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27.05.  14:00

 

 06.07.2011 | 14:34 Uhr

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Hamilton: "Mir egal, was die Kritiker denken"

McLaren-Pilot Lewis Hamilton kümmert die Kritik an seinem Fahrstil wenig - Der Brite analysiert sein Verhalten für sich selbst und gelobt Besserung

Als Lewis Hamilton vor gut vier Jahren die Formel-1-Bühne betrat, galt er als "Wunderkind" schlechthin. Den WM-Titel in seiner Debütsaison verpasste der Brite nur denkbar knapp. Im darauffolgenden Jahr holte sich der McLaren-Pilot im dramatischen Finale von Sao Paulo tatsächlich seine erste Weltmeisterschaft und damit deutlich früher als der Großteil der Champions vor ihm.

Lewis Hamilton lässt die jüngste Kritik an seinem Fahrstil nicht an sich heran
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In der laufenden Saison fiel der 26-Jährige - abgesehen vom Sieg in Schanghai - bisher eher durch seinen aggressiven Fahrstil und die eine oder andere unglückliche Bemerkung als durch Erfolge auf der Rennstrecke auf. Demzufolge ließ die Kritik nicht lange auf sich warten.

Für Hamilton selbst ist dies nur nachvollziehbar. "So funktioniert die Welt heutzutage. Solange du deine Sache gut machst, wirst du von allen geliebt", gibt der McLaren-Pilot gegenüber 'London Standard' zu Protokoll. "Im Moment gewinnt Sebastian Vettel regelmäßig, weshalb ihn jeder gern hat. Doch nur aufgrund dessen, was andere Leute über mich sagen, bin ich selbst kein schlechterer Fahrer", stellt er klar.

Die Kritik am Shootingstar der Saison 2007 reichte in den vergangenen Wochen vom "verlorenen Faden" laut Ex-Formel-1-Pilot Eddie Irvine bis hin zu "einer Gefahr für seine Fahrerkollegen auf der Strecke", wie es der dreifache Weltmeister Niki Lauda im Hinblick auf die jüngsten Aktionen Hamiltons am Steuer des MP4-26 formulierte.

Sprüche wie diese lässt der als Zielscheibe der Kritik fungierende Brite allerdings nicht an sich heran, wie er versichert. "Im Laufe der Zeit lernst du, eine Resistenz dafür zu entwickeln", sagt Hamilton. "Es ist in etwa so, wie wenn du ein paar Mal auf den Boden gefallen und danach umso stärker wieder aufgestanden bist. Es ist mir komplett egal, was Niki Lauda über mich denkt."

Im Hinblick auf seinen misslungenen Witz im Anschluss an den Grand Prix von Monaco gibt Hamilton inzwischen zu: "Wir sind letztlich alle nur Menschen. Manchmal nehmen die Emotionen einfach überhand." Dass dies in Monte Carlo bei ihm der Fall war, habe er nie bestritten, stattdessen daraus gelernt, wie der aktuelle WM-Vierte betont. Wichtig sei letztlich wie bei jedem Sportler "die Fähigkeit, darüber zu stehen und die Dinge aus dem Cockpit künftig nicht mehr nach draußen gelangen zu lassen".

Angesprochen auf seine Kollisionen bei den zurückliegenden Rennen - unter anderem mit Pastor Maldonado in Monte Carlo und mit Teamkollege Jenson Button in Montreal - offenbart der viel gescholtene McLaren-Pilot: "Ich glaube nicht, dass es mein aggressiver Fahrstil ist, der mich in Schwierigkeiten bringt. Manchmal lasse ich wohl einfach die richtige Einschätzung der Situation vermissen." In Wahrheit ginge es für ihn persönlich stets darum, "der beste Fahrer aller Zeiten zu sein und das erfordert Hingabe".

Unmittelbar vor einem Unfall oder einer Kollision gibt es nach Ansicht Hamiltons zwei Phasen. "Phase zwei ist der Einschlag an sich", sagt er. "Phase eins ist der alles entscheidende Moment, an dem du mit Glück noch davon kommst. Dies war bei mir in dieser Saison nicht immer der Fall", gibt der Brite offen zu.


 


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