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27.05.  14:00

 

 16.02.2012 | 21:28 Uhr

Testbericht

Haug: Erfolgreicher Shakedown des W03

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zieht nach dem Shakedown des neuen Formel-1-Autos ein positives Fazit: Beide Piloten jeweils 50 Kilometer im neuen W03

Als letztes Topteam präsentiert Mercedes seinen neuen Boliden am kommenden Dienstag in Barcelona. Das deutsche Werksteam mit Sitz in Brackley (Großbritannien) absolvierte am Donnerstag einen erfolgreichen Shakedown in Silverstone. Man fuhr auf der Kurzanbindung, um einige Funktionen des neuen Fahrzeuges vor der Abreise nach Spanien zu testen. Im Cockpit saßen Nico Rosberg und Michael Schumacher, die jeweils 50 Kilometer absolvierten.

In der vergangenen Woche war Nico Rosberg noch mit dem W02 gefahren
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"Die Leistung des Autos bei einem solchen Rollout einzuschätzen ist schwierig", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug im Gespräch mit 'Autosport'. Er erklärt: "Wir waren auf Demo-Reifen und auf der Kurzanbindung unterwegs, aber das Auto hat genau das gemacht, was wir von ihm erwartet haben." Fans hatten die ersten Meter des W03 in Silverstone gefilmt und das Video am Mittag ins Internet gestellt, während eine professionelle Filmcrew offizielle Dreharbeiten auf der Strecke erledigte.

"Bei solchen Tests liegt das Limit bei 100 Kilometern", erklärt Haug, "also durfte Nico am Morgen 50 Kilometer fahren und am Nachmittag war dann Michael dran. Es gab keine Probleme und nun geht es in Richtung Barcelona." Aufgrund der ersten Aufnahmen war vielen Fans schnell klar: Auch Mercedes setzt auf die Stufe in der Nase, wie sie bei allen Neuwagen mit Ausnahme des McLaren MP4-27 zu sehen ist.

"Wir haben eine sehr schöne Lösung, eine sehr dynamische", sagt Haug. In den vergangenen Tagen hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass Mercedes einen Clou am neuen Auto habe. Angeblich hat man über eine besondere Luftführung an der Front eine Art F-Schacht am Frontflügel realisiert. Die kommenden Barcelona-Tests werden wohl Klarheit bringen.

Die Silbernen nutzten die vergangenen Tage, um am Feinschliff zu arbeiten. Ganz bewusst hatte man sich dazu entschieden, den Jerez-Test auszulassen, um länger am neuen Boliden arbeiten zu können. "Wir hatten das Auto schon frühzeitig auf dem Prüfstand und haben bezüglich Motor, Getriebe und KERS wichtige Simulationen durchgeführt. Wir sind guter Dinge. Das Ziel ist es, dass wir beim Barcelona-Test sofort gut loslegen", sagt Haug.

In der vergangenen Woche war Mercedes noch mit dem Vorjahresmodell gefahren. Die Deutschen erhoffen sich davon einen Vorteil, weil man mit den neuen Pirelli-Reifen wichtige Vergleicheswerte generieren konnte. "Wir haben einen Vergleich zu den alten Reifen, die unter gleichen Bedingungen verwendet wurden", schildert Haug den Vorteil. "Wir haben viel gelernt. Hoffentlich können wir diese Erkenntnisse beim neuen Auto anwenden."


 


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