Qualifikation, in der wir mit Rennsprit antreten mussten. Bis zu den ersten Boxenstopp wusste man aus diesem Grund nicht, wer das schnellste Auto hatte", sagt Heidfeld.


 


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